{"id":4876,"date":"2026-10-07T18:01:28","date_gmt":"2026-10-07T16:01:28","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=4876"},"modified":"2026-10-08T10:42:34","modified_gmt":"2026-10-08T08:42:34","slug":"alfanzen-und-gauckelwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=4876","title":{"rendered":"Alfanzen und Gauckelwerk"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F4876&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F4876&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/plugins\/pdf-print-pro\/images\/print.png?1054580255\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lesedauer: 8 Minuten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur wenige kennen das Luther-Wort von den Alfanzen und dem Gauckelwerk, das Luther in einer Predigt \u00fcber Matth\u00e4us 8,1\u201313 brachte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo wir nun nicht besser k\u00f6nnen auf diese Frage antworten, und beweisen, dass die jungen Kinder selbst glauben, und eigenen Glauben haben, da ist es mein treuer Rath und Urtheil, dass man stracks abstehe, je eher je besser, und taufe nimmermehr kein Kind, dass wir nicht die hochgelobte Majest\u00e4t Gottes mit solchem <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>Alfanzen und Gaukelwerk<\/strong><\/mark>, da nichts hinten ist, spotten und l\u00e4stern. <br>(Martin Luther, Predigt \u00fcber Mt 8,1\u201313, 3. Sonntag nach Epiphanias, in:&nbsp;<em>D. Martin Luthers Werke<\/em>, Erlanger Ausgabe, Bd. 11, 50\u201370, hier: 62)<sup data-fn=\"10a44bcf-c2ed-4d1d-94b2-8374f2c390df\" class=\"fn\"><a href=\"#10a44bcf-c2ed-4d1d-94b2-8374f2c390df\" id=\"10a44bcf-c2ed-4d1d-94b2-8374f2c390df-link\">1<\/a><\/sup><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen aus dieser Predigt die Argumentationskette von Martin Luther entnehmen, mit der er die Baby-\u00bbTaufe\u00ab versucht zu rechtfertigen. Wir werden starke biblische Wahrheiten und falsche menschliche Schlussfolgerungen, die seine Argumentationskette mehrfach zerbrechen, vermischt antreffen. Dabei muss man zwei Sachen deutlich unterscheiden:&nbsp;<strong>Sein Grundsatz \u00bbohne pers\u00f6nlichen Glauben kein Heil\u00ab ist stark biblisch begr\u00fcndet, aber seine Behauptung, S\u00e4uglinge h\u00e4tten bei der Taufe einen eigenen, von Gott gewirkten Glauben, ist nur eine theologische (R\u00fcckw\u00e4rts-)Schlussfolgerung, die er mit keiner eindeutigen Bibelstelle belegen kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Luthers Argumentationskette<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luther beginnt mit einem ausgesprochen reformatorischen Grundsatz:&nbsp;<strong>Kein Mensch wird durch den Glauben <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">eines anderen<\/mark> gerechtfertigt.<\/strong>&nbsp;Jeder muss selbst glauben. Damit wendet er sich sowohl gegen eine mechanische Sakramentsauffassung (<em>ex opere operato<\/em>) als auch gegen die Vorstellung, der Glaube von Eltern oder Paten k\u00f6nne den fehlenden Glauben des Kindes ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Argumentationskette l\u00e4sst sich etwa so darstellen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Heil setzt pers\u00f6nlichen Glauben voraus.<\/strong><br>Luther beruft sich insbesondere auf Markus 16,16: \u00bbWer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden.\u00ab Das \u00bbSakrament\u00ab rettet also <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">nicht unabh\u00e4ngig vom Glauben<\/mark>. Diese Grundposition h\u00e4lt Luther auch sp\u00e4ter fest: Ohne Glauben ist die Taufe dem Empf\u00e4nger nicht heilsn\u00fctzlich. (Quelle:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/Taufe-3-Theologische-Vergewisserungen-513.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EKD<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Fremder Glaube kann eigenen Glauben nicht ersetzen.<\/strong><br>Der Glaube der Kirche, Eltern oder Paten kann das Kind zu Christus bringen und f\u00fcr es bitten; aber er kann <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">nicht an seiner Stelle<\/mark> glauben. Gerade darin ist Luther vom Wort her konsequent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Daraus entsteht f\u00fcr Luther ein ernstes Problem:<\/strong><br>Wenn S\u00e4uglinge&nbsp;nicht selbst glauben, d\u00fcrfte man sie nach seiner eigenen Voraussetzung <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">eigentlich nicht taufen<\/mark>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb seine drastische Konsequenz in EA 11,60: K\u00f6nne man nicht begr\u00fcnden, dass kleine Kinder \u00bbselbst glauben und eigenen Glauben haben\u00ab, solle man lieber aufh\u00f6ren, Kinder zu taufen. Luther erkennt hier tats\u00e4chlich <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">die biblische und logische Schwierigkeit seiner Position<\/mark>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Luther entscheidet sich deshalb f\u00fcr die Hypothese, dass S\u00e4uglinge glauben k\u00f6nnten und tats\u00e4chlich Glauben empfingen.<\/strong><br>Der Glaube der Eltern bzw. der Kirche bringe das Kind gewisserma\u00dfen zu Christus.&nbsp;<strong>Gott selbst gibt dann dem Kind einen eigenen Glauben<\/strong>. Im sp\u00e4teren <em>Gro\u00dfen Katechismus<\/em> formuliert Luther etwas vorsichtiger: \u00bbDas Kind tragen wir herzu der Meinung und Hoffnung, da\u00df es glaube, und bitten, da\u00df ihm Gott den Glauben gebe \u2026\u00ab. Entscheidend folgt dann aber: Nicht&nbsp;<em>darauf<\/em>&nbsp;werde es getauft, sondern aufgrund von Gottes Gebot: \u00bbLasst die Kindlein zu mir kommen\u00ab. Luther schlussfolgert und lehrt, dies geschehe in der Taufe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit verschiebt sich \u00fcbrigens beim sp\u00e4teren Luther der argumentative Schwerpunkt etwas: Die Gewissheit der Taufe soll&nbsp;<strong>nicht an der empirisch unbeweisbaren Frage h\u00e4ngen, ob wir im S\u00e4ugling Glauben feststellen k\u00f6nnen<\/strong>, sondern an Gottes Wort und Einsetzung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Bibelstellen f\u00fchrt Luther f\u00fcr den S\u00e4uglingsglauben an?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier liegt der neuralgische Punkt. Luther kann selbstverst\u00e4ndlich sehr gute Bibelstellen daf\u00fcr anf\u00fchren, dass&nbsp;<strong>Gott Glauben schenkt<\/strong>. Das lehrt die Heilige Schrift vielfach: Philipper&nbsp;1,29; Johannes&nbsp;6,44.65; Apostelgeschichte 16,14; 18,27 usw. Daraus folgt aber zun\u00e4chst nur: <strong>Gott kann Glauben souver\u00e4n wirken.<\/strong> <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Es folgt daraus noch nicht: <strong>Gott wirkt bei einem zu taufenden S\u00e4ugling tats\u00e4chlich rettenden Glauben.<\/strong><\/mark> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr diesen zweiten Schritt fehlt der eindeutige neutestamentliche Beleg. Die Argumentationskette bricht. Die Annahme eines \u00bbS\u00e4uglingsglaubens\u00ab ist eine unbelegte Behauptung, um ein Problem in der gew\u00e4hlten Theologie zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die wichtigsten Texte, die daf\u00fcr herangezogen werden<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>1. Markus 10,13\u201316 \/ Lukas 18,15\u201317 \u2013 Jesus und die Kinder<\/strong>. Das ist f\u00fcr Luther wichtig. Jesus sagt: \u00bbLasst die Kinder zu mir kommen, wehrt ihnen nicht! Denn solchen geh\u00f6rt das Reich Gottes.\u00ab Lukas verwendet in 18,15 sogar&nbsp;\u03b2\u03c1\u03ad\u03c6\u03b7 (<em>breph\u0113<\/em>), also ein Wort, das durchaus S\u00e4uglinge bezeichnen kann.<br>Das ist ein&nbsp;<strong>starkes Argument daf\u00fcr, dass S\u00e4uglinge nicht au\u00dferhalb der Reichweite der Gnade Christi stehen<\/strong>. Aber der Text sagt nicht: \u00bbDiese S\u00e4uglinge glaubten\u00ab. Noch weniger sagt er: \u00bbDeshalb sollen S\u00e4uglinge getauft werden\u00ab. Jesus&nbsp;<strong>segnet<\/strong>&nbsp;die Kinder, <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">er tauft sie nicht<\/mark>.<br>Die Argumentationskette: <strong>Christus nimmt S\u00e4uglinge an, also: diese S\u00e4uglinge haben pers\u00f6nlichen rettenden Glauben, also: deshalb sind S\u00e4uglinge zu taufen<\/strong> enth\u00e4lt daher zwei theologische Zwischenschl\u00fcsse, die der Text selbst nicht ausspricht.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>2. Matth\u00e4us 18,6<\/strong>. Jesus spricht von: \u00bbdiesen Kleinen,&nbsp;<strong>die an mich glauben<\/strong>\u00ab. Das klingt zun\u00e4chst sehr stark. Entscheidend ist aber die Frage, wer die&nbsp;<em>\u03bc\u03b9\u03ba\u03c1\u03bf\u03af<\/em>&nbsp;(\u00bbKleinen\u00ab) im Kontext sind. Es ist exegetisch keineswegs sicher, dass Jesus hier von&nbsp;<strong>S\u00e4uglingen<\/strong>&nbsp;spricht. \u00bbKleine\u00ab kann gerade bei Matth\u00e4us eine Bezeichnung f\u00fcr geringe bzw. dem\u00fctige <strong>J\u00fcnger<\/strong> sein. Deshalb kann Matth\u00e4us 18,6 nicht ohne Weiteres als Beweis f\u00fcr S\u00e4uglingsglauben dienen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>3. Johannes der T\u00e4ufer im Mutterleib \u2013 Lukas 1,15.41\u201344<\/strong>.<strong> <\/strong>Johannes soll \u00bbschon von Mutterleib an\u00ab mit dem Heiligen Geist erf\u00fcllt sein. Im Mutterleib Elisabeths h\u00fcpfte er bei Marias Gru\u00df. \u2013 Das beweist zweifellos etwas Wichtiges f\u00fcr Luthers Argument:&nbsp;<strong>Gott kann bereits an einem ungeborenen Kind geistlich handeln.<\/strong>&nbsp;Es widerlegt also die Behauptung, Gott k\u00f6nne einem S\u00e4ugling grunds\u00e4tzlich keinen Glauben schenken. \u2013 Aber auch hier steht nicht, dass Johannes im Mutterleib&nbsp;<strong>rettenden Glauben<\/strong>&nbsp;im neutestamentlichen Sinne aus\u00fcbte. Zudem ist Johannes ein heilsgeschichtlich au\u00dfergew\u00f6hnlicher Fall. Aus: \u00bbGott wirkte au\u00dfergew\u00f6hnlich an Johannes vor seiner Geburt\u00ab kann man schwerlich unmittelbar folgern: \u00bbdeshalb wirkt Gott rettenden Glauben in jedem christlich getauften S\u00e4ugling\u00ab.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Und die Haustaufen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Begr\u00fcndung der Kindertaufe werden h\u00e4ufig Texte wie Apostelgeschichte&nbsp;16,15; 16,33; 18,8 und 1Korinther 1,16 verwendet. Sie beweisen aber&nbsp;<strong>keinen S\u00e4uglingsglauben<\/strong>. Bei einigen Haustexten gibt es sogar gegenl\u00e4ufige Hinweise. Beim Kerkermeister hei\u00dft es etwa: \u00bbUnd sie redeten das Wort des Herrn zu ihm&nbsp;<strong>samt allen, die in seinem Haus waren<\/strong>\u00ab (Apg 16,32). Und bei Krispus: \u00bbKrispus aber \u2026 glaubte an den Herrn&nbsp;<strong>mit seinem ganzen Haus<\/strong>\u00ab (Apg 18,8).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Texte nennen also Haushalte, liefern aber keinen textuell positiven Beleg f\u00fcr getaufte S\u00e4uglinge. Selbst eine lutherische Darstellung r\u00e4umt ein, dass das NT die Taufe von Kindern nicht ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt (<a href=\"https:\/\/www.lutherischekirche.de\/pdf\/luki_2020-04_www.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.lutherischekirche.de\/pdf\/luki_2020-04_www.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a>). Man kann aus dem Schweigen der Schrift hier kein starkes Argument ableiten. Genauso berechtigt kann man behaupten, dass alle im Haushalt  (samt Kindern und Dienern) die Predigt der Apostel h\u00f6rten und verstanden und im Glauben annahmen, so dass sie mit Recht anschlie\u00dfend getauft wurden; S\u00e4uglinge sind dieser Dinge nicht f\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo liegt also der eigentliche Schluss Luthers?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann diesen Teil der Argumentation Luthers beinahe als Syllogismus rekonstruieren:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pr\u00e4misse 1:<\/strong>&nbsp;Nur der pers\u00f6nliche Glaube empf\u00e4ngt die Heilsverhei\u00dfung der Taufe.<br><strong>Pr\u00e4misse 2:<\/strong>&nbsp;Die Kindertaufe ist eine legitime, von Gott angenommene christliche Praxis.<br><strong>Folgerung:<\/strong>&nbsp;Also m\u00fcssen auch getaufte Kinder pers\u00f6nlichen Glauben haben k\u00f6nnen bzw. von Gott Glauben empfangen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier liegt m. E. der exegetische Schwachpunkt:&nbsp;<strong>Pr\u00e4misse 1 kann Luther sehr stark aus der Schrift begr\u00fcnden. Pr\u00e4misse 2 kann er nicht in derselben Weise aus einem ausdr\u00fccklichen Tauftext beweisen.<\/strong>Wenn aber Pr\u00e4misse 2 bereits <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">ohne Bibelwort vorausgesetzt<\/mark> wird, wird der S\u00e4uglingsglaube ben\u00f6tigt, um sie mit Pr\u00e4misse 1 vereinbaren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erkl\u00e4rt auch die bemerkenswerte Argumentation im&nbsp;<em>Gro\u00dfen Katechismus<\/em>. Dort argumentiert Luther teilweise&nbsp;<strong>von der geschichtlichen Wirkung der Kindertaufe <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">zur\u00fcck<\/mark><\/strong>: Gott habe vielen als Kinder Getauften <strong>sp\u00e4ter<\/strong> den Heiligen Geist gegeben und sie zu Christen gemacht; also k\u00f6nne ihre Taufe Gott nicht missfallen haben. \u2013 Das ist ein theologisches bzw. providentielles Argument und&nbsp;<strong>keine unmittelbare Exegese eines Tauftextes<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man k\u00f6nnte auch achselzuckend behaupten: \u00bbMan kann so oder so gl\u00e4ubig werden, da schadet oder hilft die Taufe nicht. Regt euch also \u00fcber die Tauffrage nicht so auf!\u00ab \u00c4hnliches h\u00f6rt man z.B. in deutschen Gemeinden aus dem Hintergrund der \u00bbBr\u00fcdergemeinden\u00ab. <sup data-fn=\"a50befcb-81d5-42a0-89e8-12aa7f6c3130\" class=\"fn\"><a href=\"#a50befcb-81d5-42a0-89e8-12aa7f6c3130\" id=\"a50befcb-81d5-42a0-89e8-12aa7f6c3130-link\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Meine exegetische Bewertung von Luthers Tauflehre<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen bei Luther differenzieren: er hat biblisch gut belegte Argumente, aber auch biblisch nicht tragf\u00e4hige Schlussfolgerungen. Hier nochmals im \u00dcberblick seine Aussagen und eine Bewertung, wie gut sie in der Heiligen Schrift belegt sind:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th>Aussage<\/th><th>Biblische Beleglage<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Heil wird allein im pers\u00f6nlichen Glauben empfangen<\/td><td><strong>sehr stark<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Glaube ist von Gott gewirkt\/geschenkt<\/td><td><strong>sehr stark<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Gott kann bereits an S\u00e4uglingen geistlich wirken<\/td><td><strong>gut begr\u00fcndbar<\/strong>, besonders Lk 1<\/td><\/tr><tr><td>S\u00e4uglinge k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich Gegenstand g\u00f6ttlicher Gnade sein<\/td><td><strong>sehr gut begr\u00fcndbar<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Bestimmte S\u00e4uglinge haben rettenden Glauben<\/td><td><strong>m\u00f6glich, aber <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">nicht ausdr\u00fccklich gelehrt<\/mark><\/strong><\/td><\/tr><tr><td>S\u00e4uglinge empfangen bei bzw. vor ihrer Taufe pers\u00f6nlichen Glauben<\/td><td><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">kein eindeutiger Schriftbeleg<\/mark><\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Deshalb sollen S\u00e4uglinge getauft werden<\/td><td><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">nur durch weitere bundestheologische\/ekklesiologische Schl\u00fcsse erreichbar<\/mark><\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interessante ist, dass <strong>Luthers Ausgangspunkt ihn zun\u00e4chst erstaunlich nahe an die baptistische Argumentation bringt<\/strong>: Er weigert sich ausdr\u00fccklich, die Taufe von pers\u00f6nlichem Glauben zu trennen. Anstatt daraus jedoch die Konsequenz \u00bbWir taufen also nur (bewusst) Glaubende\u00ab zu ziehen, <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">h\u00e4lt er (aus anderen Gr\u00fcnden?) an der \u00fcberkommenen S\u00e4uglingstaufe fest und behauptet deshalb die M\u00f6glichkeit bzw. Wirklichkeit eines von Gott geschenkten S\u00e4uglingsglaubens. <\/mark>Seine Ausf\u00fchrungen in der Predigt in\u00a0<strong>EA 11,60<\/strong>\u00a0macht diese Spannung recht deutlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endenoten<\/h2>\n\n\n<ol style=\"font-size:14px\" class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"10a44bcf-c2ed-4d1d-94b2-8374f2c390df\"><strong>\u00bb<\/strong>Alfanzen\u00ab\u00a0meint hier\u00a0Albernheiten, t\u00f6richte Possen;\u00a0\u00bbGaukelwerk\u00ab\u00a0einen\u00a0blo\u00dfen Schein ohne wirklichen Inhalt. Man k\u00f6nnte das in heutigem Deutsch so sagen: \u00bbWenn wir auf diese Frage keine bessere Antwort geben und nicht nachweisen k\u00f6nnen, dass die kleinen Kinder selbst glauben und einen eigenen Glauben haben, dann ist mein aufrichtiger Rat und mein Urteil: Man soll sofort damit aufh\u00f6ren \u2013 je eher, desto besser \u2013 und kein Kind mehr taufen, damit wir die hochgelobte Majest\u00e4t Gottes nicht mit solchen Albernheiten und solchem Gaukelwerk, hinter dem nichts steckt, verspotten und l\u00e4stern.\u00ab <a href=\"#10a44bcf-c2ed-4d1d-94b2-8374f2c390df-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"a50befcb-81d5-42a0-89e8-12aa7f6c3130\">In der Bewegung der \u00bb<strong>Plymouth Brethren<\/strong>\u00ab wurde wegen gegens\u00e4tzlicher Tauftraditionen innerhalb der Bewegung in der Regel weder polemisch gelehrt noch markant Position bezogen. Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel. Im deutschen Zweig, der \u00bbChristlichen Versammlung\u00ab, pr\u00e4ferierten die Gr\u00fcnder mit ihrem baptistischen Hintergrund eher die Gl\u00e4ubigentaufe (Georg M\u00fcller). Taufte ein Vater seine Kleinkinder, so wurde dies meist heimlich getan. Der Gr\u00fcndervater <strong>John Nelson Darby<\/strong> (1800\u20131882) und der amerikanische \u00bbBr\u00fcder\u00ab-Theologe <strong>Frederick W. Grant<\/strong> (1834\u20131902) waren gro\u00dfe Verfechter der \u00bbHaustaufe\u00ab, die Babys und Kinder mit einschloss. Belastbare Prozentangaben f\u00fcr eine Gesamtbewegung liegen m. W. nicht vor.<br><br>In <strong>Frederick W. Grant<\/strong>s Werk: <em>Baptism: Its Scripture Place and Use<\/em>\u00a0(Glasgow: B. L. Allan; Toronto: M. Grant, 1869; etwa:\u00a0<em>Die Taufe: Ihre Stellung und ihr Nutzen nach der Schrift<\/em>) schreibt er in Kapitel VI: \u00bbThe Value of Infant Baptism\u00ab (S.\u00a040\u201350) vom Wert der S\u00e4uglingstaufe (Quelle (PDF):\u00a0<a href=\"https:\/\/www.brethrenarchive.org\/media\/368476\/grant-f-w-_-baptism-its-scripture-place-and-use.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Its Scripture Place and Use<\/a>). Auf\u00a0S. 41\u00a0erkl\u00e4rt Grant, die S\u00e4uglingstaufe sei nach seiner \u00dcberzeugung <mark class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">eine Einrichtung voller Gnade und Weisheit Gottes, die denen gro\u00dfen Nutzen bringe, die sie recht gebrauchten<\/mark>.<br><br>Die vorherrschende Praxis der \u00bb<strong>Offenen Br\u00fcder\u00ab<\/strong> ist die Gl\u00e4ubigentaufe; die <strong>deutschen geschlossenen Br\u00fcder (Alte Versammlung) <\/strong>praktizieren die Gl\u00e4ubigentaufe; die Haustaufe setzte sich hier nicht durch, wird h\u00f6chstens bei Anh\u00e4ngern Darbys heimlich praktiziert; bei den <strong>franz\u00f6sischsprachigen geschlossenen Br\u00fcdern<\/strong> ist die Haustaufe historisch verbreitet und weithin belegt; bei den <strong>englischen exklusiven Br\u00fcdern<\/strong> setzte sich die Haustaufe ab 1890 durch; auch in sp\u00e4ter abgespaltenen Gruppen wurde sie teilweise praktiziert; die <strong>Raven-Br\u00fcder<\/strong> haben die Haustaufe als verbindliche Lehrposition, auch hier Darby strikt folgend. Zahlenm\u00e4\u00dfig sind die offenen Splittergruppen (<em>Open Brethren<\/em>) weltweit gr\u00f6\u00dfer, als die geschlossenen Splittergruppen (<em>Exklusives<\/em>).<br><br><strong>Andreas Liese <\/strong>hat dazu eine Studie geschrieben: \u00bbTaufverst\u00e4ndnisse in der Br\u00fcderbewegung\u00ab, \u00a0<em>Zeitschrift f\u00fcr Theologie und Gemeinde<\/em>\u00a012 (2007): S.\u00a0272\u2013286.\u00a0Besonders S. 278\u2013279 behandeln die regionale Verteilung der Haustaufe. Die Arbeit untersucht Geschichte und Lehre, aber nicht prozentuale Anteile (<a href=\"https:\/\/www.bruederbewegung.de\/blog\/ZThG_12_2007_272_286.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bruederbewegung.de\/blog\/ZThG_12_2007_272_286.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF hier<\/a>). \u2013 Ein interessantes Zitat darin von W. Popkes zeigt die unterschiedliche Gewichtung der Taufe bei Baptisten (namensgebend!) und den \u00bbBr\u00fcdergemeinden\u00ab (Darbysmus): \u00bb<strong>Der Darbysmus ist notfalls ohne Taufe denkbar, nie aber ohne Brotbrechen; andersherum der Baptismus.<\/strong> Die Hochsch\u00e4tzung des Abendmahls spiegelt sich auch darin, dass die wichtigste Stufe im Gemeindeleben die Zulassung zum Brotbrechen ist. Sie erfolgt keineswegs automatisch mit der Taufe; ja, sie kann u. U. sogar ohne Gl\u00e4ubigentaufe ausgesprochen werden.\u00ab Dies ist auch heute noch oft beobachtbare Praxis: Nichtgetaufte (evtl. kirchlich Besprengte) nehmen am Abendmahl teil; Frischgetauften wird aber der Zugang zur Abendmahl-Teilnahme nicht ohne weitere Wartezeiten und Befragungen erm\u00f6glicht. Beides ist von traditionellen Pr\u00e4gungen her erkl\u00e4rbar, aber m. E. biblisch nicht begr\u00fcndbar. <a href=\"#a50befcb-81d5-42a0-89e8-12aa7f6c3130-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesedauer: 8 Minuten. Nur wenige kennen das Luther-Wort von den Alfanzen und dem Gauckelwerk, das Luther in einer Predigt \u00fcber Matth\u00e4us 8,1\u201313 brachte: Wo wir nun nicht besser k\u00f6nnen auf diese Frage antworten, und beweisen, dass die jungen Kinder selbst glauben, und eigenen Glauben haben, da ist es mein treuer Rath und Urtheil, dass man &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=4876\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eAlfanzen und Gauckelwerk\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4892,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"footnotes":"[{\"content\":\"<strong>\u00bb<\/strong>Alfanzen\u00ab\u00a0meint hier\u00a0Albernheiten, t\u00f6richte Possen;\u00a0\u00bbGaukelwerk\u00ab\u00a0einen\u00a0blo\u00dfen Schein ohne wirklichen Inhalt. Man k\u00f6nnte das in heutigem Deutsch so sagen: \u00bbWenn wir auf diese Frage keine bessere Antwort geben und nicht nachweisen k\u00f6nnen, dass die kleinen Kinder selbst glauben und einen eigenen Glauben haben, dann ist mein aufrichtiger Rat und mein Urteil: Man soll sofort damit aufh\u00f6ren \u2013 je eher, desto besser \u2013 und kein Kind mehr taufen, damit wir die hochgelobte Majest\u00e4t Gottes nicht mit solchen Albernheiten und solchem Gaukelwerk, hinter dem nichts steckt, verspotten und l\u00e4stern.\u00ab\",\"id\":\"10a44bcf-c2ed-4d1d-94b2-8374f2c390df\"},{\"content\":\"In der Bewegung der \u00bb<strong>Plymouth Brethren<\/strong>\u00ab wurde wegen gegens\u00e4tzlicher Tauftraditionen innerhalb der Bewegung in der Regel weder polemisch gelehrt noch markant Position bezogen. Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel. Im deutschen Zweig, der \u00bbChristlichen Versammlung\u00ab, pr\u00e4ferierten die Gr\u00fcnder mit ihrem baptistischen Hintergrund eher die Gl\u00e4ubigentaufe (Georg M\u00fcller). Taufte ein Vater seine Kleinkinder, so wurde dies meist heimlich getan. Der Gr\u00fcndervater <strong>John Nelson Darby<\/strong> (1800\u20131882) und der amerikanische \u00bbBr\u00fcder\u00ab-Theologe <strong>Frederick W. Grant<\/strong> (1834\u20131902) waren gro\u00dfe Verfechter der \u00bbHaustaufe\u00ab, die Babys und Kinder mit einschloss. Belastbare Prozentangaben f\u00fcr eine Gesamtbewegung liegen m. W. nicht vor.<br><br>In <strong>Frederick W. Grant<\/strong>s Werk: <em>Baptism: Its Scripture Place and Use<\/em>\u00a0(Glasgow: B. L. Allan; Toronto: M. Grant, 1869; etwa:\u00a0<em>Die Taufe: Ihre Stellung und ihr Nutzen nach der Schrift<\/em>) schreibt er in Kapitel VI: \u00bbThe Value of Infant Baptism\u00ab (S.\u00a040\u201350) vom Wert der S\u00e4uglingstaufe (Quelle (PDF):\u00a0<a href=\\\"https:\/\/www.brethrenarchive.org\/media\/368476\/grant-f-w-_-baptism-its-scripture-place-and-use.pdf\\\" target=\\\"_blank\\\" rel=\\\"noopener\\\">Its Scripture Place and Use<\/a>). Auf\u00a0S. 41\u00a0erkl\u00e4rt Grant, die S\u00e4uglingstaufe sei nach seiner \u00dcberzeugung <mark style=\\\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\\\" class=\\\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\\\">eine Einrichtung voller Gnade und Weisheit Gottes, die denen gro\u00dfen Nutzen bringe, die sie recht gebrauchten<\/mark>.<br><br>Die vorherrschende Praxis der \u00bb<strong>Offenen Br\u00fcder\u00ab<\/strong> ist die Gl\u00e4ubigentaufe; die <strong>deutschen geschlossenen Br\u00fcder (Alte Versammlung) <\/strong>praktizieren die Gl\u00e4ubigentaufe; die Haustaufe setzte sich hier nicht durch, wird h\u00f6chstens bei Anh\u00e4ngern Darbys heimlich praktiziert; bei den <strong>franz\u00f6sischsprachigen geschlossenen Br\u00fcdern<\/strong> ist die Haustaufe historisch verbreitet und weithin belegt; bei den <strong>englischen exklusiven Br\u00fcdern<\/strong> setzte sich die Haustaufe ab 1890 durch; auch in sp\u00e4ter abgespaltenen Gruppen wurde sie teilweise praktiziert; die <strong>Raven-Br\u00fcder<\/strong> haben die Haustaufe als verbindliche Lehrposition, auch hier Darby strikt folgend. Zahlenm\u00e4\u00dfig sind die offenen Splittergruppen (<em>Open Brethren<\/em>) weltweit gr\u00f6\u00dfer, als die geschlossenen Splittergruppen (<em>Exklusives<\/em>).<br><br><strong>Andreas Liese <\/strong>hat dazu eine Studie geschrieben: \u00bbTaufverst\u00e4ndnisse in der Br\u00fcderbewegung\u00ab, \u00a0<em>Zeitschrift f\u00fcr Theologie und Gemeinde<\/em>\u00a012 (2007): S.\u00a0272\u2013286.\u00a0Besonders S. 278\u2013279 behandeln die regionale Verteilung der Haustaufe. Die Arbeit untersucht Geschichte und Lehre, aber nicht prozentuale Anteile (<a href=\\\"https:\/\/www.bruederbewegung.de\/blog\/ZThG_12_2007_272_286.pdf\\\" data-type=\\\"link\\\" data-id=\\\"https:\/\/www.bruederbewegung.de\/blog\/ZThG_12_2007_272_286.pdf\\\" target=\\\"_blank\\\" rel=\\\"noopener\\\">PDF hier<\/a>). \u2013 Ein interessantes Zitat darin von W. Popkes zeigt die unterschiedliche Gewichtung der Taufe bei Baptisten (namensgebend!) und den \u00bbBr\u00fcdergemeinden\u00ab (Darbysmus): \u00bb<strong>Der Darbysmus ist notfalls ohne Taufe denkbar, nie aber ohne Brotbrechen; andersherum der Baptismus.<\/strong> Die Hochsch\u00e4tzung des Abendmahls spiegelt sich auch darin, dass die wichtigste Stufe im Gemeindeleben die Zulassung zum Brotbrechen ist. Sie erfolgt keineswegs automatisch mit der Taufe; ja, sie kann u. U. sogar ohne Gl\u00e4ubigentaufe ausgesprochen werden.\u00ab Dies ist auch heute noch oft beobachtbare Praxis: Nichtgetaufte (evtl. kirchlich Besprengte) nehmen am Abendmahl teil; Frischgetauften wird aber der Zugang zur Abendmahl-Teilnahme nicht ohne weitere Wartezeiten und Befragungen erm\u00f6glicht. Beides ist von traditionellen Pr\u00e4gungen her erkl\u00e4rbar, aber m. E. biblisch nicht begr\u00fcndbar.\",\"id\":\"a50befcb-81d5-42a0-89e8-12aa7f6c3130\"}]"},"categories":[17,3,49],"tags":[],"class_list":["post-4876","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-falschlehre","category-heilslehre","category-zitate"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4876","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4876"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4876\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4908,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4876\/revisions\/4908"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4876"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4876"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4876"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}