{"id":3189,"date":"2023-03-05T17:27:09","date_gmt":"2023-03-05T16:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=3189"},"modified":"2025-07-15T17:57:20","modified_gmt":"2025-07-15T15:57:20","slug":"was-ist-friede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=3189","title":{"rendered":"Was ist Friede? (Alois Wagner, 1983)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Vorbemerkung. <\/strong>Dieser Text entstammt einem Verteilblatt, das in M\u00fcnchen in den 80er Jahren von jungen Christen verteilt wurde. Geschrieben hat es der bekannte bayrische Bibellehrer und Gemeindehirte <strong>Alois Wagner<\/strong> (1953\u20132025) im 30. Lebensjahr. Angesichts der Weltsituation hat es brennende Aktualit\u00e4t f\u00fcr jeden Menschen, der Gott noch nicht im Glauben pers\u00f6nlich als Herrn und Retter (Kyrios &amp; Soter) kennt. (Schreibweisen wurden behutsam aktualisiert.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet das Wort \u00bbFriede\u00ab?<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00bbFriede (lat.&nbsp;<em>pax<\/em>), allg. jeder Zustand der ungest\u00f6rten oder wiederhergestellten Ordnung sowohl im Individuum (\u203ainnerer F.\u2039) wie zwischen einzelnen bzw. Gruppen. Im soziolog. und v\u00f6lkerrechtl. Sinne bedeutet F. daher einerseits das konfliktfreie Zusammenleben von Gruppen und Gesellschaften, andererseits die Beendigung (\u203aF.-Schluss\u2039) eines gewaltt\u00e4tigen Konflikts (s. Krieg)\u00ab<sup>[1]<\/sup>. Soweit die kurze Definition eines Lexikons. Hier wird, wie wohl von vielen von uns, Frieden verstanden als blo\u00dfe Abwesenheit von Konflikten. Friede ist demnach bereits ein passives Nebeneinander und nicht unbedingt ein aktives Miteinander. Das mag daher r\u00fchren, dass wir unseren Begriff von Frieden von anderen Konzepten isoliert haben und dadurch in seiner umfassenden Bedeutung verarmen lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war aber nicht immer und \u00fcberall so. Beispielsweise leitet sich unser deutsches Wort \u00bbFriede\u00ab von einer alten sprachlichen Wurzel ab, die \u00bbgernhaben, lieben\u00ab bedeutet und von der auch das Wort \u00bbFreund\u00ab herstammt. Und ein Freund ist doch weit mehr als nur jemand, neben dem ich mehr oder weniger konfliktfrei existiere. Eng damit verwandt ist auch das Wort \u00bbfrei\u00ab, sodass wir sehen, dass f\u00fcr unsere Vorfahren die Begriffe \u00bbFreundschaft, Liebe\u00ab, \u00bbFriede\u00ab und \u00bbFreiheit\u00ab eigentlich untrennbar verbunden waren, weil sie alle irgendwie einer gemeinsamen Wurzel entsprangen<sup>[2]<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die R\u00f6mer wiederum bedeutete ihr Wort \u00bb<em>pax<\/em>&nbsp;in erster Linie eine gegenseitige Beziehung zwischen zwei Parteien auf gesetzlicher Grundlage\u00ab<sup>[3]<\/sup>, w\u00e4hrend die individualistischen Griechen unter ihrem Begriff \u00bb<em>eirene<\/em>\u00ab nicht so sehr eine Beziehung zwischen Personen oder Sachen verstanden, sondern einen \u00bb(Geistes-) Zustand, der gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig erfahren und leidenschaftlich verteidigt wird\u00ab<sup>[4]<\/sup>. \u00bb<em>Eirene<\/em>\u00ab ist aber dar\u00fcber hinaus auch der Zustand des Friedens, aus dem alles Gute f\u00fcr Land und Menschen hervorkommt.<sup>[5]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Also bereits in der Vorstellung der V\u00f6lker, die unser abendl\u00e4ndisches Denken gepr\u00e4gt haben, bedeutet \u00bbFriede\u00ab mehr als nur ein gleichg\u00fcltiges Nebeneinander, eine sogenannte \u00bbfriedliche Koexistenz\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Friede \u2013 Eine \u00bbgesellschaftliche\u00ab oder \u00bbpers\u00f6nliche\u00ab Sache?<\/h2>\n\n\n\n<p>Sicherlich darf man die Frage nicht so stellen \u2013 die \u00bbGesellschaft\u00ab besteht nun einmal aus einzelnen \u00bbPersonen\u00ab. Aber gerade im \u00dcbersehen dieser Tatsache liegt oft schon unser Problem. Wir m\u00f6chten uns f\u00fcr den Frieden auf globaler Ebene engagieren und lassen viel zu schnell die ganz individuelle, pers\u00f6nliche Komponente au\u00dfer Acht. Denn Kriege (angefangen bei den Kleinkriegen in der Familie und am Arbeitsplatz \u00fcber die Sozial- und Politkriege regionalen Zuschnitts bis hin zu den gro\u00dfen Auseinandersetzungen auf internationaler Ebene) sind keine schicksalhaften Mechanismen, die nach unentrinnbaren Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten entstehen. Nein, sie sind eigentlich der Ausdruck unserer ganz pers\u00f6nlichen \u00c4ngste und Aggressionen und deren Summierung auf gesellschaftlicher Ebene. Was niemand gern wahrhaben will, ist dennoch eine Tatsache: Engagement f\u00fcr den Frieden&nbsp;<strong>muss<\/strong>&nbsp;bei uns ganz pers\u00f6nlich beginnen. Solange meinem eigenen Leben die Harmonie, die \u00bbZu-frieden-heit\u00ab mangelt, sind alle staatlichen und vertraglichen Befriedungsversuche nur d\u00fcnnes und wenig tragf\u00e4higes Eis. Es hat wenig Sinn, sich f\u00fcr die Beilegung internationaler Konflikte zu engagieren \u2013 was einer blo\u00dfen&nbsp;<strong>Symptombehandlung<\/strong>&nbsp;gleichkommt \u2013 wenn uns nicht klar ist, dass etwas mit der&nbsp;<strong>Wurzel<\/strong>&nbsp;geschehen muss \u2013mit meinem und deinem Herzen. Jemand hat es so ausgedr\u00fcckt: \u00bbMit faulen \u00c4pfeln erhalte ich keinen gesunden Apfelkuchen. Mit streits\u00fcchtigen Kampfh\u00e4hnen kriege ich keinen friedlichen H\u00fchnerhof. Und mit unfriedlichen Menschen keine friedliche Gesellschaft. Eine neue Gesellschaft schaffen zu wollen ohne erneuerte Menschen ist genauso sinnlos wie verdorbenes Essen in eine neue Sch\u00fcssel zu f\u00fcllen, damit das Essen besser wird. Nicht die Sch\u00fcssel, sprich Gesellschaft, sondern der Inhalt, sprich der Mensch, muss erneuert werden\u00ab<sup>[6]<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Friede \u2013 Symptom- oder Wurzelbehandlung?<\/h2>\n\n\n\n<p>Dieser Zusammenhang zwischen Wurzel und daraus resultierenden Symptomen, zwischen \u00bbinneren\u00ab und \u00bb\u00e4u\u00dferen\u00ab Kriegen, wird im Neuen Testament deutlich aufgezeigt: \u00bbWoher kommen Kriege und woher K\u00e4mpfe unter euch? Nicht daher: Aus euren L\u00fcsten, die in euren Gliedern Krieg f\u00fchren? Ihr gel\u00fcstet und habt nichts; ihr t\u00f6tet und neidet und k\u00f6nnt nichts erlangen; ihr k\u00e4mpft und f\u00fchrt Krieg\u00ab<sup>[7]<\/sup>. Hier liegt der Kern unseres Problems. Es liegt uns in der Natur, dass wir gern vor der T\u00fcr des anderen kehren, obwohl \u2013oder gerade, weil\u2013 in unserem eigenen Herzen ein Krieg tobt, mit dem wir nicht fertig werden, dessen Auswirkungen die anderen aber umso deutlicher versp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer, der von Frieden und von der menschlichen Psyche sicherlich mehr Ahnung hatte als jeder andere, sagte dazu: \u00bbDenn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die b\u00f6sen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Hab\u00ad sucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, L\u00e4sterung, Hochmut, Torheit; alle diese b\u00f6sen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen\u00ab<sup>[8]<\/sup>. Das sind die \u00bbL\u00fcste, die in unseren Gliedern Krieg f\u00fchren\u00ab und sich dann zu gro\u00dfen Konflikten aufbauen. Wie k\u00f6nnen wir mit diesem Hauptfaktor der Bosheit unseres eigenen Herzens fertig werden? Wie soll sich angesichts dieser Situation eine \u00bbWurzelbehandlung\u00ab gestalten?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Friede im Herzen \u2013 Beginne bei der Wurzel!<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ein Ger\u00e4t nicht mehr funktioniert, ob es sich nun um eine Armbanduhr, einen K\u00fchlschrank oder ein Auto handelt, so bringen wir es am vern\u00fcnftigsten zu dem, der es genau kennt und den Fehler schnell beheben kann &#8211; im Idealfall zum Konstrukteur selbst. Wenn es auch f\u00fcr manche Ohren primitiv klingen mag, ist es gleichwohl logisch, mit unserem Herz, in das sich so viele Defekte eingeschlichen haben, zu Dem zu gehen, der es gemacht hat und genau kennt: zu unserem Sch\u00f6pfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Siebenmal wird Er im Neuen Testament \u00bbGott des Friedens\u00ab genannt<sup>[9]<\/sup>. Er ist in Seinem Wesen ganz und gar durch Frieden charakterisiert. Und Er hat in der gr\u00f6\u00dften Rettungsaktion der Weltgeschichte Seinen Sohn f\u00fcr nichtsw\u00fcrdige rebellische Kreaturen, wie wir es sind, sterben lassen<sup>[10]<\/sup>. Durch dieses Rettungswerk hat Er Frieden geschaffen, auch wenn es f\u00fcr Christus den schrecklichen Tod am Kreuz bedeutete<sup>[11]<\/sup>, den eigentlich wir verdient h\u00e4tten. Dieses Vers\u00f6hnungs- und Friedensangebot gilt f\u00fcr jeden Menschen, egal wie feindselig er seinem Sch\u00f6pfer gegen\u00fcber eingestellt war<sup>[12]<\/sup>. Jesus Christus, der Sich am Kreuz um unseres Friedens willen geopfert hat<sup>[13]<\/sup>, ist dabei so sehr das unverzichtbare Fundament dieses Friedens, dass er nicht nur \u00bbkam und Frieden verk\u00fcndigte\u00ab<sup>[14]<\/sup>, sondern auch \u00bbFrieden stiftete\u00ab<sup>[15]<\/sup>&nbsp;und schuf, ja dass Er sogar \u00bbunser Friede&nbsp;<strong>ist<\/strong>\u00ab<sup>[16]<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer die in Seinem Sohn ausgestreckte Vers\u00f6hnungshand Gottes ergreift, indem er sich v\u00f6llig Jesus Christus, dem personifizierten Frieden anvertraut, der erf\u00e4hrt die Befreiung von seinen \u00c4ngsten und L\u00fcsten, Begierden und Aggressionen als praktischen pers\u00f6nlichen Frieden. Zusammenfassend sagt das Neue Testament von solchen Menschen: \u00bbDa wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus\u00ab<sup>[17]<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass dies keine Einbildung ist, die man sich nach allen Regeln der Kunst t\u00e4glich einreden oder einbl\u00e4uen oder autosuggerieren muss, sondern eine best\u00e4ndig begl\u00fcckende Erfahrung, die in allen St\u00fcrmen und Schwierigkeiten des Lebens standh\u00e4lt, haben der Verfasser dieses Flugblattes und Millionen von Christen immer wieder erfahren. Dieser Friede ist eben nicht auf blo\u00dfe moralische Prinzipien oder gar nur auf subjektive emotionelle Selbsthypnose aufgebaut, sondern auf objektiv feststehende geschichtliche Tatsachen: Das Sterben und die Auferstehung Jesu Christi, des Sohnes Gottes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie wirkt sich dieser pers\u00f6nliche Friede weiter aus?<\/h2>\n\n\n\n<p>Dieser Friede unterscheidet sich nat\u00fcrlich von unseren landl\u00e4ufigen Friedensvorstellungen<sup>[18]<\/sup>. Es ist ein Friede, der fest verankert ist in der Person Jesu Christi, und der dadurch nicht auf das Nichtvorhandensein \u00e4u\u00dferer Schwierigkeiten angewiesen ist, sondern der sich gerade in diesen Schwierigkeiten als g\u00f6ttlicher Friede erweist, der jedem weltlichen Friedenskonzept weit \u00fcberlegen ist<sup>[19]<\/sup>. Jemand, der selbst Vers\u00f6hnung empfangen hat, von einem Feind zu einem Freund Gottes geworden ist, der ist auch innerlich gedr\u00e4ngt, diese Vers\u00f6hnung anderen mitzuteilen<sup>[20]<\/sup>. Jemand, der durch Christus Frieden empfangen hat, wird in seinem ganzen Wandel von dem Wunsch beseelt, auch anderen den Weg zu wahrem Frieden zu zeigen<sup>[21]<\/sup>. So bleibt dieser pers\u00f6nliche Friede nie ohne gesellschaftliche Resonanz, sondern er erweist sich als Quelle und Basis f\u00fcr Frieden auf breiterer Ebene, der in Ehe und Familie beginnt und sich am Arbeitsplatz und in der Schule fortsetzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und was ist mit den internationalen Konflikten?<\/h2>\n\n\n\n<p>Jetzt taucht nat\u00fcrlich die v\u00f6llig berechtigte Frage auf, wie sich ein solcher Friede im kleinen Bereich denn nun auf gr\u00f6\u00dferer Ebene verwirklichen lassen soll. Begeben wir uns da nicht in den Bereich der Utopie?<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, bei der Geburt Christi,&nbsp;<strong>dem<\/strong>&nbsp;Friedef\u00fcrsten schlechthin, sangen die Engel \u00bbFriede auf Erden\u00ab<sup>[22]<\/sup>&nbsp;in Andeutung, dass Gott in Seinem Sohn der ganzen gegen Ihn rebellierenden Menschheit die Friedenshand entgegenstreckte. Aber was war die Reaktion? Einige wenige haben sich sp\u00e4ter auf die Seite des Friedef\u00fcrsten gestellt, aber die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit hat Ihn abgelehnt. So muss Er kurz vor Seinem Tod \u00fcber Sein Volk sagen: \u00bbWenn auch&nbsp;<strong>du<\/strong>erkannt h\u00e4ttest, und selbst an diesem Tag, was zu deinem Frieden dient\u00ab<sup>[23]<\/sup>. Und wir lesen nicht mehr von \u00bbFrieden auf Erden\u00ab. Jetzt kurz vor Seinem Tod, wo klar ist, dass die gro\u00dfe Masse des j\u00fcdischen Volkes, so wie sp\u00e4ter die gro\u00dfe Masse der Menschheit, Ihn verworfen und abgelehnt&nbsp;&nbsp;hat, jetzt h\u00f6ren wir&nbsp;&nbsp;nur noch von \u00bbFrieden im Himmel\u00ab<sup>[24]<\/sup>. Auf der Welt aber w\u00fcrde den Anh\u00e4ngern des Friedef\u00fcrsten Drangsal, Hass und Verfolgung begegnen. Aber gerade in diesen Schwierigkeiten w\u00fcrde der Friede Gottes, der \u00bbFriede im Himmel\u00ab, ihre Herzen und Gedanken bewahren.<sup>[25]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diese Welt im Gro\u00dfen und Ganzen aber, die Den verworfen hat, der ihr Vers\u00f6hnung und Frieden angeboten hat, gibt es wenig Hoffnung. Die Ratlosigkeit und die Angst werden trotz aller Konferenzen und Verhandlungen weiter zunehmen, bis das Chaos der kommenden Kriege und Katastrophen seinen Abschluss findet in dem H\u00f6hepunkt der Geschichte: der Wiederkunft Jesu Christi auf die Erde<sup>[26]<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann endlich \u2013 und&nbsp;<strong>erst<\/strong>&nbsp;dann \u2013 wird weltweiter Friede da sein, wenn Jesus Christus als Friedef\u00fcrst regiert<sup>[27]<\/sup>. Dann erst \u00bbwird der Kriegsbogen ausgerottet werden. Und Er wird Frieden reden zu den Nationen; und Seine Herrschaft wird sein von Meer zu Meer, und vom Strom bis an die Enden der Erde\u00ab<sup>[28]<\/sup>. Dann \u00bbwird Er richten zwischen den Nationen und Recht sprechen vielen V\u00f6lkern. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden, und ihre Speere zu Winzermessern; nicht wird Nation wider Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen\u00ab<sup>[29]<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was kann ich pers\u00f6nlich tun?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Konsequenzen f\u00fcr unser pers\u00f6nliches Leben sind \u2013 hoffen wir \u2013 hinreichend deutlich geworden. Es f\u00fchrt kein Weg daran vorbei, dass ich zuerst in eine pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott trete, um dadurch echten und dauerhaften Frieden in meinem Herzen zu erfahren. Dies geschieht dadurch, dass ich im Bewusstsein meiner Schuldhaftigkeit und meines hoffnungslosen Verlorenseins vor Gott komme und Ihm meine S\u00fcnden r\u00fcckhaltlos bekenne. Dadurch empfange ich Vergebung und Reinigung von aller Ungerechtigkeit<sup>[30]<\/sup>. Im Vertrauen auf das vollbrachte Werk der Vers\u00f6hnung darf ich dann Jesus Christus als meinen Erretter und Vers\u00f6hner, ja als \u00bbmeinen Frieden\u00ab in mein Herz und mein Leben einlassen. Er wird mein ganzes Leben von Grund auf v\u00f6llig umgestalten und erneuern und mich bef\u00e4higen, auch f\u00fcr andere ein Friedensstifter zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir, die wir dieses Flugblatt geschrieben haben und verteilen, schreiben nicht vom gr\u00fcnen Tisch aus, sondern wir haben wirklich Jesus Christus als lebendige Realit\u00e4t in unserem Leben erfahren. Manches von dem, was wir hier sagen, mag Ihnen vielleicht unklar und sogar unglaubhaft erscheinen. Wenn Sie deshalb Fragen haben, w\u00fcrden wir uns freuen, wenn Sie uns schreiben oder auf andere Weise Kontakt aufnehmen w\u00fcrden. Sehr gerne schicken wir Ihnen \u2013 absolut kostenlos und unverbindlich \u2013 ein Buch, in dem junge Menschen ihre Lebensgeschichte erz\u00e4hlen. Sie alle finden in Jesus Christus die Antwort auf ihre tiefsten Lebensfragen und erfahren, wie&nbsp;<strong>ER<\/strong>&nbsp;ihr Leben ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>A[lois] W[agner] (1983)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anmerkungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[1]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Gro\u00dfes Fischer-Lexikon, M\u00fcnchen 1976, Bd. 6, Art. \u00bbFriede\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 60%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\">[2]&nbsp; nach Frisco Meizer,&nbsp;<em>Das Wort in den W\u00f6rtern. Ein theo-philologisches W\u00f6rterbuch<\/em>, T\u00fcbingen 1965, Art. \u00bbFreiheit\u00ab und \u00bbFriede\u00ab.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"464\" height=\"166\" src=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/friede-freund-frei.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3190 size-full\" srcset=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/friede-freund-frei.png 464w, https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/friede-freund-frei-300x107.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[3<a href=\"applewebdata:\/\/0548502E-559D-4896-8E3A-70F138AFCD16#_ftnref3\">]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kittel, Friedrich (Hrsg.),&nbsp;<em>Theological Dictionary of The New Testament<\/em>, Grand Rapids 1978 , Bd. 2, S. 400.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[4]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;ebda.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[5]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;ebda., S. 401.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[6]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>Give Peace a Chance<\/em>&nbsp;(Flugblatt), Jugend mit einer Mission, Hurlach o. J.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[7]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jakobus&nbsp;4,1\u20132<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[8]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jesus Christus in Markus&nbsp;7, 21\u201323.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[9]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;R\u00f6mer&nbsp;15,33; 16,20; 1.&nbsp;Korinther&nbsp;14,33; 2.&nbsp;Korinther&nbsp;13,11; Philipper&nbsp;4,9; 1.&nbsp;Thessalonicher&nbsp;5,23; Hebr\u00e4er&nbsp;13,20.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[10]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;R\u00f6mer&nbsp;5,6\u20139: \u00bbDenn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit f\u00fcr Gottlose gestorben. Denn kaum wird jemand f\u00fcr einen Gerechten sterben; denn f\u00fcr den G\u00fctigen m\u00f6chte vielleicht jemand zu sterben wagen. Gott aber erweist Seine Liebe gegen uns darin, dass Christus, als wir noch S\u00fcnder waren, f\u00fcr uns gestorben ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[11]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kolosser&nbsp;1,19\u201320: \u00bbDenn es gefiel der ganzen F\u00fclle Gottes, in Jesus Christus zu wohnen und durch Ihn alles mit Sich zu vers\u00f6hnen \u2013 indem Er Frieden gemacht hat durch das Blut Seines Kreuzes \u2013, durch Ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[12]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kolosser&nbsp;1,21\u201322: \u00bbUnd euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken, hat Er aber nun vers\u00f6hnt in dem Leib Seines Fleisches durch den Tod\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[13]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jesaja&nbsp;53,5: \u00bbUm unserer \u00dcbertretungen willen war Er verwundet, um unserer Missetaten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf Ihm.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[14]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Epheser&nbsp;2, 17<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[15]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Epheser&nbsp;2,15<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[16]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Epheser&nbsp;2,14<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[17]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;R\u00f6mer&nbsp;5,1<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[18]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes&nbsp;14,27: \u00bbFrieden lasse ich euch,&nbsp;<strong>meinen<\/strong>&nbsp;Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[19]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes&nbsp;16,33: \u00bbDies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[20]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Korinther&nbsp;5,18.20: \u00bbAlles aber von Gott, der uns mit Sich Selbst vers\u00f6hnt hat durch Christus und uns den Dienst der Vers\u00f6hnung gegeben hat. So sind wir nun Gesandte an Christi statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten f\u00fcr Christus: Lasst euch vers\u00f6hnen mit Gott!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[21]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;R\u00f6mer&nbsp;10, 15: \u00bbWie lieblich sind die F\u00fc\u00dfe derer, die das Evangelium des Friedens verk\u00fcndigen, die das Evangelium des Guten verk\u00fcndigen!\u00ab<br>Epheser&nbsp;6,15: \u00bbUnd beschuht an den F\u00fc\u00dfen mit der Bereitschaft des Evangeliums des Friedens.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[22]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lukas&nbsp;2,14<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[23]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lukas&nbsp;19,42<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[24]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lukas&nbsp;19,38<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[25]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes&nbsp;16,33: siehe FN (19). Philipper&nbsp;4,7: \u00bbUnd der Friede Gottes, der allen Verstand \u00fcbersteigt, wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[26]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lukas&nbsp;21,10.11.25\u201327: \u00bbDann sprach Er zu ihnen: Es wird sich Nation gegen Nation erheben und K\u00f6nigreich gegen K\u00f6nigreich; und es werden gro\u00dfe Erdbeben sein, an verschiedenen Orten und Hungersn\u00f6te und Seuchen; auch Schrecknisse und gro\u00dfe Zeichen vom Himmel wird es geben.&nbsp;<br>\u2026Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Bedr\u00e4ngnis der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Wasserwogen, w\u00e4hrend die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die \u00fcber den Erdkreis kommen, denn die Kr\u00e4fte der Himmel werden ersch\u00fcttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und gro\u00dfer Herrlichkeit.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[27]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jesaja&nbsp;9,6<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[28]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sacharja&nbsp;9,10<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[29]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jesaja&nbsp;2,4<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[30]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Johannes&nbsp;1,9: \u00bbWenn wir unsere S\u00fcnden bekennen, ist Er treu und gerecht, dass Er uns die S\u00fcnden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung. Dieser Text entstammt einem Verteilblatt, das in M\u00fcnchen in den 80er Jahren von jungen Christen verteilt wurde. Geschrieben hat es der bekannte bayrische Bibellehrer und Gemeindehirte Alois Wagner (1953\u20132025) im 30. Lebensjahr. Angesichts der Weltsituation hat es brennende Aktualit\u00e4t f\u00fcr jeden Menschen, der Gott noch nicht im Glauben pers\u00f6nlich als Herrn und Retter (Kyrios &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=3189\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWas ist Friede? (Alois Wagner, 1983)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[132,5],"tags":[125,134,135,136,137],"class_list":["post-3189","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-practical","category-wortstudien","tag-frieden","tag-krieg","tag-pax","tag-retter","tag-soter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3189"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3613,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3189\/revisions\/3613"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}