{"id":3789,"date":"2025-10-31T00:01:00","date_gmt":"2025-10-30T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=3789"},"modified":"2025-11-05T12:49:18","modified_gmt":"2025-11-05T11:49:18","slug":"kehret-um-glaubt-dem-evangelium-predigt-zu-markus-115","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=3789","title":{"rendered":"Kehret um, glaubt dem Evangelium!\u00a0(Markus 1,15)"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine Predigt zum Reformationstag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bu\u00dfe und Glauben geh\u00f6ren im Heil zusammen<\/h2>\n\n\n\n<p>Als der Herr Jesus Christus seinen Predigtdienst begann, lag ihm eine Botschaft besonders am Herzen. Der Evangelist Markus fasst sie wie folgt kurz zusammen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die Zeit ist erf\u00fcllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen.&nbsp;<br><strong>Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium.<\/strong> (Markus 1,15)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter bekundete Jesus Christus das&nbsp;<strong>Ziel seines Dienstes<\/strong>&nbsp;so: \u00bbIch bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern&nbsp;<strong>S\u00fcnder zur Bu\u00dfe<\/strong>.\u00ab (Lukas 5,32)<\/p>\n\n\n\n<p>Er sagte unumwunden, klar und nachdr\u00fccklich,&nbsp;<strong>was auf dem Spiel stand<\/strong>: \u00bbWenn ihr&nbsp;<strong>nicht Bu\u00dfe tut<\/strong>, werdet ihr alle ebenso&nbsp;<strong>umkommen<\/strong>.\u00ab (Lukas 13,3.5)<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Apostel riefen nach dem Vorbild Jesu zur Umkehr und zum Glauben auf. In der fr\u00fchen Gemeinde Jesu lesen wir am Anfang viel von&nbsp;<strong>Petrus<\/strong>, sp\u00e4ter dann vor allem von&nbsp;<strong>Paulus<\/strong>. Paulus charakterisierte seinen Dienst in seinen Abschiedsworten an die \u00c4ltesten der Ephesischen Gemeinde in Milet so:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wie ich nichts zur\u00fcckgehalten habe von dem, was n\u00fctzlich ist, dass ich es euch nicht verk\u00fcndigt und euch gelehrt h\u00e4tte, \u00f6ffentlich und in [den] H\u00e4usern,<sup>&nbsp;<\/sup>indem ich sowohl Juden als auch Griechen&nbsp;<strong>die Bu\u00dfe zu Gott<\/strong>&nbsp;und [den]&nbsp;<strong>Glauben an unseren Herrn Jesus<\/strong>&nbsp;[Christus] bezeugte. (Apostelgeschichte 20,20\u201321)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Umkehr<\/strong>&nbsp;(Bu\u00dfe) und&nbsp;<strong>Glaube<\/strong>&nbsp;geh\u00f6ren&nbsp;<strong>auch heute noch<\/strong>&nbsp;zur Zentralbotschaft der Christen, der \u00bbGuten Nachricht\u00ab, dem Evangelium. Sie stehen manchmal zusammen, meist Bu\u00dfe zuerst und dann der Glaube (Markusk 1,15; Apostelgeschichte 19,4; 20,21; Hebr\u00e4er 6,1).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bu\u00dfe und Glauben sind Geschenk Gottes und Verantwortung jedes Menschen<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Blick auf das Heil fangen wir am besten&nbsp;<strong>zuerst bei den gro\u00dfen Taten Gottes<\/strong>&nbsp;an. Warum? Nun, weil die Idee und Initiative zu unserem Heil bei Gott liegt: Er hat vor aller Zeit souver\u00e4n beschlossen, von Ihm erw\u00e4hlten Menschen das Heil&nbsp;<strong>zuzueignen<\/strong>. Als dies geschah, gab es noch keinen einzigen Menschen, weder Raum, Zeit noch Materie. Und zweitens r\u00fcckt diese Sichtweise \u2013die biblische!\u2013 stets den Heiland-Gott in den Mittelpunkt, und so werden wir als Priester Gottes&nbsp;<strong>erstens<\/strong>&nbsp;mit Opfern des Lobes f\u00fcr unseren Retter versorgt f\u00fcr unsere Anbetung und&nbsp;<strong>zweitens<\/strong>&nbsp;wird unser Verst\u00e4ndnis der Heilsgeschichte&nbsp;<strong>richtig zentriert<\/strong>: bei Gott n\u00e4mlich \u2013 und nicht bei uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wissen bis heute nicht, wer alles zu diesen Erw\u00e4hlten geh\u00f6rt. Aber wir wissen: Es sind&nbsp;<strong>alle, die glauben<\/strong>. Und zwar mit&nbsp;<em>rettendem<\/em>&nbsp;Glauben glauben (davon sp\u00e4ter mehr). Und dies f\u00fchrt uns&nbsp;<strong>zur Seite unserer Verantwortung<\/strong>&nbsp;im Heilswerk Gottes, der sog.&nbsp;<strong>Heilsaneignung<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen uns daher \u00fcberblicksartig&nbsp;<strong>den genannten beiden Rettungsmitteln<\/strong> zuwenden: der <strong>Bu\u00dfe<\/strong> und dem <strong>Glauben<\/strong>. Das kann man gut zusammenfassen mit dem Schriftwort aus Markus 1,15  \u2013in gutem Lutherdeutsch\u2013: <strong>Kehrt um, glaubt dem Evangelium!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Ziel<\/strong>&nbsp;dieser kurzen Ausf\u00fchrungen ist, dass wir die wichtigsten Kennzeichen rettender (=<em>biblischer<\/em>) Bu\u00dfe und Glauben kennen, damit wir die Gute Botschaft richtig verstehen, an uns pr\u00fcfen und richtig den noch heillos Verlorenen weitergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und obwohl diese zwei Dinge nun nacheinander vorzustellen sind, muss uns von Anbeginn klar sein: Bu\u00dfe &amp; Glaube sind zwar&nbsp;<strong>unterscheidbare Vorg\u00e4nge<\/strong>, aber sie sind&nbsp;<strong>nicht voneinander trennbar<\/strong>. Das ist wichtig! Warum? Weil man (auch) hier von beiden Seiten vom Pferd fallen kann:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es gibt Prediger, die behaupten, man sei ewig gerettet, wenn man glaube. Bu\u00dfe sei sch\u00f6n, aber nicht gefordert. Als Beweis zitieren Sie z.B. Stellen aus dem Johannes Evangelium, wo praktisch nie von Bu\u00dfe, sondern meist von Glauben die Rede sei. Man behauptet: \u00bbNirgendwo in der Bibel steht, dass man Bu\u00dfe \u00fcber seine S\u00fcnden tun solle. Jesus hat nur gesagt, man solle sich ihm im Glauben zuwenden und Ihm vertrauen, was die Vergebung der S\u00fcnden angehe (Johannes 3,16).\u00ab \u2013 Mit einem Wort: Man brauche&nbsp;<strong>nur Glauben, keine Bu\u00dfe<\/strong>. Die Gnade Gottes fordere keine Bu\u00dfe, Umkehr, Nachfolge, Entschiedenheit, Heiligung oder S\u00fcndenverzicht.<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/EFEE42B0-CC73-470A-A0A4-3FE7D5944D7A#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/sup><\/li>\n\n\n\n<li>Prediger aus anderem Hintergrund reden hingegen am liebsten nur \u00fcber Umkehr, Reue und Bu\u00dfe. Am besten erfolge sie t\u00e4glich, st\u00fcndlich, um auch bei der \u00fcberraschenden Wiederkunft Jesu \u00bbbereit\u00ab und \u00bbw\u00fcrdig rein\u00ab zu sein. \u2013 Bei ihnen kann man sich&nbsp;<strong>nie sicher<\/strong>&nbsp;sein, ob man ausreichend Bu\u00dfe getan hat, um von Jesus in den Himmel mitgenommen zu werden. \u2013 Das beobachtet man bei Predigern aus Heiligungsbewegungen, die h\u00e4ufig auch insgeheim Wert auf Werksgerechtigkeit legen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen aber \u2013der Predigt Jesu und der Apostel folgend\u2013&nbsp;<strong>stets beides beachten<\/strong>, lehren und fordern im Evangelium.&nbsp;<strong>Jesus Christus hat<\/strong>&nbsp;<strong>befehlsm\u00e4\u00dfig beides gefordert<\/strong>:&nbsp;<strong>Kehrt um, glaubt dem Evangelium!<\/strong>&nbsp;Das verbindet Bu\u00dfe und Glauben wie die beiden Seiten derselben M\u00fcnze.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachten wir also zuerst die&nbsp;<strong>Bu\u00dfe<\/strong>. Sie hat unser Herr zuerst genannt:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die rettende Bu\u00dfe<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor 500 Jahren sah es in der christlichen Kirche \u00fcbel aus. Die Traditionen und Machtspielchen sowie offene und verdeckte Unmoral hatten die Kirche von innen her verdorben und ausgeh\u00f6hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Augustinerm\u00f6nch&nbsp;<strong>Dr. Martin Luther<\/strong>&nbsp;lie\u00df dies nicht kalt. Er wollte dar\u00fcber ins Gespr\u00e4ch kommen. Am 31. Oktober 1517 schlug er daher&nbsp;<strong>95 Thesen<\/strong>&nbsp;zur Diskussion an die T\u00fcr der Schlosskirche zu Wittenberg. Das erregte Aufsehen, Interesse und Widerstand. Jemand, der Dinge der Tradition hinterfragt, hat sofort Gegner am Hals. Der Buchdruck sorgte aber daf\u00fcr, dass Luthers 95 Thesen blitzschnell (f\u00fcr damalige Zeiten!) \u00fcberall bekannt und diskutiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer wei\u00df heute schon noch, mit welcher These Luthers seinen Katalog begann? Wie lautet&nbsp;<strong>die erste These<\/strong>?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00bbDA vnser Meister vnd HERR Jhesus Christus spricht\/ Thut Busse\/ etc. wil er\/ das\/ das gantze leben seiner Gleubigen auff Erden\/ ein stete vnd vnauffh\u00f6rliche Busse sol sein.\u00ab (s. Bildabschnitt oben)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Was wollte er damit sagen? Ist Bu\u00dfe etwas Einmaliges? Oder etwas Best\u00e4ndiges?&nbsp;Lesen wir ein Beispiel aus der Bibel:&nbsp;<strong>1.&nbsp;Thessalonicher 1,2\u201310<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><sup>2&nbsp;<\/sup>Wir danken Gott allezeit f\u00fcr euch alle, indem wir [euch] erw\u00e4hnen in unseren Gebeten, unabl\u00e4ssig&nbsp;<sup>3&nbsp;<\/sup>gedenkend eures Werkes des&nbsp;<strong>Glaubens<\/strong>&nbsp;und der Bem\u00fchung der&nbsp;<strong>Liebe<\/strong>&nbsp;und des Ausharrens der&nbsp;<strong>Hoffnung<\/strong>&nbsp;auf unseren Herrn Jesus Christus, vor unserem Gott und Vater,&nbsp;<sup>4&nbsp;<\/sup>wissend, von Gott geliebte Br\u00fcder, eure&nbsp;<strong>Auserw\u00e4hlung<\/strong>.<br><sup>5&nbsp;<\/sup>Denn unser Evangelium war nicht bei euch im Wort allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in gro\u00dfer Gewissheit, wie ihr wisst, was wir unter euch waren um euretwillen.<br><sup>6&nbsp;<\/sup>Und ihr seid unsere&nbsp;<strong>Nachahmer<\/strong>&nbsp;geworden und [die] des Herrn, indem ihr das Wort aufgenommen habt in vieler Drangsal mit Freude [des] Heiligen Geistes,&nbsp;<sup>7&nbsp;<\/sup>so dass ihr allen Gl\u00e4ubigen in Mazedonien und in Achaja zu&nbsp;<strong>Vorbildern<\/strong>&nbsp;geworden seid.<br><sup>8&nbsp;<\/sup>Denn&nbsp;<strong>von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen<\/strong>, nicht allein in Mazedonien und in Achaja, sondern an jedem Ort ist euer Glaube an Gott ausgebreitet worden, so dass wir nicht n\u00f6tig haben, etwas zu sagen.<br><sup>9&nbsp;<\/sup>Denn sie selbst berichten von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten und wie ihr euch&nbsp;<strong>von den G\u00f6tzenbildern zu Gott bekehrt<\/strong>&nbsp;habt, um<strong>&nbsp;[dem] lebendigen und wahren Gott zu dienen&nbsp;<sup>10&nbsp;<\/sup>und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten<\/strong>, den er aus den Toten auferweckt hat \u2013 Jesus, der uns&nbsp;<strong>errettet<\/strong>&nbsp;von dem kommenden Zorn.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wir beobachten bei dieser jungen Gemeinde fasst neidisch, wie sich Gottes Geist und Wort in ihrer Mitte m\u00e4chtig erwiesen hatten. Gehen wir es nochmals&nbsp;<strong>als Illustration<\/strong>&nbsp;durch:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>V 3:<\/strong>&nbsp;Das Markenzeichen echten Christentums war sichtbar:&nbsp;<strong>Glaube\u2013Liebe\u2013Hoffnung<\/strong>, n\u00e4mlich:&nbsp;<strong>Werkes des Glaubens<\/strong>,&nbsp;<strong>Bem\u00fchung der Liebe<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Ausharrens der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>V 4:&nbsp;<\/strong>Sie waren \u00bb<strong>geliebte Br\u00fcder<\/strong>\u00ab (\u00fcbrigens m\u00e4nnliche und weibliche Br\u00fcder!), also Glaubensgeschwister<\/li>\n\n\n\n<li><strong>V 4:&nbsp;<\/strong>An diesen lebendigen Marken- und Echtheitszeichen wurde ihre&nbsp;<strong>Auserw\u00e4hlung<\/strong>&nbsp;durch Gott sichtbar<\/li>\n\n\n\n<li><strong>V 6:&nbsp;<\/strong>Sie waren&nbsp;<strong>Nachahmer<\/strong>&nbsp;geworden, sowohl des Apostels als auch&nbsp;<strong>des Herrn Jesus Christus<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>V 7:&nbsp;<\/strong>Sie hatten das Wort Gottes aufgenommen in Zeiten der Drangsal, aber mit Freude des Heiligen Geistes, so dass sie zu&nbsp;<strong>Vorbildern f\u00fcr andere Christen<\/strong>&nbsp;geworden waren<\/li>\n\n\n\n<li><strong>V 8:&nbsp;<\/strong>Sie&nbsp;<strong>evangelisierten<\/strong>, trugen das Wort Gottes weiter, es erklang \u00bban jedem Ort\u00ab<\/li>\n\n\n\n<li><strong>R\u00fcckblick V9\u201310:<\/strong> Sie hatten sich&nbsp;<strong>abgekehrt<\/strong>&nbsp;von den G\u00f6tzenbildern (falschen Gottesvorstellungen und Riten),&nbsp;<strong>Abkehr<\/strong>&nbsp;ist&nbsp;<strong>der erste Teil der<\/strong>&nbsp;<strong>Umkehr\/Bu\u00dfe<\/strong>\u2013 und haben sich&nbsp;<strong>zu Gott hin bekehrt<\/strong>, das ist der zweite Teil der Umkehr, sie hatten&nbsp;<strong>ihr Leben Gott geweiht<\/strong>,&nbsp;<strong>dienten Gott<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>erwarteten den Herrn Jesus<\/strong>&nbsp;als Retter.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br>Versuchen wir also eine&nbsp;<strong>erste Definition<\/strong>:&nbsp;<mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;(oder: Umkehr) ist eine&nbsp;<strong>Abkehr<\/strong>&nbsp;von den falschen G\u00f6ttern und eine&nbsp;<strong>Hinkehr<\/strong>&nbsp;zu dem wahren Gott.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Weil das griechische Wort f\u00fcr Bu\u00dfe mit \u00bb<strong>Sinneswandel<\/strong>\u00ab \u00fcbersetzt werden kann, kamen einige auf die falsche Idee, dass es bei der Bu\u00dfe&nbsp;<strong>nur<\/strong>&nbsp;um das&nbsp;<strong>Denken<\/strong>&nbsp;ginge. Aber bereits das Beispiel der Thessalonicher zeigt \u00fcberdeutlich, dass ihre Bu\u00dfe, ihre Umkehr, ganz entscheidende Auswirkungen hatte auf ihr&nbsp;<strong>Reden\/Verk\u00fcndigen<\/strong>&nbsp;(V 8) und auf ihr&nbsp;<strong>Wertesystem oder Lebenszie<\/strong>l sowie auf ihre&nbsp;<strong>ganze Lebensausrichtung<\/strong>&nbsp;und ihren&nbsp;<strong>Dienst<\/strong>&nbsp;(V 9\u201310).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lehrer der Gemeinde haben daher Wert darauf gelegt, dass Bu\u00dfe keinesfalls nur eine Sache des Denkens sei. Sie erfasse und durchdringe vielmehr den geretteten Menschen&nbsp;<strong>ganzheitlich<\/strong>. Sie sagten, dass zum (1.) Denken, Sinnen und Verstehen auch&nbsp;<strong>(2.) die Seele und der Wille<\/strong>, und&nbsp;<strong>(3.) die Tat, das Leben, der Lebensstil<\/strong>&nbsp;geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb wird der Mensch nach Annahme des Heils aufgefordert, \u00bbder Bu\u00dfe&nbsp;<strong>w\u00fcrdige Fr\u00fcchte&nbsp;<\/strong>zu bringen\u00ab (Lukas&nbsp;3,8; vgl. 3,10\u201314) und \u00bbder Bu\u00dfe&nbsp;<strong>w\u00fcrdige Werke<\/strong>&nbsp;zu vollbringen\u00ab (Apostelgeschichte&nbsp;26,20).<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Rettende Bu\u00dfe ist also etwas, das unser\u00a0<strong>Denken<\/strong>, unsere\u00a0<strong>Gef\u00fchle<\/strong>\u00a0<em>und<\/em>\u00a0unser\u00a0<strong>Tun<\/strong>\u00a0umfasst. <\/mark>Bu\u00dfe ergreift\u00a0<strong>ganzheitlich Geist, Seele und K\u00f6rper<\/strong>.\u2013 Wir k\u00f6nnten es uns als\u00a0\u00bb<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">3H-Formel<\/mark><\/strong>\u00ab merken:\u00a0<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Hirn und Herz und Hand<\/mark><\/strong>. (NB: Diese triadische Begrifflichkeit wurde durch den Schweizer P\u00e4dagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746\u20131827) gepr\u00e4gt. Auf dessen P\u00e4dagogik wird hier aber ausdr\u00fccklich <em>nicht<\/em> verwiesen. Die \u00bb3H\u00ab werden vielmehr wie hier ausgef\u00fchrt inhaltlich gef\u00fcllt.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwei biblische Beispiele<\/strong>&nbsp;noch zu den beiden&nbsp;<strong>letzten H\u2018s<\/strong>, eines bzgl. des&nbsp;<strong>Herzens<\/strong>, und eines bzgl. der&nbsp;<strong>Hand<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>[Herz\/Seele] <\/strong>&nbsp;&nbsp;Und ihr werdet euch an eure b\u00f6sen Wege erinnern und an eure Handlungen, die nicht gut waren, und werdet Ekel an euch selbst empfinden wegen eurer Ungerechtigkeiten und wegen eurer Gr\u00e4uel.&nbsp;<sup>&nbsp;&nbsp;<\/sup>\u2026 sch\u00e4mt euch und werdet besch\u00e4mt vor euren Wegen, Haus Israel! (Hesekiel 36,31.32b)<br><strong>[Hand\/Taten]<\/strong>&nbsp;Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen&nbsp;<strong>wandelt<\/strong>&nbsp;und meine Rechte&nbsp;<strong>bewahrt und tut<\/strong>. (Hesekiel 36,27)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein Mensch, der wahrhaft Bu\u00dfe getan hat, erkennt man also daran,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was und wie er&nbsp;<strong>denkt, sinnt, argumentiert<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Wof\u00fcr er sich&nbsp;<strong>einsetzt, einsteht<\/strong>, was ihm&nbsp;<strong>wichtig<\/strong>&nbsp;ist, an seinem ver\u00e4nderten Wertesystem<\/li>\n\n\n\n<li>Was er&nbsp;<strong>tut<\/strong>, wie er&nbsp;<strong>lebt<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn diese Bereiche durch Willensentschluss und Hingabe&nbsp;<strong>auf Christus und sein Wort ausgerichtet<\/strong>&nbsp;werden, dann erkennt man, dass die betreffende Person Bu\u00dfe getan hat. Oder besser: dass sie einen Weg der Bu\u00dfe&nbsp;<strong>betreten<\/strong>&nbsp;hat und ihn&nbsp;<strong>weitergeht<\/strong>&nbsp;(Luther, 1. These).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erkenntnis Luthers, dass Bu\u00dfe kein einmaliger Akt am Anfang des neuen Lebens bleibt, sondern eine andauernde Lebenspraxis ist, haben Bibellehrer so formuliert: \u00bb<strong>Bu\u00dfe ist eine Gabe, die best\u00e4ndig gibt.<\/strong>\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Warum ist das biblisch<\/em>?, mag man fragen<\/strong>. \u2013 Weil die Bibel lehrt, dass mit der Gabe des neuen Lebens nicht nur die Gabe der Bu\u00dfe mitgeschenkt wird, sondern auch ein neuer&nbsp;<strong>Sinn<\/strong>, ein neues, lebendiges&nbsp;<strong>Herz<\/strong>&nbsp;und der&nbsp;<strong>Heilige Geist<\/strong>. Daher ist Hirn, Herz und Hand eines Neugeborenen nun so, dass es ihn&nbsp;<strong>weg<\/strong>&nbsp;von den G\u00f6tzen \u2013 und&nbsp;<strong>hin<\/strong>&nbsp;zu Gott und seinem Sohn f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die&nbsp;<strong>christliche Gemeinde in Ephesus<\/strong>&nbsp;ihre \u00bbersten Liebe verlassen\u00ab hatte, musste sie (1.) \u00bb<strong>Gedenken<\/strong>\u00ab, dann (2.) \u00bb<strong>Bu\u00dfe tun<\/strong>\u00ab und schlie\u00dflich (3.) \u00bbdie ersten&nbsp;<strong>Werke tun<\/strong>\u00ab. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Bu\u00dfe f\u00fchrt Abgeirrte auf den richtigen&nbsp;<strong>Liebes-Weg<\/strong><\/mark>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie \u00fcberall, gibt es neben der echten, rettenden Bu\u00dfe auch die&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Nachahmerprodukte, die nicht retten k\u00f6nnen<\/mark><\/strong>. Paulus schriebt den Korinthern von beiden Arten von Bu\u00dfe, und wir sollten uns&nbsp;<strong>pr\u00fcfen<\/strong>, ob wir das verstanden und befolgt haben!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Jetzt freue ich mich, nicht, dass ihr betr\u00fcbt worden seid, sondern dass ihr&nbsp;<strong>zur Bu\u00dfe betr\u00fcbt<\/strong>worden seid; denn ihr seid&nbsp;<strong>Gott gem\u00e4\u00df betr\u00fcbt<\/strong>&nbsp;worden, damit ihr in nichts von uns Schaden erlittet.<br>Denn die&nbsp;<strong>Betr\u00fcbnis Gott gem\u00e4\u00df<\/strong>&nbsp;bewirkt eine nie zu bereuende Bu\u00dfe zum Heil; die&nbsp;<strong>Betr\u00fcbnis der Welt<\/strong>&nbsp;aber bewirkt [den] Tod. (2.&nbsp;Korinther 7,9\u201310)<sup>&nbsp;<\/sup><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nur \u00bbReue\u00ab \u00fcber die&nbsp;<strong>Folgen der eigenen S\u00fcnden<\/strong>&nbsp;zu empfinden, reicht nicht aus. Ein Pharao, ein Saul, ein Judas Iskariot hatten solche Reue. Sie gingen mit ihr in den ewigen Tod. \u2013&nbsp;&nbsp;Echte Bu\u00dfe f\u00fchrt uns dahin, dass es uns vor unserer eigenen S\u00fcnde&nbsp;<strong>ekelt<\/strong>, dass wir dringend&nbsp;<strong>Reinigung<\/strong>&nbsp;suchen, dass wir vor allem dar\u00fcber betr\u00fcbt sind, was&nbsp;<strong>unsere<\/strong>&nbsp;S\u00fcnden&nbsp;<strong>Gott<\/strong> angetan haben! <strong>Theatertr\u00e4nen<\/strong>&nbsp;nutzen hier nichts. In&nbsp;<strong>Rom<\/strong>&nbsp;auf den Knien eine Treppe hinaufzurutschen oder sein Erbe auf dem Sterbebett der Kirche zu vermachen auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man dar\u00fcber nachdenkt, wie sehr sich ein bu\u00dffertiger Mensch \u00e4ndert, dann wird deutlich, dass&nbsp;<strong>eine echte, anhaltende Bu\u00dfe gar nicht ohne Glauben \u201efunktionieren\u201c<\/strong>&nbsp;kann. Ohne Glauben tausche ich doch niemals mein altes Leben, meine Lieblingss\u00fcnden, meine G\u00f6tter ein gegen etwas, das unsichtbar ist, wie alle Dinge des Glaubens. Wenn mit dem Tod alles aus ist, wenn es keinen Gott gibt, wenn es kein Gericht \u00fcber alle meine Worte und Taten gibt (usw.): Warum sollte ich das alles aufgeben und mich auf Gott, Jesus und die Gemeinde ausrichten?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurz gesagt:<\/strong>&nbsp;Ohne&nbsp;<strong>Glauben<\/strong>&nbsp;gibt es keine <strong>rettende<\/strong>&nbsp;<strong>Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;\u2013 und ohne&nbsp;<strong>Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;gibt es keinen <strong>rettenden Glauben<\/strong>! Bu\u00dfe und Glauben geh\u00f6ren im Heil&nbsp;<strong>zusammen wie Kopf und Zahl einer M\u00fcnze<\/strong>. \u2013 So fragen wir nun nach der \u00bbanderen Seite\u00ab des Heils, dem rettenden Glauben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der rettende Glaube<\/h2>\n\n\n\n<p>Lesen wir nochmals die Zusammenfassung und das wunderbare Ergebnis des Evangeliums bei der christlichen Gemeinde in Thessaloniki:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&nbsp;<sup>2&nbsp;<\/sup>Wir danken Gott allezeit f\u00fcr euch alle, \u2026 von Gott geliebte&nbsp;<strong>Br\u00fcder<\/strong>, <br><sup>9&nbsp;<\/sup>Denn sie selbst berichten von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten und wie ihr euch von den G\u00f6tzenbildern zu Gott bekehrt habt, um [dem] lebendigen und wahren Gott zu dienen&nbsp;<sup>10&nbsp;<\/sup>und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat \u2013 Jesus,&nbsp;<strong>der uns errettet von dem kommenden Zorn<\/strong>. (1. Thessalonicher 1,2.9\u201310)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Warum reden wir hier ausdr\u00fccklich vom \u201e<strong><em>rettenden<\/em>&nbsp;Glauben\u201c<\/strong>? <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Gibt es auch&nbsp;<em>nicht-rettenden<\/em>&nbsp;Glauben?<\/mark><\/strong> Ja, den gibt es:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Man kann \u00bbvergeblich glauben\u00ab, aufgrund falscher Vorstellungen (<strong>1.&nbsp;Korinther&nbsp;15,13\u201314<\/strong>). Die&nbsp;<strong>Inhalte<\/strong>, die wir glauben, m\u00fcssen stimmen, das&nbsp;<strong>Glaubensgut<\/strong>.&nbsp;<br>Daher muss man&nbsp;<strong>lehren<\/strong>, auch in der Evangelisation. Es ist erstaunlich, wie viele, die gerne das Evangelium weitergeben wollen, ins Stocken geraten, wenn sie die Frage beantworten sollen: \u201e<strong><em>Was ist das Evangelium?<\/em><\/strong>\u201c<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wenn es aber keine Auferstehung [der] Toten gibt, [so] ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, [so] ist also auch unsere Predigt vergeblich,&nbsp;<strong>vergeblich auch euer Glaube<\/strong>. (1.&nbsp;Korinther&nbsp;15,13\u201314)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Und selbst wenn die&nbsp;<strong>Fakten<\/strong>&nbsp;stimmen, der&nbsp;<strong>Glaubensinhalt also korrekt biblisch<\/strong>&nbsp;ist, kann der Glaube nicht-rettend sein!&nbsp;<strong><em>Wirklich?<\/em><\/strong>&nbsp;Ja, siehe&nbsp;<strong>Jakobus 2,19<\/strong>. Zu glauben, dass Gott einer ist, ist Zentralwahrheit \u00fcber Gott. Wenn Du das glaubst, qualifiziert es zum D\u00e4mon, rettet aber&nbsp;<em>ohne weiteres<\/em>&nbsp;nicht! D\u00e4monen glauben das, aber gehen ewig in den Feuersee.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Du glaubst,&nbsp;<strong>dass Gott einer ist<\/strong>, du tust recht; auch&nbsp;<strong>die D\u00e4monen glauben und zittern<\/strong>. (Jakobus 2,19)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es muss etwas Zweites hinzukommen: (#2) Unsere&nbsp;<strong>innere Zustimmung<\/strong>, unser&nbsp;<strong>Herz<\/strong>, unsere&nbsp;<strong>willentliche Hingabe<\/strong>&nbsp;an das, was wir im&nbsp;<strong>Glauben im Hirn<\/strong>&nbsp;(#1) erfasst haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reicht das dann endlich: (#1) Hirn und (#2) Herz?<\/strong>&nbsp;\u2013 Reichen richtige Information\/Glaubensgut und innerliche Zustimmung?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schrift lehrt uns, dass der rettende Glaube (der&nbsp;<em>echte<\/em>, der&nbsp;<em>biblische<\/em>) mehr ist.&nbsp;<strong>Jakobus<\/strong>&nbsp;lehrt uns, dass ein&nbsp;<strong>Glaube ohne Werke tot&nbsp;<\/strong>ist. Jakobus lehrt dabei, genauso wie auch&nbsp;<strong>Paulus<\/strong>, das wir&nbsp;<strong>alleine mittels des Glaubens gerechtfertigt<\/strong>&nbsp;werden \u2013 ohne Werke,&nbsp;<strong><em>sola fide<\/em><\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber der der&nbsp;<em>echte<\/em>, der&nbsp;<em>biblische<\/em>, der<strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong><em>rettende<\/em>&nbsp;Glaube&nbsp;<strong>bringt immer Fr\u00fcchte<\/strong>, weil er ein lebendiger Glaube ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn also jemand sagt: \u00bbIch glaube!\u00ab, \u00bbIch bin auch ein Gl\u00e4ubiger!\u00ab, dann sollten wir an seinen&nbsp;<strong>Fr\u00fcchten<\/strong>, also seinem&nbsp;<strong>Reden<\/strong>&nbsp;und seinen&nbsp;<strong>Taten<\/strong>&nbsp;und seinem&nbsp;<strong>Leben<\/strong>&nbsp;sehen, ob das&nbsp;<strong>ein lebendiger Glaube&nbsp;<\/strong>ist, oder nur&nbsp;<strong><em>tote<\/em><\/strong>&nbsp;Worte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Epheserbrief k\u00f6nnen wir lernen, dass wir&nbsp;<strong>nicht aufgrund<\/strong>&nbsp;unserer Werke gerettet werden, sondern von Gott&nbsp;<strong>zu<\/strong>&nbsp;Guten Werken gerettet werden, die Er vorher f\u00fcr uns bereitet hat. \u2013 Werke sind&nbsp;<strong>nicht<\/strong>&nbsp;<strong>Vorbedingung<\/strong>&nbsp;des Heils, sondern&nbsp;<strong>Folge<\/strong>des Heils. An den Fr\u00fcchten&nbsp;<strong>erkennen<\/strong>&nbsp;wir den lebendigen Baum. Die Bibellehrer haben das ungef\u00e4hr so gesagt:&nbsp;<br>\u00bb<strong>Wir sind gerettet aus Glauben allein \u2013 aber dieser Glaube&nbsp;<em>bleibt<\/em>&nbsp;nicht allein.<\/strong>\u00ab Zum rettenden (=echten) Glauben geh\u00f6rt also auch die&nbsp;<strong>praktische Lebenshingabe, ein Leben im Vertrauen auf Jesus Christus, das entsprechende eindeutige Fr\u00fcchte wachsen lassen wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rettender Glaube<\/strong>&nbsp;ist also weder blo\u00dfes&nbsp;<strong>Kopfwissen<\/strong>, noch blo\u00dfe&nbsp;<strong>warme Emotion<\/strong>, sondern auch&nbsp;<strong>neuer Lebenswandel<\/strong>. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Rettender Glaube ist <strong>aktiv<\/strong>, zeigt sich ganz <strong>praktisch<\/strong>.<\/mark> Die alten Bibellehrer haben diese wichtige Erkenntnis anhand von drei Stichworten zusammengefasst:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Rettender Glaube braucht Inhalte&nbsp;<\/strong>(<em>notitia<\/em>)<strong>&nbsp;\u2013 Kenntnis<\/strong>.&nbsp;<strong>Was&nbsp;<\/strong>glaube ich?&nbsp;<strong>Glaubensgut<\/strong>.<br>R. C. Sproul hat zu recht gesagt: \u00bbNichts geht ins Herz, wenn es nicht erst durch den Verstand gegangen ist.\u00ab Wir glauben keinen Unsinn, keine Unwahrheit. Wir sagen nicht: \u00bb<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Ich weiss es nicht, aber ich glaube es!<\/mark><\/strong>\u00bb Wir glauben dem, was Gott in&nbsp;<strong>der Bibel geoffenbart<\/strong>&nbsp;hat.&nbsp; <strong>Sonst glauben wir&nbsp;<em>vergeblich<\/em>.<\/strong> \u2013 <strong>Konsequenz: Studiere das Wort Gottes. Wir brauchen Glaubenslehre in der Verk\u00fcndigung.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rettender Glaube braucht innere Zustimmung<\/strong>&nbsp;(<em>assensus<\/em>) \u2013&nbsp;<strong>Kopfwissen alleine reicht nicht<\/strong>, es muss die innere Zustimmung hinzutreten, die \u00dcberzeugung, dass das, was ich glaube, das Glaubensgut (<em>notitia<\/em>), die verbindliche Wahrheit ist, die gilt, die&nbsp;<strong><em>mir<\/em><\/strong>&nbsp;gilt.<br>Man muss auf den Knieen anerkennen, dass man am Ende seines Lateins ist und von nun an Gottes Wahrheit im Wort Gottes zur ureignen \u00dcberzeugung macht. \u2013 <strong>Konsequenz: Lies die Bibel unter Gebet, sozusagen mit gebeugten Knien.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rettender Glaube braucht auch Vertrauen und Hingabe<\/strong>&nbsp;(<em>fiducia<\/em>) \u2013 Der inneren \u00dcberzeugung und Zustimmung muss&nbsp;<strong>ein entsprechendes Leben<\/strong>&nbsp;folgen. Man trifft dann Entscheidungen, die Gott gefallen und ewige Fr\u00fcchte tragen. Es ist&nbsp;<strong>wahre Klugheit<\/strong>, wenn man ganz praktisch sein Lebenshaus nicht auf Sand baut, sondern auf den Felsen, der ewig steht, n\u00e4mlich auf&nbsp;<strong>das Wort Gottes<\/strong>. \u2013 <strong>Konsequenz: Trage Sorge, Gute Werke zu tun.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Das Wort ist gewiss; und ich will, dass du auf diesen [Dingen] fest bestehst, damit die, die Gott geglaubt haben,&nbsp;<strong>Sorge tragen, gute Werke zu betreiben<\/strong>. Dies ist gut und n\u00fctzlich f\u00fcr die Menschen. (Titus 3,8)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Fassen wir diesen Punkt zusammen.&nbsp;<\/strong>Auch hier gilt, dass der rettende Glaube uns&nbsp;<strong><em>ganz<\/em><\/strong>&nbsp;<strong>in Anspruch<\/strong>&nbsp;nimmt, in&nbsp;<strong>alle<\/strong>&nbsp;Zimmer unseres Lebenshauses einzieht, vor nichts Halt macht. Die&nbsp;<strong>\u00bb3H-Formel\u00ab<\/strong>&nbsp;gilt auch hier:&nbsp;<strong>Hirn+Herz+Hand.<\/strong>&nbsp;Oder f\u00fcr die, die in der Schule Latein hatten:&nbsp;<strong><em>notitia<\/em> &amp; <em>assensus<\/em> &amp; <em>fiducia<\/em>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende unserer kurzen Betrachtung der&nbsp;<strong>rettenden Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;und des&nbsp;<strong>rettenden Glaubens<\/strong>&nbsp;stellen wir noch die Frage:&nbsp;<em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>Woher stammen&nbsp;solche&nbsp;Bu\u00dfe und&nbsp;solcher&nbsp;Glaube?<\/strong><\/mark>&nbsp;<\/em>\u2013&nbsp;<em>Wenn ich mich schon nicht selbst retten kann, kann ich&nbsp;<strong>wenigstens aus mir selbst umkehren und glaube<\/strong>n und dann als Belohnung sozusagen das Heil bekommen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Einige Bemerkungen also noch zur&nbsp;<strong>Quelle&nbsp;der Bu\u00dfe und des Glaubens<\/strong>. Die biblische Aussage lautet:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bu\u00dfe und Glauben sind unsere Verantwortung und Gottes Gnadengabe<\/h2>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich h\u00f6rt man manchmal:&nbsp;<strong>Gott bereitet&nbsp;den Heilsweg&nbsp;in Christus. Dann wartet Er, bis jemand von sich umkehrt und glaubt, und dann schenkt er diesem Menschen als Belohnung das ewige Leben. Steht doch so in Johannes 3,16, oder?!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Bibelstudium zu dieser Frage st\u00f6\u00dft man auf&nbsp;<strong>ein Geheimnis<\/strong>, denn zwei Dinge werden klar gelehrt \u2013und zwar ohne Spannung und ohne jeden Widerspruch\u2013, die wir aber leider noch nicht zusammenbringen, wo wir nicht genau wissen, wie sie zusammenh\u00e4ngen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Aussage: Bu\u00dfe und Glauben sind Pflicht jedes Menschen<\/h3>\n\n\n\n<p>Gott&nbsp;<strong>befiehlt<\/strong>&nbsp;beides. Daher geben wir es auch als Befehl weiter. Es ist die&nbsp;<strong>Verantwortung des Menschen<\/strong>, dass er gem\u00e4\u00df des Evangeliums Gottes umkehrt und glaubt. Der Apostel pr\u00e4sentierte den Philosophen auf dem Areopag das Evangelium so:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit \u00fcbersehen hat,&nbsp;<strong>gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle \u00fcberall Bu\u00dfe tun sollen<\/strong>, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen [den] Beweis [davon] gegeben, indem er ihn aus [den] Toten auferweckt hat. (Apostelgeschichte 17,30\u201331)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wer nun&nbsp;<strong>im Gehorsam<\/strong>&nbsp;(<strong>Glaubens<\/strong>gehorsam!) zum Heiland-Gott kommt und seine Knie&nbsp;<strong>in Bu\u00dfe und Glauben<\/strong>beugt, weil er eine&nbsp;<strong><em>gottgem\u00e4\u00dfe<\/em>&nbsp;Betr\u00fcbnis \u00fcber seine S\u00fcnden<\/strong>&nbsp;hat, wird&nbsp;<strong>im selben Augenblick gerechtfertigt und f\u00fcr die Ewigkeit gerettet<\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p><br>Aber langsam \u2013&nbsp;<strong>Woher kam denn diese rettende Bu\u00dfe und dieser rettende Glaube? \u2013&nbsp;<\/strong>Da sagt die Schrift:&nbsp;<strong>von Gott<\/strong>, und zwar:<strong>&nbsp;Von Gott&nbsp;<em>allein<\/em>!<\/strong>&nbsp;\u2013 Das f\u00fchrt zur zweiten Beobachtung aus der Schrift:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Aussage: Bu\u00dfe und Glauben sind freie Gnadengaben Gottes.&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Gott&nbsp;<strong>schenkt&nbsp;<em>in Gnaden<\/em><\/strong>&nbsp;beides, die rettende Bu\u00dfe und den rettenden Glauben.<br><br><strong>[Bu\u00dfe]<\/strong>&nbsp;Petrus sagte dem Hohen Rat, dass Gott Christi Tod und Auferstehung bewirkte, um \u00bbIsrael&nbsp;<strong>Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;und Vergebung der S\u00fcnden zu&nbsp;<strong>geben<\/strong>\u00ab (Apostelgeschichte 5,31). Als der Geist Gottes auf die Nationen gefallen war, schlossen sie daraus: \u00bbAlso hat Gott auch den Nationen die&nbsp;<strong>Bu\u00dfe<\/strong>&nbsp;<strong>gegeben<\/strong>&nbsp;zum Leben\u00ab (Apostelgeschichte 11,18). In \u00e4hnlicher Weise wies Paulus Timotheus an, seine Widersacher sanftm\u00fctig zurechtzuweisen, in der Hoffnung, dass \u00bbihnen Gott [\u2026] Bu\u00dfe gebe zur Erkenntnis der Wahrheit\u00ab (2.&nbsp;Timotheus 2,25).<br><br><strong>[Glauben]&nbsp;<\/strong>In Epheser 2,8\u20139 erkl\u00e4rt Paulus: \u00bbDenn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch,&nbsp;<strong>Gottes Gabe<\/strong>&nbsp;ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich r\u00fchme.\u00ab Hier bezieht sich Paulus auf die Gesamtheit der Errettung als Gabe Gottes, die notwendigerweise den Glauben einschlie\u00dft, durch den der S\u00fcnder gerechtfertigt wird. \u2013 Lukas charakterisiert die Christen als \u00bbdie, welche&nbsp;<strong>durch die Gnade gl\u00e4ubig geworden<\/strong>&nbsp;waren\u00ab (Apostelgeschichte 18,27). Paulus lehrt diesen Gedanken in seinem Brief an die Philipper: \u00bbDenn euch ist es im Blick auf Christus&nbsp;<strong>geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben<\/strong>, sondern auch f\u00fcr&nbsp;ihn zu leiden\u00ab (Philipper 1,29). Zusammen mit dem Leiden um des Evangeliums willen wird auch der Glaube als Gabe Gottes geschenkt.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">So gilt auch hier das&nbsp;Gnadenprinzip:<\/mark><\/strong>&nbsp;<strong>Gott schenkt frei und souver\u00e4n das, was Er von uns zu Recht fordert, was wir aber nicht erbringen k\u00f6nnen und wollen.<\/strong>&nbsp;G\u00e4be es dieses Wirkprinzip Gottes nicht, w\u00e4re nie jemand errettet worden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Evangelium Gottes fordert von allen Menschen: \u00bb<strong>Kehrt um<\/strong>&nbsp;(=Tut Bu\u00dfe)<strong>, glaubt dem Evangelium!<br>Daher sind Bu\u00dfe und Glauben Pflicht und Verantwortung jedes Menschen!<\/strong><br>Gott hat geredet im Sohn und in Seinem Wort \u2013 Alle haben es zu glauben und es gehorsam zu tun!<\/li>\n\n\n\n<li>Die rettende Bu\u00dfe und der rettende Glauben sind keine Fr\u00fcchte des S\u00fcnders, der tot in S\u00fcnden liegt, sondern&nbsp;<strong>Gaben Gottes<\/strong>, die Er&nbsp;<strong>in Gnaden frei verschenkt<\/strong>.<br>Wie das zusammenh\u00e4ngt, ist geheimnisvoll. Bu\u00dfe und Glauben bleiben jedenfalls&nbsp;<strong>Pflicht des Menschen<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bu\u00dfe und Glauben<\/strong>&nbsp;sind die&nbsp;<strong>zwei Seiten derselben Medaille<\/strong>.<br>Trennt man sie, hat man nur&nbsp;<strong>zwei wertlose Schrottteile<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bu\u00dfe und Glauben<\/strong>, die als Anfangsschritte uns ewiges Heil vermitteln, bleiben uns als&nbsp;<strong>christlicher Lebensstil<\/strong>(<em>modus vivendi<\/em>, Lebensweise)&nbsp;<strong>zeitlebens erhalten<\/strong>. JMA\/RM:&nbsp;<em>\u00bbDas Leben des Christen muss sich auszeichnen durch&nbsp;<strong>t\u00e4gliches Bekennen<\/strong>&nbsp;der S\u00fcnde, Trauern \u00fcber die S\u00fcnde und Abkehr von der S\u00fcnde, ebenso wie durch einen&nbsp;<strong>dauerhaften Glauben<\/strong>&nbsp;an die Person Christi und die Verhei\u00dfungen Gottes.\u00ab<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Der Heilige Geist sorgt in uns, dass wir \u2013so zubereitet \u2013<strong>auch aktiv werden<\/strong>,\u2026<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u2026um<strong>&nbsp;dem lebendigen und wahren Gott zu dienen&nbsp;<\/strong><sup>&nbsp;<\/sup><strong>und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten<\/strong>, den er aus den Toten auferweckt hat \u2013 Jesus, der uns&nbsp;<strong>errettet<\/strong>&nbsp;von dem kommenden Zorn. (1. Thessalonicher 1,9b\u201310)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Man darf hoffen, dass die Ausf\u00fchrungen&nbsp;nicht zu theoretisch&nbsp;waren.&nbsp;<strong>Es geht ja um Leben und Tod<\/strong>:&nbsp;<strong><em>Ewiges<\/em><\/strong>&nbsp;Leben,&nbsp;<strong><em>ewigen<\/em><\/strong>&nbsp;Tod. Und es geht um unseren&nbsp;<strong>Dienst als Priester Gottes in Anbetung&nbsp;<\/strong>(Hebr\u00e4er&nbsp;13,15; Philipper&nbsp;2,5)&nbsp;<strong>und Evangelisation<\/strong> (R\u00f6mer&nbsp;15,16; Philipper&nbsp;2,9)<a href=\"applewebdata:\/\/EFEE42B0-CC73-470A-A0A4-3FE7D5944D7A#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es lohnt sich daher, ja ist&nbsp;<strong>\u00fcberlebenswichtig<\/strong>, dass Gl\u00e4ubige diese Dinge im Wort Gottes&nbsp;<strong>studieren<\/strong>&nbsp;und miteinander lernen. Das w\u00e4re, im biblischen Sinne \u00bbTheologie\u00ab zu betreiben. Nicht die&nbsp;<strong>akademische \u00dcbung ungl\u00e4ubiger Schriftgelehrter<\/strong>, sondern&nbsp;<strong>im biblischen Sinne unter Lernenden, Nachfolgern, J\u00fcngern Jesu<\/strong>.&nbsp; Ein Bibellehrer hat solche&nbsp;<strong>biblische Theologie<\/strong>&nbsp;mit folgendem&nbsp;<strong>bezaubernden<\/strong>&nbsp;<strong>Dreiklang<\/strong>&nbsp;beschrieben:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00bbDas&nbsp;<strong>Ziel<\/strong>&nbsp;der Theologie ist die&nbsp;<strong>Anbetung Gottes<\/strong>.&nbsp;<br>Die&nbsp;<strong>K\u00f6rperhaltung<\/strong>&nbsp;der Theologie ist&nbsp;<strong>auf den Knien<\/strong>.<br>Die&nbsp;<strong>Praxis<\/strong>&nbsp;der Theologie ist&nbsp;<strong>Bu\u00dfe<\/strong>.\u00ab<a href=\"applewebdata:\/\/EFEE42B0-CC73-470A-A0A4-3FE7D5944D7A#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><br><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese wichtige Glaubenslehre von rettender Bu\u00dfe und rettendem Glauben darf man&nbsp;<strong>nie zum Streitthema machen<\/strong>. Sie ist vielmehr <strong>wichtiges Studienprojekt<\/strong>&nbsp;und <strong>wertvoller Schatz<\/strong> f\u00fcr den priesterlichen Dienst als Anbeter Gottes und als in alle Welt ausgesandte Boten des Evangeliums (vgl. 1.&nbsp;Petrus 2,5.9). Als ausrichtendes Schlusswort muss daher die \u00bbsumma\u00ab des  R\u00f6merbriefs dienen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Dem aber, der euch zu befestigen vermag nach meinem&nbsp;<strong>Evangelium<\/strong>&nbsp;und der Predigt von Jesus Christus, nach der Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen war,&nbsp;jetzt aber offenbart und&nbsp;<strong>durch prophetische Schriften,<\/strong>&nbsp;<strong>nach Befehl des ewigen Gottes,&nbsp;zum Glaubensgehorsam an alle Nationen kundgetan worden ist<\/strong>,<sup>&nbsp;<\/sup>dem allein weisen Gott, durch Jesus Christus,&nbsp;ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!&nbsp;<strong>Amen.<\/strong> (R\u00f6mer&nbsp;16,25\u201327)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endenoten<\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:13px\"><a href=\"applewebdata:\/\/EFEE42B0-CC73-470A-A0A4-3FE7D5944D7A#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Eine besonders perfide \u2013 wenn auch gut gemeinte\u2013 Form davon ist die Prozedur der \u00bb<strong>Vier geistlichen Gesetz<\/strong>e\u00ab, die&nbsp;<strong>Bill Bright<\/strong>, Gr\u00fcnder des&nbsp;<em>Campus Crusade for Christ International,<\/em>&nbsp;1952 formulierte und als evangelistisches Traktat ver\u00f6ffentlichte. In dem Traktat stellt Bright die christliche Botschaft der Erl\u00f6sung anhand von vier geistlichen Gesetzen dar, die nach seinem Verst\u00e4ndnis die Beziehung des Menschen zu Gott \u00e4hnlich regeln, wie die Naturgesetze das Universum.&nbsp;<strong>Die vier Gesetze lauten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li style=\"font-size:13px\">1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Gott liebt Sie<\/strong>&nbsp;und hat einen wundervollen Plan f\u00fcr Ihr Leben. (Joh 3,16 EU, Joh 10,10 EU)<\/li>\n\n\n\n<li style=\"font-size:13px\">2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Mensch ist s\u00fcndig und<strong> von Gott getrennt.<\/strong> Deshalb kann er die Liebe und den Plan Gottes f\u00fcr sein Leben nicht erkennen und erfahren. (R\u00f6m 3,23 EU)<\/li>\n\n\n\n<li style=\"font-size:13px\">3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Jesus Christus<\/strong> ist Gottes einziger Ausweg des Menschen aus der S\u00fcnde. Durch ihn k\u00f6nnen Sie die Liebe Gottes und seinen <strong>Plan f\u00fcr Ihr Leben<\/strong> kennenlernen und erfahren. (R\u00f6m 5,8 EU, 1 Kor 15,3\u20136 EU, Joh 14,6 EU)<\/li>\n\n\n\n<li style=\"font-size:13px\">4.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wir m\u00fcssen <strong>Jesus Christus pers\u00f6nlich als Erl\u00f6ser und Herrn aufnehmen<\/strong>, dann k\u00f6nnen wir die Liebe Gottes und seinen Plan f\u00fcr unser Leben erfahren. (Joh 1,12 EU, Eph 2,8\u20139 EU, Joh 3,1\u20138 EU, Offb 3,20 EU)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p style=\"font-size:13px\"><a href=\"applewebdata:\/\/EFEE42B0-CC73-470A-A0A4-3FE7D5944D7A#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><sup>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/sup><strong>R\u00f6mer 15,15\u201316<\/strong>&nbsp;Ich habe euch aber teilweise freim\u00fctiger geschrieben, [Br\u00fcder,] um euch zu erinnern, wegen der Gnade, die mir von Gott gegeben ist, um ein Diener Christi Jesu zu sein f\u00fcr die Nationen,&nbsp;<strong>priesterlich dienend an dem Evangelium Gottes<\/strong>, damit das Opfer der Nationen wohlangenehm werde, geheiligt durch [den] Heiligen Geist.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:13px\"><a href=\"applewebdata:\/\/EFEE42B0-CC73-470A-A0A4-3FE7D5944D7A#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Sinclair B. Ferguson, zitiert in: James Montgomery Boice und Philip Graham Ryken,\u00a0<em>The Doctrines of Grace<\/em>, Wheaton, IL (Crossway) 2002, S. 179; Deutsch:\u00a0<em>Die Lehren der Gnade<\/em>, Oerlinghausen (Betanien) 2009, S. 201. \u2013 Vgl.: \u00bb<strong><em>Christliche Theologie<\/em><\/strong><em>\u00a0ist das Studium der g\u00f6ttlichen Offenbarung in der Bibel. Sie hat Gott als ihren immerw\u00e4hrenden\u00a0<strong>Mittelpunkt<\/strong>, Gottes Wort als ihre\u00a0<strong>Quelle<\/strong>\u00a0und ein gottesf\u00fcrchtiges Leben als ihr\u00a0<strong>Ziel<\/strong>.<\/em>\u00ab (vgl. R\u00f6mer\u00a011,36), aus:\u00a0<em>Biblische Lehre<\/em>, S. 50.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:13px\"><strong>Bildquelle:<\/strong> Martin Luther: <em>95 Thesen<\/em>. Hans Lufft, Wittenberg 1557, Seite 9v. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https:\/\/de.wikisource.org\/w\/index.php?title=Seite:95_Thesen.pdf\/1&amp;oldid=- (Version vom 15.8.2018). <strong>Textauszug<\/strong> (Originalschreibweise): 1. \u00bbDA vnser Meister vnd HERR Jhesus Christus spricht \/ Thut Busse \/ etc. wil er \/ das \/ das gantze leben seiner Gleubigen auff Erden \/ ein stete vnd vnauffh\u00f6rliche Busse sol sein. \/\/ 2. Vnd kan noch mag solch wort nicht vom Sacrament der Busse \/ das ist \/ von der Beicht vnd Gnugthuung \/ so durch der Priesterampt ge\u00fcbet wird \/ verstanden werden.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Predigt zum Reformationstag. Bu\u00dfe und Glauben geh\u00f6ren im Heil zusammen Als der Herr Jesus Christus seinen Predigtdienst begann, lag ihm eine Botschaft besonders am Herzen. Der Evangelist Markus fasst sie wie folgt kurz zusammen: Die Zeit ist erf\u00fcllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen.&nbsp;Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium. (Markus 1,15) Sp\u00e4ter &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=3789\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eKehret um, glaubt dem Evangelium!\u00a0(Markus 1,15)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3814,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[3,13,12],"tags":[],"class_list":["post-3789","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-heilslehre","category-predigten","category-schatzkammer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3789","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3789"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3789\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3823,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3789\/revisions\/3823"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3789"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3789"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3789"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}