Warum ich die »Frankfurt Declaration« unterschrieben habe

von
John MacArthur
Grace Community Church, Sun Valley, CA, USA
07.09.2022

Christus erklärte: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt … jetzt aber ist mein Reich nicht von hier« (Johannes 18,36). Weit davon entfernt, sich als Rivale des Kaisers (Caesar, Cäsar) aufzuspielen, sagte er, dass Seine Gemeinde einem anderen, höheren Bereich angehört als jede irdische Regierung und dass sie daher keine Bedrohung für die rechtmäßige Autorität des Kaisers darstellt. Der Zweck der christlichen Gemeinde besteht nicht darin, irdische Regierungen zu stürzen oder an sich zu reißen. Jesus bekräftigte dies, als er sagte: »Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist« (Matthäus 22,21).

Aber Cäsar seinerseits hat Christus immer als Widersacher und Unannehmlichkeit betrachtet. Von Herodes und Pontius Pilatus bis heute haben die irdischen Regierungen immer versucht, Christus und sein Reich zu kontrollieren. Cäsar (die »Obrigkeit«) begnügt sich nicht mit dem, was dem Cäsar gehört; er will auch die Kontrolle über die Dinge, die Gott gehören. Deshalb versuchen irdische Herrscher immer, so viel Herrschaft über die Kirche zu erlangen, wie sie nur können.

Die postmodernen Politiker von heute sind genauso entschlossen wie jede andere Regierung in der Geschichte, sich in Angelegenheiten einzumischen, die Christus betreffen. Sie setzen moralische Maßstäbe durch, die biblischen Grundsätzen feindlich gegenüberstehen. Sie nutzen die Macht der »Kanzel« Cäsars, um biblische Werte als Bedrohung für die Existenz der Menschheit darzustellen. Sie unterstützen und subventionieren sogar solche, die Kinder mit offen antichristlichen Ideologien indoktrinieren wollen. Sie bringen Durchführungsverordnungen, Regulierungsbehörden und willkürliche Auflagen hervor, die die Arbeit der christlichen Gemeinde behindern oder stoppen würden.

In den COVID-Jahren wurde Cäsars Strategie unbestreitbar offensichtlich. Staatliche Restriktionen verlangten von den Kirchen, sich nicht zu versammeln, während Kasinos und Massagesalons weiter betrieben werden durften. Die Behörden schauten weg, als linken Demonstranten freie Hand gelassen wurde, sich zu versammeln und sogar zu randalieren, aber dieselben Beamten arbeiteten unerbittlich daran, die Kirchen geschlossen zu halten.

Gehorsam gegenüber einer solch frechen, unbarmherzig unterdrückenden staatlichen Kontrolle hätte Ungehorsam gegenüber der Heiligen Schrift bedeutet. Gott befiehlt seinem Volk eindeutig, die regelmäßigen Versammlungen zur gemeinsamen Anbetung nicht aufzugeben (Hebräer 10,25). Und: »wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen« (Apostelgeschichte 5,29). Wir nahmen also unsere gemeinsame Anbetung wieder auf, was sofort den Zorn Cäsars auf uns lenkte. Die staatlichen Behörden verfolgten unsere Kirche mit allen möglichen behördlichen Geschossen: rechtlichen Forderungen, Klagen, Verfügungen und Geldstrafen. Sie drohten sogar damit, uns unseren Parkplatz wegzunehmen. Glücklicherweise setzten wir uns vor Gericht durch – ich glaube, vor allem, weil der Bezirk (County) Los Angeles nicht bereit war, seine Gesundheitsbeamten unter Eid aussagen zu lassen.

Unser Sieg in diesem Fall kam genau ein Jahr vor der Veröffentlichung der Frankfurter Erklärung. Während der Fall noch vor Gericht verhandelt wurde, veröffentlichten wir jedoch eine eigene Erklärung mit dem Titel »Christus, nicht Cäsar, ist das Haupt der Kirche«. Was wir damals erklärten, steht in voller Übereinstimmung mit dem Frankfurter Dokument.

Die Regierung der Vereinigten Staaten (und andere in der westlichen Welt) haben sich bereits als Feinde Christi erwiesen, indem sie die Abtreibung legalisiert haben, fordern, dass Homosexualität gefördert und gefeiert wird, sich weigern, die von Gott gegebenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern anzuerkennen, die gleichgeschlechtliche Ehe sanktionieren und die barbarische, heidnische Verstümmelung von Kindern fördern. Diese offenkundigen, von der Regierung geförderten Angriffe auf seit langem etablierte moralische Standards stellen eine formelle, parlamentarische Kriegserklärung gegen Gott, seine Schöpfungsordnung, sein moralisches Gesetz und die Autorität seines Wortes dar. Unsere derzeitige Regierung steht also nicht weniger in Opposition zu Gott als die Baalsanbeter des Alten Testaments. Warum sollten wir nicht erwarten, dass sie hinter Menschen her sind, die ihr Leben für die Sache Gottes und seines Wortes aufs Spiel setzen würden? Es gibt viele Anzeichen dafür, dass gesunden christlichen Gemeinden und treuen Gläubigen eine Welle harter Verfolgung bevorsteht.

Die Aufdeckung all dessen ist ein großes Problem für Kirchen, die versucht haben, Kompromisse mit der Welt einzugehen. Einige von ihnen werden die Wahrheit einfach noch offener verleugnen (einige tun das bereits). Diejenigen, die keine Kompromisse eingehen wollen, um Cäsar zu besänftigen, sollten die Frankfurter Erklärung unterschreiben.

Christus und Cäsar agieren in verschiedenen Bereichen. Die Mission der christlichen Gemeinde ist keine parteipolitische Mission. Es gibt keine politische Lösung für das, was unsere Kultur plagt. Der Auftrag der christlichen Gemeinde besteht darin, das Evangelium zu verkünden, Seelen aus dem Reich der Finsternis zu befreien und sie zu Nachfolgern Christi zu erziehen. Die Christen dürfen nicht von dieser Aufgabe abgehalten werden, um ein rein zeitliches politisches Ziel zu erreichen. Andererseits, je mehr sich Cäsar in Angelegenheiten einmischt, die Christus gehören, desto mehr muss sich die christliche Gemeinde zu ewigen und geistlichen Angelegenheiten äußern, die der Rest der Welt als rein »politisch« behandeln will. Es ist nicht das Vorrecht Cäsars, die moralischen Normen in Fragen wie Abtreibung, sexuelle Perversion, Geschlechterrollen oder anderen Angelegenheiten, in denen die Heilige Schrift klare Grenzen gezogen hat, umzuschreiben. Wir werden uns weiterhin zu solchen Themen äußern, und wenn die Regierung versucht, die Botschaft zum Schweigen zu bringen oder den Überbringer zu bestrafen, werden wir uns nicht beugen.

»Ob es vor Gott recht ist, auf euch mehr zu hören als auf Gott, urteilt ihr; denn uns ist es unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden.« (Apostelgeschichte 4,19b–20).

Quellennachweise

Die »The Frankfurt Declaration of Christian & Civil Liberties« ist hier veröffentlicht und kann dort auch unterzeichnet werden. Auch einige Übersetzungen sind dort erhältlich. Ein Vortrag der Frankfurter Deklaration in deutscher Sprache ist auf YouTube hier bereitgestellt [Stand 10.09.2022].

Originaler Blog-Artikel von John MacArthur, für logikos.club übersetzt von Grace mit Unterstützung von DEEPL.

Prayer of Repentance 1996

Pastor Joe Wright sprach vor dem Kansas House of Representatives (USA) am 23. Januar 1996 ein Gebet, das für einigen politischen Aufruhr sorgte. Schon während des Gebets verließen einige Abgeordnete unter Protest den Saal, einige Abgeordnete der Partei der „Demokraten“ machten ihrem Ärger Luft („Intoleranz, „radikale Ansichten). Es wurde unzählig oft in anderen Bundesversammlungen (state legislatures), Rundfunk und Fernsehsehsendungen wiederholt und debattiert. Die Kirche des Pastors, die Central Christian Church in Wichita, erhielt in den folgenden sechs Wochen mehr als 6.500 Anrufe, davon nur 47 negative, und so viel Post, dass die Mitarbeiter der Kirche keinen Raum mehr fanden, sie unterzubringen. Anfragen aus aller Welt baten um Kopien des Gebetstextes, es wurde in Hunderten von Zeitungen und Kirchenblättern abgedruckt und bei vielen Anlässen gebetet. Eine deutsche Bezugnahme fand ich im Buchkalender „Leben ist mehr!” (Bielefeld: CLV, 2020) unter dem Datum 20.01.2021 (Autor: Daniel Zach). Was war so bemerkenswert an diesem Gebet? Sehen Sie selbst:

»Heavenly Father,
we come before you today to ask Your forgiveness and to seek Your direction and guidance. We know Your Word says, „Woe to those who call evil good,“ but that is exactly what we have done. We have lost our spiritual equilibrium and reversed our values.

We confess:
We have ridiculed the absolute truth of Your Word and called it pluralism.
We have worshipped other gods and called it multiculturalism.
We have endorsed perversion and called it alternative lifestyle.
We have exploited the poor and called it the lottery.
We have rewarded laziness and called it welfare.
We have killed our unborn and called it choice.
We have shot abortionists and called it justifiable.
We have neglected to discipline our children and called it building self-esteem.
We have abused power and called it politics.
We have coveted our neighbor’s possessions and called it ambition.
We have polluted the air with profanity and pornography and called it freedom of expression.
We have ridiculed the time-honored values of our forefathers and called it enlightenment.

Search us, Oh God, and know our hearts today; cleanse us from every sin and set us free. Guide and bless these men and women who have been sent to direct us to the center of your will.

I ask it in the Name of Your Son, the living Savior, Jesus Christ.
Amen.«

Eine ähnliche Fassung stammt von Rob Russel, der diese ein Jahr vorher (1995) beim Kentucky Governor’s Prayer Breakfast in Frankfort, der Hauptstadt des Commonwealth of Kentucky, betete.

Prayer of Woke Ideology 2021

Am 3. Januar 2021 betete Reverend Emanuel Cleaver II, Mitglied des Repräsentantenhauses, Parteimitglied der „Demokraten“, Geistlicher der United Methodist Church, ehemaliger Bürgermeister von Kansas City, Missouri, bei der Eröffnung des 117. Kongresses der USA folgendes Gebet:

»Eternal God, noiselessly we bow before Your throne of grace as we leave behind the politically and socially clamorous year of 2020. We gather, now, in this consequential Chamber to inaugurate another chapter in our roller coaster representative government. The Members of this august body acknowledge Your sacred supremacy and, therefore, confess that without Your favor and forbearance, we enter this new year relying, dangerously, on our own fallible nature.

God, at a moment when many believe that the bright light of democracy is beginning to dim, empower us with an extra dose of commitment to its principles. May we, of the 117th Congress, refuel the lamp of liberty so brimful that generations unborn will witness its undying flame. And may we model community healing, control our tribal tendencies and quicken our spirit that we may feel Thy priestly presence even in moments of heightened disagreement. May we so feel Your presence that our service here may not be soiled by any utterances or acts unworthy of this high office. Insert in our spirit a light so bright that we can see ourselves and our politics as we really are––soiled by selfishness, perverted by prejudice and inveigled by ideology.

Now, may the God who created the world and everything in it bless us and keep us. May the Lord make His face to shine upon us and be 
gracious unto us. May the Lord lift up the light of His countenance upon us and give us peace––peace in our families, peace across this land and dare I ask, O Lord, peace even in this Chamber, now and evermore. We ask it in the name of the monotheistic God and Brahma and God known by many names by many different faiths.

A–men and a–woman

Ein methodistischer, „christlicher Geistlicher betet also in einem Atemzug zu dem allein wahren Gott und zu allen Götzen und Göttern dieser Welt. Er scheitert also bereits am Ersten Gebot. Und so macht er damit erst den einen wahren Gott lächerlich und dann sich selbst zur weltweiten Lachnummer: »Amen« hat keinen Sexus – und ganz sicher keine Genderform. Wie sagte er selbst-trefflich: »inveigled by ideology«!

10 Gründe, warum das gemeinsame Singen wesenseigen zum christlichen Gottesdienst gehört

Joe Lum, Senior Pastor der Living Hope Bible Church in Issaquah, WA (USA), hat im Dezember 2020 einen interessanten und hilfreichen Blogartikel auf The Cripplegate zum Singen im gemeinsamen Gottesdienst veröffentlicht: 10 reasons why singing is essential to worship.

Folgende 10 Gründe hat Joe Lum der Heiligen Schrift entnommen:

  1. Das Singen Einzelner und der Gemeinde wird von Gott ausdrücklich befohlen
  2. Echte Anbetung im Lied ist vom Heiligen Geist bewirkt
  3. Singen ist eine Antwort auf die Verkündigung des Wortes Gottes
  4. Im Lied zueinander reden ist ein Gebot der Schrift für die Gottesdienste
  5. Jesus Christus selbst singt im Gemeindelobpreis mit uns mit
  6. Gott Selbst singt unter seinem Volk
  7. Zusammen zu singen erinnert uns daran, allein in Gott Sicherheit zu finden
  8. Die Bibel ermutigt uns zum gemeinsamen Singen und zum Aufsuchen des Gottes, der unsere Ängste wegnimmt
  9. Gemeindliche Anbetung soll eine Widerspiegelung unserer zukünftigen Erfahrung im Himmel sein
  10. Singen kann uns dabei helfen, Wörter zu verwenden, die unsere Einheit demonstrieren und zum Ausdruck bringen

Der Artikel ist hier zu finden.

Gottes Sohn wird Mensch – Krippe, Kreuz und Krone Christi

Als die Menschwerdung des Sohnes Gottes angekündigt wurde, war immer die Rede davon, dass er der Retter seines Volkes von ihren Sünden ist (Lukas 2,10). Das Kreuz hing von Anfang an über seinem ersten Kommen. Und so kam er in Niedrigkeit (Krippe) und Selbstentäußerung und ging bis in die Nacht des Kreuzes auf Golgatha (Philipper 2,5–8). Aber die gleichen prophetischen Schriften reden auch davon, dass dieser menschgewordene Sohn Gottes eines Tages zum zweiten Mal kommen wird, diesmal mit der Krone des obersten Königs und mit unbeschränkter Macht (Philipper 2,9–11; Offenbarung 19,11–16).

Der berühmte niederländische Maler Rogier van der Weyden (1399–1464), der vielen Kollegen seiner Zeit und Nachwelt Material geliefert hat, hat die Verbindung von Krippe und Kreuz geheimnisvoll in die Mitteltafel seines Altarbilds in der Kölner Kirche St. Columba (um 1455) integriert. Die Mitteltafel stellt die Anbetung des Kindes durch die „Heiligen Drei Könige“ dar, die beiden Altarflügel umrahmen diese Szene mit der Verkündigung Marias und der Darbringung Jesu im Tempel. Beide Ereignisse erwähnen die Sendung Jesu als Erretter/Heiland (im Magnifikat Marias: Lukas 2,47; im Lobpreis Simeons: Lukas 2,29–32). Oben über dem Kind steht symbolhaft die Kreuzigung des Heiland-Gottes an der zentralen Säule seines Geburtsortes, unten werden dem Kind königliche Huldigungsgeschenke zuteil. Wir sehen in einem Bild Krippe, Kreuz und Krone.

Das Werk Rogiers ist heute in der Alten Pinakothek in München (Inv. Nr. WAF 1189) anzusehen (Öl auf Eichenholz, ca. 140 cm x 153 cm).

Die selbe Verbindung zieht 70 Jahre später der venezianische Maler der Hochrenaissance Lorenzo Lotto (c. 1480–1556/7) mit seinem Bild Christi Geburt (1523). Das Ölgemälde (46 cm x 36 cm) ist in der National Gallery of Art in Washington, DC  (USA) zu sehen (Accession No. 1939.1.288). Es trägt unten rechts die Signatur „L. Lotus. / 1523“.

Der italienische Barock-Maler Guido Reni (1575–1642; auch: Guidus Renus) lässt in seinem Bild Jesukind auf dem Kreuz schlafend das sanft ruhende Baby auf einem Kreuz liegen, wie auf einem Opferaltar, und erzeugt damit eine eigenartige Spannung, die den Betrachter zum Nachdenken herausfordert (43 cm x 33 cm; Öl auf Eichenholztafel).

Viel später adoptierte der britische Maler William Blake (1757–1827) das Motiv mit seinem Bild The Christ Child Asleep on the Cross (Our Lady Adoring the Infant Jesus Asleep on the Cross), das im Victoria and Albert Museum in London zu sehen ist (ca. 1799–1800; 27 cm x 39 cm; Tempera auf Leinwand).

Auch andere Artisten haben dieses Motiv aufgegriffen.

  • Bartolomé Esteban Murillo (1618–1682) Barockmaler aus Spaniens Goldener Zeit: El Niño Jesús dormido sobre la cruz.
    Bild 1 (um 1660; Fairfax House, Castlegate, York, North Yorkshire, England)
    Bild 2 (Museo del Prado, Madrid, mit Totenschädel
    Bild 3 (Museums Sheffield)
    Bild 4 (Louvre Paris; ca. 1670)
  • Mary Baker (aktiv 1842–1860) hat eines der Bilder Murillos in Öl auf Leinwand nachgemalt (Victoria and Albert Museum, London, ca. 1858), der rechte Arm des Kindes ruht auf einem Totenschädel.

Johann Adam Bernhard Ritter von Bartsch (1757–1821), österreichischer Künstler und Begründer der systematisch-kritischen Graphikwissenschaft, hat das Bild von Reni (s. o.) in einem Stich nachempfunden (12 cm x 15 cm; ca. 1780–1821) (Metropolitan Museum of Art, The Met Fifth Avenue, New York, NY). Neben seinem monumentalen wissenschaftlichen Werk hinterließ Bartsch auch ein künstlerisches Œuvre von ca. 600 Blatt, dabei auch Reproduktionen von Zeichnungen alter Meister. – Andere Quellen schreiben dieses Werk dem deutschen Künstler Johann Gottfried Bartsch (aktiv 1670–1690) zu.

Adam von Bartsch (Austrian, Vienna 1757–1821 Vienna) The Christ Child sleeping on a cross in a landscape, after Reni, ca. 1780-1821 Austrian, Engraving; Sheet (Trimmed): 4 13/16 × 5 13/16 in. (12.3 × 14.8 cm) The Metropolitan Museum of Art, New York, The Elisha Whittelsey Collection, The Elisha Whittelsey Fund, 1951 (51.501.4425) http://www.metmuseum.org/Collections/search-the-collections/668282

Die Welt und das Leben von Gott her verstehen

»The longer I live, the clearer it becomes to me that unless one begins with the true knowledge of God, nothing else in the world, in life, or in the Christian life makes any sense at all. Those who begin below, with circumstances, and attempt to reason up, drawing conclusions about God (that He is kind or cruel, accessible or aloof, powerful or weak) inevitably err. Only as we begin with the truth of God (that He is sovereign, almighty, wise, good, and just) and reason down to our circumstances (be they good or bad), does life begin to make sense.«

Dr. Terry Johnson, Independent Presbyterian Church Savannah, GA, in: Steven J. Lawson, Show me your glory – Understanding the majestic splendor of God. 1. Aufl.. Sanford, FL: Reformation Trust Publishing, a division of Ligonier Ministries, Orlando, FL, 2020.

»Je länger ich lebe, desto klarer wird mir, dass nichts in der Welt, im Leben oder als Christ Sinn macht, wenn man nicht mit der wahren Erkenntnis Gottes beginnt. Jene, welche unten, bei den Lebensumständen, beginnen, und dann versuchen, sich mit logischen Überlegungen hochzuhangeln, indem sie Schlussfolgerungen über Gott ziehen (dass Er gütig sei oder grausam, zugänglich oder distanziert, machtvoll oder schwach), gehen unausweichlich in die Irre. Erst wenn wir mit der Wahrheit über Gott beginnen (dass Er souverän, allmächtig, allweise, gut und gerecht ist) und von dieser Wahrheit ausgehend Schlussfolgerungen ziehen bis hinab in unsere Lebensumstände (seien sie gut oder schlecht), beginnt das Leben Sinn zu machen.«

Die wahre Erkenntnis Gottes bestimmt entscheidend unsere Weltanschauung, aber sie zielt und wirkt noch wesentlich tiefer. Denn Leben und Erkenntnis hängen fest zusammen. Vor 2.000 Jahren sprach der Sohn Gottes darüber mit seinem Vater:

Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Johannes 17,3 (ELB03)

Warum wahre Gotteserkenntnis uns zu guten Mitmenschen macht

»Ubi ergo cognoscitur Deus, etiam colitur humanitas.«
(Wo nämlich Gott erkannt wird, da wird auch Menschlichkeit gepflegt.)

Johannes Calvin, Auslegung zu Jeremia 22, 16

Olivier Millet aus Paris hat auf der 7. Emder Tagung zur Geschichte des reformierten Protestantismus (23. März 2009) einen Vortrag über die Humanitas Calvins gehalten: »Humanitas. Mensch und Menschlichkeit bei Calvin« (Internetquelle, PDF-Backup).

Die humanitas ist, insbesondere in der christlichen Theologie, »der Inbegriff dessen, was menschlich ist, die Bezeichnung für die menschliche Natur, den Grund- und Eigencharakter des Menschen im Unterschied zur Tiernatur und zum Gotteswesen.«

Millet analysiert in seinem Vortrag auch die bösartige Weise, mit der der Genfer Reformator zeitlebens und post mortem angegriffen wurde: »Bereits zu seiner Lebenszeit wurde die Person Calvins Gegenstand von Anekdoten und Kommentaren, die darauf zielten, seine Laster und Fehler öffentlich zu machen. Feigheit, Härte, Selbstsucht, Autoritarismus sind unter anderem wiederkehrende Themen dieser ersten polemischen Angriffe.« (»Die peinlichsten Fehlurteile über Calvin« führt der Reformierte Bund in Deutschland hier auf.)

Jedem Kind Gottes ist aus Gottes Wort der Wahrheit und schmerzlich auch erfahrungsmäßig bekannt, dass es wie alle anderen Menschen – außer Jesus Christus – fehlerhaft und unvollkommen ist. Heiligenkult ist biblisch unterwiesenen Christen ein Übel. Das macht jedoch „Heiligenschändung“ in Lüge und Verleumdung nicht gut, sondern belässt diese ebenfalls im Übel (siehe z. B.: 2. Mose 20,16; 23,1; Matthäus 5,22; Markus 10,19, Lukas 18,20). Der Herr Jesus hat seine Nachfolger gelehrt, dass wir Sünde Sünde nennen sollen, aber aneinander Vergebung üben und Erbarmen pflegen sollen. Das würde zeigen, dass der Same des Lebens im Christen von Gott-Vater stammt (Matthäus 6,14; 18,35).

Auch Calvin wusste um seine Schwächen und sprach und schrieb über sie. Auf dem Sterbebett schrieb er seinen Genfer Pfarrerskollegen demütig:

»Ich habe viele Schwächen gehabt, die Ihr ertragen musstet, und all das, was ich getan habe, ist im Grunde nichts wert. Die schlechten Menschen werden diesen Ausspruch gewiss ausschlachten. Aber ich sage noch einmal, dass all mein Tun nichts wert ist und ich eine elende Kreatur bin. Ich kann allerdings wohl von mir sagen, dass ich das Gute gewollt habe, dass mir meine Fehler immer missfallen haben und dass die Wurzel der Gottesfurcht in meinem Herzen gewesen ist. Und Ihr könnt sagen, dass mein Bestreben gut gewesen ist. Darum bitte ich Euch, dass Ihr mir das Schlechte verzeiht. Wenn es aber auch etwas Gutes gegeben hat, so richtet Euch danach und folgt ihm nach.«

a.a.O.

Das Ziel der Theologie

Das Ziel der Theologie ist die Anbetung Gottes. 
Die Körperhaltung der Theologie ist auf den Knien. 
Die Praxis der Theologie ist Buße.

Sinclair B. Ferguson, zitiert in: James Montgomery Boice und Philip Graham Ryken, The Doctrines of Grace, Wheaton, IL (Crossway) 2002, S. 179; Deutsch: James Montgomery Boice und Philip Graham Ryken, Die Lehren der Gnade, Oerlinghausen (Betanien) 2009, S. 201.

Charles H. Spurgeon – Prediger der biblischen »Lehren der Gnade«

Charles Haddon Spurgeon (1834 – 1892) war einer der größten Prediger der letzten Jahrhunderte. Der Spurgeon-Biograph Lewis Drummond nannte ihn den größten Prediger, den „Fürsten unter den Predigern“ (»Spurgeon: Prince of Preachers«; Kregel Publ., 1992). Viele wurden von seinen Predigten angezogen, das Metropolitan Tabernacle in London war regelmäßig mit 5.000–6.000 Zuhörern gefüllt.

Steven Lawson fasst die enorme Breite und Tiefe des Wirkens Spurgeons in Wort und Schrift wie folgt zusammen:

»Schon im Jahr 1863 waren von Spurgeons Predigten mehr als 8 Millionen Kopien verkauft worden. Bei seinem Heimgang im Jahr 1892 waren es schon 50 Millionen. Am Ende des 19. Jahrhunderts waren mehr als 100 Millionen Predigten in 23 Sprachen verkauft worden, eine Anzahl, die kein Prediger vorher oder nachher je erreicht hat.

Heute hat diese Zahl die 300 Millionen überschritten. Ein Jahrhundert nach seinem Tod liegen mehr gedruckte Werke von Spurgeon vor, als von jedem anderen englischsprachigen Autor. Spurgeon ist historisch gesehen der am häufigsten gelesene Prediger.«

Steven Lawson, The Gospel Focus of Charles Spurgeon, (Reformation Trust Publishing), S. 17.

Die unglaubliche Reichweite der Predigten Spurgeons wurde nicht durch das Verklickern eines seichten Evangeliums erreicht. Ganz im Gegenteil: man wird von der theologischen Reichhaltigkeit der Predigten Spurgeons beeindruckt. Er verschwendete seine Zeit nie mit netten, ohrenschmeichelnden Allgemeinplätzen und ging beim Predigen den schwierigeren Lehren der Heiligen Schrift nie aus dem Weg. Spurgeon ist ein Vorbild für alle, die Gottes Wort anschaulich, klar und reichhaltig verkündigen wollen.

Der Zeitgeist der „Evangelikalen“ heute führt viele ins Erstaunen darüber, dass ein so begabter Evangelist wie Spurgeon in seinen Predigten immer wieder sehr begeistert jenen Schatz der Reformation verkündigte, den wir heute die „Lehren der Gnade“ nennen. Seine Predigten und Schriften sind gesättigt mit den biblischen Wahrheiten, die heute einige auf „Die 5 Punkte des Calvinismus“ reduzieren wollen.

Interior View of the Metropolitan Tabernacle

Bereits bald nach Eröffnung des riesigen Metropolitan Tabernacle in London Mitte März 1861 veranstaltete Spurgeon am 11. April 1861 eine Bibelkonferenz zum Thema „Die Lehren der Gnade“ (»Exposition of the Doctrines of Grace«). Seiner Einleitung schlossen sich dann fünf andere Prediger an, die über jeden der „Fünf Punkte“ sprachen: Erwählung, menschliche Verdorbenheit, besondere Erlösung, wirksame Berufung und Ausharren der Glaubenden in Christus Jesus bis ans Ende. [1]

In seiner Autobiographie schrieb Spurgeon ausführlich über seinen festen Glauben an die biblischen „Lehren der Gnade“:

»Die alte Wahrheit, die Calvin gepredigt hat, die Wahrheit, die Augustin gepredigt hat, sie ist auch die Wahrheit, die ich heute predigen muss, sonst wäre ich unaufrichtig gegenüber meinem Gewissen und gegenüber Gott. Ich darf die Wahrheit nicht selbst gestalten; es ist mir fremd, die rauhen Kanten einer biblischen Lehre abzuschleifen. Ich habe das gleiche Evangelium, wie John Knox. Das, was durch Schottland gerauscht ist, muss auch wieder durch England rauschen.« …

»Es gibt niemand, der mehr an den Lehren der Gnade festhält, als ich. Wenn mich jemand fragte, ob ich mich schäme, ein Calvinist genannt zu werden, dann würde ich antworten: Ich möchte nichts anderes heißen, als Christ. Aber wenn du fragst, ob ich die lehrmäßigen Anschauungen von Johannes Calvin für richtig halte, dann antworte ich, dass ich sie im großen und ganzen für richtig halte. Ich bekenne dies gerne. Aber es liegt mir fern zu denken, dass Zion nur calvinistische Christen enthält, oder dass niemand gerettet würde, der nicht an diese Lehren glaubt.«

Charles H. Spurgeon, A Defense of Calvinism, in: Charles H. Spurgeon, The autobiography of Charles H. Spurgeon, Bd. 1, S. 167–178, Kap. XVI. Farbdruck hinzugefügt.

Spurgeon liefert eine sehr wichtige Klarstellung mit Blick auf den Spitznamen (heute: Schimpfnamen, Pejorativum) „Calvinist“. Er kommentierte bezüglich dieser Bezeichnung:

Jene Lehre, die nun „Calvinismus“ genannt wird, entsprang nicht von Calvin. Wir glauben, dass sie von dem großen Begründer aller Wahrheit entsprang. … Wir verwenden diesen Ausdruck also nicht, weil wir der Tatsache, dass Calvin diese Lehren gelehrt hat, eine außerordentliche Bedeutung zurechnen würden. Wir wären in der Tat genauso bereit, diese Lehren mit einem anderen Namen zu bezeichnen, wenn wir denn einen solchen finden könnten, der besser verstanden werden würde und welcher insgesamt genauso mit den Tatsachen übereinstimmen würde.

Charles H. Spurgeon, Exposition of the Doctrines of Grace, (April 11, 1861) [https://www.spurgeon.org/resource-library/sermons/exposition-of-the-doctrines-of-grace/#flipbook/ abgerufen: 11JUL2020] Fettdruck hinzugefügt.

Spurgeon nannte sich also nicht „Calvinist“, weil er Johannes Calvin besonders verehrte, sondern weil er glaubte, dass die „Lehren der Gnade“ direkt aus den Seiten der Heiligen Schrift stammen. Für ihn war der Begriff „Calvinismus“ einfach ein Kürzel für „Evangelium Jesu Christi“. Er sah die „Lehren der Gnade“ klar als biblische Lehren an und lehrte sie daher auch furchtlos von seiner Kanzel aus. Er sagte:

»Mir steigt keinesfalls die Schamesröte ins Gesicht, wenn ich euch heute die Lehre von der Souveränität Gottes predige. Was die Lehre der Auserwählung angeht, so werde nicht herumeiern, sondern sie so uneingeschränkt und offen wie möglich predigen. Ich werde keine Angst davor haben, die große Wahrheit des Ausharren der Heiligen darzulegen. Ich werde die unzweifelhafte Wahrheit der Schrift über die wirksame Berufung der Erwählten Gottes nicht zurückhalten. Ich werde mich nach Kräften und mit Gott Hilfe bemühen, vor euch, die ihr meine Herde geworden seid, nichts davon zurückzuhalten. Ich sehe ja, dass die meisten von euch inzwischen „geschmeckt haben, dass der HErr gütig ist“ [Psalm 34,8], und daher werde ich mir jetzt die Mühe machen, durch das gesamte System der „Lehren der Gnade“ zu gehen, damit die Heiligen erbaut und gefestigt werden in ihrem allerheiligsten Glauben.« [Judas 20]

Charles H. Spurgeon, Particular Redemption, (February 28, 1858), Predigt über Matthäus 20,28 [https://www.spurgeon.org/resource-library/sermons/particular-redemption–2/#flipbook/ abgerufen: 11JUL2020]

Für Spurgeon und seine Gemeinde[2] bedeutete die Vernachlässigung der Predigt der „calvinistischen Heilslehre“, dass er seiner Gemeinde etwas Wichtiges vorenthalten würde. Dazu war er aber niemals bereit, denn diese Wahrheiten werden in der Heiligen Schrift gefunden und werden gerade durch Gottes verordnetes Mittel vermittelt: durch die Predigt des ganzen Evangeliums:

»Wie werden sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören ohne einen Prediger? … Also ist der Glaube aus derVerkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.«

Römerbrief 10,14.17 (ELB03)

Endenoten

[1] Nach C. H. Spurgeon sprachen: John Bloomfield: Election; Evan Probert: Human Depravity; James A. Spurgeon (C.H. Spurgeons Bruder): Particular Redemption; James Smith: Effectual Calling, sowie William O’Neil: Final Perseverance of Believers in Christ Jesus.
[2] Die „Doctrinal Basis“ (Lehrgrundlage) der Gemeinde „The Metropolitan Tabernacle“ identifiziert die Gemeinde heute noch als unabhängige reformierte Baptistengemeinde (»independent reformed Baptist church«). Die zwei ersten der sieben Hauptpunkte (»key biblical policies«) lauten:
«Doctrines of grace. We teach the doctrines of grace (in the reformed faith, often summarised as the ‚five points of Calvinism‘). Our doctrinal basis is the Baptist Confession of Faith, 1689.
Free offer of the Gospel. We believe in the universal tender of salvation, also called the free offer of the Gospel, dedicating one ­service every Sunday to persuasive evangelistic preaching, and praying that God will use this for the salvation of precious souls. Evangelism is a ­foremost duty for us, embracing evangelistic Sunday Schools, youth outreach, and other measures des­cribed in these pages.«

Weitere Ressourcen

  • The Spurgeon Center for Biblical Preaching at Midwestern Seminary (Kansas City, MO, USA) – »Making visible the lifelegacy and libraryof Charles Haddon Spurgeon« (https://www.spurgeon.org/)
  • The Spurgeon Archive (http://www.romans45.org/spurgeon/mainpage.htm)
  • Spurgeon Gems (https://www.spurgeongems.org)
  • Charles H. Spurgeon, A Defense of Calvinism [Eine Verteidigung des Calvinismus] (http://www.romans45.org/spurgeon/calvinis.htm 11JUL2020)

Spurgeon: Die Wahrheit über die Sühnung durch Christus muss verkündigt werden

»We hold that Christ, when He died, had an object in view, and that object will most assuredly, and beyond a doubt, be accomplished. We measure the design of Christ’s death by the effect of it. … We cannot so belie our reason as to think that the intention of Almighty God could be frustrated, or that the design of so great a thing as the atonement, can by any way whatever, be missed of. We hold—we are not afraid to say that we believe—that Christ came into this world with the intention of saving „a multitude which no man can number;“ and we believe that as the result of this, every person for whom He died must, beyond the shadow of a doubt, be cleansed from sin, and stand, washed in blood, before the Father’s throne. We do not believe that Christ made any effectual atonement for those who are for ever damned; we dare not think that the blood of Christ was ever shed with the intention of saving those whom God foreknew never could be saved, and some of whom were even in Hell when Christ, according to some men’s account, died to save them. …

For you must bear this in mind, that some of you, perhaps, may be ready to dispute things which I assert; but you will remember that this is nothing to me; I shall at all times teach those things which I hold to be true, without let or hindrance from any man breathing.

Now, beloved, when you hear any one laughing or jeering at a limited atonement, you may tell him this. General atonement is like a great wide bridge with only half an arch; it does not go across the stream: it only professes to go half way; it does not secure the salvation of anybody. Now, I had rather put my foot upon a bridge as narrow as Hungerford[1], which went all the way across, than on a bridge that was as wide as the world, if it did not go all the way across the stream.«

Charles H. Spurgeon, Particular Redemption, Predigt am 28FEB1858 über Matthäus 20,28 [https://www.spurgeon.org/resource-library/sermons/particular-redemption–2/#flipbook/ 11JUL2020]

[1] Die Hungerford Bridge wurde 1845 als reine Fußgängerverbindung über die Themse in London eröffnet. Die enge Fußgängerbrücke hatte den Ruf, heruntergekommen und bei Nacht gefährlich zu sein. Später wurde sie mehrfach umgebaut und ist heute eine Eisenbahnbrücke zum Bahnhof Charing Cross.

Freude ist eine ernste Sache

»Christus will, dass sein Volk fröhlich ist. Wenn sein Volk eines Tages vollkommen gemacht ist, wie Er es zu Seiner Zeit sicherstellen wird, dann wird es auch vollkommen fröhlich sein. Der Himmel ist ein Ort reinster Heiligkeit, aber genauso ist er ein Ort ungetrübten Frohsinns. Je mehr wir für den Himmel zubereitet werden, umso mehr werden wir jene Freude besitzen, die Teil des Himmels ist. Es ist der ausdrückliche Wunsch unseres Heilandes, dass Seine Freude heute schon in uns sei, und dass unsere Freude völlig werde.« [Johannes 15,11; vgl. 17,13]

»Christ wishes his people to be happy. When they are perfect, as he will make them in due time, they shall also be perfectly happy. As heaven is the place of pure holiness, so is it the place of unalloyed happiness; and in proportion as we get ready for heaven, we shall have some of the joy which belongs to heaven, and it is our Saviour’s will that even now his joy should remain in us, and that our joy should be full.«

C. H. Spurgeon, The Metropolitan Tabernacle Pulpit Sermons, 63 Bände (London: Passmore & Alabaster, 1855–1917), Bd. 51, S. 229.