{"id":4622,"date":"2026-09-08T18:42:51","date_gmt":"2026-09-08T16:42:51","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=4622"},"modified":"2026-09-09T00:04:47","modified_gmt":"2026-09-08T22:04:47","slug":"muss-man-gott-fuerchten-eine-handreichung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=4622","title":{"rendered":"Muss man Gott f\u00fcrchten? |\u00a0Eine Handreichung"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F4622&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F4622&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/plugins\/pdf-print-pro\/images\/print.png?1054580255\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lesedauer: 19 Minuten. Mit offener Bibel eher 3 Stunden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine bemerkenswerte Reaktion<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer Predigt bekommt der Prediger oft unterschiedliche Reaktionen und Feedbacks seiner Zuh\u00f6rer. Manchmal sind Dinge unklar geblieben, Fragen bestehen, Anwendungen wollen \u00fcberdacht und fruchtbar gemacht werden. Wir hatten daher schon vor Jahren das Angebot eingerichtet, sich Sonntagnachmittags ab 15 Uhr zum \u00bb<strong>Predigtnachgespr\u00e4ch<\/strong>\u00ab bei Kaffee und Kuchen zu treffen. Leider erkennen nicht alle Gemeinden den gro\u00dfen Nutzen eines solchen Angebots und manchmal verhindern schlicht Planungsfaulheit oder andere Vorstellungen von der Gestaltung des \u00bbTages des Herrn\u00ab diese Segensquelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor einiger Zeit ging die Predigt \u00fcber Jesaja 6,1\u20137, wo das bemerkenswerte Erleben Jesajas geschildert wird: wie er in den Thronsaal Gottes sehen durfte und den Lobpreis der Engel h\u00f6rte: \u00bb<strong>Heilig, heilig, heilig ist der&nbsp;<\/strong><strong>Herr&nbsp;der Heerscharen, die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit!<\/strong>\u00ab. Die Reaktion Jesajas auf die Heiligkeit Gottes war Schock: \u00bb<strong>Wehe mir!<\/strong>\u00ab \u00c4hnliche Reaktionen hatten auch andere Menschen, die sich pl\u00f6tzlich in der Gegenwart Gottes wiederfanden, siehe z.B. in 1Mose&nbsp;17,3 (Abraham); 4Mose&nbsp;16,22 (Mose und Aaron); Hesekiel&nbsp;1,28 (Hesekiel), Apostelgeschichte&nbsp;9,4 (Bekehrung Sauls) und Offenbarung&nbsp;1,17 (Apostel Johannes).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prediger bekam u.a. folgende feine, hilfesuchende Reaktion. Sie verlangte nach einer seelsorgerlichen, biblisch f\u00f6rdernden Antwort. Im Kern formulierte der Schreiber folgendes Problem (beachte Disclaimer unten):&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbMich hat deine Predigt zur Heiligkeit Gottes sehr bedr\u00fcckt. Sie schien mir einseitig. Statt auch die Seite des liebenden Vaters zu zeigen, wurde mir das Bild eines bedrohlichen Gottes vermittelt. Ich war froh um das Gebet am Ende des Gottesdienstes, wo zusammengefasst wurde, was f\u00fcr uns als wiedergeborene Kinder Gottes gilt. \u2026 Es war eine Kontroverse f\u00fcr meinen Verstand: Aus der Zeit der Anbetung gehe ich raus mit dem Gedanken \u00bbF\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!\u00ab und aus der Predigtstunde soll ich mitnehmen \u00bbWehe mir, ich vergehe!\u00ab<\/mark><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Disclaimer&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:13px\">An dieser Stelle muss als angemerkt werden, dass die geschilderte Situation zum Schutz aller so ver\u00e4ndert und anonymisiert wurde, dass unbeteiligte Personen die Gemeinde, den Ort oder die Zeit nicht identifizieren k\u00f6nnen. Das spielt alles keine Rolle hier. Die Texte dieses Artikels sind also redaktionell und inhaltlich \u00fcberarbeitete Fassungen. Die Hoffnung ist, dass sie anderen in \u00e4hnlichen Situationen evtl. hilfreich sein k\u00f6nnten. In einem realen Fall m\u00fcsste umgehend das pers\u00f6nliche, vertrauliche <strong>Seelsorgegespr\u00e4ch<\/strong> angeboten werden. Parallel dazu sollte auch eine&nbsp;<strong>schriftliche Handreichung<\/strong>&nbsp;gegeben werden, dass die betreffende Person ihre theologischen Einsichten anhand der offenen Bibel korrigieren kann. Beides ist angesagt. Das Sch\u00e4fchen braucht einen guten Hirten. Auch einen vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine seelsorgerliche, zur Bibel f\u00fchrende Antwort<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lieber X., Danke f\u00fcr Deine R\u00fcckmeldung. Ich denke, dass sich hier zeigen mag, dass die Belehrung der Glaubensgeschwister der Gemeinde in den letzten Jahren nicht ohne Mangel und L\u00fccken und Schlagseiten war. Immer wieder st\u00f6\u00dft man auf Unbew\u00e4ltigtes, Unbekanntes, auf unbeackertes Land. Unser Ziel w\u00e4re ein best\u00e4ndig gepflegter Garten der Erkenntnis Gottes. Es ist ein Segen Gottes, wenn man \u00c4lteste hat, die eines Tages wie Paulus sagen k\u00f6nnten: \u00bbIch habe nicht zur\u00fcckgehalten, euch&nbsp;<strong>den ganzen Ratschluss Gottes<\/strong>&nbsp;zu verk\u00fcndigen\u00ab (Apg&nbsp;20,27). Paulus war drei Jahre in Ephesus und unterrichtete dort&nbsp;<strong>t\u00e4glich<\/strong>&nbsp;in der dortigen \u00bbSchule des Tyrannus\u00ab (Apg&nbsp;19,7\u201310). Diese gemeindenahe Bibelschule war intensiv. F\u00fcr beide Seiten. Und sie trug weitreichende Fr\u00fcchte in Gemeindebau und Mission in der r\u00f6m. Provinz Asia (<a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=4187\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe hier<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zuerst<\/strong>&nbsp;m\u00f6chte ich Dir sagen, dass Deine Stellung als \u00bbgeliebtes Kind Gottes\u00ab (Epheser&nbsp;5,1) \u00fcberhaupt nicht angefochten oder bedroht ist, auch nicht durch Jesaja&nbsp;6. Du glaubst an Gott und das Rettungswerk Jesu am Kreuz. Du wei\u00dft also&nbsp;<strong>sicher<\/strong>, dass der gerechte Zorn Gottes \u00fcber Deine S\u00fcnden am Kreuz durch Jesu Sterben, sein Blutvergie\u00dfen,&nbsp;<strong>v\u00f6llig<\/strong> absorbiert worden ist (Hebr\u00e4er&nbsp;10,14). Weil Jesus Christus den Zorn Gottes in G\u00e4nze und F\u00fclle stellvertretend f\u00fcr Dich ertragen hat, hast Du Gott&nbsp;<strong>als Weltenrichter<\/strong>&nbsp;nie mehr zu bef\u00fcrchten. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der, der jedem das Endurteil aussprechen wird, ist derselbe, der Dich bereits mit seinem Blut erl\u00f6st und gerecht gesprochen hat.<\/mark> Glaubende erscheinen eines Tages vor dem \u00bbRichterthron des Christus\u00ab, da geht es aber um Lohn, nicht mehr um Errettung (1Korinther&nbsp;3,12\u201315; \u00bber selbst aber wird errettet werden\u00ab!). Wir erscheinen&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;vor dem \u00bbGro\u00dfen Wei\u00dfen Thron\u00ab, wie die \u00bbToten\u00ab, f\u00fcr die die Verdammnis das sichere Urteil sein wird (Offenbarung&nbsp;20,11\u201315).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Du darfst Dich freuen, dass&nbsp;<strong>Dein Name im Himmel angeschrieben<\/strong>&nbsp;ist (Lukas&nbsp;10,20). Niemand kann oder wird diesen Eintrag ausl\u00f6schen, daher darfst Du Dich dar\u00fcber sehr freuen. Du hast \u00bbeinen&nbsp;<strong>sicheren und festen Anker der Seele<\/strong>\u00ab, der bis ins Heiligtum(!) reicht (lies Hebr\u00e4er&nbsp;5,16\u201320). Du darfst wissen, dass Gott Dich&nbsp;<strong>mit ewiger Liebe erw\u00e4hlt<\/strong>&nbsp;hat, denn Du geh\u00f6rst zu seinem geretteten Volk (Jeremia&nbsp;31,3). Du hast die Liebe Gottes sogar durch den Heiligen Geist ins Herz ausgegossen bekommen (R\u00f6mer&nbsp;5,5).&nbsp;<strong>Mehr<\/strong>&nbsp;geht nicht.&nbsp;<strong>N\u00e4her<\/strong>&nbsp;zu Gott geht nicht. Daher: <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">die \u00bbvollkommene Liebe treibt [diese] Furcht aus\u00ab<\/mark> (lies 1Johannes&nbsp;4,17\u201318).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum&nbsp;<strong>richtigen \u00bbGottesbild<\/strong>\u00ab geh\u00f6rt aber auch die Szene in Jesaja&nbsp;6. Insofern verstehe ich nicht, wie eine Betrachtung der Selbstoffenbarung Gottes in diesem Abschnitt des Wortes Gottes das biblische Gottesbild je ersch\u00fcttern k\u00f6nnte, sie geh\u00f6rt ja dazu. Ersch\u00fctterung oder Dissonanz kann nur erfolgen, wenn man vorher ein nicht vollst\u00e4ndig auf die Bibel gegr\u00fcndetes Gottesbild hatte (das wei\u00df ich nat\u00fcrlich nicht). Insofern war die Sonntagspredigt vielleicht auch eine notwendige und erbauliche Pflege der Erkenntnis Gottes, die Gott selbst wollte. Er will ja, dass wir alle richtig (=biblisch) von Ihm denken. Sonst geht Anbetung \u00bbin Geist und Wahrheit\u00ab nicht. Der Geist Gottes in uns will aber solche Anbetung in uns und durch uns f\u00f6rdern!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Andeutung, dass selbst im NT der \u00bb<strong>Apostel der Liebe<\/strong>\u00ab, Johannes, \u00e4hnlich traumatische Erlebnisse gehabt hatte, als er Jesus Christus in seiner richterlichen Herrlichkeit sah (lies Offenbarung&nbsp;1,17), sollte darauf deuten, dass es wieder v\u00f6llig verfehlt w\u00e4re zu glauben, dass der Gott des AT ein anderer sei, als der im NT. Oder dass f\u00fcr uns Christen ein anderer Gott sei, als f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen anderer Epochen der Gnade. Gott ist aber unwandelbar.  Nur seine Selbstoffenbarung im Wort Gottes war fortschreitend. Wenn also selbst die \u00bbbesten Christen\u00ab, wie ein Apostel Johannes, solchen Schock erlebten\u2026 (Beachte, dass genau dieser Apostel vielfach die Sicherheit unseres Heils in Christus lehrt!)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Du erw\u00e4hntest das Schlussgebet des Gottesdienstes. Ich erinnere mich, dass dort Gott gesagt wurde, dass wir ihn ja nicht mehr f\u00fcrchten m\u00fcssten. Wenn ein Bibelleser so etwas h\u00f6rt, zuckt er zusammen. Denn er erinnert sich daran, dass das gleichzeitig stimmt und nicht stimmt. Also sollte man hier etwas differenzierter reden. \u00c4lteste und Bibellehrer sowieso. Man m\u00fcsste also nachfragen: Was meinst Du denn mit dem, was Du da sagst\/betest? Und dann wird jener Beter das sicher richtig erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Hoffe ich zumindest. Ich habe ja oben schon geschrieben, in welchem Sinne diese Aussage stimmt. Aber in anderem Zusammenhang, speziell in dem der Predigt, stimmt sie ja&nbsp;<strong>offenbar<\/strong>&nbsp;\u00fcberhaupt nicht. Und so war das Schlussgebet leider im Widerspruch zu dem, was Gott in Seinem Wort in jener Predigt zu sagen hatte. Schade. Ich glaube nicht, dass Gott Anh\u00e4ngsel zu einer Predigt des Wortes liebt, die das Potential haben, die Botschaft des gepredigten Wortes zu verw\u00e4ssern oder gar die Zuh\u00f6rer zu verwirren. Zum Gl\u00fcck wurden wir auch mit einem Liedvorschlag zu einem geistlich abrundenden, in die Anbetung Gottes m\u00fcndenden, w\u00fcrdigen Abschluss gef\u00fchrt. Dar\u00fcber kann man sich nur freuen. Man konnte sp\u00fcren, dass Gottes Geist anwesend und wirksam war. Denn er f\u00f6rdert, wie gerade gesagt, unsere Anbetung \u00bbin Geist und Wahrheit\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was sagt denn die Heilige Schrift im NT zum Motiv der Furcht?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Achtung, nun kommt eine Bibelarbeit. Muss auch so sein.&nbsp;<\/strong>Im Folgenden liefere ich als Handreichung eine Liste, die m. E. gut belegt, dass auch wir vielgeliebte Kinder Gottes, die \u00bbim Sohn\u00ab sind, immer noch und ewig Gott zu f\u00fcrchten haben. Wenn die Verk\u00fcndigung um \u00bbunangenehme\u00ab Themen stets einen Bogen macht, wird sie unausgewogen und l\u00fcckenhaft. Und dann ist unsere Erkenntnis mangelhaft, sie h\u00e4ngt oft schief. \u00bbDie&nbsp;<strong>Summe<\/strong>&nbsp;deines Wortes ist Wahrheit\u00ab (Psalm&nbsp;119,160a). Einige haben sich tats\u00e4chlich daf\u00fcr bedankt, dass auch unangenehme Wahrheiten der Schrift dargelegt werden. Wir werden dies hier und da fortsetzen. Nun jene versprochenen&nbsp;<strong>Stellen im NT<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eines der Kennzeichen der&nbsp;<strong>verlorenen<\/strong>&nbsp;Menschen ist: \u00bbEs ist&nbsp;<strong>keine Furcht Gottes<\/strong>&nbsp;vor ihren Augen\u00ab (R\u00f6mer&nbsp;3,18, als Zitat aus dem AT: Psalm&nbsp;36,2). Im Umkehrschluss gilt f\u00fcr Errettete das Gegenteil. Das zeigt die Schrift vielfach auf.<\/li>\n\n\n\n<li>Paulus unterscheidet deutlich: \u00bbDenn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wiederum zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!\u00ab (R\u00f6mer&nbsp;8,15). In unser&nbsp;<strong>Vater-Kind-Beziehung<\/strong>&nbsp;darf keine Verlustangst oder \u00bbsklavische Furcht\u00ab mehr herrschen, sie ist sehr intim. Das hast Du richtig empfunden. Aber das ist nicht alles, was die Bibel zu sagen hat.<\/li>\n\n\n\n<li>Als Erl\u00f6ste gilt f\u00fcr uns auch&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;mehr: \u00bbEs ist&nbsp;<strong>furchtbar<\/strong>, in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen!\u00ab (Hebr\u00e4er&nbsp;10,31). Warum? Weil Jesus stellvertretend f\u00fcr jeden Glaubenden dieses Furchtbare am Kreuz ertragen hat: \u00bbMein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?\u00ab! (siehe auch Hebr\u00e4er&nbsp;10,27).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Apostel Paulus schreibt aber auch: \u00bbDa wir nun diese Verhei\u00dfungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes,&nbsp;<strong>indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes<\/strong>.\u00ab (2Korinther&nbsp;7,1). Offenbar gibt es keine vollkommene Heiligung (also kein Jesus-\u00e4hnlicher-werden), wenn wir nicht \u00bbin der Furcht Gottes\u00ab stehen. Daher kann man auch bzgl. der Frage, warum es so wenig Heiligung gibt, vermuten: man hat der Furcht Gottes abgesagt. Man verdr\u00e4ngt sie. Sicher ein wichtiger Zusammenhang.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch&nbsp;<strong>rettende Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;wird massiv vom Motiv der Gottesfurcht bef\u00f6rdert: \u00bbDenn die&nbsp;<strong>Betr\u00fcbnis Gott gem\u00e4\u00df<\/strong>&nbsp;bewirkt eine nie zu bereuende Bu\u00dfe zum Heil; die Betr\u00fcbnis der Welt aber bewirkt den Tod. Denn siehe, eben dieses, dass ihr Gott gem\u00e4\u00df betr\u00fcbt worden seid, wie viel Flei\u00df hat es bei euch bewirkt! Sogar Verantwortung, sogar Unwillen,&nbsp;<strong>sogar Furcht<\/strong>\u2026\u00ab (2Korinther&nbsp;7,10\u201311). Man sieht aus dem Zusammenhang,&nbsp;<strong>wie gut und heilsam diese Furcht war<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>Das erkennt man auch an folgender Aussage der Schrift: \u00bbDurch Glauben bereitete Noah, als er einen g\u00f6ttlichen Ausspruch \u00fcber das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte,&nbsp;<strong>von Furcht bewegt<\/strong>, eine Arche zur Rettung seines Hauses\u2026\u00ab (Hebr\u00e4er&nbsp;11,7). Furcht motivierte den gl\u00e4ubigen und gerechten Noah, genau das zu tun, was Gott ihn gehei\u00dfen hatte, egal was die Menschen im Spott au\u00dfenherum sagten. Und am Ende war diese Arche sein und sieben weiterer Rettungsmittel! Dies alles deutet auch auf \u00bbunsere Arche\u00ab Jesus Christus: Wir glauben an ihn, besteigen sozusagen unsere Rettungsarche Jesus Christus,&nbsp;<strong>von Furcht bewegt<\/strong>. Denn Gott \u00bb\u2026&nbsp;<strong>gebietet<\/strong>&nbsp;jetzt den Menschen, dass sie alle \u00fcberall Bu\u00dfe tun sollen, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis&nbsp;<strong>richten<\/strong> wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat\u00ab (Apg&nbsp;18,&nbsp;30).<\/li>\n\n\n\n<li>Auch im Zusammenleben in der \u00f6rtlichen christlichen Gemeinde geht es nicht gut ohne ein \u00bbeinander untergeordnet&nbsp;<strong>in der Furcht Christi<\/strong>\u00ab (Epheser&nbsp;5,21). Wenn wir im Zusammenleben als Gemeinde Probleme erleben, sollten wir auch mal an dieser Stelle nach Ursachen forschen\u2026<\/li>\n\n\n\n<li>Sollten gro\u00dfe Probleme der&nbsp;<strong>Zerstrittenheit in der Gemeinde<\/strong>&nbsp;auftreten, die zur L\u00e4hmung der Zusammenarbeit f\u00fchren, dann lautet die g\u00f6ttliche Anweisung: \u00bbDaher,&nbsp;<strong>meine Geliebten<\/strong>, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein als in meiner Anwesenheit, sondern jetzt viel mehr in meiner Abwesenheit, bewirkt euer eigenes Heil&nbsp;<strong>mit Furcht und Zittern<\/strong>\u00ab (Philipper&nbsp;2,12). Bei den Angeschriebenen ging es ja nicht mehr um das ewige Heil, sondern die L\u00f6sung ihrer brennenden Probleme miteinander. Wir sollten das zusammenhalten: Wir sind \u00bbGeliebte\u00ab&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;wir wirken \u00bbmit Furcht und Zittern\u00ab (vor Gott) an der L\u00f6sung unserer (Unheiligkeits-) Probleme.<\/li>\n\n\n\n<li>Judas schreibt f\u00fcr die&nbsp;<strong>Gemeinde in der Endzeit<\/strong>&nbsp;klare Anweisungen: \u00bbUnd die einen, die streiten, weist zurecht, die anderen aber&nbsp;<strong>rettet mit Furcht<\/strong>, sie aus dem Feuer rei\u00dfend, indem ihr auch das vom Fleisch befleckte Kleid hasst.\u00ab (Judas&nbsp;1,22). Wir engagieren uns in der Seelsorge auch in f\u00fcr uns gef\u00e4hrlichen Situationen, weil wir Gott f\u00fcrchten und nicht m\u00f6chten, dass jemand \u00bbin die H\u00e4nde des lebendigen Gottes f\u00e4llt\u00ab. Judas vermittelt uns dann im n\u00e4chsten Satz auch gro\u00dfes Vertrauen, dass wir bewahrt bleiben, wenn wir an Jesus in Gottesfurcht fest h\u00e4ngen bleiben (lies Judas&nbsp;1,24\u201325!).<\/li>\n\n\n\n<li>Unsere Gottesfurcht ist auch ein kr\u00e4ftiges \u00bb<strong>Evangelisationsmittel<\/strong>\u00ab f\u00fcr biblisch treue Ehefrauen gg. ihren untreuen Ehem\u00e4nnern: \u00bbEbenso ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen M\u00e4nnern unter, damit, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden m\u00f6gen, indem sie&nbsp;<strong>euren in Furcht reinen Wandel<\/strong>&nbsp;angeschaut haben\u00ab (1Petrus&nbsp;3,1ff). Die \u00bbheiligen Frauen\u00ab (1Petrus&nbsp;3,5) waren deshalb Vorbilder und erfolgreiche Ehepartner auch abirrender Ehem\u00e4nner, weil sie ihre M\u00e4nner nicht mit s\u00fcndigem Verhalten gewinnen wollten (und auch nicht mit best\u00e4ndigem \u00bbAnpredigen\u00ab), sondern die als wahrhaft gl\u00e4ubige Frauen ihre Not und ihre Hoffnung auf Gott setzten. Als Ausdruck dieses vorbildlichen Glaubens konnte man ihren \u00bbin Furcht reinen Wandel\u00ab beobachten. Passt auch nicht so ganz in unseren Zeitgeist, aber wohl zum Geist Gottes. Und den braucht man in dieser Situation not-wendig.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch beim&nbsp;<strong>Evangelisieren Unerl\u00f6ster<\/strong>&nbsp;ist Gottesfurcht eine unverzichtbare Qualit\u00e4t: \u00bbSeid jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert \u00fcber die Hoffnung, die in euch ist, aber&nbsp;<strong>mit Sanftmut und Furcht<\/strong>; indem ihr ein gutes Gewissen habt\u00ab (1Petrus&nbsp;3,15f).<\/li>\n\n\n\n<li>Derselbe Apostel redet auch von Gottesfurcht im Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verh\u00e4ltnis: Knechte (abgemildert und angewandt: Arbeitnehmer) sollen ihren Dienstherren gehorchen. Das tiefe Motiv dazu lautet: \u00bb<strong>den Herrn f\u00fcrchtend<\/strong>\u00ab (Kolosser&nbsp;3,22). Die Parallelstelle in Epheser lautet sogar: \u00bbIhr Knechte, gehorcht den Herren nach dem Fleisch&nbsp;<strong>mit Furcht und Zittern<\/strong>, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus\u00ab (Epheser&nbsp;6,5). Wir sehen: Vom Herrn gewollte s\u00e4kulare Beziehungen werden von unserer Gottesbeziehung massiv beeinflusst, gef\u00f6rdert und veredelt, denn letztere bringt das Motiv der Heiligung und damit Ewigkeitsperspektive herein.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Hebr\u00e4erbrief sagt: \u00bbDeshalb, da wir ein unersch\u00fctterliches Reich empfangen, lasst uns Gnade haben, durch die wir&nbsp;<strong>Gott wohlgef\u00e4llig dienen m\u00f6gen mit Fr\u00f6mmigkeit und Furcht<\/strong>.\u00ab Begr\u00fcndung: \u00bbDenn&nbsp;<strong>auch unser Gott<\/strong>&nbsp;ist ein verzehrendes Feuer\u00ab (Hebr\u00e4er&nbsp;12,28\u201329). Unser Gottesdienst&nbsp;<strong>muss<\/strong>&nbsp;also motiviert und gekennzeichnet sein von: 1.&nbsp;Fr\u00f6mmigkeit&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;2.&nbsp;Furcht. \u2013 Wir m\u00fcssen dabei unterscheiden zwischen einer&nbsp;<strong>Furcht aus Respekt vor dem Ewigen und H\u00f6heren<\/strong>&nbsp;und einer unbegr\u00fcndeten, sklavischen Furcht, die nicht zu unserer Gotteskindschaft passt.<\/li>\n\n\n\n<li>Fr\u00fcher verstanden Menschen aus dem Alltag ihres Familienleben noch, dass man die H\u00f6heren, die Eltern, gleichzeitig f\u00fcrchten&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;lieben kann, ohne Widerspruch. Respekt und Ehrfurcht, manchmal auch Furcht vor der Zuchtma\u00dfnahme, haben oft bewahrt vor dem S\u00fcndigen, und so die Beziehung segensreich gemacht. Nehmen wir nun die Ehrfurcht weg und reden nur noch von der Liebe ohne Ehrfurcht, dann geht das schief. Das kann man \u00fcberall in unserer Gesellschaft und leider auch in der Gemeinde Jesu sehen. Lies dazu die (f\u00fcr unseren Zeitgeist) provokanten Verse in Hebr\u00e4er&nbsp;12,5\u201311. Diese Verse sollen uns \u00fcbrigens nicht&nbsp;<strong>ent<\/strong>mutigen, sondern&nbsp;<strong>er<\/strong>mutigen. Der Kontext liefert n\u00e4mlich: \u00bbDarum&nbsp;<strong>richtet auf<\/strong>&#8230;&nbsp;<strong>Jagt dem Frieden nach mit allen und der Heiligkeit<\/strong>, ohne die niemand den Herrn schauen wird\u00ab (usw.)<\/li>\n\n\n\n<li>Der Apostel Petrus fordert uns auf: Staatsb\u00fcrgern (fr\u00fcher: Untertanen) gilt: \u00bb<strong>f\u00fcrchtet Gott<\/strong>, ehrt den K\u00f6nig\u00ab (1Petrus&nbsp;2,17). Das kann man mit den gebotenen Grenzen gg. Menschen (<em>\u00bbClausula Petri<\/em>\u00ab in Apg&nbsp;5,29) auch heute anwenden.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Apostel Paulus fordert uns auf: \u00bbGebt allen, was ihnen geb\u00fchrt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll,&nbsp;<strong>die Furcht, dem die Furcht,<\/strong>&nbsp;die Ehre, dem die Ehre [geb\u00fchrt].\u00ab (R\u00f6mer&nbsp;13,7). Es gibt offenbar eine legitime, von Gott geforderte und daher heilsame und gute Furcht. Welche ist hier gemeint?<\/li>\n\n\n\n<li>Verfolgten um des Glaubens willen gilt: \u00bb<strong>F\u00fcrchtet aber nicht ihre Furcht<\/strong>\u00ab (1Petrus&nbsp;3,14). Das ist eine augen\u00f6ffnende Stelle, denn sie geht davon aus, dass es&nbsp;<strong>unterschiedliche Arten von Furcht<\/strong>&nbsp;gibt, man also differenzieren muss. Wo man das nicht tut, f\u00e4llt man in seelenverletzenden Irrtum. Die Furcht der Welt, die Welt der Nichtgl\u00e4ubigen, soll uns nicht erfassen, vielmehr aber die reine Gottesfurcht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke, Du hast&nbsp;<strong>meine<\/strong>&nbsp;<strong>Vorgehensweise<\/strong>&nbsp;hier verstanden: Ich erz\u00e4hle Dir nicht, \u00bbWie&nbsp;<strong>ich<\/strong>&nbsp;das sehe\u00ab oder \u00bb<strong>Ich<\/strong>&nbsp;bin der Meinung, dass\u2026\u00ab. Sondern ich f\u00fchre Dich dahin, dass&nbsp;<strong>Gottes Wort<\/strong>&nbsp;zu Dir spricht. Das <strong>ganze<\/strong> Wort. Dahin, zur Wahrheitsquelle, m\u00fcssen wir miteinander gehen. Dort hat sich Gott in Wahrheit geoffenbart. Das ist der Ma\u00dfstab, an dem wir unsere Verk\u00fcndigung, unsere Lehre, unser Reden (und Beten) und unser Leben messen m\u00fcssen. Jeder Verk\u00fcndiger steht in einer gro\u00dfen (manchmal Furcht erregenden!) Verantwortung vor dem Herrn (lies Jakobus&nbsp;3,1 in Verbindung mit Hebr\u00e4er&nbsp;5,12ff).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie k\u00f6nnen wir denn (erfolgreich) leben?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es w\u00e4re der Verlust des&nbsp;<strong>wichtigsten Weisheitsprinzips<\/strong>&nbsp;(Weisheit im AT lehrt uns, wie unser Leben vor Gott gelingen kann),&nbsp;<strong>wenn wir die Gottesfurcht aufgeben oder verblassen lassen w\u00fcrden.<\/strong>&nbsp;Dies will ich abschlie\u00dfend anhand einer handvoll Stellen belegen. Sie sind Dir sicher alle wohlbekannt. Lassen wir sie selbst sprechen. Ich nehme nur Stellen aus den Weisheitsb\u00fcchern des AT:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00bbUnd zum Menschen sprach er: Siehe,&nbsp;<strong>die Furcht des Herrn&nbsp;<\/strong>[<em>adonai<\/em>]&nbsp;<strong>ist Weisheit<\/strong>, und vom B\u00f6sen weichen ist Verstand.\u00ab (Hiob&nbsp;28,28). Der Spruch ist hebr\u00e4ische Poesie: der erste Halbsatz entspricht (in Variation) dem zweiten. Daraus lernen wir, dass es ausgesprochen&nbsp;<strong>unvern\u00fcnftig<\/strong>&nbsp;ist, Gott, den absoluten Herrscher,&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;zu f\u00fcrchten.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist der Weisheit Anfang; gute Einsicht haben alle, die sie aus\u00fcben. Sein Lob besteht ewig.\u00ab (Psalm&nbsp;111,10) \u2013 Anfang hei\u00dft: Wer das verpasst, der l\u00e4uft den ganzen Weg dann falsch. Oder: Furcht Gottes hat oberste Priorit\u00e4t.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist der Anfang der Erkenntnis; die Narren verachten Weisheit und Unterweisung.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;1,7) Hier dient ein klarer Tadel als Verst\u00e4rkung.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist der Weisheit Anfang; und die Erkenntnis des Heiligen ist Verstand.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;9,10)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bb<strong>Die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;ist Unterweisung zur Weisheit, und der Ehre geht Demut voraus.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;15,33). Nur der Dem\u00fctige l\u00e4sst sich belehren. Und Gott ehrt dies(en).<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbDer&nbsp;Herr&nbsp;ist hoch erhaben; denn er wohnt in der H\u00f6he, er f\u00fcllt Zion mit Recht und Gerechtigkeit. Und es wird Festigkeit deiner Zeiten, F\u00fclle von Rettung, von Weisheit und Erkenntnis geben;&nbsp;<strong>die Furcht des&nbsp;<\/strong><strong>Herrn<\/strong>&nbsp;<strong>wird sein Schatz sein<\/strong>.\u00ab (Jesaja&nbsp;33,5f). \u2013 Offenbar ist die Gottesfurcht etwas sehr Wertvolles, ein Schatz.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbDas Endergebnis des Ganzen lasst uns h\u00f6ren:&nbsp;<strong>F\u00fcrchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch<\/strong>.\u00ab (Prediger&nbsp;12,13). Hier fasst der Prediger (K\u00f6nig Salomo) seine ganze Weisheitssammlung zusammen in einem Satz.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Du siehst, dass man bei der Rede von der Furcht Gottes die&nbsp;<strong>ganze<\/strong>&nbsp;Schrift beachten muss. Man darf sich nicht Stellen heraussuchen, die einem gefallen und die anderen ignorieren. Der Kontext jeder Stelle lehrt uns zu differenzieren: es gibt richtige und gebotene Furcht, es gibt auch falsche und verbotene Furcht.&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Jedenfalls gilt f\u00fcr erl\u00f6ste Gotteskinder, dass sie sich in einer Hinsicht nicht f\u00fcrchten d\u00fcrfen, aber in anderer Hinsicht sich sehr wohl f\u00fcrchten m\u00fcssen<\/mark><\/strong>. Das von Dir erw\u00e4hnte Abschlussgebet war in diesem Sinne einseitig, aber ein Gebet kann und soll auch keine Lehrpredigt sein. Vielleicht wollte jemand seinen Schock damit abmildern, indem er \u00bbdie andere Seite\u00ab benannte, um die Botschaft der Bibel in Jesaja&nbsp;6 etwas abzuschw\u00e4chen. Lauge zur S\u00e4ure gie\u00dfen, um diese zu neutralisieren, mag an anderer Stelle produktiv und n\u00fctzlich sein. Hier nicht. Hier gibt es nichts zu \u00bbneutralisieren\u00ab. Alles passt. An seinem g\u00f6ttlich gegebenen Ort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke,&nbsp;<strong>eine praktische und heilsame Anwendung<\/strong>&nbsp;w\u00e4re, dass wir deutlich mehr Ehrfurcht vor Gott an den Tag legen sollten, wenn es um einen <strong>Berufungsvorgang<\/strong> seitens Gottes(!) geht. Jesaja wird hier in den Dienst als Prophet Gottes gestellt, das ist der Kontext. Ein \u00bbMach mal!\u00ab ist im Dienst Gottes regelm\u00e4\u00dfig zu wenig. Und ein \u00bbDas haben wir immer schon so gemacht!\u00ab braucht vielleicht die gl\u00fchende Kohle vom Altar Gottes auf den Lippen, damit die Traditionsargumente dort wegbrennen und Gottes reiner Wille verk\u00fcndet und getan wird. Zittern ist angesagt. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Aber gewiss nicht aus Menschenfurcht.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beachten wir stets diese wichtige Unterscheidung: \u00bb<strong>Menschenfurcht legt einen Fallstrick<\/strong>; wer aber auf den&nbsp;Herrn&nbsp;<strong>vertraut<\/strong>, wird in Sicherheit gesetzt.\u00ab (Spr\u00fcche&nbsp;29,25). Insofern ist es \u00fcbel und sch\u00e4dlich (Falle!), anstelle von Gottesfurcht dauernd mit Argumenten der Menschenfurcht zu arbeiten, wenn es um die Dinge des Herrn und Seiner Gemeinde geht \u2013  aber das ist eine andere Baustelle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wir m\u00fcssen unsere Missverst\u00e4ndnisse \u00fcber Gott ablegen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck zu Deinem Anliegen und Empfinden:&nbsp;<strong>\u00bbMich hat deine Predigt zur Heiligkeit Gottes sehr bedr\u00fcckt. Sie schien mir einseitig. Statt auch die Seite des liebenden Vaters zu zeigen, wurde mir das Bild eines bedrohlichen Gottes vermittelt.\u00ab<\/strong>&nbsp;Diese Seelennot hat mich bewegt, Dir eine so lange, bibelorientierte Antwort zu geben. Und daher habe ich zuerst Deine bedr\u00fcckte Seele angesprochen. Ich vertraue Gott, dass der Heilige Geist in Dir sein Wort auf die Seele legt. Er wird Dich dahin f\u00fchren, mit \u00dcberzeugung zu sagen: <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbIch glaube und bin zuversichtlich, weil geschrieben steht\u2026\u00ab!<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wir m\u00fcssen unsere Missverst\u00e4ndnisse \u00fcber das Predigen ablegen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lass mich etwas Grunds\u00e4tzliches zum Predigen sagen: Wenn ich \u00fcber&nbsp;<strong>Jesaja&nbsp;6,1ff<\/strong>&nbsp;predige, dann ist&nbsp;<em>dies<\/em>&nbsp;mein Text. Ich lese in Jesaja&nbsp;6,1ff nichts von einem \u00bbliebenden Vater\u00ab. Da mir aber geboten ist: \u00bbPredige&nbsp;<strong>das<\/strong>&nbsp;<strong>Wort<\/strong>!\u00ab (2Timotheus&nbsp;4,1), mache ich genau das: Ich predige das Wort, n\u00e4mlich Jesaja&nbsp;6,1\u20133, nat\u00fcrlich mit Beachtung von Kontext, Aussage, Anwendung usw. Bei anderer Gelegenheit kommt vielleicht eine der anderen, oben genannten Stellen dran und dann predige ich, was <strong>dort<\/strong> steht. Aber ich spiele nicht das eine gegen das andere St\u00fcck der Wahrheit aus (w\u00e4re b\u00f6ser Unsinn, denn die Schrift widerspricht sich nicht). Und meine Predigt war auch&nbsp;<strong>keine Themenpredigt<\/strong>&nbsp;zu \u00bbUnser Gott und Vater\u00ab, sondern eine \u00fcber \u00bbDie Heiligkeit Gottes (1) \u2013 Das Gewicht und die Sch\u00f6nheit der Heiligkeit Gottes (Jes&nbsp;6,1\u20133)\u00ab. Ich habe lange noch nicht alles gesagt, sicher manche L\u00fccke gelassen. Aber der Plan ist, dass Fortsetzung gemacht wird bei diesem und anderen Texten. Da wird es hoffentlich wieder ein \u00bb<strong>Predigtnachgespr\u00e4ch<\/strong>\u00ab geben, wie bisher. [\u2026]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturverweise<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier eine Liste von Links zu Artikeln und Werken anderer Autoren zum Thema. Sie haben zum Teil auch eigene weitere Verweise auf Quellen. Wie immer, so gilt auch hier: Wir m\u00fcssen das alles anhand von Gottes Wort pr\u00fcfen und nur das Gute behalten.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Sehr zu empfehlen. Gr\u00fcndlich, den Zeitgeist in der Gemeinde widerlegend:<\/strong>&nbsp;A.&nbsp;W. Tozer,&nbsp;<em>Muss man Gott f\u00fcrchten? &#8211; Das Gottesbild der Postmoderne.<\/em>&nbsp;Kostenloser Download des Verlags CLV:&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/clv.de\/Muss-man-Gott-fuerchten\/255281\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/clv.de\/Muss-man-Gott-fuerchten\/255281<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zum Thema direkt sehr zu empfehlen, der \u00bbKlassiker\u00ab:<\/strong>&nbsp;R. C. Sproul,&nbsp;<em>The Holiness of God&nbsp;<\/em>(1985\/1998). Diese verschrifteten Vortr\u00e4ge waren und sind ein Segen f\u00fcr Gemeinden in aller Welt. Sproul hat dazu auch Lehr-Videos gemacht (amerikanisch).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sehr zu empfehlen:<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.evangelium21.net\/media\/3311\/sechs-fragen-zur-gottesfurcht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.evangelium21.net\/media\/3311\/sechs-fragen-zur-gottesfurcht<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sehr zu empfehlen:&nbsp;<\/strong>D.&nbsp;A. Carson,&nbsp;<em>Die komplexe Lehre von der Liebe Gottes<\/em> (Greven: Solid Rock, o.&nbsp;J.). Hierin besonders das Kapitel:&nbsp;<em>Gottes Liebe und Gottes Zorn<\/em>, S.&nbsp;63\u201380. Man findet das Original (englisch) auch im Internet zum Download:&nbsp;<em>The Difficult Doctrine of the Love of God<\/em>&nbsp;(Wheaton, IL: Crossway, 2000). Link: <a href=\"https:\/\/media.thegospelcoalition.org\/documents\/carson\/2000_difficult_doctrine_of_the_love_of_God.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/media.thegospelcoalition.org\/documents\/carson\/2000_difficult_doctrine_of_the_love_of_God.pdf<\/a> (vgl. auch den Vortrag: <a href=\"https:\/\/www.thegospelcoalition.org\/sermon\/distorting-the-love-of-god\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.thegospelcoalition.org\/sermon\/distorting-the-love-of-god\/<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Empfehlenswert:<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bibelstudium.de\/articles\/3022\/gottesfurcht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.bibelstudium.de\/articles\/\u00a03022\/gottesfurcht.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Teilaspekt<\/strong>: <a href=\"https:\/\/rogerliebi.ch\/faq\/faq-r00109\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/rogerliebi.ch\/faq\/faq-r00109\/<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesedauer: 19 Minuten. Mit offener Bibel eher 3 Stunden&#8230; Eine bemerkenswerte Reaktion Nach einer Predigt bekommt der Prediger oft unterschiedliche Reaktionen und Feedbacks seiner Zuh\u00f6rer. Manchmal sind Dinge unklar geblieben, Fragen bestehen, Anwendungen wollen \u00fcberdacht und fruchtbar gemacht werden. 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