{"id":3081,"date":"2023-01-18T22:33:23","date_gmt":"2023-01-18T21:33:23","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=3081"},"modified":"2024-05-29T09:09:17","modified_gmt":"2024-05-29T07:09:17","slug":"goettliche-unveraenderlichkeit-und-die-lehren-der-gnade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=3081","title":{"rendered":"G\u00f6ttliche Unver\u00e4nderlichkeit\u00a0und die Lehren der Gnade"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"338\" height=\"499\" src=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/lawson_foundations_of_grace_cover.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3082 size-full\" srcset=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/lawson_foundations_of_grace_cover.jpg 338w, https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/lawson_foundations_of_grace_cover-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>John MacArthur,<br><em><strong>Divine Immutability and the Doctrines of Grace.<\/strong><\/em><br>Vorwort in: Steven J. Lawson<br><strong>Foundations of Grace (A Long Line of Godly Men)<\/strong><br>Lake Mary, FL: Ligonier Ministries, 2006.<br>\u00dcbersetzt von grace@logikos.club, 2023.<br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Die Bibel unterstreicht wiederholt und unmissverst\u00e4ndlich die Tatsache, dass Gott sich nicht \u00e4ndert. In der Tat kann er sich nicht \u00e4ndern, weil er sich in seiner absoluten Vollkommenheit nicht verbessern und in seiner ewig festen Natur nicht verschlechtern kann. Seine Person \u00e4ndert sich nicht: \u00bbDenn ich, der&nbsp;Herr, ich ver\u00e4ndere mich nicht\u00ab (Mal&nbsp;3,6a). Seine Pl\u00e4ne \u00e4ndern sich nicht: \u00bbDer Ratschluss des&nbsp;Herrn&nbsp;besteht ewig, die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht\u00ab (Ps&nbsp;33,11). Seine Absichten \u00e4ndern sich nicht: \u00bbDarum hat Gott, als er den Erben der Verhei\u00dfung in noch st\u00e4rkerem Ma\u00dfe beweisen wollte, wie unab\u00e4nderlich sein Ratschluss ist, sich mit einem Eid verb\u00fcrgt \u00ab (Hebr&nbsp;6,17 SCH2000). Gott \u00e4ndert seine Meinung nicht: \u00bbUnd auch l\u00fcgt nicht das Vertrauen Israels, und er bereut nicht; denn nicht ein Mensch ist er, um zu bereuen.\u00ab (1Sam&nbsp;15,29); oder seine Worte: Der \u00bbHeilige Israels &#8230; nimmt seine Worte nicht zur\u00fcck\u00ab (Jes&nbsp;31,1\u20132); oder seine Berufung: \u00bbDenn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar\u00ab (R\u00f6m&nbsp;11,29; vgl. Hebr&nbsp;13,8; Jak&nbsp;1,17). Bei Gott gibt es keine Ver\u00e4nderungen, keine Abweichungen und keine \u00dcberraschungen (vgl. Ps&nbsp;102,27).<\/p>\n\n\n\n<p>Gott nimmt weder zu noch ab. Er wird nicht besser oder schlechter. Er \u00e4ndert sich nicht aufgrund ver\u00e4nderter Umst\u00e4nde&nbsp;\u2013&nbsp;es gibt keine unvorhergesehenen Notf\u00e4lle f\u00fcr den Einen, der ewig allwissend ist. Seine ewigen Absichten bleiben f\u00fcr immer bestehen, weil er f\u00fcr immer besteht (Ps&nbsp;33,11). Er re-agiert niemals, sondern er agiert (handelt) stets&nbsp;\u2013&nbsp;und zwar so, wie es ihm gef\u00e4llt (Ps&nbsp;115,3).<\/p>\n\n\n\n<p>Aus menschlicher Sicht hat es nat\u00fcrlich manchmal den Anschein, dass Gott seine Pl\u00e4ne oder sein Handeln aufgrund des Verhaltens der Menschen \u00e4ndert. Aber aus Gottes Sicht ist das nicht der Fall. Weil er die Zukunft genau kennt und immer gekannt hat, weil er sie nach seinem unab\u00e4nderlichen Willen geplant hat, handelt er immer so, wie er es von Ewigkeit her geplant hat. W\u00e4hrend die Menschen nicht wissen, wie Gott handeln wird, und manchmal erstaunt sind, wenn sie sehen, wie sich seine souver\u00e4nen Pl\u00e4ne entfalten, ist Gott nie \u00fcberrascht. Er f\u00e4hrt fort, so zu handeln, wie er es immer getan hat, nach seinem ewigen Plan und Wohlgefallen (vgl. Ps&nbsp;33,10\u201312; Jes&nbsp;48,14; Dan&nbsp;4,35; Kol&nbsp;1,19\u201320).<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Menschheit betrifft, so hat Gott vorherbestimmt, ein Volk zu seiner eigenen Ehre zu erl\u00f6sen. Nichts kann diesen Plan durchkreuzen (Joh&nbsp;10,29; R\u00f6m&nbsp;8,38\u201339). Vollkommenes Wissen, vollkommene unbeeinflusste Freiheit und vollkommene grenzenlose Macht, um alles zu vollenden, was er vollkommen gewollt hat&nbsp;\u2013&nbsp;absolute Heiligkeit und moralische Vollkommenheit, die ihn dazu verpflichten, seinem Wort gegen\u00fcber wahrhaftig und treu zu sein&nbsp;\u2013&nbsp;bedeuten, dass Gott das, was er vor Beginn der Zeit zu tun begonnen hat, auch tut und nach Ablauf der Zeit vollenden wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese weitreichenden, herrlichen Absichten Gottes sind in der Bibel offenbart und durch die Geschichte der Erl\u00f6sten hindurch klar verstanden worden. Das Wort Gottes hat sie unmissverst\u00e4ndlich offenbart, und seit der Vollendung des Kanons der Heiligen Schrift haben alle korrekten Ausleger der Bibel die gottverherrlichende Lehre vom souver\u00e4nen, unver\u00e4nderlichen g\u00f6ttlichen Vorsatz geglaubt und verk\u00fcndet. Diese Wahrheit, die oft als Gnadenlehre (o.&nbsp;<em>Lehren der Gnade<\/em>) bezeichnet wird, hat ihren Ursprung in der souver\u00e4nen Entscheidung Gottes in der Ewigkeit vor der Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott kann sich nicht \u00e4ndern, sein Wort kann sich nicht \u00e4ndern und sein Ziel kann sich nicht \u00e4ndern. Seine Wahrheit ist dieselbe, weil Er die Wahrheit ist (vgl. Ps&nbsp;119,160; Joh&nbsp;17,17; Tit&nbsp;1,2; Hebr&nbsp;6,18). Im Gegensatz zur sogenannten Theologie der Offenheit Gottes (<em>Open Theism<\/em>), die behauptet, dass Gott die Zukunft nicht kenne und sich daher den Umst\u00e4nden laufend anpassen m\u00fcsse, w\u00e4hrend diese sich entfalten, stellt die Bibel Gott als den allwissenden Herrscher \u00fcber alle Ereignisse dar, seien sie vergangen, gegenw\u00e4rtig oder zuk\u00fcnftig. Mit den Worten Jesajas (Jesaja 46,9\u201310):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#abb7c200\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Erinnert euch an das Fr\u00fchere von der Urzeit her,&nbsp;<br>dass ich Gott bin, und sonst ist keiner,&nbsp;<br>dass ich Gott bin und gar keiner wie ich;&nbsp;<br>der ich von Anfang an das Ende verk\u00fcnde&nbsp;<br>und von alters her, was noch nicht geschehen ist;&nbsp;<br>der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen,&nbsp;<br>und all mein Wohlgefallen werde ich tun; [\u2026]<br>Ich habe geredet und werde es auch kommen lassen;&nbsp;<br>ich habe entworfen und werde es auch ausf\u00fchren.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">G\u00f6ttliche Gerechtigkeit und die Lehre von der Erw\u00e4hlung<\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz der Klarheit, mit der die Heilige Schrift dieses Thema anspricht, tun sich viele bekennende Christen heute schwer damit, Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t anzuerkennen&nbsp;\u2013&nbsp;vor allem, wenn es um sein Erw\u00e4hlungswerk in der Erl\u00f6sung geht. Ihr h\u00e4ufigster Einwand ist nat\u00fcrlich, dass die Lehre von der Erw\u00e4hlung ungerecht sei. Doch ein solcher Einwand entspringt eher menschlichen Vorstellungen von Fairness als dem objektiven, g\u00f6ttlichen Verst\u00e4ndnis von wahrer Gerechtigkeit. Um die Frage der Erw\u00e4hlung angemessen behandeln zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir alle menschlich-begrenzten \u00dcberlegungen beiseitelassen und uns direkt auf das Wesen Gottes und seinen gerechten Ma\u00dfstab konzentrieren. Bei der g\u00f6ttlichen Gerechtigkeit muss die Diskussion beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist g\u00f6ttliche Gerechtigkeit? Einfach ausgedr\u00fcckt: Sie ist ein wesentliches Attribut Gottes, durch das er ohne Begrenzungen vollkommen und unabh\u00e4ngig genau das tut, was er tun will, und zwar wann und wie er es tun will. Da er der Ma\u00dfstab der Gerechtigkeit ist, ist alles, was er tut, grunds\u00e4tzlich (<em>per definitionem<\/em>) gerecht. Wie William Perkins vor vielen Jahren sagte: \u00bbWir sollten niemals denken, dass Gott eine Sache tue, weil sie gut und richtig sei, sondern vielmehr, dass eine Sache gut und richtig ist, weil Gott sie will und bewirkt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb definiert Gott f\u00fcr uns, was Gerechtigkeit ist, denn er ist im Wesen gerecht und rechtschaffen. Was er tut, spiegelt dieses sein Wesen wider. Sein freier Wille&nbsp;\u2013&nbsp;und nichts anderes&nbsp;\u2013&nbsp;steht hinter seiner Gerechtigkeit. Das bedeutet, dass alles, was er will, gerecht ist, und zwar nicht aufgrund eines \u00e4u\u00dferen Gerechtigkeitsma\u00dfstabes, sondern einfach, weil er es so will.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil die Gerechtigkeit Gottes ein Ausfluss seines Wesens ist, unterliegt sie nicht den gefallenen menschlichen Annahmen dar\u00fcber, was Gerechtigkeit sein sollte. Der Sch\u00f6pfer schuldet dem Gesch\u00f6pf nichts, nicht einmal das, was er gn\u00e4diger Weise zu geben bereit ist. Gott handelt nicht aus Pflicht und Zwang, sondern aus seinem eigenen, unabh\u00e4ngigen Vorrecht heraus. Das ist es, was es bedeutet, Gott zu sein. Und weil er Gott ist, sind seine frei beschlossenen Handlungen in sich stets richtig und vollkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu sagen, dass Erw\u00e4hlung ungerecht sei, ist nicht nur unzutreffend, sondern verkennt auch das eigentliche Wesen der wahren Gerechtigkeit. Was fair, richtig und gerecht ist, ist das, was Gott tun will. Wenn Gott also diejenigen ausw\u00e4hlen will, die er retten will, dann ist es in sich gerecht (<em>seinem Wesen entsprechend<\/em>), dass er das tut. Wir k\u00f6nnen unserem Verst\u00e4ndnis von Gottes Wirken nicht unsere eigenen Vorstellungen von Fairness aufzwingen. Stattdessen m\u00fcssen wir die Heilige Schrift heranziehen, um zu sehen, wie Gott selbst in seiner vollkommenen Gerechtigkeit entscheidet, zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist die Lehre von der Erw\u00e4hlung?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Vorstellung, dass Gott tut, was er will, und dass das, was er tut, wahr und richtig ist, weil er es tut, ist grundlegend f\u00fcr unser Verst\u00e4ndnis der gesamten Heiligen Schrift, einschlie\u00dflich der Lehre von der Erw\u00e4hlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im weitesten Sinne bezieht sich die Erw\u00e4hlung auf die Tatsache, dass Gott sich frei entscheidet (oder: erw\u00e4hlt),&nbsp;<em>was<\/em>&nbsp;er tut, und dieses so zu tun,&nbsp;<em>wie<\/em>&nbsp;er es f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Wenn er handelt, tut er das nur, weil er sich willentlich und unabh\u00e4ngig daf\u00fcr entscheidet. Gem\u00e4\u00df Seines eigenen Wesens, seines vorherbestimmten Plans und seines Wohlgefallens entscheidet er sich, das zu tun, was er will, ohne irgendeinen Druck oder irgendwelche Schranken durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bibel weist immer wieder auf diesen Punkt hin. Beim Sch\u00f6pfungsakt hat Gott genau das geschaffen, was er erschaffen&nbsp;<em>wollte<\/em>, und zwar so,&nbsp;<em>wie<\/em>&nbsp;er es erschaffen wollte (vgl. 1Mo&nbsp;1,31). Und seit der Sch\u00f6pfung hat er alles in der menschlichen Geschichte souver\u00e4n vorgeschrieben oder zugelassen, um den Erl\u00f6sungsplan zu verwirklichen, den er zuvor entworfen hatte (vgl. Jes&nbsp;25,1; 46,10; 55,11; R\u00f6m&nbsp;9,17; Eph&nbsp;3,8\u201311).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Alten Testament w\u00e4hlte er aus allen V\u00f6lkern der Welt ein Volk f\u00fcr sich aus, n\u00e4mlich Israel (5Mo&nbsp;7,6; 14,2; Ps&nbsp;105,43; 135,4). Er w\u00e4hlte die Israeliten nicht deshalb aus, weil sie besser oder begehrenswerter waren als andere V\u00f6lker, sondern einfach, weil er sich entschlossen hatte, sie zu erw\u00e4hlen. Mit den Worten von Richard Wolf: \u00bbWie seltsam von Gott, die Juden zu erw\u00e4hlen!\u201c Das Gleiche h\u00e4tte auch f\u00fcr jedes andere Volk gegolten, wenn Gott dieses ausgew\u00e4hlt h\u00e4tte. Gott w\u00e4hlt, wen immer er w\u00e4hlt, aus Gr\u00fcnden, die ganz und gar seine sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Volk Israel war nicht der einzige Empf\u00e4nger von Gottes Auserw\u00e4hlung in der Heiligen Schrift. Im Neuen Testament wird Jesus Christus als \u00bbmein Auserw\u00e4hlter\u00ab bezeichnet (Lk&nbsp;9,35). Auch die heiligen Engel werden als \u00bbauserw\u00e4hlte Engel\u00ab bezeichnet (1Tim&nbsp;5:21). Und die Gl\u00e4ubigen des Neuen Testaments werden \u00bbGottes Auserw\u00e4hlte\u00ab genannt (Kol&nbsp;3,12; vgl. 1Kor&nbsp;1,27; 2 Thess. 2,13; 2Tim 2,10; Tit&nbsp;1,1; 1Petr 1,1; 2,9; 5,13; Offb 17,14), was bedeutet, dass die Gemeinde Jesu eine Gemeinschaft der Erw\u00e4hlten oder \u00bbAuserw\u00e4hlten\u00ab ist (Eph&nbsp;1,4).<\/p>\n\n\n\n<p>Als Jesus zu seinen J\u00fcngern sagte: \u00bb<em>Ihr<\/em>&nbsp;habt nicht mich auserw\u00e4hlt, sondern&nbsp;<em>ich<\/em>&nbsp;habe euch auserw\u00e4hlt\u00ab (Joh&nbsp;15,16a), hat er diese Wahrheit unterstrichen. Und das Neue Testament bekr\u00e4ftigt sie an vielen Stellen. Apostelgeschichte 13,48b beschreibt die Erl\u00f6sung mit diesen Worten: \u00bb[E]s glaubten, so viele zum ewigen Leben bestimmt waren.\u00ab In Epheser&nbsp;1,4\u20136 hei\u00dft es, dass Gott \u00bbuns auserw\u00e4hlt hat in ihm [Christus] vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und untadelig seien vor ihm in Liebe; und uns zuvor bestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus f\u00fcr sich selbst, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, womit er uns begnadigt hat in dem Geliebten\u00ab. In seinen Briefen an die Thessalonicher erinnert Paulus seine Leser daran, dass er wusste, dass Gott sie auserw\u00e4hlt hatte (1Thess&nbsp;1,4), und dass er f\u00fcr sie dankbar war, dass \u00bbGott [sie] von Anfang erw\u00e4hlt hat zur Errettung in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit\u00ab (2Thess&nbsp;2,13b). Das Wort Gottes ist eindeutig und klar: Die Gl\u00e4ubigen sind solche, die Gott vor aller Zeit zum Heil erw\u00e4hlt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00bbVorkenntnis\u00ab [SCH2000: \u00bbVorsehung\u00ab], auf die sich Petrus bezieht (1Petr&nbsp;1,2), sollte nicht mit einfachem Vorherwissen verwechselt werden. Einige lehren diese Ansicht und behaupten, dass Gott in der Ewigkeit vor der Zeit in die Geschichte hineingeschaut habe, um zu sehen, wer auf seinen Ruf zum Heil antworten w\u00fcrde, und dann die Erl\u00f6sten auf der Grundlage ihrer Antwort ausgew\u00e4hlt habe. Eine solche Erkl\u00e4rung macht Gottes Entscheidung von der Entscheidung des Menschen abh\u00e4ngig und verleiht dem Menschen eine Souver\u00e4nit\u00e4t, die nur Gott zusteht. Sie macht Gott zu jemand, der passiv erw\u00e4hlt wird, statt zu Dem, der selbst aktiv ausw\u00e4hlt. Und diese Auffassung missversteht auch die Art und Weise,&nbsp;in der Petrus den Begriff \u00bbVorkenntnis\u00ab verwendet. In 1.&nbsp;Petrus&nbsp;1,20 verwendet der Apostel die Verbform dieses Wortes (griech.&nbsp;<em>prognosis<\/em>), um sich auf Christus zu beziehen (\u00bbder zwar&nbsp;<em>zuvor erkannt ist<\/em>\u00ab). In diesem Fall schlie\u00dft das Konzept der \u00bbVorkenntnis\u00ab sicherlich die Idee einer bewussten Entscheidung ein. Daraus ist zu schlie\u00dfen, dass dasselbe gilt, wenn Petrus an anderen Stellen&nbsp;<em>prognosis<\/em>&nbsp;auf die Gl\u00e4ubigen anwendet (vgl. 1Petr&nbsp;1,2: \u00bbauserw\u00e4hlt nach&nbsp;<em>Vorkenntnis<\/em>&nbsp;Gottes\u00ab).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im neunten Kapitel des R\u00f6merbriefs werden die Erw\u00e4hlungsabsichten Gottes aufgez\u00e4hlt. Dort wird Gottes auserw\u00e4hlendes Vorrecht in Bezug auf seine rettende Liebe zu Jakob (und Jakobs Nachkommenschaft) im Gegensatz zu Esau (und Esaus Nachkommenschaft) deutlich dargestellt. Gott erw\u00e4hlte Jakob und nicht Esau, aber diese nicht aufgrund von etwas, das Jakob oder Esau getan hatten, sondern nach seinen eigenen freien und unbeeinflussten souver\u00e4nen Absichten. Jenen, die daraufhin mit: \u00bbDas ist ungerecht!\u00ab protestieren k\u00f6nnten, weist Paulus in die Schranken mit der Frage: \u00bbWer bist&nbsp;<em>du<\/em>&nbsp;denn, o Mensch, der du das Wort nimmst gegen Gott? \u00ab (R\u00f6m&nbsp;9, 20).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese \u00dcbersicht lie\u00dfe sich um viele weitere Bibelstellen erg\u00e4nzen. Doch so eindeutig das Wort Gottes auch ist, die Menschen haben immer wieder Schwierigkeiten, die Lehre von der Erw\u00e4hlung zu akzeptieren. Nochmals: Der Grund daf\u00fcr ist, dass sie zulassen, dass ihre vorgefassten Meinungen dar\u00fcber, wie Gott handeln sollte (basierend auf einer menschlichen Definition von Fairness), die Wahrheit seiner Souver\u00e4nit\u00e4t, wie sie in der Heiligen Schrift dargelegt ist, au\u00dfer Kraft setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Offen gesagt, der einzige Grund, an die Erw\u00e4hlung zu glauben, ist, dass sie ausdr\u00fccklich in Gottes Wort steht. Kein Mensch und kein Gremium von Menschen hat diese Lehre erfunden. Wie die Lehre von der ewigen Bestrafung steht sie im Widerspruch zum Diktat des fleischlichen Verstandes. Sie widerstrebt den Empfindungen des nichtwiedergeborenen Herzens. Wie die Lehre von der Dreieinheit Gottes und der wunderbaren Geburt unseres Erl\u00f6sers muss die Wahrheit der Erw\u00e4hlung, weil sie von Gott geoffenbart wurde, mit einf\u00e4ltigem und bedingungslosem (zweifelfreiem) Glauben angenommen werden. Wenn man eine Bibel hat und ihr glaubt, hat man keine andere Wahl, als zu akzeptieren, was sie lehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort Gottes stellt Gott als den Leiter und Lenker aller Gesch\u00f6pfe dar (Dan&nbsp;4,35; Jes&nbsp;45,7; Lam 3,38), als den Allerh\u00f6chsten (Ps&nbsp;47,2; 83,18), als den Herrscher \u00fcber Himmel und Erde (1Mo&nbsp;14,19; Jes&nbsp;37,16) und als den, gegen den niemand bestehen kann (2Chr&nbsp;20,6; Hiob&nbsp;41,10; Jes&nbsp;43,13). Er ist der Allm\u00e4chtige, der alles nach dem Ratschluss seines Willens wirkt (Eph&nbsp;1,11; vgl. Jes&nbsp;14,27; Offb&nbsp;19,6) und der himmlische T\u00f6pfer, der die Menschen nach seinem Wohlgefallen formt (R\u00f6m&nbsp;9,18\u201322). Kurz gesagt, er ist der Entscheider und Bestimmer des Schicksals eines jeden Menschen und der Lenker jeder Einzelheit im Leben eines jeden (Spr&nbsp;16,9; 19,21; 21,1; vgl. 2Mo&nbsp;3,21\u201322; 14,8: Esra&nbsp;1,1; Dan&nbsp;1,9; Jak&nbsp;4,15)&nbsp;\u2013&nbsp;was eigentlich nur eine andere Art ist, zu sagen: \u00bbEr ist Gott\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum hat Gott beschlossen, die Erl\u00f6sten zu erw\u00e4hlen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Obwohl sich die Lehre von der Erw\u00e4hlung allgemein auf alles bezieht, was Gott tut, bezieht sie sich in einem spezifischen neutestamentlichen Sinn meist auf die Erw\u00e4hlung von S\u00fcndern, dass diese erl\u00f6ste Heilige in seiner Gemeinde werden. Die g\u00f6ttliche Erw\u00e4hlung spricht in diesem speziellen Zusammenhang von Gottes unabh\u00e4ngiger und vorherbestimmter Wahl derer, die er retten und in die K\u00f6rperschaft des Leibes Christi aufnehmen will. Gott hat jene S\u00fcnder nicht gerettet, weil sie ihn gew\u00e4hlt haben, sondern weil er sie erw\u00e4hlt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum hat Gott dies getan? Warum hat er von Ewigkeit her souver\u00e4n beschlossen, einen Teil der gefallenen Menschheit zu retten, die zu einer Gemeinschaft von Erl\u00f6sten w\u00fcrde? Um diese Frage zu beantworten, ohne f\u00e4lschlicherweise unsere eigenen vorgefassten Meinungen einzubringen, m\u00fcssen wir uns an das Wort Gottes wenden, denn dort hat Gott uns seine Gedanken offenbart. Nat\u00fcrlich werden wir als gefallene Menschen niemals in der Lage sein, die unendliche Weisheit Gottes in dieser Hinsicht vollst\u00e4ndig zu begreifen (vgl. R\u00f6m&nbsp;11,33\u201336). Nichtsdestotrotz gibt uns die Heilige Schrift mehrere Einblicke in die g\u00f6ttliche Motivation hinter der Erw\u00e4hlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum also hat Gott beschlossen, S\u00fcnder zu retten?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">G\u00f6ttliche Erw\u00e4hlung und die Verhei\u00dfung Gottes<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Antwort beginnt mit der Verhei\u00dfung Gottes. In Titus 1,1\u20132 lesen wir: \u00bbPaulus, Knecht Gottes, aber Apostel Jesu Christi, nach dem Glauben der Auserw\u00e4hlten Gottes und nach der Erkenntnis der Wahrheit, die nach der Gottseligkeit ist, in der Hoffnung des ewigen Lebens, das Gott, der nicht l\u00fcgen kann, verhei\u00dfen hat vor ewigen Zeiten.\u00ab In diesen Versen definiert der Apostel Paulus kurz und b\u00fcndig die F\u00fclle des Heils und kn\u00fcpft sie direkt an die ewige Verhei\u00dfung Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Heil besteht in seiner F\u00fclle aus drei Hauptbestandteilen:&nbsp;<strong>Rechtfertigung<\/strong>&nbsp;(die Errettung des S\u00fcnders im Augenblick der Bekehrung von der Strafe der S\u00fcnde durch das stellvertretende Opfer Christi),&nbsp;<strong>Heiligung<\/strong>&nbsp;(die fortw\u00e4hrende Errettung des S\u00fcnders von der Macht der S\u00fcnde in diesem Leben) und&nbsp;<strong>Verherrlichung<\/strong>&nbsp;(die endg\u00fcltige, vollst\u00e4ndige Errettung des S\u00fcnders von der Gegenwart der S\u00fcnde im zuk\u00fcnftigen Leben). Als Prediger des Evangeliums betonte Paulus jeden dieser Aspekte in seinem Dienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil er die Rechtfertigung verstand, predigte er das Evangelium \u00bbnach [<em>kata<\/em>; engl.: \u00bb<em>for the sake of<\/em>\u00ab (ESV)] dem Glauben der Auserw\u00e4hlten Gottes\u00ab, weil er wusste, dass Gott durch die Verk\u00fcndigung der Wahrheit diejenigen rechtfertigen w\u00fcrde, die er zur Rettung auserw\u00e4hlt hatte (vgl. R\u00f6m&nbsp;10,14\u201315). Weil er die fortschreitende Heiligung verstand, suchte Paulus diejenigen zu st\u00e4rken, die die Wahrheit bereits angenommen hatten, und erbaute sie \u00bbnach der Erkenntnis der Wahrheit, die nach der Gottseligkeit ist\u00ab. Und weil er die Verherrlichung verstand, erinnerte Paulus die ihm anvertrauten Menschen leidenschaftlich an die \u00bbHoffnung des ewigen Lebens\u00ab&nbsp;\u2013&nbsp;den H\u00f6hepunkt und die letztliche Erf\u00fcllung ihrer Errettung in Christus.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus predigte das Evangelium von Christus mit gro\u00dfer Klarheit, damit die Auserw\u00e4hlten es h\u00f6ren und glauben konnten. Wenn sie glaubten, lehrte er sie die Wahrheit, damit sie gottesf\u00fcrchtig werden konnten; und er entfaltete f\u00fcr sie auch die Hoffnung auf das ewige Leben, was ihnen die Ermutigung und Motivation gab, die sie f\u00fcr ein treues Leben brauchten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem er das Heil in drei kurzen S\u00e4tzen zusammengefasst hat, beendet Paulus Vers 2 mit diesen Worten: \u00bbdas [=ewige Leben] Gott, der nicht l\u00fcgen kann, verhei\u00dfen hat vor ewigen Zeiten\u00ab. Der Apostel will damit sagen, dass das ganze sich entfaltende Wunder der Erl\u00f6sung, das im ewigen Leben gipfelt, auf dem unbedingten Versprechen unseres vertrauensw\u00fcrdigen Gottes beruht. Die Tatsache, dass Gott nicht l\u00fcgen kann, ist sowohl selbstverst\u00e4ndlich als auch biblisch belegt (vgl. 4Mo&nbsp;23,19; 1Sam&nbsp;15,29; Joh&nbsp;14,6.17; 15,26). Da Gott die Quelle und das Ma\u00df aller Wahrheit ist, ist es f\u00fcr Gott&nbsp;<em>per definitionem<\/em>&nbsp;\u00bbunm\u00f6glich zu l\u00fcgen\u00ab (Hebr&nbsp;6,18). Wenn der Teufel \u00bbdie L\u00fcge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein L\u00fcgner und ihr Vater\u00ab (Joh&nbsp;8,44), L\u00fcge ist ihm wesenseigen. Entsprechend redet Gott, wann immer er spricht, die Wahrheit aus seinem eigenen Wesen heraus, denn er ist der Vater der Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Gott der Wahrheit, der der einzig wahre Gott ist, hat schon vor langer Zeit versprochen, dass diejenigen, die er dazu auserw\u00e4hlt hat, in diesem Leben gerechtfertigt und geheiligt zu werden, auch im zuk\u00fcnftigen Leben verherrlicht werden. Der Ausdruck \u00bbvor ewigen Zeiten\u00ab bezieht sich nicht einfach auf die bisherige menschliche Geschichte, er bedeutet vielmehr \u00bb<em>bevor<\/em>&nbsp;die Zeit begann\u00ab. Zwar wiederholte Gott seinen Plan des Heils und des ewigen Lebens gegen\u00fcber gottesf\u00fcrchtigen Menschen wie Abraham, Mose, David und den Propheten, aber die urspr\u00fcngliche Verhei\u00dfung wurde in der Ewigkeit vor der Zeit gegeben und ratifiziert (vgl. Eph&nbsp;1,4\u20135; Hebr&nbsp;13,20). Bevor die Zeit begann, erw\u00e4hlte er diejenigen, die den Glauben annehmen w\u00fcrden (Tit&nbsp;1,1), und versprach, sie f\u00fcr alle Ewigkeit zu retten (1,2).<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wem gegen\u00fcber hat Gott dieses Versprechen gegeben? Wenn er es vor dem Beginn der Zeit gegeben hat, dann kann er es weder einem Menschen noch einem anderen geschaffenen Wesen gegeben haben. Vor der Erschaffung der Zeit gab es nichts au\u00dfer Gott selbst. Wem also hat er dieses Versprechen gegeben?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">G\u00f6ttliche Erw\u00e4hlung und die Liebe des Vaters<\/h2>\n\n\n\n<p>In 2.&nbsp;Timotheus&nbsp;1,9 werden wir zur Antwort gef\u00fchrt. Der Vers spricht von Gott und sagt, dass er \u00bbuns errettet hat und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben [\u2026] worden ist\u00ab. Der Ausdruck \u00bbvor ewigen Zeiten\u00ab ist die Wiedergabe desselben griechischen Ausdrucks, der mit denselben Worten in Titus&nbsp;1,2 wiedergegeben wird. Auch hier bedeutet er w\u00f6rtlich \u00bbbevor die Zeit begann\u00ab. In der Ewigkeit vor der Zeit, vor Anbruch der Geschichte, traf Gott die unwiderrufliche Entscheidung, den Erl\u00f6sten das Heil zu gew\u00e4hren. Dies ist die Verhei\u00dfung in Titus&nbsp;1,2 und es ist eine Verhei\u00dfung, die Gott nach seiner eigenen, unabh\u00e4ngigen Absicht und Gnade gegeben hat. Einfach ausgedr\u00fcckt: Es war ein Versprechen, das er sich selbst gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauer gesagt handelte es sich, wie wir sehen werden, um eine Verhei\u00dfung des Vaters an den Sohn. Der Plan Gottes war von Ewigkeit her, einen Teil der gefallenen Menschheit durch das Werk des Sohnes und zur Ehre des Sohnes zu erl\u00f6sen (vgl. 2Tim&nbsp;4,18). Es gab einen Moment in der Ewigkeit vor der Zeit (wenn wir so in unvollkommen zeitlichen Begriffen von der Ewigkeit sprechen d\u00fcrfen), als der Vater seine vollkommene und unbegreifliche Liebe zum Sohn zum Ausdruck bringen wollte. Um dies zu tun, beschloss er, dem Sohn eine erl\u00f6ste Menschheit als Liebesgabe zu geben&nbsp;\u2013&nbsp;eine Schar von M\u00e4nnern und Frauen, deren Aufgabe es sein sollte, den Sohn w\u00e4hrend aller \u00c4onen der Ewigkeit zu preisen und zu verherrlichen und ihm vollkommen zu dienen. Engel allein w\u00fcrden in dieser Hinsicht nicht ausreichen, denn es gibt Eigenschaften des Sohnes, f\u00fcr die Engel ihn nicht richtig preisen k\u00f6nnen, da sie die Erl\u00f6sung nie erfahren haben. Aber eine erl\u00f6ste Menschheit, als direkte Empf\u00e4nger seiner unverdienten Gunst, w\u00fcrde f\u00fcr immer als ein ewiges Zeugnis f\u00fcr die unendliche Gr\u00f6\u00dfe seiner Barmherzigkeit und Gnade stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vater beschloss daher, dem Sohn eine erl\u00f6ste Menschheit als sichtbaren Ausdruck seiner unendlichen Liebe zu geben. Dabei w\u00e4hlte er alle aus, die diese erl\u00f6ste Menschheit bilden sollten, und schrieb, bevor die Welt begann, ihre Namen in das Buch des Lebens (Offb &nbsp;13,8; 17,8). Sein Geschenk an den Sohn besteht aus denjenigen, deren Namen in diesem Buch stehen&nbsp;\u2013&nbsp;eine freudige Gemeinde unverdienter Heiliger, die den Sohn f\u00fcr immer preisen und ihm dienen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Johannesevangelium macht diese wunderbare Realit\u00e4t noch deutlicher. In Johannes&nbsp;6 zum Beispiel sagt Jesus ganz klar, dass die Gl\u00e4ubigen ein Geschenk seines Vaters an ihn sind. Er sagt seinen Zuh\u00f6rern: \u00bbAlles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaussto\u00dfen\u00ab (Joh&nbsp;6,37). Und sp\u00e4ter: \u00bbNiemand kann zu mir kommen, wenn der Vater, der mich gesandt hat, ihn nicht zieht\u00ab (Joh&nbsp;6,44). Mit anderen Worten: Der Vater zieht S\u00fcnder, um sie dem Sohn liebevoll zu pr\u00e4sentieren. Alle, die gezogen werden, kommen. Alle, die kommen, nimmt der Sohn auf und umarmt sie. Keiner davon wir je abgewiesen werden, denn der Sohn w\u00fcrde niemals diejenigen abweisen, die ein Geschenk des Vaters sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Heil kommt also nicht deswegen zu den S\u00fcndern, weil sie von Natur aus begehrenswert seien, sondern weil der Sohn in sich der Gabe des Vaters w\u00fcrdig ist. Der Zweck der Erl\u00f6sung besteht ja darin, dass der Sohn durch die Erl\u00f6sten auf ewig verherrlicht werde. Es geht dabei nicht um die Ehre des S\u00fcnders, sondern um die Ehre des Sohnes. Und als Antwort auf die Liebe des Vaters nimmt der Sohn die zum ihm Gezogenen gerne an, g\u00e4nzlich deswegen, weil sie ein Geschenk des Vaters sind, den er liebt. Es ist seine vollkommene Dankbarkeit, die seine Arme \u00f6ffnet, um die Verlorenen zu umarmen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Johannes&nbsp;6,39 sagt Jesus, dass das, was vom Vater versprochen wurde, vom Sohn bewahrt wird: \u00bbDies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tag.\u00ab Wenn der Sohn die vom Vater zu ihm Gezogenen aufnimmt, bewahrt er sie sicher und sorgt daf\u00fcr, dass sie eines Tages zum ewigen Leben auferweckt werden (vgl. Joh&nbsp;5,29). Wenn der Sohn diejenigen auferweckt, die ihn auf ewig anbeten werden, wird er den Plan erf\u00fcllen, den Gott in der vergangenen Ewigkeit gefasst hat. Wie Jesus in Johannes&nbsp;6,38 sagt: \u00bb[I]ch bin vom Himmel herabgekommen, nicht um&nbsp;<em>meinen<\/em>&nbsp;Willen zu tun [irgend einen&nbsp;<em>eigenen<\/em>&nbsp;Plan auszuf\u00fchren], sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.\u00ab Dieser Plan umfasst, wie der Herr in Johannes&nbsp;6,39erkl\u00e4rt, die zuk\u00fcnftige Auferstehung aller, die der Vater ihm gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Frage ist die Lehre von der ewigen Sicherheit der Geretteten ein fester Bestandteil dieser Diskussion, weil sie in den Plan mit eingebaut ist. Christus besch\u00fctzt diejenigen, die der Vater erw\u00e4hlt hat. Er wird nie einen von ihnen verlieren, denn sie sind Liebesgaben des Vaters an ihn. Sie sind wertvoll, nicht wegen ihrer angeborenen Lieblichkeit, sondern wegen der Lieblichkeit dessen, der sie dem Sohn gegeben hat. Deshalb bewahrt der Sohn sie in Sicherheit und deshalb wird uns \u00bbweder Tod noch Leben, weder Engel noch F\u00fcrstent\u00fcmer, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges, noch Gewalten, weder H\u00f6he noch Tiefe, noch irgendein anderes Gesch\u00f6pf uns zu scheiden verm\u00f6gen wird von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn\u00ab (R\u00f6m&nbsp;8,38\u201339).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese tiefe Wahrheit wird in Johannes&nbsp;17 wiederholt. Als das Kreuz nur noch wenige Stunden entfernt war, wusste Jesus, dass er eine Zeit der Trennung von Gott erleben w\u00fcrde (vgl. Mt&nbsp;27,46), in der er den Zorn Gottes f\u00fcr die S\u00fcnde tragen w\u00fcrde (vgl. Jes&nbsp;53,10; 2Kor 5,21). Im Bewusstsein dessen, dass er die Seinen in diesem Augenblick nicht werde besch\u00fctzen k\u00f6nnen, vertraute er ihre Bewahrung demjenigen an, der sie ihm gegeben hatte. In Johannes&nbsp;17,9\u201315 bittet Jesus seinen Vater mit diesen Worten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#abb7c200\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><em>Ich<\/em>&nbsp;bitte f\u00fcr sie; nicht f\u00fcr die Welt bitte ich, sondern f\u00fcr die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein (und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein), und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und&nbsp;<em>ich<\/em>&nbsp;komme zu dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien wie wir.<br>Als ich bei ihnen war, bewahrte&nbsp;<em>ich<\/em>&nbsp;sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie beh\u00fctet, und keiner von ihnen ist verloren gegangen \u2013 als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erf\u00fcllt w\u00fcrde.<br>Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie&nbsp;<em>meine<\/em>&nbsp;Freude v\u00f6llig in sich haben. <em>Ich<\/em>&nbsp;habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie&nbsp;<em>ich<\/em> nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnehmest, sondern dass du sie bewahrest vor dem B\u00f6sen.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang betet Jesus f\u00fcr die Seinen, die in der Welt sind. Er wei\u00df, dass die Erl\u00f6sten diejenigen sind, die der Vater ihm gegeben hat, und er wiederholt, dass er sie treu besch\u00fctzt und bewahrt hat. Aber jetzt, auf dem Weg zum Kreuz, bittet er den Vater, sie in dem Moment zu besch\u00fctzen, in dem er dazu nicht mehr in der Lage sein wird. In dem einen Fall in der gesamten Erl\u00f6sungsgeschichte, in dem der B\u00f6se in den Plan unterbrechend eingreifen k\u00f6nnte, vertraut der Sohn die Erl\u00f6sten der wachsamen und liebevollen F\u00fcrsorge seines Vaters an. Wie Jesus zuvor gesagt hatte: \u00bbMein Vater, der sie mir gegeben hat, ist gr\u00f6\u00dfer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben\u00ab (Joh&nbsp;10,29). Der Sohn war zuversichtlich, dass die Seinen in dem unl\u00f6sbaren Griff seines Vaters sicher sein w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>In Johannes&nbsp;17,24 betet Jesus weiter: \u00bbVater, ich will, dass&nbsp;<em>die<\/em>, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo&nbsp;<em>ich<\/em>&nbsp;bin, damit sie&nbsp;<em>meine<\/em>&nbsp;Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.\u00ab Hier ist der glorreiche Sinn des Liebesgeschenks des Vaters an den Sohn unverkennbar: Die \u00fcberragende Herrlichkeit des Sohnes soll von den Erl\u00f6sten gepriesen und verherrlicht werden. Auch die Motivation des Vaters f\u00fcr diese Gabe ist klar: Er wollte die Liebe beweisen, die er zum Sohn hatte, bevor die Welt erschaffen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist klar, dass die Lehre von der Erw\u00e4hlung weit \u00fcber das hinausgeht, was wir mit unseren endlichen F\u00e4higkeiten begreifen k\u00f6nnen. Wir stehen staunend vor diesen innertrinitarischen Liebesbekundungen, die so unergr\u00fcndlich und unaussprechlich sind. Und immer wieder werden wir durch kleine Einblicke in die g\u00f6ttliche Absicht hinter der Erw\u00e4hlung daran erinnert, dass es bei der Erl\u00f6sung um etwas geht, das weit \u00fcber unser eigenes Gl\u00fcck hinausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>In R\u00f6mer&nbsp;8,29\u201330 erhalten wir einen weiteren inspirierten Einblick in diese unermessliche Realit\u00e4t. Paulus schreibt: \u00bbDenn welche er zuvor erkannt hat, die hat er auch zuvor bestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichf\u00f6rmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Br\u00fcdern. Welche er aber zuvor bestimmt hat, diese hat er auch berufen; und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; welche er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.\u00ab Obwohl man viel \u00fcber diese Verse sagen k\u00f6nnte, sind zwei Punkte im Hinblick auf die Lehre der Erw\u00e4hlung von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung. Erstens: Als Gott uns durch seine Auserw\u00e4hlung vorherbestimmt hat, hat er uns nicht nur f\u00fcr den Anfang unseres Heils vorherbestimmt, sondern auch f\u00fcr dessen Ziel. Wir wurden nicht auserw\u00e4hlt, um nur gerechtfertigt zu werden. Wir wurden auserw\u00e4hlt, um verherrlicht zu werden. Wie Paulus das hier formuliert, k\u00f6nnte nicht deutlicher sein: Was Gott mit der Erw\u00e4hlung begonnen hat, setzt sich durch die Berufung und die Rechtfertigung fort und wird unweigerlich in der Verherrlichung enden. Der Prozess, der Gottes Prozess ist, ist ohne Fehler und Versagen, weil Er dahintersteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens rettet Gott nicht nur eine auserw\u00e4hlte, erl\u00f6ste Menschheit, die den Sohn verherrlichen und ihm f\u00fcr immer dienen wird, sondern er macht sie auch dem Sohn gleich. Die Erl\u00f6sten in Christus werden seinem Bild gleichgestaltet, was erst in der Verherrlichung vollst\u00e4ndig und endg\u00fcltig geschehen wird (1Joh&nbsp;3,2; Phil&nbsp;3,20\u201321). Es wurde zu Recht gesagt, dass Nachahmung die h\u00f6chste Form des Lobes ist, denn dies wird die h\u00f6chste Anerkennung f\u00fcr den Sohn sein&nbsp;\u2013&nbsp;er wird der Erste unter vielen sein, die ihm \u00e4hnlich geworden sind. Sie werden seine G\u00fcte widerspiegeln, weil sie ihm gleich sein werden, und sie werden seine Gr\u00f6\u00dfe verk\u00fcnden, indem sie ihn ohne Unterlass in Ewigkeit anbeten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">G\u00f6ttliche Erw\u00e4hlung und die Aufgabe des Sohnes<\/h2>\n\n\n\n<p>In 1.&nbsp;Korinther&nbsp;15,25\u201328 finden wir eine bemerkenswerte Schlussfolgerung zu dieser ganzen Diskussion. Dort sagt Paulus: \u00bbDenn er [Christus] muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine F\u00fc\u00dfe gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod weggetan. Denn \u203aalles hat er seinen F\u00fc\u00dfen unterworfen\u2039. Wenn er aber sagt, dass alles unterworfen sei, so ist es offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Abschnitt bezieht sich auf das Ende des Zeitalters und offenbart, dass der Tag kommen wird, an dem Christus, der K\u00f6nig der K\u00f6nige, seinen rechtm\u00e4\u00dfigen Thron besteigen und das Universum, das ihm geh\u00f6rt, zur\u00fcckfordern wird. Zu diesem Zeitpunkt wird ihm alles unterworfen sein, auch der Tod, und alle Erl\u00f6sten werden in der Herrlichkeit versammelt sein und in der F\u00fclle der ewigen Anbetung jubeln. Wenn das alles geschehen ist, \u00bbdann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der [gemeint ist der Vater] ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei\u00ab. Mit anderen Worten: Wenn das ganze Liebesgeschenk der erl\u00f6sten Menschheit Jesus Christus \u00fcbergeben worden ist, dann wird er diese erl\u00f6ste Menschheit nehmen und alles, einschlie\u00dflich seiner selbst, dem Vater zur\u00fcckgeben als Ausdruck seiner Gegenliebe gegen\u00fcber der unendlichen Liebe des Vaters. In diesem Augenblick werden die Erl\u00f6sungsabsichten Gottes vollst\u00e4ndig verwirklicht sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lehre von der Erw\u00e4hlung ist also das Herzst\u00fcck der Erl\u00f6sungsgeschichte. Sie ist keine unbedeutende, esoterische Lehre, die trivialisiert oder auf Debatten in den Seminarr\u00e4umen verwiesen werden kann. Vielmehr steht sie im Mittelpunkt unseres Verst\u00e4ndnisses von Erl\u00f6sung und der Gemeinde Jesu. Sie pr\u00e4gt unsere Evangelisation, unsere Verk\u00fcndigung und unsere Identit\u00e4t als Leib Christi.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hilft uns auch zu verstehen, warum Christus seine Braut, die Gemeinde, so ernst nimmt&nbsp;\u2013&nbsp;sie ist sein Liebesgeschenk vom Vater. Die Gemeinde ist f\u00fcr ihn so wertvoll, dass er bereit war, gro\u00dfe Schwierigkeiten und schlie\u00dflich den Tod zu ertragen, um das Geschenk zu empfangen. \u00bbDenn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet\u00ab (2Kor&nbsp;8,9; vgl. Phil&nbsp;2,5\u201311). Er lie\u00df unendliche geistliche Reicht\u00fcmer hinter sich, damit seine Auserw\u00e4hlten dieselben Reicht\u00fcmer erben k\u00f6nnen (vgl. R\u00f6m&nbsp;8,17). Er hat die tiefste Armut auf sich genommen, die \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, indem er auf seine himmlischen Annehmlichkeiten und auf den unabh\u00e4ngigen Gebrauch seiner g\u00f6ttlichen Vollkommenheiten verzichtete und sich entschied, die Strafe der S\u00fcnde durch sein Opfer am Kreuz auf sich zu nehmen. Paulus erkl\u00e4rt dies so: \u00bbDen, der S\u00fcnde nicht kannte [d. h. Christus], hat er [Gott, der Vater] f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit w\u00fcrden in ihm\u00ab (2Kor&nbsp;5,21).<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus war v\u00f6llig unschuldig. Doch am Kreuz behandelte der Vater Ihn so, als h\u00e4tte Er pers\u00f6nlich jede S\u00fcnde begangen, die von all den Menschen, die jemals an Ihn glauben w\u00fcrden, begangen wurden oder begangen werden. Obwohl er selbst makellos war, erlebte Er die volle Wucht des Zornes Gottes und ertrug die Strafe der S\u00fcnde stellvertretend f\u00fcr alle, die zu retten Er gekommen war. Auf diese Weise wurde der s\u00fcndlose Gottessohn zum perfekten Stellvertreter f\u00fcr die s\u00fcndigen Menschens\u00f6hne.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des Opfers Christi werden die Auserw\u00e4hlten in Ihm zur Gerechtigkeit Gottes. So wie der Vater den Sohn als S\u00fcnder behandelte, obwohl der Sohn s\u00fcndlos war, so behandelt der Vater jetzt die Gl\u00e4ubigen als Gerechte, obwohl sie ungerecht waren. Jesus hat sein Leben f\u00fcr die S\u00fcnder eingetauscht, um den Auserw\u00e4hlungsplan Gottes zu erf\u00fcllen. Und Er tat es, damit Er am Ende dem Vater das Liebesgeschenk zur\u00fcckgeben konnte, das der Vater Ihm gegeben hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir \u00fcber diese Wahrheiten nachdenken, werden wir in die unermesslichen Tiefen der Pl\u00e4ne und Absichten Gottes geworfen. Wie Paulus in R\u00f6mer&nbsp;11,33\u201336 ausrief:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#abb7c200\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbOh, die Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!&nbsp;<br>Wie unergr\u00fcndlich sind seine Gerichte und wie unerforschlich seine Wege!\u00ab<br>\u00bbDenn wer kennt die Gedanken des Herrn, und wer ist sein Ratgeber gewesen?\u00ab<br>\u00bbOder wer hat ihm eine Gabe gegeben, damit er sie zur\u00fcckbekommt?\u00ab&nbsp;<br>Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.&nbsp;<br>Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Diejenigen, die Gott lieben, sind erstaunt und erstaunt und k\u00f6nnen nur mit aufrichtiger Anbetung und dem\u00fctiger Unterwerfung reagieren. Sie m\u00fcssen Ihn preisen f\u00fcr seine Barmherzigkeit, seine Gnade und seine herrlichen Absichten, der dies alles vor aller Zeit geplant hat. Und sie m\u00fcssen sich seiner Souver\u00e4nit\u00e4t unterwerfen, die nicht nur im ganzen gro\u00dfen Universum regiert, sondern auch in den kleinsten Details ihres t\u00e4glichen Lebens. Das ist ihre Rolle als Teil des Liebesgeschenks des Vaters an den Sohn. Anbeten und Dienen ist das, wozu sie von Ewigkeit her bestimmt waren. Und das werden sie auch in der unaussprechlichen Freude der ewigen Herrlichkeit weiterhin vollkommen tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Realit\u00e4t ist also, dass die Gl\u00e4ubigen nur ein kleiner Teil eines viel gr\u00f6\u00dferen g\u00f6ttlichen Plans sind. Der Vater hat aufgrund seiner Liebe zum Sohn vor Beginn der Zeit beschlossen, eine erl\u00f6ste Gemeinschaft zu erw\u00e4hlen, die den Sohn in alle Ewigkeit preisen w\u00fcrde. Und der Sohn nahm aus Liebe zum Vater dieses Liebesgeschenk des Vaters an und hielt es f\u00fcr so kostbar, dass er sein Leben daf\u00fcr gab. Der Sohn besch\u00fctzt diejenigen, die der Vater erw\u00e4hlt hat, um sie ihm zu geben, und verspricht, sie nach dem vorherbestimmten Plan Gottes zur Herrlichkeit zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die lange Reihe gottesf\u00fcrchtiger M\u00e4nner<\/h2>\n\n\n\n<p>Geschichte ist die Entfaltung dieses Plans Gottes: Dass diejenigen, die er erw\u00e4hlt hat, durch die Person und das Werk des Sohnes berufen, gerechtfertigt und verherrlicht werden. Geschichte begann, als Gott Zeit und Raum nach seinem ewigen Erl\u00f6sungsplan erschuf. Und sie wird enden, wenn alle seine Absichten f\u00fcr seine Sch\u00f6pfung nach demselben ewigen Plan vollendet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Es \u00fcberrascht nicht, dass Gottes Diener im Laufe der Geschichte dies als Realit\u00e4t verstanden und sich zu eigen gemacht haben. Von Mose bis zur Gegenwart gibt es eine lange Reihe gottesf\u00fcrchtiger Menschen, die diese Gewissheit in ihren Worten und ihrem Leben zum Ausdruck gebracht haben. Diese Diener Gottes sind unsere menschlichen Glaubenshelden. Aber es ist nicht eine ihnen angeborene Gr\u00f6\u00dfe, der wir Beifall spenden. Vielmehr ist es die Gr\u00f6\u00dfe und Herrlichkeit ihres souver\u00e4nen Gottes, die sich in ihrem Leben und in ihren Lehren widerspiegelt, die uns so sehr beeindruckt. Das Thema dieser Buchreihe (<em>Foundations of Grace<\/em>; verdeutscht:&nbsp;<em>Grundlagen der Gnade<\/em>) ist der unver\u00e4nderliche Charakter und die Treue Gottes in den Lehren der Gnade.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">In Band eins (<em>A Long Line of Godly Men<\/em>; verdeutscht:&nbsp;<em>Eine lange Reihe gottesf\u00fcrchtiger M\u00e4nner<\/em>) liefert Steven Lawson klar und umfassend die biblische Grundlage f\u00fcr die Lehren der Gnade. Dieser Band liefert die biblische Basis f\u00fcr alles Folgende. Die B\u00e4nde zwei bis f\u00fcnf stehen wie S\u00e4ulen auf diesem festen Fundament und zeichnen das Echo der g\u00f6ttlichen Offenbarung durch die Kirchengeschichte hindurch auf. Im gesamten Werk wird schnell deutlich, dass die Verfasser der Heiligen Schrift und die ihnen folgenden Schriftausleger dieselben unver\u00e4nderlichen Lehren hochhielten und lehrten, die das g\u00f6ttliche, souver\u00e4ne Heil ausmachen. Wenn man die Berichte von diesen gottesf\u00fcrchtigen M\u00e4nnern liest, staunt man nicht \u00fcber deren Talent, F\u00e4higkeiten oder einzigartige Umst\u00e4nde, sondern \u00fcber ihre Best\u00e4ndigkeit, mit der sie dieselbe g\u00f6ttliche Wahrheit der Lehren der Gnade praktizierten und verk\u00fcndeten.Daher geht es in&nbsp;<em>A Long Line of Godly Men&nbsp;<\/em>(<em>Eine lange Reihe gottesf\u00fcrchtiger M\u00e4nner<\/em>) nicht in erster Linie um diese M\u00e4nner, sondern um den Gott, von dem das Leben dieser M\u00e4nner zeugt. Obwohl gottesf\u00fcrchtige M\u00e4nner kommen und gehen, wie jeder \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte deutlich macht, \u00e4ndert sich der Gott, der durch diese M\u00e4nner sprach, nie, und seine Botschaft auch nicht. Und das ist es, was Lawsons Werk so reich und erbaulich macht. Der Gott des Mose, der Gott des Petrus, der Gott des Chrysostomus, der Gott Luthers, der Gott Edwards, der Gott Spurgeons und der Gott, dem wir heute dienen, befiehlt uns, die unver\u00e4nderlichen Wahrheiten zu verk\u00fcnden, die in der Vergangenheit als Basis gelegt wurden. Die Unver\u00e4nderlichkeit Gottes und die Ewigkeit seiner Wahrheiten, insbesondere die Lehre von der souver\u00e4nen Erw\u00e4hlung, bilden den Eckpfeiler dieser Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Textquellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Goettliche_Unveraenderlichkeit_und_die_Lehren_der_Gnade_John_MacArthur_2006.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Goettliche_Unveraenderlichkeit_und_die_Lehren_der_Gnade_John_MacArthur_2006.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">PDF<\/a> des Artikels in Deutsch (ca. 240 kB)<\/li>\n\n\n\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ligonier.org\/posts\/divine-immutability-and-the-doctrines-of-grace-pt-1\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.ligonier.org\/posts\/divine-immutability-and-the-doctrines-of-grace-pt-1\" target=\"_blank\">Artikelserie<\/a> (Englisch) <em>Divine Immutability and the Doctrines of Grace<\/em> auf der Website von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ligonier.org\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.ligonier.org\" target=\"_blank\">Ligonier Ministries<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>John MacArthur,Divine Immutability and the Doctrines of Grace.Vorwort in: Steven J. LawsonFoundations of Grace (A Long Line of Godly Men)Lake Mary, FL: Ligonier Ministries, 2006.\u00dcbersetzt von grace@logikos.club, 2023. Die Bibel unterstreicht wiederholt und unmissverst\u00e4ndlich die Tatsache, dass Gott sich nicht \u00e4ndert. In der Tat kann er sich nicht \u00e4ndern, weil er sich in seiner absoluten &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=3081\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eG\u00f6ttliche Unver\u00e4nderlichkeit\u00a0und die Lehren der Gnade\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[42,127],"class_list":["post-3081","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-heilslehre","tag-heilslehre","tag-lehren-der-gnade"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3081"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3081\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3460,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3081\/revisions\/3460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}