{"id":3969,"date":"2026-03-04T13:04:49","date_gmt":"2026-03-04T12:04:49","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=3969"},"modified":"2026-03-28T18:46:57","modified_gmt":"2026-03-28T17:46:57","slug":"ursache-und-wirkung-kleiner-exkurs-fuer-gruendliches-denken-in-der-heilslehre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=3969","title":{"rendered":"Ursache und Wirkung\u2013 Kleiner Exkurs f\u00fcr gr\u00fcndliches Denken in der Heilslehre"},"content":{"rendered":"\n<p>Lesedauer: 16\u00a0Minuten.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was bezeichnet man als \u201eUrsache\u201c, was als \u201eWirkung\u201c?<\/h1>\n\n\n\n<p>Zuerst ein paar grundlegende Begriffe und ein \u00dcberblick \u00fcber deren semantische Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p>1.&nbsp;<strong>Begriffe:&nbsp;<\/strong>\u201eUrsache\u201c und \u201eWirkung\u201c sind korrelative Begriffe, die zwei unterscheidbare, aber miteinander verbundene Phasen (vorher, nachher) der erlebten Realit\u00e4t in einer Zeitreihe bezeichnen, sodass <em>immer<\/em> dann, wenn das zeitlich Vorhergehende (\u201eUrsache\u201c) aufh\u00f6rt zu existieren, das zeitlich Nachfolgende (\u201eWirkung\u201c) erscheint.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Die&nbsp;<strong>Vorsokratiker<\/strong>&nbsp;verwendeten den Begriff \u201eArche\u201c (gr.&nbsp;<em>arch\u0113<\/em>&nbsp;= Ursprung, Anfang, Grundprinzip, erstes Element), um etwas zu bezeichnen, das vor und zusammen mit anderen Dingen existiert und ohne das andere Dinge nicht existieren w\u00fcrden. Es ist also das <strong>Urprinzip<\/strong>, aus dem alles entsteht und durch das alles erkl\u00e4rt werden kann. F\u00fcr&nbsp;<strong>Thales<\/strong>&nbsp;von&nbsp;<strong>Milet<\/strong> war es das Wasser, f\u00fcr&nbsp;<strong>Anaximenes<\/strong>&nbsp;die Luft, f\u00fcr Heraklit das Feuer, der Wandel.&nbsp;<strong>Platon<\/strong>&nbsp;hingegen verwendete \u201eArche\u201c, um einen Grund zu bezeichnen, warum ein Ding seine <em>wesentlichen Eigenschaften<\/em> hat, sodass wir es mit einem bestimmten Namen bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>3.&nbsp;<strong>Aristoteles<\/strong>&nbsp;unterscheidet vier Ursachen (gr.&nbsp;<em>ait\u00eda<\/em>), um zu erkl\u00e4ren, warum etwas so ist, wie es ist. Die Frage geht also nach den Ursachen, Gr\u00fcnden oder Prinzipien zur <strong>Erkl\u00e4rung einer Sache<\/strong>. Diese lauten (Beispiele folgen weiter unten):&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Materialursache\/Stoffursache<\/strong>&nbsp;(<em>causa materialis<\/em>): das, woraus etwas entsteht, geformt oder hervorgebracht wird.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Formursache<\/strong>&nbsp;(<em>causa formalis<\/em>): das Wesen, das die Natur der Sache ausmacht, die qualitativen Eigenschaften, die sie zu dem machen, was sie ist, sie von anderen Dingen unterscheiden und sie \u00e4hnlichen Dingen \u00e4hnlich machen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>(<strong>Wirkursache oder effiziente Ursache<\/strong>&nbsp;(<em>causa efficiens<\/em>): der produktive Wirkstoff oder die Kraft, die eine Wirkung hervorbringt.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zweckursache oder Endursache<\/strong>&nbsp;(<em>causa finalis<\/em>): der Zweck oder das Ziel einer Sache, um dessentwillen sie bestimmte Eigenschaften besitzt oder von einer Intelligenz hervorgebracht wurde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die mittelalterlichen Scholastiker verwendeten und modifizierten diese Prinzipien.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften in der&nbsp;<strong>Renaissance<\/strong>&nbsp;ersetzte \u201eSubstanz\u201d die materielle Ursache, und die formale Ursache wurde beiseitegeschoben; \u201eUrsache\u201d wurde haupts\u00e4chlich als&nbsp;<em>effiziente<\/em>&nbsp;Ursache verstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>5.&nbsp;<strong>Hume<\/strong>, der davon ausging, dass jede Idee aus vorhergehenden Eindr\u00fccken oder Empfindungen kopiert wird, f\u00fchrte den Glauben an die \u201enotwendige Verbindung\u201d von Ursache und Wirkung auf die Wiederholung bestimmter Erfahrungen mit einheitlicher Abfolge (konstante Konjunktion) zur\u00fcck, die im Wahrnehmenden eine gewohnheitsm\u00e4\u00dfige Erwartung, eine Gewohnheit der Antizipation hervorrufen, durch die der Geist gewohnheitsm\u00e4\u00dfig von der Wahrnehmung des Vorhergehenden zur Erwartung des Nachfolgenden \u00fcbergeht.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Um die Wissenschaft vor dem Psychologismus Humes zu bewahren, postulierte&nbsp;<strong>Immanuel Kant<\/strong>&nbsp;das Prinzip der Kausalit\u00e4t als eine&nbsp;<em>a priori<\/em>&nbsp;notwendige Kategorie (Form) des Verstandes, die nicht von der Erfahrung abh\u00e4ngig ist, sondern diese konstituiert. Durch diese Form des Verstandes wird empirisches Wissen \u00fcber die Natur m\u00f6glich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>7.&nbsp;<strong>J. S. Mill<\/strong>&nbsp;identifizierte die Regelm\u00e4\u00dfigkeit der Abfolge als das Wesen der Kausalit\u00e4t, wobei \u201eUrsache\u201d als Vorl\u00e4ufer oder das Zusammentreffen von Vorl\u00e4ufern definiert wird, auf die ein Ereignis unver\u00e4nderlich und bedingungslos folgt.<\/p>\n\n\n\n<p>8.&nbsp;<strong>J. H. Poincar\u00e9 und P. Frank<\/strong>&nbsp;vertreten eine konventionalistische Sichtweise der Kausalit\u00e4t als Definition (oder regulativer Verfahrenskanon) eines Zustands eines Systems.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:13px\">Einige Quellen dazu: Platon,&nbsp;<em>Phaidon und Timaios<\/em>; Aristoteles,&nbsp;<em>Metaphysik<\/em>; D. Hume,&nbsp;<em>Abhandlung \u00fcber die menschliche Natur<\/em>, III, und&nbsp;<em>Untersuchung \u00fcber das menschliche Verst\u00e4ndnis<\/em>; I. Kant,&nbsp;<em>Kritik der reinen Vernunft<\/em>; J. S. Mill,&nbsp;<em>System der Logik<\/em>; P. Frank,&nbsp;<em>Philosophy of Science: The Link Between Science and Philosophy<\/em>&nbsp;(Englewood Cliffs, New Jersey, 1957); J. H. Poincar\u00e9,&nbsp;<em>Science and Hypothesis<\/em>, \u00fcbers. v. W. J. G. (New York, 1952) und&nbsp;<em>Science and Method<\/em>, \u00fcbers. v. F. Maitland (New York, 1952).<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die vier Ursachen nach Aristoteles<\/h1>\n\n\n\n<p>Aristoteles hat dar\u00fcber nachgedacht, wie wir denken und argumentieren, und hat dazu die unserer Sprache und unserem Denken als Menschen eigenen Strukturen erforscht und beschrieben. Er nennt <strong>vier unterschiedliche Aspekte dessen, was wir als Ursache bezeichnen.<\/strong> Man muss diese Einteilung nicht \u00fcbernehmen, sie mag zu wenige, zu viele Aspekte nennen oder teilweise neben der Realit\u00e4t liegen. Trotzdem war sie in zahllosen Diskussionen hilfreich und zeigt sich weiterhin als hilfreich. Man kann damit manchmal vermeiden, dass man aneinander vorbeiredet oder bei der Forschung nach Ursachen Bereiche vernachl\u00e4ssigt, die sich als wichtig erweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen hier nun zuerst die vier Ursachen nach Aristoteles anhand eines einfachen Beispiels darstellen und sie dann im n\u00e4chsten Abschnitt auf ein zentrales Thema der biblischen Lehre (Dogmatik), der Heilslehre, anwenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gegenstand:<\/strong>&nbsp;Ein Bildhauer erstellt eine Marmorstatue, die eine mensch\u00e4hnliche Gestalt darstellt. Jemand sieht sie und fragt nach der Ursache dieser Statue. Mit Hilfe der Einteilung von Aristoteles fragt er sich die folgenden vier Fragen \u00fcber die Statue (Ding\/Sache) und kommt so zu vier Aussagen \u00fcber die Ursachen der Statue:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Stoffursache (<em>causa materialis<\/em>)<br><\/strong>Frage: Aus welchem Stoff besteht das Ding?<br>Antwort: Die Statue besteht aus Marmor.&nbsp;<br>Erkenntnis: Ohne dieses Material g\u00e4be es die Statue nicht physisch greifbar.<br>Erkenntnis aus dieser Frage:&nbsp;<em>Der Stoff, aus dem etwas gemacht ist.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Formursache (<em>causa formalis<\/em>)<\/strong><br>Frage: Was ist die Gestalt\/Struktur des Dings?<br>Antwort: Die Statue hat die Form eines bestimmten Menschen oder Gottes.&nbsp;<br>Erkenntnis: Nicht der rohe Marmor, sondern die Gestalt macht sie zur Statue.<br>Erkenntnis aus dieser Frage:&nbsp;<em>Das \u201eWas-sein\u201c oder die Form des Dings.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wirkursache (<em>causa efficiens<\/em>)<\/strong><br>Frage: Wer oder was bewirkte die Entstehung?<br>Antwort: Der Bildhauer&nbsp;<em>Sowieso<\/em>.&nbsp;<br>Erkenntnis: Der Bildhauer, der den Marmor bearbeitet, ist die Wirkursache.<br>Erkenntnis aus dieser Frage:&nbsp;<em>Der Ausl\u00f6ser oder Handelnde\/Wirkende.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zweckursache (<em>causa finalis<\/em>)&nbsp;<br><\/strong>Frage: Wozu existiert das Ding?<br>Antwort: Die Statue wurde vielleicht geschaffen, um einen Gott zu ehren, eine Person zu verewigen oder um einen Platz zu schm\u00fccken.&nbsp;<br>Erkenntnis: Ohne dieses Ziel w\u00e4re die Statue nie entstanden.<br>Erkenntnis aus dieser Frage:&nbsp;<em>Das Ziel oder der Zweck des Dings.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Tabellarische \u00dcbersicht (mit Beispiel)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Ursache<\/strong><\/td><td><strong>Frage<\/strong><\/td><td><strong>Beispiel<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Stoffursache<\/td><td>Woraus?<\/td><td>Marmor<\/td><\/tr><tr><td>Formursache<\/td><td>Was?<\/td><td>Gestalt der Statue<\/td><\/tr><tr><td>Wirkursache<\/td><td>Wer?<\/td><td>Bildhauer<\/td><\/tr><tr><td>Zweckursache<\/td><td>Wozu?<\/td><td>Verehrung \/ Schmuck<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Ursachen der Errettung&nbsp;(biblisch-reformatorische Sicht)<\/h1>\n\n\n\n<p>Wir beantworten nun die Frage nach den Ursachen des ewigen Heils mit den Antworten, die die Heilige Schrift nach reformatorischer Auslegung liefert. <\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:13px\">Dieses Vorgehen bedeutet nicht, dass wir dem biblischen Text eine griechisch-philosophische Zwangsmaske oder Schablone aufsetzen, sondern dass wir mit gesch\u00e4rftem Denken an dieses Wunderwerk herangehen und so den einen oder anderen Streitgedanken erkennen, analysieren und ggf. l\u00f6sen k\u00f6nnen. Anders gesagt: Denken wird nicht falsch, nur weil es analytisch von einem Philosophen beschrieben wurde. Vermutlich hat Aristoteles nur entdeckt und beschrieben, was Gott in Sprache und Denken gelegt hat (\u00c4hnliches kann man \u00fcber Logik und Mathematik sagen). Dem Philosophen wird nicht erlaubt, den  <strong>Inhalten<\/strong> des gedanklich Bewegten beizutragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.&nbsp;Stoffursache (<em>causa materialis<\/em>)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Frage:<\/strong>&nbsp;Woraus besteht das, was gerettet wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bibel lehrt, dass der Gegenstand (die \u201eMaterie\u201c) der Errettung der Mensch selbst ist, so wie er im S\u00fcndenfall absolut erl\u00f6sungsbed\u00fcrftig geworden war, ein s\u00fcndiger Mensch mit Leib und Seele, bereits als S\u00fcnder geboren, unaufhaltsam s\u00fcndigend, unf\u00e4hig, sich selbst zu erretten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort:&nbsp;<\/strong>Die Stoffursache der Errettung ist nicht etwas Gutes im Menschen, sondern der ganze Mensch als verlorener S\u00fcnder, an dem Gott handelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schrifthinweis:&nbsp;<\/strong>\u201eDa ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.\u201c (R\u00f6mer 3,10)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erkenntnis:<\/strong>&nbsp;Der Mensch ist das Objekt der Errettung, nicht deren Quelle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.&nbsp;Formursache (<em>causa formalis<\/em>)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Frage:<\/strong>&nbsp;<em>Was macht die Errettung (strukturm\u00e4\u00dfig) zu dem, was sie ist<\/em>?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Form der Errettung ist nach der Lehre der Heiligen Schrift und den Reformatoren (nur stichwortartig): die Rechtfertigung allein aus Glauben (Basis), also die dem S\u00fcnder zugerechnete Gerechtigkeit Christi (extern) sowie stets in Verbindung damit die Heiligung und Erneuerung (Lebendigkeitsprinzip). \u2013 Im Kontrast dazu: Die Errettung geschieht&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;durch eigene Werke, eigene Liebe, eigenen Glauben (als Leistung), sie kommt von au\u00dferhalb des Menschen (<em>extra nos<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort:&nbsp;<\/strong>Die formale Ursache der Rechtfertigung ist die zugerechnete Gerechtigkeit Christi (Imputation).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schrifthinweis:&nbsp;<\/strong>\u201eDen, der S\u00fcnde nicht kannte, hat er f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit w\u00fcrden in ihm.\u201c (2.&nbsp;Korinther&nbsp;5,21)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erkenntnis:<\/strong>&nbsp;Christi Gerechtigkeit wird juristisch auf das Konto des Glaubenden gebucht. (Der zitierte Bibelvers wird weiter unten noch n\u00e4her untersucht.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.&nbsp;Wirkursache (<em>causa efficiens<\/em>)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Frage:<\/strong>&nbsp;<em>Wer bewirkt die Errettung<\/em>?<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist die biblische Antwort eindeutig: Die alleinige Wirkursache der Errettung ist der dreieinige Gott:&nbsp;<strong>(1) Der Vater<\/strong>erw\u00e4hlt aus Gnade (Epheser 1,4\u20135);&nbsp;<strong>(2) Der Sohn<\/strong>&nbsp;erwirbt die Erl\u00f6sung durch Kreuz und Auferstehung;&nbsp;<strong>(3) Der Heilige Geist<\/strong>&nbsp;wendet sie wirksam an (Wiedergeburt, Glaube).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort:&nbsp;<\/strong>Die Wirkursache der ewigen Errettung ist allein der dreieinige Retter-Gott.&nbsp;<strong>Der Mensch ist nicht Mitursache, sondern Empf\u00e4nger.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schrifthinweis:&nbsp;<\/strong>\u201eAlso liegt es nun nicht an dem Wollenden noch an dem Laufenden, sondern an dem begnadigenden Gott.\u201c (R\u00f6mer&nbsp;9,16)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erkenntnis:<\/strong>&nbsp;Gott allein handelt errettend (Monergismus).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4.&nbsp;Zweckursache (<em>causa finalis<\/em>)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Frage:<\/strong>&nbsp;<em>Wozu geschieht die Errettung? Was ist ihr Ziel?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das h\u00f6chste Ziel der Errettung des Menschen ist&nbsp;<strong>die Verherrlichung Gottes<\/strong>: die Offenbarung seiner Liebe, Barmherzigkeit und Gnade und die Offenbarung seiner Gerechtigkeit und Heiligkeit sowie die Gemeinschaft mit seinem Volk. Gott wird von den erl\u00f6sten Menschen ewig Anbetung bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antwort:&nbsp;<\/strong>Das letztliche Ziel der Errettung ist das Lob und die Anbetung Gottes, weil er sich im Heilswerk herrlich als Retter-Gott pr\u00e4sentiert und beweist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schrifthinweis:&nbsp;<\/strong>\u201eZum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade.\u201c (Epheser&nbsp;1,6) \u2013 \u201eDenn von ihm und durch ihn und f\u00fcr ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.\u201c (R\u00f6mer&nbsp;11,36).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erkenntnis:<\/strong>&nbsp;Die Seligkeit des Menschen ist real und herrlich, aber nicht der letzte Zweck des Heilswerkes Gottes. Vielmehr geht es letztlich und exklusiv um Gottes Ehre (Soli Deo Gloria).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tabellarische \u00dcbersicht:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Ursache<\/strong><\/td><td><strong>In der Errettung<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Stoffursache<\/td><td>Der s\u00fcndige Mensch<\/td><\/tr><tr><td>Formursache<\/td><td>Die zugerechnete Gerechtigkeit Christi<\/td><\/tr><tr><td>Wirkursache<\/td><td>Der dreieinige Retter-Gott alleine<\/td><\/tr><tr><td>Zweckursache<\/td><td>Die Verherrlichung Gottes<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Ergebnis dieses Nachdenkens<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Anwendung der aristotelischen Ursachen zeigt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Mensch tr\u00e4gt nichts bei, was&nbsp;<strong>Ursache<\/strong>&nbsp;seiner Errettung w\u00e4re.<\/li>\n\n\n\n<li>Christus ist nicht nur Mittel, sondern&nbsp;<strong>Form<\/strong>&nbsp;der Errettung.<\/li>\n\n\n\n<li>Gott ist&nbsp;<strong>Urheber, Vollender und Ziel<\/strong>&nbsp;der Errettung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die Reformatoren<\/strong>&nbsp;haben dies in den bekannten Exklusiv-Partikeln zusammengefasst: Nach der Grundlegung im <em>sola scriptura<\/em> (allein die Heilige Schrift) folgen aus der Schrift zwingend: <em>Sola gratia \u2013 solus Christus \u2013 sola fide \u2013 soli Deo gloria<\/em> (allein aus Gnaden \u2013 nur in Christus \u2013 nur aus Glauben \u2013 allein zur Ehre Gottes).<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Irrtum und Wahrheit in der Heilslehre<\/h1>\n\n\n\n<p>Man kann die Unterschiede zwischen reformiert-monergistischer <em>versus<\/em> synergistischer Soteriologie anhand des selben Frageschemas nach den Ursachen des Heils systematisch darstellen. Die theologischen Bruchlinien treten tats\u00e4chlich entlang dieser vier Aspekte der Heilsursachen zutage (mit \u201esynergistisch\u201c seien hier kurzgefasst v. a. die r\u00f6misch-katholische, die arminianische und allgemein alle semi-pelagianischen Vorstellungen bezeichnet).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Stoffursache (causa<em>&nbsp;materialis<\/em>)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Reformiert (monergistisch)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Mensch ist&nbsp;<strong>geistlich tot<\/strong>&nbsp;(Eph 2,1)<\/li>\n\n\n\n<li>Keine rettungsf\u00e4hige Anlage im Menschen<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mensch ist&nbsp;<strong>passives Objekt<\/strong>&nbsp;der Errettung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;<em>Materia<\/em>: der verlorene S\u00fcnder&nbsp;<strong>ohne<\/strong>&nbsp;rettende Disposition<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Synergistisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Mensch ist gefallen, aber&nbsp;<strong>nicht geistlich tot<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Verf\u00fcgt \u00fcber:<ul><li>freien Willen<\/li><\/ul><ul><li>mitwirkungsf\u00e4hige Natur<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>F\u00e4higkeit zur Kooperation mit der Gnade<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;<em>Materia<\/em>: der S\u00fcnder&nbsp;<strong>mit<\/strong>&nbsp;rettungsf\u00e4higem Potential<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurzform:<\/strong>&nbsp;reformiert:&nbsp;<em>Unf\u00e4higkeit<\/em> \u2194\ufe0e synergistisch:&nbsp;<em>geschw\u00e4chte F\u00e4higkeit<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Formursache (<em>causa&nbsp;<\/em>formalis)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Reformiert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Zugerechnete Gerechtigkeit Christi allein<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Rechtfertigung ist:<ul><li>forensisch<\/li><\/ul><ul><li>vollst\u00e4ndig<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>au\u00dferhalb des Menschen (<em>extra nos<\/em>)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Glaube ist&nbsp;<strong>Mittel<\/strong>, nicht Form.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Die Form der Rettung ist&nbsp;<strong>Christus f\u00fcr uns<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Synergistisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Modell:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>eingegossene Gerechtigkeit<\/strong>&nbsp;(r\u00f6misch-katholisch)<\/li>\n\n\n\n<li>oder:<ul><li>Glaube + Treue<\/li><\/ul><ul><li>Anfangsgnade + fortdauernde Mitwirkung<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Rechtfertigung als Prozess<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Die Form ist&nbsp;<strong>Christus + innere Erneuerung \/ Kooperation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurzform:<\/strong>&nbsp;reformiert:&nbsp;<em>zugerechnet<\/em> \u2194\ufe0e synergistisch:&nbsp;<em>inh\u00e4rent \/ kooperativ<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Wirkursache (<em>causa efficiens<\/em>) \u2013 der zentrale Streitpunkt<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Reformiert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Gott allein wirkt<\/strong>:<ul><li>Erw\u00e4hlung<\/li><\/ul><ul><li>Wiedergeburt<\/li><\/ul><ul><li>Glaube<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bewahrung<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Mensch wirkt&nbsp;<strong>nicht einmal den Glauben<\/strong>, sondern empf\u00e4ngt ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;<em>Monergismus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Synergistisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott gibt Gnade<\/li>\n\n\n\n<li>Mensch:<ul><li>nimmt sie an oder lehnt sie ab<\/li><\/ul><ul><li>kooperiert mit ihr<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>vollendet sie durch Gehorsam<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Es gibt also zwei wirkende Ursachen: g\u00f6ttliche Gnade UND menschlicher Wille<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;<em>Synergismus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurzform:<\/strong>&nbsp;reformiert:<em>&nbsp;eine Wirkursache<\/em> \u2194\ufe0e synergistisch:&nbsp;<em>zwei Wirkursachen<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Zweckursache (<em>causa finalis<\/em>)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Reformiert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Oberster Zweck:&nbsp;<strong>Gottes Ehre<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Rettung offenbart:<ul><li>souver\u00e4ne Gnade<\/li><\/ul><ul><li>erw\u00e4hlende Liebe<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>g\u00f6ttliche Freiheit<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Seligkeit des Menschen ist&nbsp;<strong>sekund\u00e4r<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Synergistisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zweck verschiebt sich (oft implizit) zu:<ul><li>menschlicher Entscheidung<\/li><\/ul><ul><li>Fairness<\/li><\/ul><ul><li>universaler Heilswille<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verantwortung des Menschen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Gottes Ehre bleibt, aber&nbsp;<strong>nicht exklusiv bestimmend<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurzform:<\/strong>&nbsp;reformiert:&nbsp;<em>theozentrisch<\/em> \u2194\ufe0e synergistisch:&nbsp;<em>teilweise anthropozentrisch<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tabellarischer Gesamtvergleich<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Ursache<\/strong><\/td><td><strong>Reformiert (Monergismus)<\/strong><\/td><td><strong>Synergistisch<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Stoffursache<\/td><td>Geistlich toter S\u00fcnder<\/td><td>Gefallener, aber f\u00e4higer S\u00fcnder<\/td><\/tr><tr><td>Formursache<\/td><td>Zugerechnete Gerechtigkeit Christi<\/td><td>Christus + innere Mitwirkung<\/td><\/tr><tr><td>Wirkursache<\/td><td>Gott allein<\/td><td>Gott + Mensch<\/td><\/tr><tr><td>Zweckursache<\/td><td>Gottes Ehre allein<\/td><td>Gottes Ehre + menschliche Entscheidung<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tiefere theologische Pointe<\/h2>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>entscheidende Unterschied<\/strong>&nbsp;ist nicht nur pastoral, sondern&nbsp;<strong>metaphysisch<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Monergismus<\/strong>&nbsp;bewahrt:<ul><li>Gottes Alleinwirksamkeit<\/li><\/ul><ul><li>Gnade als wirklich unverdient<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gewissheit des Heils<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Synergismus<\/strong>&nbsp;f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zu:<ul><li>teilweiser Selbstverursachung<\/li><\/ul><ul><li>kontingenter Erl\u00f6sung<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verschiebung des Ruhms in Richtung Mensch<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Oder zugespitzt:&nbsp;<strong>Wenn der Mensch der letzte Unterschied ist, dann ist die Gnade nicht mehr alleinige Ursache.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Heilige Schrift lehrt eindeutig das Zusammenhalten von g\u00f6ttlicher Souver\u00e4nit\u00e4t und menschlicher Verantwortung<\/h1>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen nun noch in K\u00fcrze darstellen, warum Christen seit der Reformation wieder trotz Beharren auf dem monergistischen Heilswirken Gottes auch die Verantwortung und die Mittel seitens der zu errettenden Menschen betonen. Hier haben wir eine zentral wichtige Frage, bei der oft Missverst\u00e4ndnisse entstehen. Die biblische Theologie betont Gottes souver\u00e4nes, monergistisches Handeln und zugleich die menschliche Verantwortung und die Verwendung realer Mittel \u2013 ohne dabei in Synergismus zu fallen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schl\u00fcssel liegt in der&nbsp;<strong>Unterscheidung von Ursache, Mittel und Ordnung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Grundthese (kurz)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Die reformierte Heilslehre sagt gleichzeitig:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Gott allein ist die Wirkursache<\/strong>&nbsp;der Errettung (Monergismus)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Mensch ist wirklich verantwortlich<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gott gebraucht wirkliche Mittel<\/strong>, durch die er handelt<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Verantwortung und Mittel sind&nbsp;<strong>keine Mitursachen<\/strong>, sondern&nbsp;<strong>von Gott eingesetzte Instrumente<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Ursache \u2260 Mittel (entscheidende Unterscheidung)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Reformiert:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ursache<\/strong>&nbsp;(<em>causa efficiens<\/em>)&nbsp;&nbsp;\u2192&nbsp;Gott allein bewirkt das Heil<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mittel<\/strong>&nbsp;(<em>media<\/em>)&nbsp;\u2192&nbsp;Wort, Sakramente, Glaube, Bu\u00dfe, Gebet<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>Fehler synergistischer Modelle<\/strong>&nbsp;ist:&nbsp;<strong>Mittel zu Ursachen zu machen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beispiel:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Stift schreibt einen Text.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ursache des Textes:&nbsp;<strong>die schreibende Person<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Mittel:&nbsp;<strong>der Stift<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Stift ist&nbsp;<strong>real beteiligt<\/strong>, aber&nbsp;<strong>nicht selbstverursachend<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;So ist der Glaube&nbsp;<strong>wirklich aktiv<\/strong>, aber&nbsp;<strong>nicht urs\u00e4chlich rettend<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Warum menschliche Verantwortung real ist<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Reformierte Anthropologie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>handelt&nbsp;<strong>frei gem\u00e4\u00df seiner Natur<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>entscheidet&nbsp;<strong>wirklich<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>liebt, glaubt, lehnt ab<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Aber:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>seine Natur ist&nbsp;<strong>durch die S\u00fcnde gebunden<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>daher kann er ohne Gnade&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;zu Gott kommen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Freiheit \u2260 Autonomie<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klassisch reformiert:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch tut freiwillig das, wozu Gott ihn wirksam bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Das ist&nbsp;<strong>keine Zwangshandlung<\/strong>, sondern&nbsp;<strong>innere Erneuerung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Verantwortung ohne Mitverursachung<\/h2>\n\n\n\n<p>Reformierte Theologie unterscheidet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>ontologische Ursache<\/strong>&nbsp;(wer&nbsp;<strong>bewirkt<\/strong>?)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>moralische Verantwortung<\/strong>&nbsp;(wer&nbsp;<strong>handelt<\/strong>?)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Der Mensch ist verantwortlich, weil er&nbsp;<strong>selbst glaubt oder nicht glaubt<\/strong>, nicht weil er&nbsp;<strong>die Gnade verursacht<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Biblische Spannung (bewusst festgehalten)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott wirkt alles (Phil 2,13)<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mensch handelt wirklich (Phil 2,12)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Nicht entweder\/oder, sondern&nbsp;<strong>beides, in verschiedener Hinsicht<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Warum Mittel notwendig sind<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Gott wirkt&nbsp;durch Mittel, nicht trotz ihrer.<\/strong>&nbsp;Reformierte Theologie lehnt daher ab:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mystizismus (Gott wirkt ohne Mittel)<\/li>\n\n\n\n<li>Fatalismus (Mittel sind egal)<\/li>\n\n\n\n<li>Rationalismus (Mittel wirken automatisch)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Beispiele von Mitteln:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Predigt<\/strong>&nbsp;\u2192&nbsp;Glaube (R\u00f6m 10,17)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Taufe &amp; Abendmahl<\/strong>&nbsp;\u2192&nbsp;St\u00e4rkung des Glaubens<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gebet<\/strong>&nbsp;\u2192&nbsp;von Gott verordneter Weg des Empfangens<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gehorsam<\/strong>&nbsp;\u2192&nbsp;Frucht, nicht Ursache<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Gott&nbsp;<strong>ordnet das Ziel<\/strong>&nbsp;<em>und<\/em>&nbsp;<strong>den Weg zum Ziel<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. Warum das kein Synergismus ist<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Frage<\/strong><\/td><td><strong>Reformiert<\/strong><\/td><td><strong>Synergistisch<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Wer bewirkt das Heil?<\/td><td>Gott allein<\/td><td>Gott + Mensch<\/td><\/tr><tr><td>Hat der Mensch Anteil?<\/td><td>Ja, instrumental<\/td><td>Ja, kausal<\/td><\/tr><tr><td>Ist Glaube Ursache?<\/td><td>Nein, Mittel<\/td><td>Teilursache<\/td><\/tr><tr><td>Ist Verantwortung real?<\/td><td>Ja<\/td><td>Ja<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;<strong>Der Unterschied ist kausal, nicht praktisch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. Pastorale und geistliche Konsequenzen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>a. Gewissheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Heil h\u00e4ngt nicht an meiner Leistung<\/li>\n\n\n\n<li>Gott vollendet sicher alles, was er beginnt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>b. Ernst des Rufes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aufruf zur Bu\u00dfe ist echt<\/li>\n\n\n\n<li>Unglaube ist schuldhaft<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>c. Demut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kein Ruhm im Menschen<\/li>\n\n\n\n<li>Alle Ehre Gott allein<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">8. Reformierte Kurzformel<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Gott wirkt das Heil allein,<br>aber nicht ohne den Menschen;<br>der Mensch wirkt wirklich,<br>aber nicht urs\u00e4chlich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Augustinus von Hippo sagte:&nbsp;<em>\u201eGott wirkt in uns das Wollen und Vollbringen, ohne unseren Willen aufzuheben\u201c<\/em> zitierte er dazu zentral den Bibelvers: <strong>\u201e<em>Bekehre mich, damit ich mich bekehre, denn du bist der Ewige, mein Gott<\/em>\u201c<\/strong> (Jeremia&nbsp;31,18b). Wir bitten also Gott,&nbsp;<strong>dass er selbst unsere Bekehrung bewirkt<\/strong>. Das trieb den britischen M\u00f6nch <strong>Pelagius<\/strong> auf die sprichw\u00f6rtliche Palme. Sein Hauptargument war: Wenn Gott den Menschen erst bekehren muss, dann hat der Mensch keine echte Verantwortung f\u00fcr seine moralischen Entscheidungen. F\u00fcr ihn sollte es eher hei\u00dfen: \u201e<strong>Hilf mir<\/strong>, mich zu bekehren\u201c (Synergismus) \u2013 aber nicht: \u201eTu es <strong>an meiner Stelle<\/strong>.\u201c (Monergismus). Pelagius ging also davon aus, der Mensch m\u00fcsse&nbsp;<strong>aus eigener moralischer Freiheit<\/strong>&nbsp;zur Umkehr f\u00e4hig sein. \u2013 Hier scheiden sich die Geister der Monergisten (sp\u00e4ter: die reformiert Lehrenden) und der Synergisten im Heilsverst\u00e4ndnis \u2013 bis heute! Die westliche Kirche folgte weitgehend der Linie von Augustinus. Die Lehren des Pelagius wurden auf der Synode von Karthago (418 nChr) und sp\u00e4ter erneut beim Konzil von Ephesus (431 nChr; 3. \u00f6kum. Konzil) verurteilt. \u2013 Viele Freikirchen, die aus der Reformation entstanden waren, folgen leider dem synergistischen Gedankengut des Pelagius (wenngleich sie die notwendige Rolle von g\u00f6ttlicher \u201eGnade\u201c anerkennen, also eher arminianisch argumentieren und manchmal deswegen als \u201esemi-pelagianisch\u201c bezeichnet werden) und kommen damit in der Heilslehre den Romanisierungsbestrebungen der Gegenreformation stark entgegen. Im Falle der Kirchen des Lutherischen Weltbundes scheint die dogmatische Gleichschaltung oder Selbstaufgabe als \u201eLutheraner\u201c schon fast vollzogen zu sein (Gemeinsame Erkl\u00e4rung).<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Noch etwas zur Formursache (<em>causa formalis<\/em>) der Errettung<\/h1>\n\n\n\n<p>In der&nbsp;<strong>christlich-reformierten Theologie<\/strong>&nbsp;ist die&nbsp;<strong>Formursache (<em>causa formalis<\/em>) der Errettung<\/strong>&nbsp;eindeutig die&nbsp;<strong>zugerechnete Gerechtigkeit Christi<\/strong>.&nbsp;&nbsp;Die&nbsp;<strong>beste und klassischste Bibelstelle<\/strong>&nbsp;daf\u00fcr ist 2. Korinther 5,21:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDen, der S\u00fcnde nicht kannte, hat er f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht,&nbsp;<br>damit wir Gottes Gerechtigkeit w\u00fcrden in ihm.\u201c&nbsp;<\/strong>(2. Korinther 5,21)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese Stelle ist paradigmatisch:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Sie beschreibt&nbsp;Form, nicht Ursache oder Mittel<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es geht nicht darum,&nbsp;<strong>wie<\/strong>&nbsp;wir glauben (Mittel),<\/li>\n\n\n\n<li>oder&nbsp;<strong>wer<\/strong>&nbsp;rettet (Wirkursache),<\/li>\n\n\n\n<li>sondern&nbsp;<strong>was unsere Gerechtigkeit ist<\/strong>, durch die wir gerecht sind.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;<strong>Wir werden nicht gerecht durch Ver\u00e4nderung in uns, sondern durch etwas, das wir&nbsp;<em>in ihm<\/em>&nbsp;[Christus] sind.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Sie lehrt ausdr\u00fccklich&nbsp;Zurechnung (Imputation)<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Unsere S\u00fcnde&nbsp;\u2192&nbsp;Christus zugerechnet<\/li>\n\n\n\n<li>Christi Gerechtigkeit&nbsp;\u2192&nbsp;uns zugerechnet<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Das ist exakt das, was reformierte Theologie mit der&nbsp;<em>forma iustificationis<\/em>&nbsp;meint. Nicht: \u201edamit wir gerecht&nbsp;<strong><em>gemacht<\/em><\/strong>&nbsp;w\u00fcrden, sondern: \u201edamit wir die Gerechtigkeit Gottes&nbsp;<strong>w\u00fcrden<\/strong>\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Sie schlie\u00dft synergistische Modelle aus<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Keine Rede von:<ul><li>innerer Mitwirkung<\/li><\/ul><ul><li>eingegossener Gerechtigkeit<\/li><\/ul>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>fortschreitender Rechtfertigung<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u2192&nbsp;Die&nbsp;<strong>Form<\/strong>&nbsp;der Rechtfertigung ist&nbsp;<strong>Christus&nbsp;<em>extra nos<\/em><\/strong>, nicht etwas&nbsp;<em>in uns<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klassische reformierte Best\u00e4tigung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Calvin (Inst. III,11,2):&nbsp;<\/strong>\u201eChristus\u2019 Gerechtigkeit wird uns zugerechnet, als w\u00e4re sie die unsere.\u201c<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Westminster Confession (XI,1):&nbsp;<\/strong>\u201e\u2026nicht indem ihnen Gerechtigkeit eingegossen wird, sondern indem ihre S\u00fcnden vergeben und sie als gerecht angenommen werden.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Weitere wichtige Parallelstellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Bibelstelle<\/strong><\/td><td><strong>Aussage<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>R\u00f6mer 5,19<\/strong><\/td><td>\u201eso werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden\u201c<\/td><\/tr><tr><td><strong>R\u00f6mer 4,5<\/strong><\/td><td>\u201eDem aber, der\u2026 an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet\u201c<\/td><\/tr><tr><td><strong>Philipper 3,9<\/strong><\/td><td>\u201eindem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die, die durch den Glauben an Christus ist \u2013 die Gerechtigkeit aus Gott durch den Glauben\u201c<\/td><\/tr><tr><td><strong>Jesaja 53,11<\/strong><\/td><td>\u201eDurch seine Erkenntnis wird mein gerechter Knecht die Vielen zur Gerechtigkeit weisen [O. den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, o. die Vielen gerecht machen].\u201c<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Die Formursache der Errettung ist nicht der Glaube, sondern die zugerechnete Gerechtigkeit Christi.&nbsp;<\/strong>2. Korinther 5,21 ist die klarste biblische Formulierung dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesedauer: 16\u00a0Minuten. 1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was bezeichnet man als \u201eUrsache\u201c, was als \u201eWirkung\u201c? Zuerst ein paar grundlegende Begriffe und ein \u00dcberblick \u00fcber deren semantische Entwicklung. 1.&nbsp;Begriffe:&nbsp;\u201eUrsache\u201c und \u201eWirkung\u201c sind korrelative Begriffe, die zwei unterscheidbare, aber miteinander verbundene Phasen (vorher, nachher) der erlebten Realit\u00e4t in einer Zeitreihe bezeichnen, sodass immer dann, wenn das zeitlich Vorhergehende (\u201eUrsache\u201c) aufh\u00f6rt zu existieren, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=3969\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUrsache und Wirkung\u2013 Kleiner Exkurs f\u00fcr gr\u00fcndliches Denken in der Heilslehre\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[19,10],"tags":[],"class_list":["post-3969","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-denken","category-theologie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3969"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4058,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3969\/revisions\/4058"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}