{"id":3907,"date":"2026-01-27T17:15:22","date_gmt":"2026-01-27T16:15:22","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=3907"},"modified":"2026-04-07T12:13:13","modified_gmt":"2026-04-07T10:13:13","slug":"evangeliums-knowhow-der-zustand-der-verlorenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=3907","title":{"rendered":"Evangeliums-Knowhow: Der Zustand der Verlorenen"},"content":{"rendered":"\n<p>In seinem Brief an die Korinther, den unsere Bibeln als \u00bb1. Korintherbrief\u00ab f\u00fchren, erkl\u00e4rt der Apostel Paulus seinen Lesern seine \u00bbDienstphilosophie\u00ab, also die Grundlagen, Grunds\u00e4tze und Motive daf\u00fcr, wie und warum er seinen Dienst tut. <sup data-fn=\"40f7e439-3b1f-4fde-83b8-97efae62fe4c\" class=\"fn\"><a href=\"#40f7e439-3b1f-4fde-83b8-97efae62fe4c\" id=\"40f7e439-3b1f-4fde-83b8-97efae62fe4c-link\">1<\/a><\/sup> Die Korinther hatten die zentrale Bedeutung des Kreuzes aus den Augen verloren. Um den Konflikt zu bek\u00e4mpfen, der diese Gemeinde wegen ihrer menschzentrierten Sichtweise erfasst hatte, musste Paulus die Korinther daran erinnern, <strong>das Wort vom Kreuz<\/strong> wieder in den Mittelpunkt ihres Dienstes zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus weist zun\u00e4chst auf den&nbsp;<strong>Inhalt der Predigt<\/strong>&nbsp;hin, die kreuzzentriert sein und sich auf das Evangelium Jesu Christi konzentrieren sollte. Ohne das Kreuz gibt es kein Evangelium, keine Erl\u00f6sung, keine Vergebung und kein ewiges Leben f\u00fcr S\u00fcnder. Das muss erl\u00e4utert und begr\u00fcndet werden. Daher erkl\u00e4rt Paulus in 1.Korinther&nbsp;1,18 zuerst einmal den Zustand des Verlorenen aus Sicht Gottes.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit;\u00a0<br>uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.<\/strong>\u00a0(1. Korinther\u00a01,18)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Botschaft vom Kreuz ist also objektiv f\u00fcr diejenigen, die verloren gehen, Torheit. Das Wort, das hier mit \u00bbTorheit\u00ab \u00fcbersetzt wurde, ist&nbsp;<em>m\u014dria<\/em>&nbsp;(\u00bbDummheit\u00ab, \u00bbAbsurdit\u00e4t\u00ab; vgl. auch 1,21.23; 1, 25 [<em>m\u014dros<\/em>]; 2,14; 3,19). Ungl\u00e4ubige haben die Botschaft des Evangeliums nicht abgelehnt, weil Christen schlechte Vorbilder f\u00fcr Christus sind (obwohl dies manchmal zutrifft und definitiv als Ausrede herangezogen wird). <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>Vielmehr lehnen Ungl\u00e4ubige das Evangelium deswegen ab, weil sie es im Grunde f\u00fcr idiotisch, t\u00f6richt, unn\u00f6tig, nutzlos und fiktiv halten, auch wenn sie das vielleicht aus H\u00f6flichkeit nicht so sagen.<\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Was man \u00fcber die Unbekehrten denkt, wird ganz bestimmt unsere \u00bbDienstphilosophie\u00ab in der Verk\u00fcndigung der Guten Botschaft (\u00bbEvangelium\u00ab) bestimmen. Das ist aus naheliegenden Gr\u00fcnden so. <strong>Aber die meisten Gemeinden und Kirchen haben ein grundlegendes Missverst\u00e4ndnis \u00fcber den Zustand der Verlorenen.<\/strong> Sie glauben, dass Menschen f\u00fcr Christus gewonnen werden k\u00f6nnen, indem man an etwas appelliert, das diese ungl\u00e4ubigen M\u00e4nner, Frauen oder Kinder bereits in sich h\u00e4tten. Die L\u00e4nge der Predigt, der Musikstil, die Beleuchtung, die Effekte, die Illustrationen und alles andere im Gottesdienst sollen daher im Wesentlichen davon bestimmt sein, was diejenigen, die verloren sind, am besten anspricht oder gef\u00e4llt. So jedenfalls denkt mancher gutmeinende Mensch, der den verlorenen N\u00e4chsten mit einem Kunden und die Evangeliumsverk\u00fcndigung mit einer Marketing-Veranstaltung verwechselt. Vielleicht w\u00e4re es gut, wenn man unter Evangelisation eher einen SAR-Einsatz (SAR = Search And Rescue) auf Tod und Leben sieht. Da hilft es nicht, Bonbons abzuwerfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es mag durchaus sein, dass die meisten Gemeinden, die nach dieser falschen Dienstphilosophie arbeiten, den aufrichtigen Wunsch haben, Menschen gerettet zu sehen. Sie erkennen aber nicht das Problem, dass Gott uns nicht nur beauftragt hat, eine <strong>bestimmte Botschaft<\/strong> (n\u00e4mlich das Wort vom Kreuz) zu predigen, sondern dies auch mit einer\u00a0<strong>bestimmten Methode<\/strong>\u00a0zu tun. Unser Wunsch im Dienst sollte immer\u00a0Treue\u00a0sein (wie sollte man sonst Segen erwarten?), und ein zentraler Schl\u00fcssel zur Treue ist es, zu erkennen und zu akzeptieren, was <em><strong>die Bibel <\/strong><\/em>\u00fcber den Zustand der Verlorenen sagt. Und dieses Wort Gottes sagt uns eben ungeschminkt und aus der g\u00f6ttlich richtigen Erkenntnis des \u00bbHerzenskenners\u00ab, dass diejenigen, die verloren gehen, das Evangelium f\u00fcr Torheit, Unsinn und Dummheit halten. <strong>Es gibt mindestens sieben Gr\u00fcnde, warum diejenigen, die verloren gehen, das Evangelium f\u00fcr ausgemachten, pers\u00f6nlich absolut irrelevanten Unsinn halten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erstens:\u00a0Die Verlorenen sind\u00a0<em>geistlich<\/em>\u00a0<em>blind<\/em>.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir sehen diese Realit\u00e4t im gesamten Neuen Testament, wo unser Herr diejenigen, die sich an seiner Predigt stie\u00dfen, h\u00e4ufig als\u00a0<em><strong>blind<\/strong><\/em>\u00a0bezeichnete. In Matth\u00e4us 15,14 sagte Jesus, dass die Pharis\u00e4er \u2013 und diejenigen, die diesen religi\u00f6sen F\u00fchrern folgten und Christus ablehnten \u2013 blind waren. Falsche Religion, sei sie nun organisiert oder tarne sie sich gar als \u00bbnichtreligi\u00f6s\u00ab oder \u00bbrein rational\u00ab, ist nichts anderes als das Leiten von Blinden durch Blinde (die aber oft genug behaupten zu sehen).<\/p>\n\n\n\n<p>In Johannes 3 sagt Jesus zu Nikodemus, dass niemand das Reich Gottes <strong>sehen<\/strong> kann, wenn er nicht von neuem geboren ist. Beachten wir hier, dass Ungl\u00e4ubige das Reich Gottes nicht einmal sehen k\u00f6nnen, wenn sie nicht von neuem geboren sind. Das ist heute offensichtlich, da viele M\u00e4nner und Frauen v\u00f6llig in den Reichen dieser Welt gefangen sind. Die Politik ist die Religion vieler Menschen im Westen, die um Macht ringen und nach ihr streben. Sie verehren diese Macht, weil sie nicht sehen k\u00f6nnen, dass es ein gr\u00f6\u00dferes Reich gibt, das alle Machtmenschen der Erde zur Seite schieben wird, wenn Christus wiederkommt, und dass nur Jesus Christus der K\u00f6nig der K\u00f6nige und der Herr der Herren ist. Sie sind geistlich blind und leben daher ein Leben, in dem sie jenes geistliche Reich, das unendlich viel wichtiger ist als jede irdische politische Macht, v\u00f6llig au\u00dfer Acht lassen. Um ein Mark Twain zugeschriebenes Zitat etwas zu missbrauchen: Es ist leichter, jemand hinters Licht zu f\u00fchren, als ihn davon zu \u00fcberzeugen, dass er blind ist (Original: \u00bb<em>It\u2019s easier to fool people than to convince them they have been fooled.<\/em>\u00ab).\u00a0<strong>Daher gibt es so wenig F\u00fchrung und so viel Ver-F\u00fchrung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zweitens: Die Verlorenen sind\u00a0<em>geistlich tot<\/em>.<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Auch\u00a0<em>euch<\/em>,\u00a0<strong>die ihr tot wart in euren Vergehungen und S\u00fcnden<\/strong>, \u2026 Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es &#8230; (Epheser 2,1.8)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Paulus erinnert die Gl\u00e4ubigen in Epheser 2,1 daran, dass wir in unseren \u00dcbertretungen und S\u00fcnden <strong>tot<\/strong> waren, bevor wir durch Gnade durch den Glauben gerettet wurden. Die Vorstellung, in unseren \u00dcbertretungen und S\u00fcnden tot zu sein, steht im Gegensatz zur Position des Christen, der in Christus lebt. Der Gl\u00e4ubige wird durch Christus bestimmt, weil er in Christus ist. Der Ungl\u00e4ubige hingegen wird kennzeichnet, bestimmt und identifiziert durch seine S\u00fcndhaftigkeit. In dieser S\u00fcndhaftigkeit ist der Ungl\u00e4ubige geistlich tot, zu keiner geistlichen Regung willig und f\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drittens sind die Verlorenen&nbsp;<em>Sklaven des Teufels<\/em>.<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ein Knecht des Herrn aber soll \u2026 in Sanftmut die Widersacher zurechtweis[en], ob ihnen Gott nicht etwa Bu\u00dfe gebe zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder n\u00fcchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels, die <strong>von ihm gefangen<\/strong> sind, f\u00fcr seinen Willen. (2. Timotheus\u00a02,24\u201326)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfe L\u00fcge Satans, mit der er die Verlorenen oft f\u00fcr die Wahrheit des Evangeliums blind macht, lautet, dass die Gute Nachricht (das Evangelium) ihnen ihre Freiheit nehmen w\u00fcrde. F\u00fcr ungl\u00e4ubige Menschen bedeutet\u00a0<em>Freiheit<\/em>, alle W\u00fcnsche ausleben zu k\u00f6nnen, die man hat, seien es \u00bbgute\u00ab oder b\u00f6se. Wenn Christen auf die s\u00fcndige Natur dieser Neigungen hinweisen, nutzt der Teufel diese Wahrheit, um die Unbekehrten zu t\u00e4uschen und sie glaubend zu machen, dass die Gl\u00e4ubigen versklavt seien, nicht sie selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>In 2. Timotheus 2,24\u201326 sehen wir, dass der Ungl\u00e4ubige nicht tut, was\u00a0<em>er<\/em>\u00a0will, sondern gefangen ist, um den Willen <em>des Teufels<\/em> zu tun. Nat\u00fcrlich gibt es einen Sinn, in dem Ungl\u00e4ubige B\u00f6ses tun wollen, weil sie geistlich blind und tot sind, aber sie handeln nicht wie Menschen, die frei sind \u2013 selbst wenn sie vors\u00e4tzlich, also mit ganzem Willen, s\u00fcndigen. Sie leben kein Leben in uneingeschr\u00e4nkter Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit, in dem sie freudig dem Guten und Angenehmen nachgehen. Nein, die L\u00fcge des Teufels besteht darin, dass der S\u00fcnder frei sei, alles zu tun, was er will, w\u00e4hrend er in Wirklichkeit den Befehlen des Teufels und den Begierden seines gefallenen Wesens folgt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Viertens sind die Verlorenen&nbsp;<em>Sklaven der S\u00fcnde<\/em>.<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:\u00a0<br>Jeder, der die S\u00fcnde tut, ist <strong>der S\u00fcnde Knecht<\/strong> [<em>doulos<\/em>]. (Johannes\u00a08,34)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Jesus sagte in Johannes 8,34, dass Menschen s\u00fcndigen, weil sie der S\u00fcnde versklavt sind. Diejenigen, die ohne Christus s\u00fcndigen, stehen unter der Herrschaft der S\u00fcnde, die das Leben der Verlorenen beherrscht und ihre Entscheidungen, W\u00fcnsche und Handlungen bestimmt. Diese Menschen tun also nicht nur den Willen des Teufels, sondern auch den Willen der S\u00fcnde. Es ist aber nicht nur Aufgepresstes, sondern der n\u00e4chste Punkt zeigt, dass dies als unerl\u00f6ste S\u00fcnder auch ihr Wesen, ihr Eigenes, ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcnftens sind die Verlorenen&nbsp;<em>Kinder des Zorns<\/em>.<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u2026 nach dem F\u00fcrsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den S\u00f6hnen des Ungehorsams; unter denen auch wir einst alle unseren Wandel f\u00fchrten in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und <strong>von Natur Kinder des Zorns<\/strong> waren wie auch die \u00dcbrigen. (Epheser\u00a02,2b\u20133)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Paulus bekr\u00e4ftigt diese Tatsache in Epheser 2,3 \u00fcber unser Wesen vor der Bekehrung, was auf etwas hinweist, das unausweichlich wahr ist: Wenn jemand von Natur aus etwas ist, dann ist er so,&nbsp;<strong>weil er so geboren wurde<\/strong>&nbsp;\u2013 und er kann nichts tun, um das zu \u00e4ndern. Jeder ist zun\u00e4chst ein \u00bbKind des Zorns\u00ab, weil er als S\u00fcnder geboren wurde. Ohne Eingriff Gottes, ohne Christus, wird es auch dabei bleiben. Das ist eine furchtbare Perspektive, denn das Ziel aller unerl\u00f6sten Kinder des Zorns ist die ewige Pein und Strafe im Feuersee.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist daher von entscheidender Bedeutung, das Wesen derer zu verstehen, die verloren gehen. Sie sind keine&nbsp;<em>guten Menschen<\/em>&nbsp;(auch wenn sie sich als&nbsp;<em>Gutmenschen&nbsp;<\/em>pr\u00e4sentieren), die leider auch ein paar schlechte Dinge tun. Gottes objektives Urteil ist: Sie sind b\u00f6se Menschen, die b\u00f6se Dinge tun. Sie sind geboren, um sich dem Evangelium Jesu Christi zu widersetzen, weil sie es f\u00fcr Torheit halten. Das Evangelium f\u00fcr Torheit zu halten, ist kein erlerntes Verhalten, sondern ein nat\u00fcrliches Verhalten und die Denkweise des nat\u00fcrlichen Menschen in seinem unbekehrten Zustand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sechstens sind die Verlorenen&nbsp;<em>unf\u00e4hig, Gott zu gefallen<\/em>.<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Denn die Gesinnung des Fleisches ist der Tod, die Gesinnung des Geistes aber Leben und Frieden, weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft ist gegen Gott, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie vermag es auch nicht. Die aber, die im Fleisch sind, v<strong>erm\u00f6gen Gott nicht zu gefallen<\/strong>. (R\u00f6mer\u00a08,6\u20138)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Ungl\u00e4ubige ist nicht nur&nbsp;<em>unwillig<\/em>, Gott zu gefallen, sondern er ist auch&nbsp;<em>unf\u00e4hig<\/em>, Gott zu gefallen. In R\u00f6mer 8,6\u20138 sagt Paulus unverbl\u00fcmt, dass der Ungl\u00e4ubige sich nicht Gottes Gesetz unterwirft und auch kein Interesse daran hat, seine Gebote zu befolgen. Paulus sagt nicht, dass der Ungl\u00e4ubige die Gebote Gottes nicht versteht und aufgrund einer intellektuellen oder k\u00f6rperlichen Unzul\u00e4nglichkeit nicht gehorchen kann, sondern dass der Unbekehrte keinerlei moralische F\u00e4higkeit besitzt, Gott zu gehorchen und ihm zu gefallen \u2013 dies ist die biblische Lehre von der v\u00f6lligen Unf\u00e4higkeit des nat\u00fcrlichen Menschen, sich aus frommer Eigeninitiative zu retten oder retten zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Siebtens, die Verlorenen&nbsp;<em>hassen<\/em>&nbsp;Gott.<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u2026 euch, die ihr einst entfremdet und <strong>Feinde wart nach der Gesinnung<\/strong> in den b\u00f6sen Werken, \u2026 (Kolosser\u00a01,21)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In Kolosser 1,21 spricht Paulus die Christen in Koloss\u00e4 an und erinnert sie, wie sie waren, bevor sie Gott kennenlernten. Damit will er seinen Lesern helfen, das Wesen (Natur) des Ungl\u00e4ubigen zu verstehen. Jeder Mensch hasst Gott in seinen innersten Gedanken. Unser aller Denken vor der Neugeburt von oben war gegen Gott gerichtet. Unsere gesamte Lebensausrichtung und Gesinnung gegen\u00fcber Gott, seinem Willen und seinen Wegen war feindlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hass auf Gott, Christus und das Evangelium ist der Grund, warum unz\u00e4hlige Christen im Laufe der Geschichte verfolgt und gemartert wurden, nur weil sie die Frohe Botschaft vom Kreuz verk\u00fcndeten. Der Zustand derer, die verloren gehen, ist, dass sie Gott feindlich gesinnt sind, und wenn sie das Evangelium h\u00f6ren, empfinden sie es als idiotisch und t\u00f6richt \u2013 so t\u00f6richt, dumm und beleidigend, dass viele Menschen, darunter auch Paulus, der die Botschaft vom Kreuz verk\u00fcndete, daf\u00fcr get\u00f6tet wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Res\u00fcmee<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese sieben Eigenschaften kennzeichnen den Zustand der Verlorenen. Kein Film, kein Sportereignis, kein Barbecue, kein Komiker, keine Beleuchtung, keine B\u00fchneneffekte, keine Manipulation, keine s\u00fc\u00dfen Worte und keine Tricks k\u00f6nnen die Herzen derer, die zugrunde gehen, so ver\u00e4ndern, dass sie das Evangelium als Weisheit Gottes erkennen. \u00bb<strong>Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit<\/strong>\u00ab, nicht weil es dem Evangelium an rettender Kraft und Wahrheit mangelte, sondern weil das s\u00fcndige Herz des Ungl\u00e4ubigen <em><strong>von Natur aus<\/strong><\/em> gegen Christus und seine Botschaft eingestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Wenn dies der Zustand des Verlorenen ist, und er ist es, gibt es dann noch Hoffnung f\u00fcr ihn?<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ja, es gibt Hoffnung.<\/strong> Alle, die Christus lieben, geh\u00f6rten einst zu diesen Verlorenen. Sie wurden jedoch durch die Kraft des Wortes vom Kreuz und das Evangelium von Jesus Christus gerettet. Das Wort vom Kreuz allein \u00f6ffnet die Augen der Blinden und erweckt die geistlich Toten zum Leben, befreit die Gefangenen der S\u00fcnde und Satans, verwandelt ein Kind des Zorns in ein Kind Gottes, verwandelt ein Herz, das unf\u00e4hig war, Gott zu gefallen, in ein Herz, das zur Ehre Gottes lebt, und verwandelt einen Menschen, der Gott hasst, in einen Menschen, der Gott liebt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Preisen wir Gott f\u00fcr die Kraft des Wortes vom Kreuz!<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endenote, Quelle &amp; Disclaimer<\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\"><a href=\"applewebdata:\/\/FC4F364B-6D8E-40A3-A407-A2F4B1841012#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Der im Amerikanischen h\u00e4ufig gebrauchte Ausdruck \u00bbPhilosophy of Ministry\u201c bezeichnet ein&nbsp;<strong>reflektiertes, schriftlich fixiertes Selbstverst\u00e4ndnis dar\u00fcber, wie eine Gemeinde, deren Leitung oder deren Dienstleiter ihren jeweiligen Dienst begreifen<\/strong>, inklusive biblisch-theologischer Pr\u00e4missen, Zielsetzungen, Methoden, Leitungsverst\u00e4ndnis usw. Dabei geht es weniger um akademische Metaphysik oder weltliche Philosophie, als vielmehr um aus der Heiligen Schrift entnommenen&nbsp;<strong>normativen Leitprinzipien<\/strong>&nbsp;f\u00fcr die praktische kirchliche Arbeit\/Dienst. Im Deutschen k\u00f6nnte man das als \u00bbDienstverst\u00e4ndnis\u00ab, \u00bbGemeinde\/Dienst-Leitbild\u00ab oder \u00bbDienstkonzept\u00ab bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Der Artikel erschien in \u00e4hnlicher Form und Inhalt in&nbsp;<em>The Cripplegate<\/em>&nbsp;vom 27. Januar 2026 von Robb Brunansky unter dem Titel: \u00bbUnderstanding Gospel Ministry: The Condition of the Perishing\u00ab (dt. \u00bbDas Evangelium verstehen: Der Zustand der Verlorenen\u00ab). Robb Brunansky ist Gemeindehirte in der <em>Desert Hills Bible Church<\/em> in Glendale, Arizona (USA). Er hat einen M. Div. vom <em>The Master\u2019s Seminary<\/em> (Sunvalley, CA, USA) und einen Ph.D. f\u00fcr Neues Testament vom <em>The Southern Baptist Theological Seminary<\/em>. \u00dcbersetzt und adaptiert von grace@logikos.club.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seinem Brief an die Korinther, den unsere Bibeln als \u00bb1. Korintherbrief\u00ab f\u00fchren, erkl\u00e4rt der Apostel Paulus seinen Lesern seine \u00bbDienstphilosophie\u00ab, also die Grundlagen, Grunds\u00e4tze und Motive daf\u00fcr, wie und warum er seinen Dienst tut. Die Korinther hatten die zentrale Bedeutung des Kreuzes aus den Augen verloren. Um den Konflikt zu bek\u00e4mpfen, der diese Gemeinde &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=3907\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eEvangeliums-Knowhow: Der Zustand der Verlorenen\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3910,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":"[{\"content\":\"<span style=\\\"caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;\\\">Der im Amerikanischen h\u00e4ufig gebrauchte Ausdruck \u00bbPhilosophy of Ministry\u201c bezeichnet ein\u00a0<\/span><strong style=\\\"caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); white-space: normal;\\\">reflektiertes, schriftlich fixiertes Selbstverst\u00e4ndnis dar\u00fcber, wie eine Gemeinde, deren Leitung oder deren Dienstleiter ihren jeweiligen Dienst begreifen<\/strong><span style=\\\"caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;\\\">, inklusive biblisch-theologischer Pr\u00e4missen, Zielsetzungen, Methoden, Leitungsverst\u00e4ndnis usw. 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