{"id":2019,"date":"2024-03-22T22:25:09","date_gmt":"2024-03-22T21:25:09","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=2019"},"modified":"2024-06-19T13:44:22","modified_gmt":"2024-06-19T11:44:22","slug":"was-drei-para-woerter-ueber-das-wesen-der-suende-lehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=2019","title":{"rendered":"Was drei para-W\u00f6rter \u00fcber das Wesen der S\u00fcnde lehren"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber das Wesen der S\u00fcnde muss viel und bibelgr\u00fcndlich nachgedacht werden, sonst begreift man weder den mieslichen Stand des gefallenen Menschen, noch die Gr\u00f6\u00dfe des Opfers des menschgewordenen Sohnes Gottes, noch die Genialit\u00e4t und  den Gnadenreichtum der Erl\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen hilfreichen Blick auf das Wesen der S\u00fcnde liefert der Apostel Paulus in seinem Brief an die christliche Gemeinde in Rom. Er gebraucht dort im f\u00fcnften Kapitel drei W\u00f6rter mit der griech. Vorsilbe <em>para<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bb<sup>14<\/sup>Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose, selbst \u00fcber die, die nicht ges\u00fcndigt hatten in der Gleichheit der <strong><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00dcbertretung<\/span><\/strong> [\u03c0\u03b1\u03c1\u03ac\u03b2\u03b1\u03c3\u03b9\u03c2 parabasis] Adams, der ein Vorbild des Zuk\u00fcnftigen ist.<br><sup>15<\/sup>Ist nicht aber wie die \u00dcbertretung so auch die Gnadengabe? Denn wenn durch die <strong><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00dcbertretung<\/span><\/strong> [\u03c0\u03b1\u03c1\u03ac\u03c0\u03c4\u03c9\u03bc\u03b1 parapt\u014dma] des einen die vielen gestorben sind, so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade, die durch den einen Menschen, Jesus Christus, ist, zu den vielen \u00fcberstr\u00f6mend geworden.<br><sup>19<\/sup>Denn so wie durch den <strong><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Ungehorsam<\/span><\/strong> [\u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03ba\u03bf\u03ae parako\u0113] des einen Menschen die vielen in die Stellung von S\u00fcndern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden.\u00ab<\/p>\n<cite><em>R\u00f6mer 5,14.15.19  (ELBCSV 2003<\/em>)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>S\u00fcnde war dem Gesch\u00f6pf (hier: dem Menschen) nur m\u00f6glich, weil es ihm gesch\u00f6pflich m\u00f6glich war, aus seinem fr\u00fcheren Stand herauszufallen. Nur Gott Selbst ist im Wesen unwandelbar und vollkommen. Der Mensch war gut (sogar \u00bbsehr gut\u00ab; 1.Mose 1,31) erschaffen worden, aber <em>nicht unver\u00e4nderlich gut<\/em> geschaffen worden. Die M\u00f6glichkeit zur Ver\u00e4nderung in beide Richtungen war also durch seine Wandelbarkeit m\u00f6glich, mithin auch das Fallen aus der urspr\u00fcnglichen Unschuld. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum Fallen bedarf es des Ansto\u00dfes, einer herabziehenden Kraft und einer dieser Kraft unterliegenden Schw\u00e4che. Der Mensch fiel durch den Ansto\u00df, den der Mensch am (einzigen!) Gebot Gottes nahm, und wodurch er den Segensraum, den Gott ihm in Verbindung mit dem einzigen Verbot errichtet hatte, verlie\u00df. Dergestalt sich selbst des Haltes entledigt habend, wirkte als Zweitursache f\u00fcr den Fall die verf\u00fchrerische Kraft der Schlange, in der der Satan, der Ur-L\u00fcgner und Ur-Menschenm\u00f6rder (Johannes 8,44), wirksam war.<\/p>\n\n\n\n<p>Folglich bezeichnet die Bibel S\u00fcnde mit Begriffen wie \u00bbdas Ziel verfehlen, fehlschie\u00dfen, von der Bahn abirren\u00ab (Hebr.) oder \u00bbHerauslaufen aus einer bisher eingehalten Bahn\u00ab (Griech.). Andere griech. Schreiber und die LXX verwenden auch den Begriff \u00bbaus der Melodie fallend, falsch singend\u00ab (\u03c0\u03bb\u03b7\u03bc\u03bc\u03ad\u03bb\u03b5\u03b9\u03b1), also S\u00fcnde\/Schuld als \u00bbMisston\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bb<strong>Das Hinausgehen, das Abweichen aus dem Worte oder Gebote Gottes und der daraus folgende Bruch mit Gott ist der S\u00fcnde Anfang, und im Beharren auf diesem Weg vollendet sich die S\u00fcnde<\/strong>.\u00ab (Eduard B\u00f6hl, <em>Dogmatik<\/em> [Bonn\/Hamburg, 2004]<em>,<\/em> S. 208).<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus betont in der lehrhaften Interpretation des historischen S\u00fcndenfalls in R\u00f6mer 5 dieses \u00bbHinausgehen\u00ab mit einem <strong>Dreiklang von <em>para<\/em>-W\u00f6rtern<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u03c0\u03b1\u03c1\u03ac\u03b2\u03b1\u03c3\u03b9\u03c2 <strong>parabasis<\/strong><\/span><\/em> \u2013 von <em>para<\/em> = (hin-)\u00fcber\/daneben und <i>baino<\/i> = gehen\/(ein-)treten, also <strong>\u00dcbertretung<\/strong>, \u00dcberschreiten einer gezogenen Linie, meist im juristischen Sinn: Gesetz, Statuten, Vertragsbestimmung nicht einhalten; der biblische Gebrauch folgt dem juristischen Sinn (vgl. R\u00f6mer 2,23; 4,15; Galater 3,19; 1.Timotheus 2,14; Hebr\u00e4er 2,2; 9,15)<\/li>\n\n\n\n<li><em><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u03c0\u03b1\u03c1\u03ac\u03c0\u03c4\u03c9\u03bc\u03b1 <strong>parapt\u014dma<\/strong><\/span><\/em> \u2013 von <em><em>para<\/em> = (hin-)\u00fcber\/daneben<\/em> und <em>pipto<\/em> = fallen, also <strong>Fehltritt<\/strong>, ein Fallen aus der rechten Bahn. Stets als S\u00fcnde verstanden, daher meist wiedergegeben mit: \u00dcbertretung, aber auch mit: Verfehlung, Fehltritt, Fall, S\u00fcnde, Vergehung (R\u00f6mer 4,25; 5,15.16.17.18.20; 11,11.12; 2.Korinther 5,19; Galater 6,1; Epheser 1,7; 2,1.5; Kolosser 2,13).<\/li>\n\n\n\n<li><em><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03ba\u03bf\u03ae <strong>parako\u0113<\/strong><\/span><\/em> \u2013 von <em><em>para<\/em> = (hin-)\u00fcber\/daneben<\/em> und <em>akouo<\/em> = h\u00f6ren, also danebenh\u00f6ren, wegh\u00f6ren, sich weigern zu h\u00f6ren: <strong>Ungehorsam<\/strong> (2.Korinther 10,6; Hebr\u00e4er 2,2). Im AT parallel mit der \u00bbWeigerung, auf meine Worte zu h\u00f6ren\u00ab (Jeremia 11,10; 35,17).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Apostel verweist auf die historischen Tatsachen der Sch\u00f6pfungsgeschichte und des \u00bbS\u00fcnden-Falls\u00ab, dem Geschehnis der Ur-S\u00fcnde. In 1.Mose 3 werden die einzelnen Schritte des Fallens in die S\u00fcnde deutlich markiert. Paulus macht in R\u00f6mer 5,12 deutlich, dass dies der Ausgangspunkt f\u00fcr das Verstehen der S\u00fcnde ist. Folgen wir also in groben Z\u00fcgen dem Geschehen dort, um Paulus in R\u00f6mer 5 (und wo er sonst Sch\u00f6pfung und S\u00fcndenfall heranzieht) besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Verf\u00fchrungsmacht des B\u00f6sen demonstriert an der Ur-S\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Verf\u00fchrung des als Schlange auftretenden Satans beginnt mit dem taktisch listigen <span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">ersten Schritt<\/span>, <strong>die Frau des ersten Paares anzusprechen<\/strong>, also unter Umgehung Adams, der f\u00fcr das Paar verantwortlich war und der das Gebot Gottes h\u00f6chstpers\u00f6nlich empfangen hatte, bevor Eva erschaffen worden war (2.Mose 2,16\u201317). Es sollte uns nicht verwundern, dass Satan dabei die Hauptschaft des Mannes und mithin die Sch\u00f6pfungsordnung Gottes missachtet, aber es sollte uns dem\u00fctigen, dass wir Menschen in Adam und Eva diese \u00dcbertretung (<em><strong>parabasis<\/strong><\/em>) der Ordnung Gottes ohne Widerspruch hinnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der zweite Schritt<\/mark> ist <strong>eine listige Frage<\/strong>, in der der Keim der Verf\u00fchrung durch L\u00fcge insofern schon enthalten ist, als das Gebot Gottes in verf\u00e4lschter Weise zitiert und in eine bewusste Infragestellung gegossen wird: \u00bbHat Gott <em>wirklich<\/em> gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baum des Gartens?\u00ab (1.Mose 3,1). Das Gebot Gottes war ja in Hauptsache positiv formuliert worden: \u00bbVon jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen\u00ab (1.Mose 2,16), bevor ein einzelner (!) Baum ausgenommen und zum verbotenen Baum erkl\u00e4rt wurde: \u00bbaber vom Baum der Erkenntnis des Guten und B\u00f6sen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, wirst du gewisslich sterben\u00ab (1.Mose 2,17; ELB1905, vgl. SCHL2000). Bei Satan liegt der Schwerpunkt auf dem Verbot, das wie ein Verbot f\u00fcr <em>alle<\/em> B\u00e4ume klingt: \u00bb<em>nicht<\/em> essen von <em>jedem<\/em> Baum des Gartens\u00ab. Dies ist eine Testfrage, ob Eva das Gebot Gottes exakt kennt und verf\u00fchrerische Verdrehungen in der Formulierung samt der unterschwelligen Anklage (Gott sei restriktiv, anstelle im \u00dcberfluss segnend) sofort erkennt. Daf\u00fcr aber muss man das ganze Gegenteil von \u201eDanebenh\u00f6ren\u201c tun: Man muss der Stimme Gottes <em>aufmerken<\/em> zuh\u00f6ren und dieses Wort Gottes im Herzen <em>glaubend<\/em> aufnehmen (vgl. 1.Mose 22,18; 1.Samuel 15,22; 2.K\u00f6nige 18,12; Spr\u00fcche 2,1\u20138; 15,31\u201333; 28,9; Kolosser 1,23; Hebr\u00e4er 2,1\u20133; Offenbarung 2,7.11.17.29; 3,6.13.22; 13,9). <\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der dritte Schritt<\/mark> wird getan, indem Eva \u00fcberhaupt der Schlange <strong>zuh\u00f6rt<\/strong> und sich nicht abrupt abwendet. Denn gegen\u00fcber den Worten der Schlange ist <em><strong>parako\u0113<\/strong><\/em><strong><em> <\/em><\/strong>(Wegh\u00f6ren, Ungehorsam) Pflicht. Mit der Entscheidung, wem man das Ohr leiht, trifft man Vorentscheidungen. <\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der vierte Schritt<\/mark> ist, dass Eva die Worte und den Gedanken Satans aufnimmt und <strong>antwortet<\/strong>. Nun ist der Dialog mit dem Satan begonnen. Welchen sinnvollen Grund k\u00f6nnte es je geben, mit dem obersten Feind Gottes und der Menschen Gedanken auszutauschen? Zumal in ihrer Antwort deutlich wird, dass sie die Fakten nicht klar parat hat: Eva kennt das (bisher einzige!) Gebot Gottes nicht exakt, nur <em>so ungef\u00e4hr<\/em>: \u00bbVon der Frucht der B\u00e4ume des Gartens essen wir; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Davon sollt ihr nicht essen und sie nicht anr\u00fchren, damit ihr nicht sterbt.\u00ab (1.Mose 3,2\u20134). Sie vergisst zwei entscheidende W\u00f6rter des g\u00f6ttlichen Segens- und Gebotsspruches: \u00bb<strong>nach Belieben<\/strong>\u00ab und \u00bb<strong>gewisslich<\/strong>\u00ab. Wenn Gott redet, ist \u201eDanebenh\u00f6ren\u201c gef\u00e4hrlich. Denn mit dem ersten Wort betonte Gott den \u00dcberfluss und die freie Verf\u00fcgbarkeit seines Segens, und mit dem zweiten Wort betonte Er die Ernsthaftigkeit der Sanktion\/Strafe bei \u00dcbertretung. Gott schenkt im \u00dcberfluss, aber nur im von Ihm gesetzten Rahmen; wird dieser \u00fcberschritten, ist absolut sicher mit den angek\u00fcndigten Folgen zu rechnen. Und ob dieser \u00bbverbotene Baum\u00ab wirklich \u00bbin der Mitte des Gartens\u00ab stand, oder nun listig zum Zentrum der Diskussion gemacht wird, wissen wir nicht. \u2013 Evas Antwort schaltet jedenfalls f\u00fcr Satan das Signal auf \u00bbGr\u00fcn\u00ab, um seine Verf\u00fchrung nun noch offener und noch direkter fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der f\u00fcnfte Schritt<\/mark> ist ein <strong>offener Angriff der Schlange auf Gottes moralisches Wesen<\/strong> von Licht\/Wahrheit und Liebe: \u00bbIhr werdet durchaus nicht sterben, sondern Gott wei\u00df, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und B\u00f6ses.\u00ab (1.Mose 3,4-5). Mit frechem \u00bbdurchaus nicht\u00ab wird <strong>Gottes Wahrheit geleugnet<\/strong>, mit dem Rest wird <strong>Gottes Liebe in Frage gestellt<\/strong>, werden Gott schlechte Motive  unterstellt: \u00bbGott enth\u00e4lt euch etwas Wunderbares vor. Habt den Mut, es euch einfach zu nehmen!\u00ab. Und wie bei fast jeder Verf\u00fchrung wird nicht nur durch offenes Reden Wesentliches verleugnet, sondern auch durch Umdeutungen und Verschweigen. \u00bbSein wie Gott\u00ab ist dem Gesch\u00f6pf prinzipiell unm\u00f6glich: Der Sch\u00f6pfer wird immer h\u00f6her als sein Gesch\u00f6pf sein. Was gesch\u00f6pfliche Realit\u00e4t des Menschseins war, ist das Gleichnishafte und Bildhafte des Menschen gegen\u00fcber Gott. Diese unter allen Gesch\u00f6pfen einzigartige Wesenszuweisung bef\u00e4higt den Menschen zum Gegen\u00fcber Gottes. Sie ist Bef\u00e4higung zu gr\u00f6\u00dften g\u00f6ttlichen Segnungen, macht den Menschen aber nicht zu Gott. Niemals wird ein Mensch \u00fcber den Weg eigener und autonom verschaffter Erkenntnis des Guten und B\u00f6sen so werden k\u00f6nnen \u00bbwie Gott\u00ab[1].  Die Sch\u00f6pfungsordnung war eine klare: Gott setzte <em>souver\u00e4n<\/em> das Gebot <em>ein<\/em> und legte die Strafe fest, der Mensch stand <em>unter<\/em> dem Gebot. Dies war unumkehrbar, offensichtlich und nicht in Frage zu stellen. Leider war diese T\u00e4uschung und Verf\u00fchrung des Menschen schon beim ersten Versuch im Garten Eden erfolgreich, und so verwendet Satan sie seitdem immer wieder \u2013 und mit gro\u00dfem Erfolg. Um sich selbst drehend und um sich selbst tanzend verbohrt und erniedrigt sich der narzistische und sich zum Gott erkl\u00e4rende Mensch in immer hoffnungslosere Tiefen der Gottesfinsternis.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der sechste Schritt<\/mark> offenbart, dass der Biss der Schlange das Gift ihrer L\u00fcge erfolgreich Eva injiziert hat. Die Verf\u00fchrung durchdringt l\u00e4hmend die Schaltzentrale ihres Seins: ihren Geist, ihre Seele, ihr Herz. Man kann diesen inneren <strong>Prozess des selbstst\u00e4ndigen Denkens, Empfindens und Bilden einer pers\u00f6nlichen Entscheidung<\/strong> am Wort \u00bbsah\u00ab und an den wertenden W\u00f6rtern \u00bbgut\u00ab, \u00bbeine Lust\u00ab sowie \u00bbbegehrenswert\u00ab verfolgen. Wir m\u00fcssen r\u00fcckblickend feststellen, dass hiermit der \u00bbS\u00fcndenfall\u00ab bereits geschehen ist, denn jede S\u00fcnde beginnt im Denken und Begehren, im Herzen (der Pers\u00f6nlichkeitsmitte), sagt der Sohn Gottes (Matth\u00e4us 5,22.28; 15,19\u201320). Die Lust zur S\u00fcnde hat die Augen verblendet, die klare Linie, die Gott gezogen hatte, ist ausgeblendet. Das \u00dcbertreten (<em><strong>parabasis<\/strong><\/em>) ist bei Eva im Denken, im Herzen, im Zentrum also, getan, ihr Fallen im n\u00e4chsten Schritt ist unausweichlich (Jakobus 1,15).<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Der siebte Schritt: <\/mark>Nicht jeder Gedanke, nicht jedes Begehren, nicht jedes Entscheiden f\u00fchrt heute den Glaubenden zwingend auch zur b\u00f6sen Tat, da Gottes Gnade oft zur\u00fcckh\u00e4lt. Aber hier im Garten Eden beobachten wir, dass den s\u00fcndigen Gedanken, Gef\u00fchlen, Bewertungen, Entscheidungen Evas \u2013 ihrem \u00dcbertreten im Herzen \u2013 nun auch konsequent <strong>die s\u00fcndigen Taten<\/strong> folgen, und Eva andere (ja: alle anderen!) in die s\u00fcndige Tat mit hineinzieht, hinein in den gro\u00dfen Fall (<em><strong>parapt\u014dma<\/strong><\/em>). R\u00e4tselnd fragen wir: Hat hier beim ersten Paar nur Eine gedacht?! Waren da nicht Zwei?! Warum h\u00f6rt man von Adam nichts? M\u00e4nner: Schweigen zur Unzeit kann gro\u00dfe Schuld erm\u00f6glichen und zu gr\u00f6\u00dftem \u00dcbel f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbUnd die Frau <strong>sah<\/strong>, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust f\u00fcr die Augen und dass der Baum begehrenswert w\u00e4re, um Einsicht zu geben; und sie <strong>nahm<\/strong> von seiner Frucht und <strong>a\u00df<\/strong>, und sie <strong>gab<\/strong> auch ihrem Mann bei ihr, und er a\u00df.\u00ab<\/p>\n<cite>1. Mose\/Genesis 3,6 (ELBCSV 2003)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und so sehen wir, <strong>wie die S\u00fcnde \u00bbfunktioniert\u00ab<\/strong>, und wie selbst das erste und beste Menschenpaar miteinander in die S\u00fcnde \u00bbf\u00e4llt\u00ab. Wie sollen wir Gefallenen, mit jenem S\u00fcnderwesen bereits Geborenen, es je besser machen k\u00f6nnen? Das ist unm\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p>Der reformierte deutsche Theologe <strong>Eduard B\u00f6hl<\/strong> (1836\u20131903) lieferte in seiner Dogmatik eine scharfsinnige Analyse des \u00bbS\u00fcndenfalls\u00ab:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbDer Mensch leiht sein Ohr dem Verf\u00fchrer; er weicht, angelockt durch die Worte des Satans und Gott misstrauend, aus der anf\u00e4nglich guten, vom Gebot vorgezeichneten Richtung. Also zun\u00e4chst s\u00fcndigt der Mensch wider die Gebote der ersten Tafel. Nachdem die nunmehr haltlose Begierde empfangen hat, gebiert sie die S\u00fcnde (vgl. Jak 1,14.15); der Bruch mit Gott vollzieht sich mit der b\u00f6sen Tat, und der \u00dcbertretung der Gebote der zweiten Tafel ist T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet. &#8230; Die S\u00fcnde ist also nach dieser Darstellung nicht anf\u00e4nglich in der Selbstsucht und noch weniger in der concupiscentia, der sinnlichen Begierde, zu suchen! &#8230; Die Zweige tragen nicht die Wurzel, sondern die Wurzel tr\u00e4gt die Zweige. Erfassen wir die S\u00fcnde bei ihrer Wurzel, wie sie bei Adam erscheint, so m\u00fcssen wir sagen: <strong>S\u00fcnde ist das Abweichen von dem lebendigen Gott und dessen Wort aus mutwilligem Ungehorsam und Mi\u00dftrauen gegen Gott<\/strong>. Soweit geht die negative Beschreibung. Die positive, das Vorige erg\u00e4nzende Beschreibung lautet: <strong>S\u00fcnde ist die \u00dcbergabe des Menschen (Adams) an den Teufel, um dessen Willen zu tun, anstatt zu verharren bei dem Worte und Gebote, das aus Gottes Mund gegangen.<\/strong>\u00ab<\/p>\n<cite>Eduard B\u00f6hl, <em>Dogmatik<\/em> [Bonn\/Hamburg, 2004]<em>.<\/em> S. 208\u2013209.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Damit ist auch eine Antwort auf die Frage: <strong>Woher kommt die S\u00fcnde? Woher kommt das B\u00f6se?<\/strong> gegeben. Es ist keine Sache oder eine Person, die Ursache und Motiv des B\u00f6sen ist. <strong><span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Es ist vielmehr ein Mangel, ein Fehlen des Guten, welches unausweichbar ins B\u00f6se und in die S\u00fcnde f\u00fchrt.<\/span><\/strong> Wer Gott und Sein Wort aufgibt, erwirbt damit einen so schweren Mangel, dass das Fallen in S\u00fcnde mit Todesfolge unausweichlich ist. Dies ist in der Schrift gut beobachtbar: Zuerst bei Satan und sp\u00e4ter bei dem ersten Menschenpaar in deren aktiver Rebellion gegen die Ordnungen und Gebote des Sch\u00f6pfer-Gottes. <strong><span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Wer das Licht verst\u00f6\u00dft, dem bleibt nur die Finsternis und die Leere des auf sich selbst geworfenen und damit vom Leben abgeschnittenen Gesch\u00f6pfs.<\/span><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rettung aus der Finsternis der Verf\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">F\u00fcr Gott ist die Lage der Verf\u00fchrten und Gefallenen nicht hoffnungslos<\/span><\/strong>. Sein Wesen und sein Name ist ja \u00bb<strong>Retter-Gott<\/strong>\u00ab <strong>\u2013 Jesus<\/strong>. Daher gibt Er dem ersten Menschenpaar in 1.Mose 3,15 einen <strong>Hoffnungsfunken<\/strong>, der der erste Zeuge von der kommenden \u00bb<strong>Sonne der Gerechtigkeit<\/strong>\u00ab ist, die aufgehen wird \u00bb<strong>mit Heilung in ihren Fl\u00fcgeln<\/strong>\u00ab (Maleachi 3,20). Vor 2.000 Jahren kam dieser Heiland-Gott im menschgewordenen Sohn Jesus Christus auf unsere Erde, \u00bbum seinem Volk <strong>Erkenntnis des Heils<\/strong> zu geben in <strong>Vergebung ihrer S\u00fcnden<\/strong>, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, in der uns besucht hat der Aufgang aus der H\u00f6he, <strong>um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, um unsere F\u00fc\u00dfe auf den Weg des Friedens zu richten<\/strong>.\u00ab (Lukas 1,77-79). Und dieser dort begonnene Weg steht f\u00fcr jeden Glaubenden auch heute noch offen. Er f\u00fchrt den Glaubenden in lichte H\u00f6hen, die zu erfassen uns noch nicht v\u00f6llig m\u00f6glich ist (1.Korinther 2,9; Epheser 3,14\u201321).<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Wo Gottes Licht und Leben in einem Menschen Raum greift, wird dieser hell und heil.<\/mark> Im Anschauen Gottes weichen alle Schatten und der Mensch hat seinen Lebensraum wieder da, wo Gott ihn segnen kann:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Denn bei dir ist der Quell des Lebens, <strong>in deinem Licht werden wir das Licht sehen<\/strong>.<\/p>\n<cite>Psalm 36,10 (ELBCSV 2003)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, <strong>erkennen<\/strong>.<\/p>\n<cite><em>Johannes 17,3<\/em> (ELBCSV 2003)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>[Jesus Christus spricht:] Ich bin das Licht der Welt; <strong>wer mir nachfolgt<\/strong>, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird <strong>das Licht des Lebens<\/strong> haben. &#8230; Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit <strong>jeder, der an mich glaubt<\/strong>, nicht in der Finsternis bleibe.<\/p>\n<cite><em>Johannes 8,12; 12,46 (ELBCSV 2003)<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Vor dem Herrn &#8230;, um seine Wege zu bereiten, um seinem Volk <strong>Erkenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer S\u00fcnden<\/strong>, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, in der uns besucht hat der Aufgang aus [der] H\u00f6he, <strong>um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen<\/strong>, um unsere F\u00fc\u00dfe auf den Weg des Friedens zu richten.<\/p>\n<cite>Lukas 1,76b-79 (ELBCSV 2003)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Denn der Gott, der sprach: Aus Finsternis leuchte Licht, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat <strong>zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi<\/strong>.<\/p>\n<cite><em>1.Korintherbrief 4,6 <em>(ELBCSV 2003)<\/em><\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Denn einst wart ihr Finsternis,<strong> jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn<\/strong>.<\/p>\n<cite>Epheserbrief 5,8a (ELBCSV 2003)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Anerkennung.<\/strong> Auf die drei <em>para-<\/em>W\u00f6rter, und damit der ausl\u00f6senden Idee dieser Kurzstudie, wurde ich in einem Gespr\u00e4ch mit dem Bibellehrer Dr. Benedikt Peters (Arbon, CH) aufmerksam gemacht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">[1] Anhang: Das Erkenntnisverm\u00f6gen des Menschen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Philosophen haben um \u00bbobjektive\u00ab Erkenntnis gerungen, indem sie versuchten, das Erkenntnis-Subjekt (den Erkenntnissuchenden) so weit wie m\u00f6glich vom Erkenntnis-Objekt (dem Gegenstand des Erkennens) zu entfernen. Erkenntnisse sollten insofern allgemeing\u00fcltig sein, als eine quasi-g\u00f6ttliche Perspektive eingenommen wird. Man bem\u00fcht sich also um eine Ort-Losigkeit und Beziehungslosigkeit des Erkenntnis-Subjekts. Alle individuellen Bez\u00fcge seien als \u00bbVorurteil\u00ab zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Biblische Erkenntnis geschieht beim Menschen jedoch weder autonom noch abstrakt, sondern stets in Beziehung zu Gott und dessen Wahrheitsbekundung (Offenbarung). <\/strong>\u00bbObjektive Erkenntnis\u00ab ist insofern nur dort m\u00f6glich, wo sich das Erkenntnis-Subjekt nicht als Quelle, sondern als Empf\u00e4nger der g\u00f6ttlichen Offenbarung (<em>per def. <\/em>Wahrheit) und als Teilhaber einer Beziehung zum Sch\u00f6pfer versteht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbAus biblischer Sicht stellt sich gerade der philosophische Versuch, einen autonomen, unbedingten Standpunkt einzunehmen, als \u203aS\u00fcndenfall\u2039 schlechthin dar: Der Mensch tritt aus dem Umsorgt-Sein durch Gott, der f\u00fcr ihn bestimmt, was gut ist (1Mo 2,18), heraus. Er will sein wie Gott (3,5), d.h.: er will \u203aGutes und B\u00f6ses erkennen\u2039. <\/mark><\/strong>Gemeint ist nicht eine Erweiterung der kognitiven Erkenntnisf\u00e4higkeit, sondern das Eintreten in eine <strong>Eigenm\u00e4chtigkeit<\/strong>&#8230;, in der der einzelne Mensch <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">sich selbst Gesetz<\/mark><\/strong> ist, d.h. selbst bestimmt, womit er Umgang hat und womit nicht, was er tut und was nicht. <strong>Dieses Sich-Herausl\u00f6sen aus der gesch\u00f6pflichen Beziehung zu Gott und die Beanspruchung einer auto-nomen, g\u00f6ttlichen, unbedingten Position steht in sch\u00e4rfstem Kontrast zu der gemessen an bibl. Ma\u00dfst\u00e4ben allein m\u00f6glichen Erkenntnishaltung.<\/strong>\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbLuther bestimmt den \u203anat\u00fcrlichen\u2039 Menschen als ein auf sich selbst bezogenes Wesen (<em>homo incurvatus in se<\/em>&#8230;). Rein anthropologisch steht der Mensch damit immer in der Gefahr, die Welt nach seinen Begriffen zu \u203aerkl\u00e4ren\u2039, sie aber nicht zu verstehen, sich seinen Reim auf sie zu machen, ohne ihr wirklich zu begegnen.  &#8230; Aus geistlicher Sicht kann diesem Drang zu erkenntnistheoretischer Verabsolutierung letztlich wirkungsvoll nicht durch einen Pluralismus miteinander wetteifernder Erkenntnisanspr\u00fcche begegnet werden, sondern <strong>nur durch die Wiedereingliederung des Menschen als Erkenntnis-Subjekt in die ihn allein bewahrende und tragende Relation zu Gott. Im Gegen\u00fcber zu Gott erf\u00e4hrt der Mensch die eigene Endlichkeit, wird er dem\u00fctig und identifiziert die Verabsolutierung der eigenen Begriffe und Vorstellungen \u00fcber Wirklichkeit als eine gegen Gott gerichtete Hybris<\/strong>.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDem nat\u00fcrlichen Menschen ist freilich die Beziehung der Demut gegen\u00fcber Gott und der Offenheit gegen\u00fcber der Welt selbst nicht erreichbar. Bedingung der M\u00f6glichkeit eigener Welt- und Gotteserkenntnis ist darum die unser Erkennen freisetzende, uns zuvor erkennende und damit das Scheitern unserer erkenntnistheoretischen Autonomieanspr\u00fcche aufdeckende Liebe Gottes (Gal 4,9; 1Kor 8,3).\u00ab<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Aber damals freilich, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht G\u00f6tter sind;  <strong>jetzt aber, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr aber von Gott erkannt worden seid<\/strong>, wie wendet ihr euch wieder um zu den schwachen und armseligen Elementen, denen ihr wieder von neuem dienen wollt?<\/p>\n<cite>Galater 4,8-9 (Fettdruck hinzugef\u00fcgt)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wenn jemand meint, etwas erkannt zu haben, so hat er noch nicht erkannt, wie man erkennen soll; wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt \u2013<\/p>\n<cite>1.Korinther 8,2-3<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Quelle: <\/strong>Die Gedanken und Zitate dieses Kapitels stammen von: H. Hempelmann, <em>Erkennen, Erkenntnis<\/em>, in: Das gro\u00dfe Bibellexikon, 1. Taschenbuchauflage (Wuppertal, Gie\u00dfen: Brockhaus, Brunnen, 1996), Sp. 490\u2013491 (Bd. 2). Fett- und Farbdruck hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das Wesen der S\u00fcnde muss viel und bibelgr\u00fcndlich nachgedacht werden, sonst begreift man weder den mieslichen Stand des gefallenen Menschen, noch die Gr\u00f6\u00dfe des Opfers des menschgewordenen Sohnes Gottes, noch die Genialit\u00e4t und den Gnadenreichtum der Erl\u00f6sung. 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