{"id":2748,"date":"2022-09-21T18:20:29","date_gmt":"2022-09-21T16:20:29","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=2748"},"modified":"2024-10-17T10:56:21","modified_gmt":"2024-10-17T08:56:21","slug":"was-dem-psalter-des-at-fuer-den-glaeubige-heute-mangelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=2748","title":{"rendered":"Was dem Psalter des AT f\u00fcr den Gl\u00e4ubigen heute mangelt"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Psalter, das F\u00fcnfbuch der Psalmen, ist ein gro\u00dfartiges und wichtiges Element der Poesieliteratur des Alten Testaments (AT) und damit der gesamten Heiligen Schrift. \u00bbDie Psalmen entstanden als Antwort des Glaubens auf Gottes Reden zu seinem Volk\u00ab<sup>[1]<\/sup> zu Zeiten des AT. Als Teil der Heiligen Schrift ist der Psalter genauso Gottes fehlerfreies, autoritatives, weil inspiriertes, Wort, wie jeder Teil des Neuen Testaments (NT).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zusammenhang zwischen AT und NT ist durch einige Aussagen der Schrift explizit gesichert (z. B. R\u00f6mer 15,4), wird aber auch durch eine Gro\u00dfzahl von Zitaten des AT im NT exemplarisch realisiert.<sup>[2]<\/sup> Auch Jesus Christus und seine Apostel haben immer wieder das AT zitiert und zur Verbreitung des Evangeliums von Jesus Christus verwendet (s. z. B. Apostelgeschichte 2,14\u201336; 8,30\u201335; 17,11).<\/p>\n\n\n\n<p>So werden auch viele Psalmen (z. T. mehrfach) im NT zitiert und gedeutet, ca. 50 Psalmen des Psalters werden im NT w\u00f6rtlich oder in Anspielung verwendet. <strong>Der Psalter ist damit das im NT am h\u00e4ufigsten zitierte Buch des AT. <\/strong>Eine Untersuchung jener Stellen zeigt, dass im Psalter <strong>zeitlose Grundwahrheiten<\/strong> stehen und dass der Psalter viele <strong>prophetische Aussagen<\/strong> enth\u00e4lt, insbesondere \u00fcber Christus (den Messias) und die Zukunft Israels. Der Gl\u00e4ubige des NT findet im Psalter Wichtiges \u00fcber <strong>Christus<\/strong> und N\u00fctzliches, das ihn belehrt, \u00fcberf\u00fchrt, zurechtweist und unterweist (2. Timotheus 3,16; Johannes 6,39f).<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings geh\u00f6rt zur richtigen Auslegung dieser Psalmtexte das Bewusstsein, dass die <strong>Offenbarung Gottes fortschreitend<\/strong> war: Was erst nur angedeutet und verschleiert gesagt wurde, wurde sp\u00e4ter immer klarer geoffenbart. Wenngleich Gl\u00e4ubige des AT und Gl\u00e4ubige des NT auf dieselbe Weise gerettet werden (alle <em>nur<\/em> durch Christi Opfer, <em>nur<\/em> aus Gnade, <em>nur<\/em> durch Glauben) und beide sowohl irdische wie himmlische Hoffnung haben, sind deutliche Unterschiede und Verschiebungen in den Schwerpunktlegungen zu beobachten. War der Gl\u00e4ubige im AT (Israel) \u00bbunter Gesetz\u00ab, so ist der Gl\u00e4ubige heute (Gemeinde Jesu Christi) \u00bbunter Gnade\u00ab (R\u00f6mer 6,14; Galater 3,23; 4,5; 5:18). Wir m\u00fcssen also sowohl die <b>Kontinuit\u00e4t<\/b> als auch die <strong>Diskontinuit\u00e4t<\/strong> im Heilshandeln Gottes beachten. <\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere folgende besonderen Offenbarungen sind im AT \u2013wenn \u00fcberhaupt\u2013 nur versteckt oder als Samenkorn enthalten, werden daher  im Psalter meist vergeblich gesucht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Das vollbrachte Erl\u00f6sungswerk war nicht bekannt.<\/strong> Die Gl\u00e4ubigen das AT blickten voraus auf den verhei\u00dfenen Erl\u00f6ser und seine Erl\u00f6sung, aber das Erl\u00f6sungswerk Christi am Kreuz war noch nicht vollendet. Sie waren noch \u00bbunter Gesetz\u00ab, kannten Vorbilder und vorbildliche Rituale vom zuk\u00fcnftigen Heilshandeln Gottes in Christus, aber kein vollbrachtes Heilswerk. Eine Argumentation wie z. B. in Kolosser 2,12ff war noch nicht m\u00f6glich. Umso mehr war der Glaube an die Zusagen Gottes gefordert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gott war den Glaubenden noch nicht als pers\u00f6nlicher Vater geoffenbart. <\/strong>Wir finden im Psalter vereinzelt den Begriff \u00bbVater\u00ab f\u00fcr Gott (z. B. Psalmen 68,6; 89,27; 103,13). Wir Christen dagegen kennen Gott-Vater als den \u00bbGott und Vater unseres Herrn Jesus Christus\u00ab (R\u00f6mer 15,6; 1. Korinther 1,3; Epheser 1,3 usw.). Diese Bezeichnung der in Christus Jesus so eng und intim gewordenen Beziehung zu Gott-Vater wird typisch f\u00fcr die Glaubenden des NT. Jesus hat seine Nachfolger das Beten gelehrt mit der Anrede: \u00bbUnser Vater&#8230;\u00ab (Matth\u00e4us 6,9ff). Sp\u00e4ter bezeichnete er Gott-Vater als \u00bbmein Vater\u00ab und erntete daf\u00fcr massiven Widerspruch seitens der Rabbis (Johannes 5,17ff u.v.a.). Nach der Auferstehung nahm Christus die J\u00fcnger ausdr\u00fccklich in diese Beziehung mit herein: \u00bbIch fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und meinem Gott und eurem Gott.\u00ab (Johannes 20,17b). Hier wurde etwas Erstaunliches und Neues geoffenbart.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Heilige Geist wohnte noch nicht ewig bleibend in den Gl\u00e4ubigen.<\/strong>\u00a0Zumindest war dies so nicht geoffenbart, vielmehr f\u00fcrchtete man sich davor, dass man vom Heiligen Geist verlassen werden konnte (s. David in Psalm 51,13). Der Heilige Geist war zwar bekannt, aber nicht in ausdr\u00fccklichen Lehraussagen zur Trinit\u00e4t, wie wir sie z. B. im Johannes-Evangelium oder im R\u00f6merbrief finden. Der Heilige Geist  bef\u00e4higte die Glaubenden des AT zu ihrem Schriftverst\u00e4ndnis, gab ihnen geistliche Gaben und Kraft zum Dienst. Aber von ihnen wird nicht gesagt: \u00bb&#8230;er [Gott-Vater] wird euch einen anderen Sachwalter geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit,  den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.\u00ab (Johannes 14,16b\u201317). \u2013 Entsprechend muss man dann Psalm 51,13 verstehen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Glaubenden kannten noch nicht eine lebendige Verbindung zu einem verherrlichten Menschen im Himmel<\/strong>. Dies war schon deshalb nicht m\u00f6glich, weil noch kein Mensch im Himmel war. Dies ist erst seit der Himmelfahrt Jesu Christi der Fall. Psalm 110,1 spricht prophetisch von der Thronbesteigung Christi: \u00bbJahwe sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel f\u00fcr deine F\u00fc\u00dfe!\u00ab, Fakt wurde sie erst rund 1.000 Jahre sp\u00e4ter. Kolosser 1,26ff redet vom <strong>Geheimnis<\/strong>, dass diese lebendige Verbindung durch \u00bbChristus in euch\u00ab realisiert wird.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Das Geheimnis der Einheit der Gemeinde Gottes mit Jesus Christus war unbekannt.<\/strong> Das NT bezeichnet die Gemeinde und ihre Einheit mit Christus als ein \u00bbGeheimnis\u00ab (Epheser 3,1ff; 5,32). Sie war folglich im AT v\u00f6llig unbekannt und nicht geoffenbart. Die Gemeinde Israels in der W\u00fcste (4. Mose 16,9) ist nicht gleichzusetzen mit der Gemeinde des NT, die erst zu Pfingsten durch Herniederkunft und Innewohnen des Heiligen Geistes gegr\u00fcndet wurde. Die neutestamentliche Gemeinde ist auch kein Ersatz oder die Nachfolgerin der alttestamentlichen Gemeinde.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Entr\u00fcckung der Gemeinde und der genauere Ablauf des \u00bbTages des Herrn\u00ab waren unbekannt<\/strong>. Diese Sachverhalte wurden erst im NT durch die inspirierten Mitteilungen des Apostels Paulus genauer bekannt. Die \u00bbselige Hoffnung\u00ab ist daher Sondergut der neutestamentarischen Offenbarung, nicht der Psalmen. Was die Schreiber des AT jedoch geoffenbart haben, sind die sicheren Tatsachen des \u00bbTages des Herrn\u00ab und der leibhaftigen R\u00fcckkehr Jesu Christi, um seine Feinde zu besiegen und sein Reich sichtbar aufzurichten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Cave:<\/mark><\/strong> Selbst wenn einige Tatsachen den Schreibern des AT durch Inspiration zum Aufschreiben gegeben wurden, bedeutet dies nicht, dass sie v\u00f6llig verstanden, auf wen und wann prophetische Aussagen Bezug nahmen. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>[E]ine Errettung, \u00fcber welche die Propheten <strong>nachsuchten<\/strong> und <strong>nachforschten<\/strong>, die von der Gnade euch gegen\u00fcber geweissagt haben, <strong>forschend<\/strong>, auf welche oder welcherart Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er von den Leiden, die auf Christus kommen sollten, und von den Herrlichkeiten danach zuvor zeugte; <strong>denen es offenbart wurde, dass sie nicht f\u00fcr sich selbst, sondern f\u00fcr euch die Dinge bedienten, die euch jetzt verk\u00fcndigt worden sind durch die, die euch das Evangelium gepredigt<\/strong> haben durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist \u2013 Dinge, in welche die Engel hineinzuschauen begehren.<\/p>\n<cite>1. Petrus 1,10-12 (ELBCSV)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die oben genannten (und weitere) <strong>typisch christlichen Segnungen<\/strong> waren den Schreibern des Psalters nicht bekannt und sind daher im Psalter nicht zu finden. Auch andere Aussagen waren ihnen zur Niederschrift anvertraut, aber sie kannten deren Einordnung in die Heilsgeschichte nicht.<sup>[3]<\/sup> Wer das beim Lesen der Psalmen (wie des gesamten AT) nicht beachtet, kommt schnell zu falschen Schlussfolgerungen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nat\u00fcrlich kann und soll (!) der Christ viel Kraft aus den Psalmen sch\u00f6pfen<\/strong>, denn der Gott des AT ist auch der Gott des NT \u2013 Er hat sich nie ge\u00e4ndert\u2013 aber der Christ muss gut bedenken, dass manche Aspekte, wie die Racherufe und Verzweiflungsworte alttestamentlicher Autoren, nicht der christlichen Position vor Gott entsprechen.&nbsp;Sie waren damals angemessen, sie werden z. T. wieder einmal angemessen sein, aber die Zeit der Gemeinde Jesu Christi ist eine Zeit besonderer Offenbarungen und Vorrechte \u2013 es ist eine ganz besondere Gnadenzeit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns (und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater) <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">voller Gnade und Wahrheit<\/mark><\/strong>. &#8230; Denn aus seiner F\u00fclle haben wir alle empfangen, und zwar <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Gnade um Gnade<\/mark><\/strong>. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden<\/mark><\/strong>.<\/p>\n<cite><em>Johannes 1,14.16-17 (ELBCSV)<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Man tut also gut daran, beim Lesen des Psalters den vielzitierten Leitspruch zur progressiven Offenbarung von <strong>Augustinus<\/strong> zu beachten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Novum Testamentum in Vetere latet, Vetus Testamentum in Novo patet.<br>Das Neue Testament ist im Alten verborgen, das Alte Testament wird im Neuen offenbart.<\/p>\n<cite>Augustinus, Quaestiones in Heptateuchum 2,73: PL 34, 623 (um 419\u2013420)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>John G. Bellett <\/strong>(1795\u20131864) aus Dublin schreibt am Ende seines Kommentars zum Matth\u00e4us-Evangelium, das ja die Kontinuit\u00e4t, Harmonie und Einheit beider Testamente der Heiligen Schrift \u00fcberw\u00e4ltigend deutlich belegt, freudig Folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bb<strong>And as we thus listen to the voices of prophets and evangelists, as in concert, <\/strong><br><strong>we may remember those two happy lines:<br>&#8222;In vetere Testamento novum latet,<br>In novo Testamento vetus patet.<\/strong>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p>The lights of God which sweetly dawn\u00a0| In earliest books divine,<br>As morning hours to noonday lead,\u00a0| Along the volume shine.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8218;Tis but the same, tho&#8216; bright&#8217;ning sun,\u00a0| Which clearer, warmer glows;<br>The clouds which veiled his rising beam, | Fly ere the evening close.\u00ab[4]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Literaturverweise und Endnoten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[1] Benedikt Peters, <em>Das Buch der Psalmen \u2013 Teil 1: Psalm 1\u201341<\/em> (Dillenburg: CVD, 2004), S. 8.<br>[2] Beale, G. K., Carson, D. A., <em>Commentary on the New Testament Use of the Old Testament<\/em>. Grand Rapids, MI; Nottingham, UK: Baker Academic; Apollos, 2007.<br>[3] Dies widerlegt die hermeneutische Regel, dass die Bedeutung einer Schriftstelle im AT nur genau jene sei, die der Autor bewusst ihr gegeben hat, den sog. <em>authorial intent<\/em>. \u2013 \u00bb<strong>Authorial Intent.<\/strong> In literary theory and aesthetics, authorial intent refers to an author&#8217;s intent as it is encoded in their work. Authorial intentionalism is the view that an author&#8217;s intentions should constrain the ways in which a text is properly interpreted. Opponents have labelled this position the intentional fallacy and count it among the informal fallacies.\u00ab (https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Authorial_intent; 21.09.2022).  \u00bbAutorabsicht. In der Literaturtheorie und -\u00e4sthetik bezieht sich der Begriff \u201eAutorabsicht\u201c auf die Absicht eines Autors, wie sie in seinem Werk verschl\u00fcsselt ist. Der sog. Autorenintentionalismus ist die Ansicht, dass die Absichten eines Autors die Art und Weise, wie ein Text richtig interpretiert wird, einschr\u00e4nken sollte. Gegner bezeichnen diese Position als \u201e<em>intentional fallacy<\/em>\u201c und z\u00e4hlen sie zu den informellen Fehlschl\u00fcssen.\u00ab (\u00dc. d. grace@logikos.club)\u00a0<br><strong>Eine der Bibel angemessene Hermeneutik<\/strong> muss zuallererst versuchen, die Schreibabsicht des Autors zu erfassen und den Text entsprechend zu verstehen und ggf. anzuwenden. Aufgrund der Aussage in 1. Petrus 1,10ff darf jedoch die Deutung heute nicht auf den Erkenntnishorizont und die Vorstellungskraft des urspr\u00fcnglichen menschlichen Autors begrenzt werden. Vielmehr muss ber\u00fccksichtigt werden, dass der stets und gleichzeitig aktive g\u00f6ttliche (Haupt-)Autor, der Heilige Geist, die Niederschrift so lenken konnte und gelenkt hat, dass z. B. ein prophetischer Text durchaus weiterreichende Bedeutung hat, als der menschliche Autor erfassen oder erforschen konnte. Studiert werden kann dies u. a. anhand der Zitierweise und Zitatsverwendung alttestamentlicher Stellen in neutestamentlichen Schriften, siehe Endnote [2] oben.<br>[4] John Gifford Bellett, <em>On the Gospel by Matthew<\/em>, New Edition, Rouse, 1903.Eigener \u00dcbersetzungsversuch: \u00bbUnd wenn wir so, wie in einem Konzert, den Stimmen der Propheten und Evangelisten lauschen, k\u00f6nnen wir uns an diese beiden gl\u00fccklichen Zeilen erinnern: \u201eIm Alten Testament verbirgt sich das Neue, im Neuen Testament offenbart sich das Alte.\u201c<br>Die Lichter Gottes, die schon s\u00fc\u00dfe d\u00e4mmern | In den fr\u00fchsten B\u00fcchern Gottes,<br>Die wie Morgenstunden hin zum Mittag f\u00fchren, | stets heller keuchten beim Wandern durch das Buch.<br>Es ist dieselbe Strahlensonne, die immer klarer  scheint und w\u00e4rmer macht;<br>Und die Wolken, deren erste Strahlen noch verh\u00fcllend, verfliegen, eh der Abend bricht herein.\u00ab (\u00dc. d. grace@logikos.club)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Psalter, das F\u00fcnfbuch der Psalmen, ist ein gro\u00dfartiges und wichtiges Element der Poesieliteratur des Alten Testaments (AT) und damit der gesamten Heiligen Schrift. \u00bbDie Psalmen entstanden als Antwort des Glaubens auf Gottes Reden zu seinem Volk\u00ab[1] zu Zeiten des AT. 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