{"id":4648,"date":"2026-09-09T23:06:41","date_gmt":"2026-09-09T21:06:41","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=4648"},"modified":"2026-09-09T23:18:28","modified_gmt":"2026-09-09T21:18:28","slug":"muss-man-gott-fuerchten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=4648","title":{"rendered":"Muss man Gott f\u00fcrchten?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F4648&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F4648&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/plugins\/pdf-print-pro\/images\/print.png?1054580255\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lesedauer: 22 Minuten. Mit offener Bibel eher 3 Stunden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unser schr\u00e4ges Gottesbild<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man bekommt heute auch in christlichen Medien und christlichen Gemeinden ein erstaunlich schr\u00e4ges Gottesbild vermittelt: der \u00bbliebe Gott\u00ab. Ein lieber, alter Gro\u00dfpapa, der nichts lieber will, als seinen Enkeln s\u00fc\u00dfe Geschenke zu machen und sie bei Laune zu halten. Die Kleinen sollen doch ihre Tr\u00e4ume verwirklichen. \u00dcber ihre Missetaten sieht er freundlich  hinweg, auch wenn er manchmal weise sein Haupt sch\u00fcttelt. Aber er h\u00e4lt sich zur\u00fcck, redet nicht drein. Schon gar nicht erziehend, gar disziplinierend. Die Kids sollen doch ihrem freien Willen folgen. Das macht doch ihre Gottesbild\u00e4hnlichkeit aus. Also nur zu!  S\u00fcnde, Zorn, Grimm und Rache \u2014 das passt ins Mittelalter, aber nicht zu unserer Vorstellung von Gott-Vater.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber dann liest man in der gesamten Bibel immer wieder von \u00bbGottesfurcht\u00ab. Mhhm, das gilt heute sicher nicht mehr. Ein Jesaja mag damals den Schreck seines Lebens gehabt haben, als er pl\u00f6tzlich in den Thronsaal Gottes sehen durfte und die Engel sagen h\u00f6rte: \u00bb<strong>Heilig, heilig, heilig ist der&nbsp;Herr&nbsp;der Heerscharen, die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit!<\/strong>\u00ab (Jesaja&nbsp;6,1ff). Er reagierte ja mit v\u00f6lligem <strong>Schock<\/strong> auf Gottes Heiligkeit: \u00bb<strong>Wehe mir!<\/strong>\u00ab Auch andere Menschen, die sich pl\u00f6tzlich in der Gegenwart Gottes wiederfanden, hatten \u00e4hnliche Reaktionen: ein Abraham (1Mose&nbsp;17,3), ein Mose mit Aaron (4Mose&nbsp;16,22) oder ein Hesekiel (Hesekiel 1,28). Nicht gerade die schlechtesten Menschen. Eher gro\u00dfe Vorbilder des Glaubens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jetzt mach mir bitte blo\u00df keine Angst!<\/strong> Christen, Gotteskindern, passiert so etwas doch nicht mehr! Wie bitte, der gro\u00dfe Heidenapostel Paulus erlebte auch so etwas? Ja: Apostelgeschichte&nbsp;9,4. Der wurde sogar eine zeitlang v\u00f6llig blind. Und sogar der \u00bbApostel der Liebe\u00ab, Johannes, der uns so viel von der Liebe Gottes, des Vaters, schreibt, der fiel auch wie tot nieder, als er Jesus in seiner Herrlichkeit sah. Wirklich? Noch nie gelesen! OK, Du hast recht, es steht so im NT: Offenbarung 1,17. Dieses Buch lese ich sowieso nicht so gerne. Da steht so viel davon, dass Gott zornig, grimmig und r\u00e4chend ist. Da bleibe ich lieber bei Johannes 3,16! (Kleiner Tipp: Lies weiter bis Vers 36!)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aber Du machst mich nun schon ganz sch\u00f6n unsicher!<\/strong> Es bedr\u00fcckt mich geradezu. Das ist doch einseitig, von der Heiligkeit Gottes zu reden, und dass diese Menschen, Christen, Gotteskinder, bis <strong>zum Tode schockiert <\/strong>sind, wenn sie Gott sehen in seiner Herrlichkeit. Das ist so bedrohlich! Ich w\u00fcrde da lieber bei dem Bild des liebenden Vaters bleiben. Das reicht mir. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bb<strong>F\u00fcrchte dich nicht<\/strong>, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!\u00ab<\/mark> Was soll ich anfangen mit einem \u00bb<strong>Wehe mir, ich vergehe!<\/strong>\u00ab?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hier \u00fcbertrieben skizziert wurde, ist vielleicht gar nicht \u00fcbertrieben, wenn man Christen so zuh\u00f6rt. Es ist ein gro\u00dfer, bedenklicher Trend. Er wurde vor 20 Jahren in den USA ausf\u00fchrlich unter \u00bbChristen\u00ab erforscht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Moralisch-therapeutischer Deismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christian Smith und seine Mitforscher von der&nbsp;<em>National Study of Youth and Religion<\/em>&nbsp;(NSYR) an der&nbsp;<em>University of North Carolina at Chapel Hill<\/em>&nbsp;untersuchten anfangs dieses Jahrhunderts eingehend die religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen amerikanischer Teenager. Dabei stellten sie fest, dass der Glaube, den die meisten Jugendlichen vertraten und beschrieben, im Wesentlichen auf etwas hinauslief, das die Forscher als&nbsp;\u00bbmoralistisch-therapeutischen Deismus\u00ab bezeichneten. Er besteht aus \u00dcberzeugungen wie diesen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Es gibt einen Gott, der die Welt erschaffen und geordnet hat und \u00fcber das menschliche Leben auf der Erde wacht.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gott m\u00f6chte, dass die Menschen gut, freundlich und gerecht miteinander umgehen, wie es die Bibel und die meisten Weltreligionen lehren.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Das zentrale Ziel des Lebens besteht darin, gl\u00fccklich zu sein und sich selbst gut zu f\u00fchlen.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gott muss im eigenen Leben nicht besonders stark einbezogen sein, au\u00dfer wenn man ihn braucht, um ein Problem zu l\u00f6sen.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gute Menschen kommen in den Himmel, wenn sie sterben.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die drei Attribute&nbsp;<strong>moralistisch \u2013 therapeutisch \u2013 deistisch<\/strong>&nbsp;sind dabei sehr bewusst gew\u00e4hlt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>moralistisch:<\/strong>&nbsp;Der Glaube bedeutet vor allem:&nbsp;<em>Sei ein guter Mensch.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>therapeutisch:<\/strong>&nbsp;Der Glaube soll dazu beitragen,&nbsp;<em>dass ich gl\u00fccklich bin, mich wohlf\u00fchle und mit meinem Leben zurechtkomme.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>deistisch:<\/strong>&nbsp;Gott existiert zwar und hat die Welt geschaffen, bleibt aber normalerweise&nbsp;<em>auf Distanz, l\u00e4sst mich in Ruhe<\/em>. Au\u00dfer man braucht Hilfe, dann soll er nat\u00fcrlich helfen!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das theologisch Interessante an Smiths Befund ist, dass er damit&nbsp;<strong>nicht einfach Unglauben<\/strong>&nbsp;beschreibt. Die Jugendlichen hielten sich vielfach durchaus f\u00fcr Christen. Smiths These war vielmehr, dass sich <strong>unter der Oberfl\u00e4che traditioneller christlicher Sprache faktisch eine<\/strong>&nbsp;<strong>andere Religion<\/strong>&nbsp;herausgebildet habe. (Quelle: Christian Smith with Melinda Lundquist Denton,&nbsp;<em>Soul Searching: The Religious and Spiritual Lives of American Teenagers<\/em>&nbsp;(New York: Oxford University Press, 2005), S.&nbsp;162\u2013163). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also: Viel religi\u00f6ses, emotionales Gerede. Meistens dreht sich alles um ich, mir, meiner, mich. Ich fahre, wohin ich will. Ich verwirkliche mich. <em>Live your Dreams! <\/em>Ich sitze selbst am Steuer. Gott brauche ich nat\u00fcrlich auch. Er soll mir die n\u00e4chste Tankf\u00fcllung bezahlen. Und ab und zu brauche ich ihn auch als kosmischen ADAC.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Wahrheits-Check<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Kultur schwebt mit dem Zeitgeist sanft dahin. Auch in den Gemeinden. Da wird schmerzlich bewusst, dass die Kirche stets der Reformation bedarf. \u00bb<em>Ecclesia semper reformanda<\/em>\u00ab bedeutet ja gerade nicht, dass sich die Kirche dauernd dem Zeitgeist anpassen sollte (was Programm mancher Kirchen zu sein scheint), sondern sich immer wieder aus der Deformation l\u00f6sen muss, indem sie sich zum Original wendet und die Hilfs- und St\u00fctzmuskeln aufbaut, wie ein durchgesackter Skoliose-Patient in der Krankengymnastik. Mancher Blick in den Ganzk\u00f6rperspiegel des Wortes Gottes wirkt da ern\u00fcchternd.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">The Solid Rock<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zuerst<\/strong>&nbsp;halten wir fest, dass ein wiedergeborener Mensch durch Bu\u00dfe (Umkehr zu Gott) und Glauben zu Gott gekommen ist. Das waren seine ersten Lebensregungen durch den Heiligen Geist. Durch die Geburt von oben (Gott) her ist er nun ein \u00bbgeliebtes Kind Gottes\u00ab (Epheser&nbsp;5,1). Das ist <strong>ewiger Fakt<\/strong>, wir reden hier nicht \u00fcber Probe- oder Bew\u00e4hrungs-Kindschaft, sondern den freien, liebevollen und gewollten Zeugungsakt durch Gottes Geist selbst (lies Johannes 3). Wer an Gott und das Rettungswerk Jesu am Kreuz glaubt, wei\u00df <strong>sicher<\/strong>, dass der gerechte Zorn Gottes \u00fcber seine S\u00fcnden am Kreuz durch Jesu Sterben, sein Blutvergie\u00dfen,&nbsp;<strong>v\u00f6llig<\/strong> absorbiert worden ist (Hebr\u00e4er&nbsp;10,14). Weil Jesus Christus den Zorn Gottes in G\u00e4nze und F\u00fclle stellvertretend f\u00fcr diesen Glaubenden ertragen hat, hat er Gott&nbsp;<strong>als Weltenrichter<\/strong>&nbsp;nie mehr zu bef\u00fcrchten. Er darf wissen: <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der, der einst <strong>jedem<\/strong> das Endurteil aussprechen wird, ist derselbe, der Dich bereits mit seinem eigenen Blut erl\u00f6st und auf immerdar gerecht gesprochen hat.<\/mark> Glaubende erscheinen eines Tages vor dem \u00bbRichterthron des Christus\u00ab, aber da geht es um Lohn, nicht mehr um Errettung (1Korinther&nbsp;3,12\u201315; \u00bber selbst aber <em>wird errettet werden<\/em>\u00ab!). Wir erscheinen&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;vor dem \u00bbGro\u00dfen Wei\u00dfen Thron\u00ab wie die \u00bbToten\u00ab, f\u00fcr die die ewige Verdammnis das sichere Urteil sein wird (Offenbarung&nbsp;20,11\u201315).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Glaubende darf sich freuen, dass&nbsp;<strong>sein Name im Himmel angeschrieben<\/strong>&nbsp;ist (Lukas&nbsp;10,20). Niemand kann oder wird diesen Eintrag ausl\u00f6schen, er darf sich dar\u00fcber freuen, wie \u00fcber kein Zweites. <strong>Welche Sicherheit! Welche Ruhe der Seele!<\/strong> Er hat \u00bbeinen&nbsp;<strong>sicheren und festen Anker der Seele<\/strong>\u00ab, der bis ins Heiligtum(!) reicht (lies Hebr\u00e4er&nbsp;5,16\u201320). Er darf wissen, dass Gott ihn&nbsp;<strong>mit ewiger Liebe erw\u00e4hlt<\/strong>&nbsp;hat, denn er geh\u00f6rt zu Gottes geretteten Volk (Jeremia&nbsp;31,3). Er hat sogar die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist ins Herz ausgegossen bekommen (R\u00f6mer&nbsp;5,5).&nbsp;<strong>Mehr<\/strong>&nbsp;geht nicht.&nbsp;<strong>N\u00e4her<\/strong>&nbsp;zu Gott geht nicht. Daher: <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">die \u00bbvollkommene Liebe treibt [diese falsche] Furcht aus\u00ab<\/mark> (lies 1Johannes&nbsp;4,17\u201318).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Schock des gro\u00dfen Propheten Jesajas<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum&nbsp;<strong>richtigen \u00bbGottesbild<\/strong>\u00ab geh\u00f6rt aber auch die Szene in Jesaja&nbsp;6. Es ist nicht einzusehen, warum eine Betrachtung der Selbstoffenbarung Gottes in diesem Abschnitt des Wortes Gottes das biblische Gottesbild je ersch\u00fcttern k\u00f6nnte, sie geh\u00f6rt ja mit dazu. Ersch\u00fctterung oder Dissonanz kann nur erfolgen, wenn man vorher ein nicht vollst\u00e4ndig auf die Bibel gegr\u00fcndetes Gottesbild hatte. Insofern ist auch dieser Text aus dem \u00bbWort der Wahrheit\u00ab eine notwendige und erbauliche Pflege der Erkenntnis Gottes, die Gott selbst will. Er offenbart sich ja selbst in diesen Texten, weil Er will, dass wir alle richtig (=biblisch) von Ihm denken. Sonst geht Anbetung \u00bbin Geist und Wahrheit\u00ab nicht. Der Geist Gottes im Glaubenden will aber solche Anbetung durch die Glaubenden f\u00f6rdern! Immerhin wurden die \u00bbBluterkauften\u00ab <strong>alle<\/strong> zu seinen Priestern! (Offenbarung 1,5).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Schock des gro\u00dfen Apostels der Liebe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst der \u00bb<strong>Apostel der Liebe<\/strong>\u00ab, Johannes, hatte \u00e4hnlich traumatische Erlebnisse, als er Jesus Christus in seiner richterlichen Herrlichkeit sah (lies Offenbarung&nbsp;1,17). Das zeigt uns wieder einmal, dass es v\u00f6llig verfehlt w\u00e4re zu meinen, dass der Gott des AT ein anderer sei, als der im NT. Oder dass f\u00fcr uns Christen ein anderer Gott sei, als f\u00fcr die Gottgl\u00e4ubigen anderer Epochen der Gnade Gottes. Gott ist unwandelbar. Nur seine Selbstoffenbarung im Wort Gottes war fortschreitend. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn also selbst die \u00bbbesten Christen\u00ab, wie ein Apostel Johannes, solchen Schock erlebten, was schlie\u00dfen wir daraus? Genau dieser Apostel lehrt uns so viel \u00fcber die Sicherheit unseres Heils in Christus! Das Problem, dies alles harmonisch zusammenzuhalten, ist in uns begr\u00fcndet. Das Wort Gottes ist ohne Widerspruch klar: Gottesfurcht und Gottesliebe geh\u00f6ren ganz harmonisch und wesensvereint zusammen. Bei Gott zumindest. Man muss eben die ganze Wahrheit lesen (s.u.). Wir m\u00fcssen dann lernen, diese Wahrheit Gottes noch in Kopf, Herz, Mund und Tat umzusetzen. Ganz pers\u00f6nlich \u2013 und ganz \u00f6ffentlich in der Verk\u00fcndigung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie steht es also um das F\u00fcrchten?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Da muss nun eine Bibelarbeit her.<\/strong> Im Folgenden steht als Handreichung eine Liste, die gut die These belegt, dass auch die vielgeliebten Kinder Gottes, die \u00bbim Sohn\u00ab sind, immer noch und ewig Gott zu f\u00fcrchten haben. Die Frage ist: Wie? Hauptsache ist, wir suchen eine Antwort auf diese Frage(n)! Und zwar im Wort Gottes. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>Das \u00bb<em>reformada<\/em>\u00ab geht nur dann in die richtige Richtung, wenn Gottes \u00bbBild gesunder Worte\u00ab uns gesunden lassen darf.<\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Verk\u00fcndigung aber stets und reflexartig um alle \u00bbunangenehmen\u00ab Themen einen Bogen macht, wird sie unausgewogen und l\u00fcckenhaft. Und dann ist unsere Erkenntnis mangelhaft, sie h\u00e4ngt fast zwangsweise schief. \u00bbDie&nbsp;<strong>Summe<\/strong>&nbsp;deines Wortes ist Wahrheit\u00ab (Psalm&nbsp;119,160a). Das fordert den Verk\u00fcndiger heraus, auch unangenehme Wahrheiten der Schrift darzulegen. Hier nun <strong>ein paar \u00bbFurcht\u00ab-Stellen im NT<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eines der Kennzeichen der&nbsp;<strong>verlorenen<\/strong>&nbsp;Menschen ist: \u00bbEs ist&nbsp;<strong>keine Furcht Gottes<\/strong>&nbsp;vor ihren Augen\u00ab (R\u00f6mer&nbsp;3,18, als Zitat aus dem AT: Psalm&nbsp;36,2). Im Umkehrschluss gilt f\u00fcr Errettete das Gegenteil. Das zeigt die Schrift vielfach auf.<\/li>\n\n\n\n<li>Paulus unterscheidet deutlich: \u00bbDenn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wiederum zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!\u00ab (R\u00f6mer&nbsp;8,15). In unser&nbsp;<strong>Vater-Kind-Beziehung<\/strong>&nbsp;darf keine Verlustangst oder \u00bbsklavische Furcht\u00ab mehr herrschen, sie ist sehr intim und voll Urvertrauen (\u00bbAbba\u00ab!). Aber das ist nicht alles, was die Bibel zu sagen hat.<\/li>\n\n\n\n<li>Dem Erl\u00f6sten gilt auch&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;mehr: \u00bbEs ist&nbsp;<strong>furchtbar<\/strong>, in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen!\u00ab (Hebr\u00e4er&nbsp;10,31). Warum? Weil Jesus stellvertretend f\u00fcr jeden Glaubenden dieses Furchtbare am Kreuz ertragen hat: \u00bbMein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?\u00ab! (siehe auch Hebr\u00e4er&nbsp;10,27).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Apostel Paulus schreibt aber von einer legitimen Furcht: \u00bbDa wir nun diese Verhei\u00dfungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes,&nbsp;<strong>indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes<\/strong>.\u00ab (2Korinther&nbsp;7,1). Offenbar gibt es keine vollkommene Heiligung (also kein Jesus-\u00e4hnlicher-werden), wenn man nicht \u00bbin der Furcht Gottes\u00ab steht. Daher kann man auch bzgl. der Frage, warum es so wenig Heiligung gibt, als eine Hauptursache vermuten: Man hat der Furcht Gottes abgesagt. Man verdr\u00e4ngt sie. Sicher ein wichtiger Zusammenhang.<\/li>\n\n\n\n<li>Daher schreibt Petrus, dass Gott zum Vater haben und Furcht zu haben, keine Widerspr\u00fcche sind: \u00bbUnd wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeden Werk, <strong>so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht<\/strong>\u00ab (1Petrus&nbsp;1,17). Damit ist das gesamte Leben als Christ und Gotteskind gemeint.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch&nbsp;<strong>rettende Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;wird massiv vom Motiv der Gottesfurcht bef\u00f6rdert: \u00bbDenn die&nbsp;<strong>Betr\u00fcbnis Gott gem\u00e4\u00df<\/strong>&nbsp;bewirkt eine nie zu bereuende Bu\u00dfe zum Heil; die Betr\u00fcbnis der Welt aber bewirkt den Tod. Denn siehe, eben dieses, dass ihr Gott gem\u00e4\u00df betr\u00fcbt worden seid, wie viel Flei\u00df hat es bei euch bewirkt! Sogar Verantwortung, sogar Unwillen,&nbsp;<strong>sogar Furcht<\/strong>\u2026\u00ab (2Korinther&nbsp;7,10\u201311). Man sieht aus dem Zusammenhang,&nbsp;<strong>wie gut und heilsam diese Furcht war<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>Das erkennt man auch an folgender Aussage der Schrift: \u00bbDurch Glauben bereitete Noah, als er einen g\u00f6ttlichen Ausspruch \u00fcber das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte,&nbsp;<strong>von Furcht bewegt<\/strong>, eine Arche zur Rettung seines Hauses\u2026\u00ab (Hebr\u00e4er&nbsp;11,7). Furcht motivierte den gl\u00e4ubigen und gerechten Noah, genau das zu tun, was Gott ihn gehei\u00dfen hatte, egal was die Menschen im Spott au\u00dfenherum sagten. Und am Ende war diese Arche sein und sieben weiterer <strong>Rettungsmittel<\/strong>! Dies alles deutet auch laut Petrus auf \u00bbunsere Arche\u00ab Jesus Christus: Wir glauben an ihn, besteigen sozusagen unsere Rettungsarche Jesus Christus,&nbsp;<strong>von Furcht bewegt<\/strong>, denn das Gericht Gottes kommt sicher. Denn Gott \u00bb\u2026&nbsp;<strong>gebietet<\/strong>&nbsp;jetzt den Menschen, dass sie alle \u00fcberall Bu\u00dfe tun sollen, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis&nbsp;<strong>richten<\/strong> wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat\u00ab (Apg&nbsp;18,&nbsp;30).<\/li>\n\n\n\n<li>Auch im Zusammenleben in der \u00f6rtlichen christlichen Gemeinde geht es nicht gut ohne ein \u00bbeinander untergeordnet&nbsp;<strong>in der Furcht Christi<\/strong>\u00ab (Epheser&nbsp;5,21). Wenn wir im Zusammenleben als Gemeinde Probleme erleben, sollten wir auch mal an dieser Stelle nach Ursachen forschen.<\/li>\n\n\n\n<li>Sollten gro\u00dfe Probleme der&nbsp;<strong>Zerstrittenheit in der Gemeinde<\/strong>&nbsp;auftreten, die zur L\u00e4hmung der Zusammenarbeit f\u00fchren, dann lautet die g\u00f6ttliche Anweisung: \u00bbDaher,&nbsp;<strong>meine Geliebten<\/strong>, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein als in meiner Anwesenheit, sondern jetzt viel mehr in meiner Abwesenheit, bewirkt euer eigenes Heil&nbsp;<strong>mit Furcht und Zittern<\/strong>\u00ab (Philipper&nbsp;2,12). Bei den Angeschriebenen ging es ja nicht mehr um das ewige Heil, sondern um die L\u00f6sung ihrer brennenden Probleme miteinander. Die Glaubenden sollten das zusammenhalten: Sie sind \u00bbGeliebte\u00ab&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;sie wirken \u00bbmit Furcht und Zittern\u00ab (vor Gott) an der L\u00f6sung unserer (Unheiligkeits-) Probleme. Das bitte zusammenhalten! Unbedingt.<\/li>\n\n\n\n<li>Judas schreibt f\u00fcr die&nbsp;<strong>Gemeinde in der Endzeit<\/strong>&nbsp;klare Anweisungen: \u00bbUnd die einen, die streiten, weist zurecht, die anderen aber&nbsp;<strong>rettet mit Furcht<\/strong>, sie aus dem Feuer rei\u00dfend, indem ihr auch das vom Fleisch befleckte Kleid hasst.\u00ab (Judas&nbsp;1,22). Wir engagieren uns in der Seelsorge auch in f\u00fcr uns gef\u00e4hrlichen Situationen, weil wir Gott f\u00fcrchten und nicht m\u00f6chten, dass jemand \u00bbin die H\u00e4nde des lebendigen Gottes f\u00e4llt\u00ab. Judas vermittelt uns dann im n\u00e4chsten Satz auch gro\u00dfes Vertrauen, dass wir bewahrt bleiben, wenn wir an Jesus in Gottesfurcht fest h\u00e4ngen bleiben (lies Judas&nbsp;1,24\u201325).<\/li>\n\n\n\n<li>Unsere Gottesfurcht ist auch ein kr\u00e4ftiges \u00bb<strong>Evangelisationsmittel<\/strong>\u00ab f\u00fcr biblisch treue Ehefrauen gg. ihren untreuen Ehem\u00e4nnern: \u00bbEbenso ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen M\u00e4nnern unter, damit, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden m\u00f6gen, indem sie&nbsp;<strong>euren in Furcht reinen Wandel<\/strong>&nbsp;angeschaut haben\u00ab (1Petrus&nbsp;3,1ff). Die \u00bbheiligen Frauen\u00ab (1Petrus&nbsp;3,5) waren deshalb Vorbilder und erfolgreiche Ehepartner auch abirrender Ehem\u00e4nner, weil sie ihre M\u00e4nner nicht mit s\u00fcndigem Verhalten gewinnen wollten (und auch nicht mit best\u00e4ndigem \u00bbAnpredigen\u00ab), sondern die als wahrhaft gl\u00e4ubige Frauen ihre Not und ihre Hoffnung auf Gott setzten. Das macht der Glaube n\u00e4mlich immer so: er bringt Gott in die Umst\u00e4nde. Gott ist da! Als Ausdruck dieses vorbildlichen Glaubens konnte man ihren \u00bb<strong>in Furcht reinen<\/strong> Wandel\u00ab beobachten. Passt auch nicht so ganz in unseren Zeitgeist, aber wohl zum Geist Gottes. Und den braucht man in dieser Situation not-wendig.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch beim&nbsp;<strong>Evangelisieren Unerl\u00f6ster<\/strong>&nbsp;ist Gottesfurcht eine unverzichtbare Qualit\u00e4t: \u00bbSeid jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert \u00fcber die Hoffnung, die in euch ist, aber&nbsp;<strong>mit Sanftmut und Furcht<\/strong>; indem ihr ein gutes Gewissen habt\u00ab (1Petrus&nbsp;3,15f).<\/li>\n\n\n\n<li>Derselbe Apostel redet auch von Gottesfurcht im Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verh\u00e4ltnis: Knechte (abgemildert und angewandt: Arbeitnehmer) sollen ihren Dienstherren gehorchen. Das tiefe Motiv dazu lautet: \u00bb<strong>den Herrn f\u00fcrchtend<\/strong>\u00ab (Kolosser&nbsp;3,22). Die Parallelstelle in Epheser lautet sogar: \u00bbIhr Knechte, gehorcht den Herren nach dem Fleisch&nbsp;<strong>mit Furcht und Zittern<\/strong>, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus\u00ab (Epheser&nbsp;6,5). Wir sehen: Vom Herrn gewollte s\u00e4kulare Beziehungen werden von unserer Gottesbeziehung massiv positiv beeinflusst, gef\u00f6rdert und <strong>veredelt<\/strong>, denn letztere bringt das Motiv der Heiligung und damit der Ewigkeitsperspektive herein.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Hebr\u00e4erbrief sagt: \u00bbDeshalb, da wir ein unersch\u00fctterliches Reich empfangen, lasst uns Gnade haben, durch die wir&nbsp;<strong>Gott wohlgef\u00e4llig dienen m\u00f6gen mit Fr\u00f6mmigkeit und Furcht<\/strong>.\u00ab Begr\u00fcndung: \u00bbDenn&nbsp;<strong>auch unser Gott<\/strong>&nbsp;ist ein verzehrendes Feuer\u00ab (Hebr\u00e4er&nbsp;12,28\u201329). Unser Gottesdienst&nbsp;<strong>muss<\/strong>&nbsp;also motiviert und gekennzeichnet sein von: Fr\u00f6mmigkeit&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;Furcht. \u2013 Wir m\u00fcssen dabei unterscheiden zwischen einer&nbsp;<strong>Furcht aus Respekt vor dem Ewigen und H\u00f6heren<\/strong>&nbsp;und einer unbegr\u00fcndeten, sklavischen Furcht, die nicht zu unserer Gotteskindschaft und Erl\u00f6sung passt.<\/li>\n\n\n\n<li>Fr\u00fcher verstanden Menschen aus dem Alltag ihres Familienlebens noch, dass man die H\u00f6heren, die Eltern, <strong>gleichzeitig<\/strong> f\u00fcrchten&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;lieben kann, ohne Widerspruch. Respekt und Ehrfurcht, manchmal auch Furcht vor der Zuchtma\u00dfnahme, haben oft bewahrt vor dem S\u00fcndigen, und so die Beziehung segensreich(er) gemacht. Nehmen wir nun die Ehrfurcht weg und reden nur noch von der Liebe ohne Ehrfurcht, dann geht das schief. Das kann man \u00fcberall in unserer Gesellschaft und leider auch in der Gemeinde Jesu sehen. Man lese dazu die (f\u00fcr unseren Zeitgeist) provokanten Verse in Hebr\u00e4er&nbsp;12,5\u201311 (Diese Verse sollen uns \u00fcbrigens nicht&nbsp;<strong>ent<\/strong>mutigen, sondern&nbsp;<strong>er<\/strong>mutigen. Der Kontext liefert n\u00e4mlich: \u00bbDarum&nbsp;<strong>richtet auf<\/strong>&#8230;&nbsp;<strong>Jagt dem Frieden nach mit allen und der Heiligkeit<\/strong>, ohne die niemand den Herrn schauen wird\u00ab (usw.)).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Apostel Petrus fordert Glaubende auf: Staatsb\u00fcrgern (fr\u00fcher: Untertanen) gilt: \u00bb<strong>f\u00fcrchtet Gott<\/strong>, ehrt den K\u00f6nig\u00ab (1Petrus&nbsp;2,17). Das kann man mit den g\u00f6ttlich gebotenen Grenzen gg. Menschen (<em>\u00bbClausula Petri<\/em>\u00ab in Apg&nbsp;5,29) auch heute anwenden: Gott geh\u00f6rt die  Gottesfurcht, die Ehre dem H\u00f6heren.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Apostel Paulus fordert uns auf: \u00bbGebt allen, was ihnen geb\u00fchrt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll,&nbsp;<strong>die Furcht, dem die Furcht,<\/strong>&nbsp;die Ehre, dem die Ehre [geb\u00fchrt].\u00ab (R\u00f6mer&nbsp;13,7). Es gibt offenbar eine legitime, von Gott geforderte und daher heilsame und gute Furcht. Welche ist hier gemeint? Ich denke, dass Paulus das Gleiche meint wie Petrus (s. Pkt. davor).<\/li>\n\n\n\n<li>Verfolgten um des Glaubens willen gilt: \u00bb<strong>F\u00fcrchtet aber nicht ihre Furcht<\/strong>\u00ab (1Petrus&nbsp;3,14). Das ist eine augen\u00f6ffnende Stelle, denn sie geht davon aus, dass es&nbsp;<strong>unterschiedliche Arten von Furcht<\/strong>&nbsp;gibt, man also differenzieren muss. Wo man das nicht tut, f\u00e4llt man in seelenverletzenden Irrtum. <strong>Die Furcht der Welt, die Welt der Nichtgl\u00e4ubigen, soll uns nicht erfassen, vielmehr aber die reine Gottesfurcht<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die<\/strong>&nbsp;<strong>gew\u00e4hlte<\/strong> <strong>Vorgehensweise<\/strong>&nbsp;hier sollte klar sein: Das war kein: \u00bbIch erz\u00e4hle Dir, wie&nbsp;<strong>ich<\/strong>&nbsp;das sehe\u00ab oder \u00bb<strong>Ich<\/strong>&nbsp;bin der Meinung, dass\u2026\u00ab. Sondern ein F\u00fchren zu <strong>Gottes Wort<\/strong>, wo es&nbsp;von Furcht spricht. Das <strong>ganze<\/strong> Wort! (Konkurdanzfunktionen einer digitalen Bibel m\u00f6gen weitere Stellen aufzufinden helfen.) Dahin, zur Wahrheitsquelle, m\u00fcssen wir miteinander gehen. Dort hat sich Gott in Wahrheit geoffenbart. Das ist der Ma\u00dfstab, an dem wir unsere Verk\u00fcndigung, unsere Lehre, unser Reden (und Beten) und unser Leben messen m\u00fcssen. Jeder Verk\u00fcndiger steht in einer gro\u00dfen (manchmal Furcht erregenden!) Verantwortung vor dem Herrn (lies Jakobus&nbsp;3,1 in Verbindung mit Hebr\u00e4er&nbsp;5,12ff).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie k\u00f6nnen wir denn (erfolgreich) leben \u2013 ohne Furcht oder mit Furcht?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es w\u00e4re der Verlust des&nbsp;<strong>wichtigsten Weisheitsprinzips<\/strong>&nbsp;(Weisheit im AT lehrt uns, wie unser Leben vor Gott gelingen kann),&nbsp;<strong>wenn wir die Gottesfurcht aufgeben oder verblassen lassen w\u00fcrden.<\/strong>&nbsp;Dies soll abschlie\u00dfend eine Handvoll Stellen belegen. Sie sind alle wohlbekannt, oft zitiert. Ich nehme nur Stellen aus den Weisheitsb\u00fcchern des AT. Sie sollen f\u00fcr sich selbst sprechen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00bbUnd zum Menschen sprach er: Siehe,&nbsp;<strong>die Furcht des Herrn&nbsp;<\/strong>[<em>adonai<\/em>]&nbsp;<strong>ist Weisheit<\/strong>, und vom B\u00f6sen weichen ist Verstand.\u00ab (Hiob&nbsp;28,28). Der Spruch ist hebr\u00e4ische Poesie: der erste Halbsatz entspricht (in Variation) dem zweiten. Daraus lernen wir, dass es ausgesprochen&nbsp;<strong>unvern\u00fcnftig<\/strong>&nbsp;ist, Gott, den absoluten Herrscher [<em>adonai<\/em>],&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;zu f\u00fcrchten.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist der Weisheit Anfang; gute Einsicht haben alle, die sie aus\u00fcben. Sein Lob besteht ewig.\u00ab (Psalm&nbsp;111,10) \u2013 Anfang hei\u00dft: Wer das verpasst, der l\u00e4uft den ganzen Weg dann falsch. Oder anders formuliert: Furcht Gottes hat oberste Priorit\u00e4t.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist der Anfang der Erkenntnis; die Narren verachten Weisheit und Unterweisung.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;1,7) Hier dient ein klarer Tadel als Verst\u00e4rkung.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist der Weisheit Anfang; und die Erkenntnis des Heiligen ist Verstand.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;9,10)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist Unterweisung zur Weisheit, und der Ehre geht Demut voraus.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;15,33). Nur der Dem\u00fctige l\u00e4sst sich belehren. Und Gott ehrt dies(en).<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbDer&nbsp;Herr&nbsp;ist hoch erhaben; denn er wohnt in der H\u00f6he, er f\u00fcllt Zion mit Recht und Gerechtigkeit. Und es wird Festigkeit deiner Zeiten, F\u00fclle von Rettung, von Weisheit und Erkenntnis geben;&nbsp;<strong>die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;<strong>wird sein Schatz sein<\/strong>.\u00ab (Jesaja&nbsp;33,5f). \u2013 Offenbar ist die Gottesfurcht etwas sehr Wertvolles, ein Schatz.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbDas Endergebnis des Ganzen lasst uns h\u00f6ren:&nbsp;<strong>F\u00fcrchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch<\/strong>.\u00ab (Prediger&nbsp;12,13). Hier fasst der Prediger (K\u00f6nig Salomo) seine ganze Weisheitssammlung zusammen in einem Satz.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sehen, dass man bei der Rede von der Furcht Gottes <strong>die&nbsp;ganze&nbsp;Schrift<\/strong> beachten muss. Man darf sich nicht Stellen heraussuchen, die einem gefallen \u2013 und die anderen ignorieren. Zusammenstellen und Verehren einer Wunschvorstellung von Gott liegt jedem Menschen, denn er ist in seiner Gefallenheit trotzdem <strong>unheilbar religi\u00f6s<\/strong> (Nikolai A. Berdjajew (1874\u20131948); Auguste Sabatier (1903)) und somit <strong>ein best\u00e4ndiger G\u00f6tzen-Produzent<\/strong> (Johannes Calvin,&nbsp;<em>Institutio<\/em>&nbsp;I,11,8). Ludwig Feuerbach&nbsp;(1804\u20131872) deutete Religion als Projektion des Menschen: Nicht Gott habe den Menschen nach seinem Bild geschaffen, sondern der Mensch schaffe sich Gott nach seinem eigenen Bild (<em>Das Wesen des Christentums<\/em>, 1841). Das ist es, was wir unbedingt vermeiden m\u00fcssen, denn: <strong>Gott hasst unsere G\u00f6tzenbilder!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Machen wir es doch jenen himmlischen Wesen nach, die <strong>Gottes Heiligkeit<\/strong> aussprechen und besingen, und die von seinen heiligen und gerechten Gerichten <strong>begeistert<\/strong> sind:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbUnd sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sagen: Gro\u00df und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, Allm\u00e4chtiger, gerecht und wahrhaftig deine Wege, o K\u00f6nig der Nationen!<br><strong>Wer sollte nicht dich, Herr, f\u00fcrchten und deinen Namen verherrlichen?<\/strong> Denn du allein bist <strong>heilig<\/strong>; denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.\u00ab (Offenbarung 15,3\u20134)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kontext jeder Stelle <\/strong>lehrt uns zu differenzieren: es gibt richtige und gebotene Furcht und es gibt falsche und verbotene Furcht.&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Jedenfalls gilt f\u00fcr erl\u00f6ste Gotteskinder, dass sie sich in einer Hinsicht nicht f\u00fcrchten d\u00fcrfen, aber in anderer Hinsicht sich sehr wohl f\u00fcrchten sollen<\/mark><\/strong>. Wir d\u00fcrfen hier nicht einseitig werden, um vielleicht einen Schock damit ungl\u00e4ubig abzumildern. Lauge zur S\u00e4ure gie\u00dfen, um diese zu neutralisieren, mag an anderer Stelle produktiv und n\u00fctzlich sein. Hier nicht. Hier gibt es nichts zu \u00bbneutralisieren\u00ab. Nichts bei\u00dft sich. Alles passt. An seinem g\u00f6ttlich gegebenen Ort (Kontext).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke,&nbsp;<strong>eine weitere praktische und heilsame Anwendung von Jesaja 6<\/strong>&nbsp;w\u00e4re, dass wir deutlich mehr <strong>Ehrfurcht<\/strong> vor Gott an den Tag legen sollten, wenn es um einen <strong>Berufungsvorgang<\/strong> seitens Gottes(!) geht. Jesaja wird hier als Prophet Gottes in den Dienst gestellt, das ist der Kontext. Ein \u00bbMach mal!\u00ab ist im Dienst Gottes regelm\u00e4\u00dfig zu wenig. Und ein \u00bbDas haben wir immer schon so gemacht!\u00ab braucht vielleicht die gl\u00fchende Kohle vom Altar Gottes auf die Lippen, damit die Traditionsargumente dort wegbrennen und Gottes reiner Wille verk\u00fcndet und getan wird. <strong>Zittern ist angesagt. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Aber gewiss nicht aus Menschenfurcht.<\/mark><\/strong> <strong>Gottesfurcht ist es:<\/strong> Weil wir Ihm <strong>vertrauen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beachten wir stets diese wichtige Unterscheidung: \u00bb<strong>Menschenfurcht legt einen Fallstrick<\/strong>; wer aber auf den&nbsp;Herrn&nbsp;<strong>vertraut<\/strong>, wird in Sicherheit gesetzt.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;29,25). Insofern ist es \u00fcbel und sch\u00e4dlich (Falle!), anstelle von Gottesfurcht dauernd mit Argumenten der Menschenfurcht zu arbeiten, wenn es um die Dinge des Herrn und Seiner Gemeinde geht \u2013 das ist eine gro\u00dfe Bau- und Schwachstelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Heilige Geist m\u00f6ge uns sein Wort auf die Seele legen und unser Denken biblisch umgestalten. Er wird der Glaubenden dahin f\u00fchren, mit \u00dcberzeugung anbetend zu sagen: <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbWer sollte nicht dich, Herr, f\u00fcrchten und deinen Namen verherrlichen? Denn du allein bist heilig<\/mark><\/strong><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00ab!<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturverweise<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier eine Liste von Links zu Artikeln und Werken anderer Autoren zum Thema. Sie haben zum Teil auch eigene weitere Verweise auf Quellen. Wie immer, so gilt auch hier: Alles anhand von Gottes Wort pr\u00fcfen und nur das Gute behalten (1Thessalonicher 5,21).<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Sehr zu empfehlen. Gr\u00fcndlich, den Zeitgeist in der Gemeinde widerlegend:<\/strong>&nbsp;A.&nbsp;W. Tozer,&nbsp;<em>Muss man Gott f\u00fcrchten? &#8211; Das Gottesbild der Postmoderne.<\/em>&nbsp;Kostenloser Download des Verlags CLV:&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/clv.de\/Muss-man-Gott-fuerchten\/255281\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/clv.de\/Muss-man-Gott-fuerchten\/255281<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zum Thema direkt sehr zu empfehlen, der \u00bbKlassiker\u00ab:<\/strong>&nbsp;R. C. Sproul,&nbsp;<em>The Holiness of God&nbsp;<\/em>(1985\/1998). Diese verschrifteten Vortr\u00e4ge waren und sind ein Segen f\u00fcr Gemeinden in aller Welt. Sproul hat dazu auch Lehr-Videos gemacht (amerikanisch).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sehr zu empfehlen:<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.evangelium21.net\/media\/3311\/sechs-fragen-zur-gottesfurcht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.evangelium21.net\/media\/3311\/sechs-fragen-zur-gottesfurcht<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sehr zu empfehlen:&nbsp;<\/strong>D.&nbsp;A. Carson,&nbsp;<em>Die komplexe Lehre von der Liebe Gottes<\/em> (Greven: Solid Rock, o.&nbsp;J.). Hierin besonders das Kapitel:&nbsp;<em>Gottes Liebe und Gottes Zorn<\/em>, S.&nbsp;63\u201380. Man findet das Original (englisch) auch im Internet zum Download:&nbsp;<em>The Difficult Doctrine of the Love of God<\/em>&nbsp;(Wheaton, IL: Crossway, 2000). Link: <a href=\"https:\/\/media.thegospelcoalition.org\/documents\/carson\/2000_difficult_doctrine_of_the_love_of_God.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/media.thegospelcoalition.org\/documents\/carson\/2000_difficult_doctrine_of_the_love_of_God.pdf<\/a> (vgl. auch den Vortrag: <a href=\"https:\/\/www.thegospelcoalition.org\/sermon\/distorting-the-love-of-god\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.thegospelcoalition.org\/sermon\/distorting-the-love-of-god\/<\/a>). Siehe auch <a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=584\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/logikos.club\/?p=584\">hier<\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Empfehlenswert:<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bibelstudium.de\/articles\/3022\/gottesfurcht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.bibelstudium.de\/articles\/&nbsp;3022\/gottesfurcht.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Teilaspekt<\/strong>: <a href=\"https:\/\/rogerliebi.ch\/faq\/faq-r00109\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/rogerliebi.ch\/faq\/faq-r00109\/<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesedauer: 22 Minuten. Mit offener Bibel eher 3 Stunden&#8230; Unser schr\u00e4ges Gottesbild Man bekommt heute auch in christlichen Medien und christlichen Gemeinden ein erstaunlich schr\u00e4ges Gottesbild vermittelt: der \u00bbliebe Gott\u00ab. Ein lieber, alter Gro\u00dfpapa, der nichts lieber will, als seinen Enkeln s\u00fc\u00dfe Geschenke zu machen und sie bei Laune zu halten. 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