Gemeinschaft ist etwas für Mutige

Lesedauer: 5 Minuten.

Gemeinschaft unter Christen ist ein kostbares Gut. Doch sie ist nicht immer leicht: Streit, verletzende Worte, Verleumdung und Parteiungen können eine Gemeinde belasten und ihr Zeugnis verdunkeln. Paulus zeigt in Epheser 4,1–4, wie Christen miteinander leben sollen: ihrer Berufung entsprechend, in Demut und Sanftmut, mit Langmut und Liebe – und mit dem nötigen Eifer, die Einheit des Geistes zu bewahren.

Kontext und Thema

Der Epheserbrief entfaltet die Einheit der Christen von ihrer Grundlage her. Kapitel 1 beschreibt Gottes Heilsplan in Christus. Kapitel 2 zeigt, wie Christus Juden und Nichtjuden versöhnt und zu einem Leib und zu Gottes Wohnstätte verbindet. Kapitel 3 macht dieses gemeinsame Erbe sichtbar. Mit Kapitel 4 wendet sich Paulus der Frage zu, wie die Berufenen Gottes dies auf der Erde ausleben sollen. Sozusagen, wie die »Himmelsbürger« mit beiden Beinen auf der Erde stehend und gehend ihrer himmlischen Berufung gerecht werden.

Die Gemeinde ist keine zufällige Ansammlung Einzelner. Sie ist geistlich lebendige Gemeinschaft, gerettet und bewahrt durch Gottes Heilswerk. Nun soll sie diese geistliche Wirklichkeit in ihrem Zusammenleben sichtbar machen.

Das Ziel ist der Himmel, der Weg dahin herausfordernd

Paulus fordert die Christen auf, ihrer Berufung würdig zu leben. Das heißt: Ihr Verhalten soll zu dem passen, wozu Gott sie berufen hat. Die ersten drei Kapitel des Briefes bilden dafür das Fundament; nun geht es in Kapiteln 4 bis 6 um die praktische Umsetzung in der Lebensführung.

Gemeinschaft kann Menschen leider auch tief verletzen und schwer belasten. Manchmal mag Abstandnehmen oder das Einschalten verantwortlicher Leiter bei Gefahr, Gewalt, Manipulation oder anhaltender Rufschädigung nötig sein. Solche Schritte sollten nicht leichtfertig erfolgen. Ebenso wenig darf man Betroffene in einer gefährlichen Situation zum blinden Ausharren drängen; zu viele Menschen wurden schon ernsthaft geschädigt – auch im Glauben.

Was bedeutet »Mut«?

Demut, Sanftmut und Langmut enthalten zwar das Wort Mut, doch hier bedeutet es nicht Tapferkeit. Die Formulierung »Gemeinschaft ist etwas für Mutige« ist ein bewusstes Wortspiel: Die drei Begriffe Demut, Sanftmut und Langmut beschreiben innere Haltungen, die gemeinsames Leben ermöglichen.

Demut bezeichnet eine bescheidene, dienende Haltung. Sanftmut meint einen milden und friedfertigen Umgang. Langmut steht für Geduld und die Bereitschaft, Belastendes auszuhalten, ohne vorschnell zornig zu werden.

Gemeinschaft fordert Demut

Demut bedeutet, sich nicht über andere zu erheben, sondern ihnen in Liebe zu dienen. Jesus selbst ist das Vorbild: Er bezeichnet sich als sanftmütig und von Herzen demütig. In Johannes 13 wird diese Haltung anschaulich, als er seinen Jüngern die Füße wäscht – auch Judas, der ihn verraten wird.

Paulus beschreibt in Philipper 2, wie Demut Streit und Ichbezogenheit in der Gemeinde entgegenwirkt: Christen sollen einander achten und nicht nur auf die eigenen Interessen sehen. Demut ist keine Selbstverachtung, sondern eine dienende Haltung, die aus der Liebe erwächst.

Gemeinschaft fordert Sanftmut

Sanftmut ist besonders gefragt, wenn einem Unrecht geschieht. Wer sofort mit scharfen Worten oder Gegenangriffen reagiert, kann eine Spirale des Streits in Gang setzen. Paulus fordert dazu auf, Gegner in Sanftmut zurechtzuweisen und allen Menschen Milde zu erweisen (2. Timotheus 2,24–26; Titus 3,1–2).

David zeigte diese Haltung, als er Saul verschonte, obwohl dieser ihn verfolgte. David benennt das Unrecht, übt aber keine Rache. Auch Jesus reagierte in der Nacht seines Verrats ruhig und sprach das Unrecht offen an. Sanftmut heißt daher weder Schweigen noch Wehrlosigkeit: Sie verbindet Wahrhaftigkeit mit dem Verzicht auf Vergeltung.

Gemeinschaft fordert Langmut

Langmut ist geduldiges, nicht vorschnell zorniges Verhalten. Sie gibt dem anderen Raum zur Umkehr, ohne Unrecht zu verharmlosen oder notwendige Klärung aufzuschieben. Es ist die Haltung Gottes gegenüber dem Sünder: Gott ist »langsam zum Zorn und groß an Güte« (2. Mose 34,6).

Jesus zeigte Langmut, als er Petrus nach dessen dreifacher Verleugnung wiederherstellte und ihm erneut Verantwortung übertrug (Johannes 21,15–19). Petrus’ Versagen wird nicht verschwiegen, aber Jesus eröffnet ihm einen Weg zurück in den Dienst. Langmut bewahrt zugleich vor selbstgerechtem Zorn und hilft, schnell zum Hören und langsam zum Reden zu sein (Jakobus 1,19–20).

Gemeinschaft ist eine Sache der Liebe

Paulus fordert die Christen auf, einander in Liebe zu ertragen. Das bedeutet nicht, jede Meinungsverschiedenheit zu vermeiden. Es heißt vielmehr, mit den Eigenheiten und Schwächen der Glaubensgeschwister geduldig umzugehen und die anderen nicht vorschnell abzuschreiben. Sie sucht langfristig und mit reinen Motiven das Beste für die Geliebten.

Die Liebe bildet den Rahmen und das Motiv für Demut, Sanftmut und Langmut. Sie sucht nicht das Eigene und lässt sich nicht zum Zorn reizen (1. Korinther 13,4–7).

Gemeinschaft ist eine Sache des Fleißes

Die Einheit des Geistes soll mit Fleiß bewahrt werden. Sie muss nicht erst von den Christen geschaffen werden: In Christus gibt es einen Leib und einen Geist. Die Gemeinde soll diese von Gott gestiftete Einheit in ihrem Leben sichtbar werden lassen, soll die »Einheit des Geistes« bewahren im Friedensband.

Einheit bedeutet weder Gleichförmigkeit (Uniformität) noch Gleichgültigkeit gegenüber Wahrheit oder Unrecht. Apostelgeschichte 6 erzählt, wie die junge Gemeinde auf die Klage reagiert, dass eine bestimmte Gruppe der Witwen bei der täglichen Versorgung druch die Gemeinde übersehen werden. Die Apostel spielen das Problem nicht herunter, sondern hören zu, suchen eine gerechte Lösung und übertragen weise die Verantwortung an geeignete Männer. Die Einheit wird hier nicht durch Schweigen, sondern durch aufmerksames, weises Handeln geschützt. Das Ergebnis ist ein großer geistlicher Segen nach innen und ein Wachstum von Mission und Gemeinde.

Zusammenfassung

Christen sind berufen, die Gemeinschaft der Heiligen zu suchen und zu pflegen. Dazu gehören Demut, Sanftmut und Langmut, getragen von Liebe und umgesetzt mit Eifer. Diese Haltungen bewahren die Einheit nicht durch Verdrängung und Aussitzen von Konflikten, sondern indem Christen einander dienen, Unrecht wahrhaftig ansprechen und gemeinsam nach Frieden suchen.

Die Einheit des Geistes ist Gottes Gabe. Die örtliche Gemeinde ist aufgerufen, sie im Alltag sichtbar zu bewahren. Darum ist Gemeinschaft tatsächlich etwas für Mutige: Sie verlangt, den anderen nicht aufzugeben und zugleich Wahrheit, Schutz und Gerechtigkeit ernst zu nehmen. Jeder, der sich hier liebend engagiert, darf mit Gottes Wohlwollen, Kraft und Liebe rechnen. Sogar mit großartiger Belohnung.

Bemerkung: Diesem Artikel liegt eine ausführlichere Predigt des Autors zugrunde.

Bin ich für meine Gemeinde nützlich?

Lesedauer: 6 Minuten.

Viele Christen verstehen Gemeinde unbewusst als einen Ort, an dem sie empfangen: Predigt hören, Gemeinschaft erleben, geistlich auftanken. Doch Paulus zeichnet in 1Korinther 12 ein ganz anderes Bild: Die örtliche Gemeinde ist kein Zuschauerraum – sie ist ein lebendiger Körper. Und jeder, der zu Christus gehört, ist ein Teil davon. Jeder Gläubige hat eine Aufgabe. Jeder ist Teil des Leibes. Du bist nicht zufällig da. Du wirst gebraucht. Die entscheidende Frage lautet daher nicht: »Was bekomme ich?«, sondern: »Bin ich für meine Gemeinde nützlich?«.

Kontext und Einleitung (12,1)

In 1Korinther 12,1 beginnt Paulus die Beantwortung einer weiteren jener Fragen, die ihm die christliche Gemeinde in Korinth gestellt hatte: »Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr unwissend seid«. Seine Antwort ist recht ausführlich und erstreckt sich über drei Kapitel: in Kapitel 12 geht es um die Einheit und Vielfalt der Gaben des Geistes, in Kapitel 13 um die Liebe als Antrieb zur Gabenausübung und in Kapitel 14 abschließend ganz praktisch um den ordentlichen Einsatz der Geistesgaben im Wortgottesdienst. Dann erst wendet er sich einer weiteren Frage zu (Auferstehung).

Paulus zeigt in diesen drei Kapiteln, dass die Gaben des Geistes Gottes vom Geist Gottes geprägt sind, was sie in Kontrast setzte zu den offenbar in Korinth ebenfalls gepflegten heidnischen »Geistmanifestationen«. Seinem Mitarbeiter Timotheus hatte er einmal erklärt: »Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (Selbstbeherrschung)« (2Timotheus 1,7). Das kann man gut als Überschrift über 1Korinther 12–14 setzen.

Die Gabengeschenke des Geistes Gottes an die Glieder der Gemeinde sind zwar Geschenke, sie bringen aber eine lebenswichtige geistliche Verpflichtung mit sich: Sie sind kein Selbstzweck, sondern dazu da, die Gemeinde, den »Leib«, aufzuerbauen. Wir lernen: Christliches Glaubensleben ist immer gemeinschaftsbezogen. Paulus stellt in 1Korinther 12,7 fest, dass jeder eine geistliche Gabe hat und dass diese für den Dienst an den anderen bestimmt ist. Die zentrale Herausforderung für jeden lautet also: Was machst du damit?

Die einzigartige Quelle der Geistesgaben (12,2–3)

Die Gottesdienste in Korinth waren offenbar eine Mischung von Echtem und Gefälschtem, wenngleich alles »religiös« und vertraut vorkam. Paulus macht deutlich, dass Gottes Gaben nur im Zusammenspiel mit geistlicher Reife und Ablehnung der alten heidnischen Vorstellungen funktionieren. Nicht jede »geistliche Erfahrung« kommt von Gott. Es gibt auch falsche Geister und Gewohnheiten, die im Heidentum entweder zu Passivität (Weltverleugnung, Askese) oder im Gegenteil zu unkontrollierter Ekstase (Entrücktsein) verleiten. Unterscheidungsvermögen tut da not! Der Heilige Geist befähigt den Glaubenden zu einem bewusstem, planvollen (vernünftigen), zielgerichtetem Dienst. Paulus hilft: Echtes Wirken des Geistes ist immer verantwortungsbewusst und christusverherrlichend.

Die Einheit und Vielfalt der Geistesgaben (12,4–6)

Paulus betont eindrücklich dreifach: Es gibt verschiedene Gaben und verschiedene Dienste und verschiedene Wirkungen. Dies konkretisiert er in Versen 8–10 mit einer ersten Liste solcher Gaben. Aber Quelle, Dienstherr und wunderbar wirksam Machender aller Gaben ist stets er eine Gott. Gottes Geist entscheidet souverän für jeden Christen, welches Glied am Körper der Gemeinde er wird und wie er für dieses Gliedsein und Funktionieren mit geistlichen Gaben ausgerüstet wird (Vers 11).

In Verbindung mit 1Petrus 4,10 verstehen wir, dass jeder wiedergeborene, und daher vom Heiligen Geist bewohnte, Glaubende eine geistliche Gabe empfangen hat. Das Metapher eines menschlichen Körpers ab 1Korinther 12, 12 ist eindrücklich: Wir erkennen zwar viele unterschiedliche Glieder am Körper, aber sie gehören im Geben und Nehmen und Funktionieren zu einem einzigen Körper. Wenn alle in ihrer besonderen Fähigkeit »funktionieren«, ist der Mensch gesund und zu großen Taten fähig und bereit. Anders gesagt: Der Leib, die Gemeinde, lebt dann. Wir lernen: Niemand ist überflüssig. Niemand ist optional. Es gibt im Leib der Gemeinde keine »rudimentären Organe«. Und: Es gibt keine Glieder, die getrennt vom restlichen Leib überleben könnten.

Der Nutzen der Geistesgaben für die Gemeinde (12,7)

Die große praktische Schlussfolgerung lautet: »Einem jeden wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben« (12,7). Das bedeutet: Deine Gabe gehört nicht dir, sie ist für andere gedacht. Sie hat eine konkrete Funktion, die Gott festgelegt hat. Daher ist Untätigkeit geistlich gesehen keine neutrale Option. Der Nutzen wird konkret angegeben: dass die Gemeinde Gottes auferbaut werde. Jeder ist für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Gemeinde mit verantwortlich. Sei es negativ oder positiv.

Negativ. Wenn du deine Gabe nicht nutzt, sind die Folgen: Du wächst geistlich weniger, anderen fehlt dein Beitrag, die Gemeinde wird geschwächt. Es ist wie in einem Körper, wo ein Körperteil ausfällt. Egal ob das wegen Verletzung, Krampf, Lähmung oder Bequemlichkeit geschieht, die Folge ist immer: Der ganze Körper leidet. – Wir lernen: Passivität schadet mehr, als wir denken.

Positiv. Wenn du (wie alle) deine Gabe nutzt, hat das hingegen viele gute Auswirkungen: (1) Du segnest andere, so wie sie Dich segnen; Geben und Empfangen gehören im Organismus zusammen. (2) Eine aktive Gemeinde wirkt auch nach außen überzeugend, sie hat ein starkes Zeugnis. (3) Aus der Erprobung im Dienst wachsen Leiter heraus, die wieder anderen helfen, ihre Gaben zu erkennen und zu trainieren. (4) Es entsteht eine echte, christliche, herzensverbindende Gemeinschaft im Glauben und Dienen. – Wir lernen: Gemeinde funktioniert nicht durch wenige Aktive (»Professionelle«), sondern durch viele Beteiligte, solange jeder (nur) das tut, wozu er von Gott gesetzt wurde.

Auf manche christliche Gemeinde passt das sarkastische Lob: »Sie leben nach dem olympischen Ideal: Keiner macht, was er soll. Jeder macht, was er will. Aber alle machen mit!«.

Folgen wir aber den Anweisungen des Wortes Gottes ist das Ergebnis ein funktionierender, gesunder geistlicher Leib. Die Ordnung der Gemeinde ist wie die eines lebendigen Organismus‘. Es geht nicht zu wie in einer würdigen Schlossbibliothek mit allerlei beeindruckenden Folianten aus längst verflossenen Tagen, wo alles »an seinem Platz« steht. Das biblische Bild ist ein junger, gesunder Körper, dessen Glieder lebendig zusammenhängen, einander dienen und miteinander den Leib gesund halten, so dass er zielgerichtet, koordiniert und lebendig das Werk Gottes tun kann. Wir lernen: Wenn jeder an seinem Platz im Leib dient, entsteht Einheit, wächst Kraft und wird die Gemeinde außenwirksam.

Call-to-Action

Jeder wiedergeborene Christ muss sich fragen: Bin ich für meine Gemeinde nützlich?

Praxistipp: Nimm dir Zeit für folgende drei Schritte:

  1. Bete: »Herr, welche Gabe hast du mir gegeben?«
  2. Sprich mit deiner Gemeindeleitung oder reifen Christen darüber
  3. Handle: Fang an zu dienen, zunächst im Kleinen. Jeder gabenspezifische Dienst später baut auf die eingeübte Einstellung eines Dieners auf, sonst wird sie unwirksam oder gar gefährlich.

Bedenke: Gottes Plan für deine Gemeinde funktioniert nicht ohne dich. Gott hat dich nicht nur gerettet, er hat dich auch beauftragt. Deine Gemeinde braucht nicht nur deine Anwesenheit, sondern deinen Beitrag.

Im Brief an die Gemeinde in Ephesus fasst Paulus das alles wunderbar zusammen:

»…die Wahrheit festhaltend in Liebe, lasst uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, aus dem der ganze Leib, wohl zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirksamkeit in dem Maß jedes einzelnen Teiles, für sich das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.« (Epheser 4,15–16)

Das größte Bauwerk der Welt

[Jesus Christus spricht zu Petrus:] Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus; und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen. (Matthäus 16,18)

Jesus Christus ist der Architekt, Baumeister, Eigentümer, Vollender und Besitzer des größten Bauwerks der Welt: Seiner Gemeinde. Dieses „Bauprojekt“ wurde göttlich geplant, wird heute gebaut und hat ewig Bestand.

Das Verheißungswort Christi »Ich werde meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen« liefert entscheidend Wichtiges über Gottes größtes »Bauwerk«.

Sieben Worte, die die Gemeinde Gottes kennzeichnen

  1. »Ich« – Der Architekt und Baumeister
    • Jesus ist Meister im Bauwesen: er hat die Schöpfung und den Tempel im Himmel gebaut.
    • Er allein ist befähigt, das geistliche Gebäude der Gemeinde (=Tempel) zu errichten.
  2. »werde« – Die Macht und Sicherheit
    • Was Jesus sagt, wird geschieht. Seine Worte sind sicherer als jede menschliche Planung.
    • Das Bauprojekt „Gemeinde“ braucht keinen Plan B, es wird weiter nach dem ewigen Originalplan pünktlich umgesetzt. Göttlich garantiert.
  3. »meine« – Der Eigentümer
    • Die Gemeinde gehört Christus, nicht Menschen (Älteste, Bischöfe, Papst).
    • Wir sind nur Verwalter und haben uns treu und fleißig an die göttlichen Baupläne zu halten (1. Korinther 4,1–2).
  4. »Gemeinde« – Das Bauwerk
    • Nicht ein Gebäude, kein Verein, sondern die Schar aller wahrhaft Gläubigen.
    • Sie besteht aus „lebendigen Steinen“ – echten, wiedergeborenen Christen (1. Petrus 2,4–5).
  5. »bauen« – Das Bauen
    • Fundament ist Jesus Christus (persönlich, 1. Korinther 3,11) und sein Wort (lehrmäßig, Epheser 2,20).
    • Die Gemeinde wird aktiv aufgebaut durch die Mitarbeit der Gläubigen.
    • Es braucht lebendige Steine, geistliche Einheit und göttlich eingesetzte Leiter.
  6. »die Pforten des Hades« – Der Widerstand
    • Der Bau wird angegriffen – durch Tod, Sünde, falsche Lehre und den Teufel.
    • Doch Christus hat die Macht des Todes bereits besiegt (Hebräer 2,14–15).
  7. »werden sie nicht überwältigen« – Die Vollendung
    • Die Gemeinde wird vollendet werden – ohne Verlust oder Schaden, vielmehr schön (Epheser 5,27; Offenbarung 19,7–8).
    • Christus garantiert den Sieg, das Endziel ist sicher: Ewiges Leben mit Ihm in der Herrlichkeit.

Die Herausforderung

  • Lass Dich neu begeistern für die Mitarbeit an Gottes Bauprojekt.
  • Baue treu mit – nicht nach eigenem Geschmack, sondern nach Gottes Bauplan.
  • Wisse: Deine Arbeit an der Gemeinde hat Ewigkeitswert, baue mit Deinem besten Einsatz!

Alle weltlichen Bauwerke werden vergehen – doch Gottes Gemeinde bleibt ewig.


Die Gemeinde ist gegründet / auf Dich selbst, Herr Jesus Christ,
weil Du der Behausung Gottes / Felsengrund und Eckstein bist.
Die der Vater Dir gegeben /aus der Welt zum Eigentum,
führst Du, trotz des Feindes Wüten, / siegreich heim zu Deinem Ruhm.

(Dichter unbekannt)