{"id":183,"date":"2020-06-12T22:01:08","date_gmt":"2020-06-12T20:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=183"},"modified":"2023-03-29T22:41:04","modified_gmt":"2023-03-29T20:41:04","slug":"die-souveraenitaet-gottes-und-die-verantwortung-des-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=183","title":{"rendered":"Concursus Dei \u2013 Die Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes und die Verantwortung des Menschen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Heilige Schrift redet an vielen Stellen deutlich von der&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Verantwortung des Menschen<\/mark><\/strong>&nbsp;f\u00fcr all sein Denken, Trachten und Tun. Diese Verantwortung besteht vor Mitmenschen und menschlichen Institutionen, gleichzeitig und letztlich aber immer auch vor Gott, was die Grundlage der biblischen Ethik bildet. \u2013 Die Heilige Schrift redet gleichzeitig an vielen Stellen genauso deutlich von der&nbsp;<mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes<\/strong>&nbsp;<\/mark>in dessen Denken, Trachten und Handeln. Diese gilt auch dann, wenn manches g\u00f6ttlich souver\u00e4n Verordnete von Menschen ausgef\u00fchrt wird, und dann genau so, exakt dann und pr\u00e4zise dort, wie, wann und wo Gott es will, geschieht. Einige Stellen der Heiligen Schrift nennen diese beiden \u201eSeiten\u201c eines Geschehens  in einem Atemzug nebeneinander und zwar ohne jeden Widerspruch und ohne Andeutung einer Spannung oder Unvertr\u00e4glichkeit. Dieses Ph\u00e4nomen fordert denkende Menschen heraus und wird daher schon l\u00e4nger von Bibellesern, Theologen und Philosophen studiert und diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>These des Widerspruchs. <\/strong>Manche vertreten die Ansicht, dass sich&nbsp;<strong>beide Aspekte einander ausschlie\u00dfen<\/strong>, also einen Gegensatz markieren. Eine der beiden Seiten wird dann als dominant betrachtet, die andere Seite wird so weit heruntergespielt, dass der empfundene Gegensatz nicht mehr (st\u00f6rend) wahrgenommen wird. Man geht (richtig) davon aus, dass es in einem System nur maximal einen unumschr\u00e4nkten Akteur geben kann, der andere wird entsprechend in seiner Unumschr\u00e4nktheit (\u201eFreiheit\u201c) eingeengt oder seiner Freiheit ganz beraubt, oder jeder Akteur ist durch den\/die anderen eingeengt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>These der Kompatibilit\u00e4t. <\/strong>Andere vertreten die Ansicht, dass&nbsp;<strong>eine Handlung des Menschen gleichzeitig auch eine Handlung Gottes<\/strong> sein kann. Hier wird also nicht ein zu Ausschlie\u00dflichkeit f\u00fchrender Gegensatz behauptet, sondern eine \u201eParallelit\u00e4t\u201c, ein Zusammenlaufen, eine Kongruenz. Als Begriff f\u00fcr diese Auffassung wird&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Concursus Dei<\/mark><\/strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Concursus divinus<\/mark><\/strong>&nbsp;(lat.&nbsp;<em>concursus<\/em>&nbsp;= Partizip Perfekt passiv von&nbsp;<em>concurro =&nbsp;<\/em>\u201eich laufe mit anderen\u201c, also: \u201ezusammenlaufen\u201c) verwendet. Diese Auffassung schlie\u00dft nicht aus, dass eine Vorrangigkeit und\/oder eine Letztursache existiert (also eine asymmetrische Sicht), die jedoch weder zu einem Gegensatz noch zu einer Verringerung der Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes noch zu einer Verringerung der Verantwortung des Menschen f\u00fchrt. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>In ein und derselben Tat wird der Plan Gottes verwirklicht, aber die Tat und die damit einhergehenden menschlichen Entscheidungen des Menschen sind wahrhaftig und wirklich seine eigenen.<\/strong><\/mark>&nbsp;<strong>Diese Sicht kann am besten aus der Heiligen Schrift gewonnen werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Studie sollen&nbsp;<strong>klassische Bibelstellen zum Studium dieses Ph\u00e4nomens<\/strong>&nbsp;des (kompatiblen) Zusammenlaufens und dann&nbsp;<strong>einige Ergebnisse des Nachdenkens anderer<\/strong>&nbsp;angeboten werden. Das Ziel muss sein, dass wir nicht dort Widerspr\u00fcche vermuten, wo die Schrift nie von Widerspr\u00fcchen redet. Dass dabei Geheimnisse bleiben, liegt in der Natur der Sache. Philosophische System k\u00f6nnen hier Grenzen setzen oder \u201eL\u00f6sungen\u201c nahelegen, die von der Offenbarung der Schrift ablenken. Daher soll der Ansatz eher der sein, von der (gesamten) Schrift her Gottes Gedanken nachdenken zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">A. Gottes Vorsehung \u2013 Die g\u00f6ttliche Mitwirkung in allen Ereignissen<\/h1>\n\n\n\n<p><em>\u00bbDaher, meine Geliebten, &#8230;,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>bewirkt euer eigenes Heil<\/strong>&nbsp;<\/span>mit Furcht und Zittern;&nbsp;denn&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>Gott ist es, der in euch wirkt<\/strong>&nbsp;<strong>sowohl<\/strong>&nbsp;<strong>das Wollen als auch das Wirken<\/strong><\/span>, zu seinem Wohlgefallen.\u00ab<\/em> (Philipper 2,12\u201313)<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Aspekt der&nbsp;<strong>Vorsehung Gottes<\/strong>&nbsp;ist sein Mitwirken in allen Ereignissen. Gottes Mitwirken ist sein Handeln mit geschaffenen Dingen, die er durch ihre Eigenschaften zu handeln veranlasst (ob er nun direkt handelt oder sie durch Zweitursachen dazu verordnet).&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gottes souver\u00e4nes Handeln ist Tatsache<\/span>, es steht nie im Widerspruch zu der Tatsache, dass&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">der Mensch (in Php 2,12\u201313 der Glaubende) durch Befehle Gottes in voller Verantwortung steht<\/span>.&nbsp;<strong>Biblische Beispiele f\u00fcr das&nbsp;<em>harmonische<\/em>&nbsp;Miteinander von&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">menschlicher Verantwortung<\/span>&nbsp;und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">g\u00f6ttlicher Souver\u00e4nit\u00e4t<\/span>&nbsp;gibt es zahlreich<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer ist verantwortlich f\u00fcr Hiobs Leiden?&nbsp;<br><\/strong>In Hiob 1 bekommen wir einen seltenen Einblick in die R\u00e4tsel der Vorsehung Gottes. Wir lesen in Hiob 1 von drei Haupthandelnden im Leiden Hiobs:&nbsp;<strong>Satan<\/strong>&nbsp;stiftete das Leiden Hiobs an, indem er Gott bez\u00fcglich der Echtheit von Hiobs Fr\u00f6mmigkeit herausforderte.&nbsp;<strong>Gott<\/strong>&nbsp;erlaubte dann Satan, Leiden in Hiobs Leben zu bringen.&nbsp;<strong>Die Chald\u00e4er und Sab\u00e4er<\/strong>&nbsp;griffen Hiobs Familie an und stahlen sein Vieh.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbDrei Akteure handeln parallel und bewirkten \u201efrei\u201c (und damit verantwortlich) dasselbe Ergebnis, n\u00e4mlich Hiobs Leiden. Aber die&nbsp;<strong>Absicht<\/strong>&nbsp;jedes Akteurs war unterschiedlich: Satan beabsichtigte, Hiob zu diskreditieren und im weiteren Sinne Gott zu diskreditieren; die Chald\u00e4er und Sab\u00e4er wollten sich bereichern und Gott wollte Hiobs Glauben verteidigen. Jeder dieser Beteiligten war notwendigerweise an Hiobs Leiden beteiligt, jedoch auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlicher Motivation. Es gab die \u00dcbereinstimmung zwischen ihnen, dass Hiob leiden sollte, aber jeder hatte einen anderen Beweggrund f\u00fcr dieses Leiden. <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gottes Absicht war gut.<\/span> <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Die anderen Akteure beabsichtigten das B\u00f6se.<\/span>\u00ab<\/p>\n<cite><em>(R. C. Sproul, Divine Concurrence. https:\/\/www.ligonier.org\/learn\/devotionals\/divine-concurrence\/ abgerufen 12.06.2020)<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Wer sandte Joseph nach \u00c4gypten?<\/strong><br>Joseph sagte, dass Gott&nbsp;\u2013 nicht seine Br\u00fcder&nbsp;\u2013 ihn nach \u00c4gypten gesandt hatte (1Mo 45,5\u20138):<em>&nbsp;\u00bbUnd nun betr\u00fcbt euch nicht, und z\u00fcrnt nicht \u00fcber euch selbst,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">dass&nbsp;<strong>ihr mich hierher verkauft habt<\/strong><\/span>; denn zur Erhaltung des Lebens&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">hat Gott mich vor euch hergesandt<\/span><\/strong>. &#8230; 7 Und&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gott hat mich vor euch hergesandt<\/span><\/strong>, um euch einen \u00dcberrest zu setzen auf der Erde und euch am Leben zu erhalten f\u00fcr eine gro\u00dfe Errettung. Und nun,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott;<\/span><\/strong>&nbsp;und er hat mich zum Vater des Pharaos gemacht und zum Herrn seines ganzen Hauses und zum Herrscher \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten.\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer redete vor dem Pharao?<br><\/strong>Der Herr (Jahwe) sagte, dass er mit dem Mund Moses sein und ihn dazu bef\u00e4higen w\u00fcrde, f\u00fcr Gott zu sprechen (2Mo 4,10\u201312):<em>&nbsp;\u00bbUnd Mose sprach zu dem Herrn: Ach, Herr, ich bin kein Mann der Rede, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knecht redest; denn ich bin schwer von Mund und schwer von Zunge! Da sprach der Herr zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder&nbsp;<strong>wer macht stumm oder taub oder sehend oder blind? Nicht ich, der Herr?<\/strong> Und nun geh hin, und&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">ich will mit deinem Mund sein<\/span><\/strong>&nbsp;und dich lehren, was&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>du reden<\/strong>&nbsp;<\/span>sollst.\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer errang den gro\u00dfen Sieg im Streit?<\/strong><br>Der Herr verhie\u00df, die Feinde in die Hand Josuas und des Volkes Israel zu geben&nbsp;\u2013 die Israeliten mussten nach wie vor in den Kampf ziehen und die Feinde schlagen, aber der Herr gab ihnen diesen gro\u00dfen Sieg (Jos 11,6\u20139).<br><em>\u00bbDa sprach der Herr zu Josua: F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen, denn morgen um diese Zeit&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">will ich sie allesamt erschlagen vor Israel hingeben<\/span><\/strong>: <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Ihre Pferde sollst du l\u00e4hmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen. Und Josua, und alles Kriegsvolk mit ihm, kam pl\u00f6tzlich \u00fcber sie am Wasser Merom, und sie \u00fcberfielen sie<\/span>. <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Und&nbsp;<strong>d<\/strong><\/span><strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">er Herr gab sie in die Hand Israels<\/span><\/strong>, und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>sie schlugen sie<\/strong>&nbsp;und jagten ihnen nach bis Sidon, der gro\u00dfen [Stadt], und bis Misrephot-Majim, und bis in die Talebene von Mizpe im Osten; und&nbsp;<strong>sie schlugen sie,<\/strong>&nbsp;bis ihnen kein Entronnener \u00fcbrig blieb. Und Josua tat ihnen, so wie der Herr ihm gesagt hatte: Ihre Pferde l\u00e4hmte er, und ihre Wagen verbrannte er mit Feuer.<\/span>\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer h\u00e4lt wen?<\/strong><br>Der Herr h\u00e4lt all die Seinen fest, und diese bleiben (mit Herzensentschluss) stets bei Ihm (Psalm 73,23): <em>\u00bbUnd dennoch&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">bleibe ich stets bei dir<\/span><\/strong>;&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">du h\u00e4ltst mich<\/span><\/strong>&nbsp;bei meiner rechten Hand.\u00ab&nbsp;<\/em>(SCH2000);&nbsp;<em>\u00bbDoch&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">ich bin stets bei dir<\/span><\/strong>:&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>Du hast mich erfasst<\/strong>&nbsp;<\/span>bei meiner rechten Hand.\u00ab<\/em>&nbsp;(ELB03).<\/p>\n\n\n\n<p><strong style=\"font-size: 1rem;\">Wer handelt hier souver\u00e4n: Der Weltherrscher\/K\u00f6nig oder Gott?<\/strong><br>Gott neigt das Herz eines K\u00f6nigs \u2013 dem Inbegriff menschlich freien, \u201esouver\u00e4nen\u201c Handelns, so zu handeln, wie Gott will (Spr 21,1), und der Herr wandte das Herz des K\u00f6nigs von Assyrien den Juden zu, um ihnen beim Bau des Tempels zu helfen (Esra 6,22).<br><em>\u00bbWasserb\u00e4chen gleicht&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">das Herz eines K\u00f6nigs<\/span>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">in der Hand des Herrn;&nbsp;<strong>wohin immer er will, neigt er es<\/strong><\/span><strong>.<\/strong>\u00ab<\/em>&nbsp;\u2013&nbsp;<em>\u00bbUnd sie feierten das Fest der unges\u00e4uerten Brote sieben Tage mit Freuden; <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">denn&nbsp;der Herr hatte ihnen Freude gegeben und ihnen das Herz des K\u00f6nigs von Assyrien zugewandt<\/span>,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">so dass er ihre H\u00e4nde st\u00e4rkte im Werk des Hauses Gottes, des Gottes Israels.<\/span>\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer bewahrte die Israeliten in Jerusalem vor den Feinden?<\/strong>&nbsp;<br>Sie beteten zu Gott, der allein sie retten konnte angesichts der \u00dcbermacht der Feinde, und vertrauen Ihm ganz. Aber dann tun sie das, was sie wohl konnten: sie stellten Wachen auf (Neh 4,1\u20133):&nbsp;<em>&nbsp;\u00bbUnd es geschah, als Sanballat und Tobija und die Araber und die Ammoniter und die Asdoditer h\u00f6rten, dass die Ausbesserung der Mauern Jerusalems fortschritt, dass die L\u00fccken sich zu schlie\u00dfen begannen, da wurden sie sehr zornig. Und sie verschworen sich alle miteinander, zu kommen, um gegen Jerusalem zu k\u00e4mpfen und Schaden darin anzurichten.&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Da beteten wir zu unserem Gott<\/span><\/strong>&nbsp;<u>und<\/u><strong> <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">stellten [aus] Furcht vor ihnen Tag und Nacht Wachen gegen sie auf<\/span><\/strong>.\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wessen St\u00e4rke gab den Israeliten die Kraft, Verm\u00f6gen zu schaffen?<\/strong><br>Der Herr gab dem Volk Israel das Verm\u00f6gen (F\u00e4higkeit), Verm\u00f6gen zu erwerben, und so taten sie es auch (5Mo 8,11.17\u201318):<em>&nbsp;\u00bbH\u00fcte dich, dass du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, so dass &#8230; du in deinem Herzen sprichst:&nbsp;<strong>Meine Kraft und die St\u00e4rke meiner Hand&nbsp;<\/strong>hat mir dieses Verm\u00f6gen verschafft! Sondern du sollst dich daran erinnern, dass&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">der Herr, dein Gott, es ist, der dir Kraft gibt<\/span>,<\/strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Verm\u00f6gen zu schaffen<\/span>; damit er seinen Bund aufrechterhalte, den er deinen V\u00e4tern geschworen hat, wie es an diesem Tag ist.\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer beschneidet das Herz des Menschen?<\/strong>&nbsp;(geistliche \u201eBeschneidung\u201c = ?; vgl.: R\u00f6m 2,29)<br>\u00bb<em><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">So&nbsp;<strong>beschneidet<\/strong>&nbsp;denn die Vorhaut eures Herzens<\/span>&nbsp;und verh\u00e4rtet euren Nacken nicht mehr!\u00ab&nbsp;<\/em>(5Mo 10,16);<em>&nbsp;\u00bb<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>Beschneidet<\/strong>&nbsp;euch f\u00fcr den Herrn und tut die Vorh\u00e4ute eurer Herzen weg<\/span>\u00ab<\/em>&nbsp;(Jer 4,4)&nbsp;und:&nbsp;<br><em>\u00bbUnd&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden<\/span><\/strong>, <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">damit du den Herrn, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele<\/span>, damit du am Leben bleibst. &#8230; <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Und du wirst umkehren und der Stimme des Herrn gehorchen und wirst alle seine Gebote tun, die ich dir heute gebiete.<\/span>\u00ab<\/em>&nbsp;(5Mo 30,6.8).&nbsp;<br><strong>Vgl.:<\/strong>&nbsp;<em>\u00bbDenn nicht der ist ein Jude, der es \u00e4u\u00dferlich ist, noch ist die \u00e4u\u00dferliche Beschneidung im Fleisch Beschneidung; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und&nbsp;<strong>Beschneidung ist die des Herzens<\/strong>, im Geist, nicht im Buchstaben\u00ab<\/em>&nbsp;(R\u00f6m 2,28\u201329). \u2013&nbsp;<em>\u00bbIn ihm seid ihr auch beschnitten worden mit&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">einer Beschneidung, die nicht mit H\u00e4nden geschehen ist<\/span><\/strong>, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">in der Beschneidung des Christus<\/span><\/strong>, mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.\u00ab&nbsp;<\/em>(Kol 2,11\u201312)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer brachte Jesus um? Wer verursachte seinen Tod? Wer ist f\u00fcr Jesu Tod verantwortlich?<br><\/strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Die Menschen&nbsp;taten dies aus freier Entscheidung (sowohl Juden wie R\u00f6mer)<\/span>, aber es war&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gottes fester Plan und Ratschluss<\/span>, seinen Sohn als Opfer sterben zu lassen, und es war&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Jesu feste Absicht und Macht<\/span>, zu sterben:<br><em>\u00bbJesus, &#8230;&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>hingegeben<\/strong>&nbsp;<strong>nach dem bestimmten Ratschluss und nach Vorkenntnis Gottes<\/strong><\/span>,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen an das Kreuz geschlagen und umgebracht<\/span><\/strong>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Apg 2,22-23); und:&nbsp;<em>&nbsp;\u00bb<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Die K\u00f6nige der Erde&nbsp;<\/span>traten auf, und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">die Obersten<\/span>&nbsp;versammelten sich miteinander gegen den Herrn und gegen seinen Christus. Denn in dieser Stadt versammelten sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, sowohl&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Herodes<\/span>&nbsp;als auch&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Pontius Pilatus mit [den] Nationen und [den] V\u00f6lkern Israels,&nbsp;<strong>um alles zu tun<\/strong><\/span><strong>,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hat, dass es geschehen sollte<\/span><\/strong>\u00ab<\/em>&nbsp;(Apg 4,26-28).<br><em>\u00bbDarum liebt mich der Vater,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">weil ich mein Leben lasse<\/span><\/strong>, damit ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">ich lasse es von mir selbst<\/span>. Ich habe Gewalt, es zu lassen, und habe Gewalt, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen.\u00ab<\/em>&nbsp;(Joh 10,17\u201318) mit:&nbsp;<em>\u00bbAls nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">er neigte das Haupt und&nbsp;<strong>\u00fcbergab den Geist<\/strong><\/span>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Joh 19,30).<br>Waren es nun die R\u00f6mer, die Juden, war es Gott-Vater oder Gott-Sohn? Und: Schlie\u00dft sich das gegenseitig aus?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher kommt der Glaube?<br>Die menschliche Seite:&nbsp;Das Glauben ist&nbsp;<em>Gottes Befehl&nbsp;<\/em>an alle Menschen<\/strong>, daher auch \u201e<em>Glaubensgehorsam<\/em>\u201c<em>&nbsp;<\/em>(Mk 1,15; R\u00f6m 1,5; 16,26); Gottes Wort zu glauben ist&nbsp;Pflicht und Verantwortung jedes Menschen:&nbsp;<em>\u00bbTut Bu\u00dfe und&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">glaubt an das Evangelium!<\/span><\/strong>\u00ab<\/em>&nbsp;(Mk 1,15b);&nbsp;<em>\u00bb&#8230; zum&nbsp;<strong>Evangelium Gottes<\/strong>&nbsp;&#8230; \u00fcber seinen Sohn &#8230; Jesus Christus, unseren Herrn &#8230;&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen<\/span><\/strong>&nbsp;f\u00fcr seinen Namen, unter denen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi.\u00ab<\/em>&nbsp;(R\u00f6m 1,1\u20136).<br><strong>Die g\u00f6ttliche Seite:&nbsp;Das Glauben ist&nbsp;<em>Gottes Gabe&nbsp;<\/em><\/strong>(Php 1,29; Eph 2,8ff); es ist \u201eim Paket der Errettung\u201c als notwendiges Mittel mit enthalten (Eph 2,8ff):<em>&nbsp;\u00bbDenn euch ist es&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">im Blick auf Christus geschenkt worden, &#8230; an ihn zu glauben<\/span><\/strong><\/em>\u00ab&nbsp;(Php 1,29);&nbsp;<em>\u00bbDenn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gottes Gabe ist es<\/span><\/strong><\/em>&nbsp;[n\u00e4mlich&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">die gesamte Errettung inkl. des rettenden Glaubens<\/span>]<em>\u00ab<\/em>&nbsp;(Eph 2:8).<br>Ein Mensch bekommt den rettenden Glauben als Gnadengeschenk (freies Geschenk Gottes), aber damit ist es dann&nbsp;<strong>sein<\/strong>&nbsp;Glaube, mit dem er glaubt. Es besteht hier kein Widerspruch und auch kein zeitlicher oder phasenm\u00e4\u00dfiger Unterschied (wie das manche behaupten). Das Geben des rettenden Glaubens seitens Gottes und das Aus\u00fcben des gerade geschenkten, nun&nbsp;<em>eigenen<\/em>&nbsp;Glaubens, geschieht&nbsp;<strong>im selben Moment<\/strong>. Nur ursachenlogisch ist zu differenzieren: Kommt der rettende Glaube unabh\u00e4ngig von Gott aus einem S\u00fcnder (das behaupten z. B. die Free Grace Brethren, die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.gsot.edu\/about-us\/doctrinal-statement\/\" target=\"_blank\">Grace School of Theology<\/a> [\u00bb<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>Initial faith resulting in justification and regeneration is not a gift of God<\/strong>.<\/span> That is, fallen humanity &#8230; still possesses the capacity to believe in Christ. <strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Such faith precedes regeneration<\/span><\/strong>.\u00ab] u. a.), oder <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">kommt er von Gott <\/span>und wird im selben Augenblick <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Besitz und \u00dcbung des Menschen<\/span>?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher kommt die Umkehr (Bu\u00dfe)?<br><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Bu\u00dfe ist&nbsp;<em>Gottes Befehl&nbsp;<\/em>an alle Menschen<\/span><\/strong>&nbsp;(Apg 17,30; Lk 24,47; Mk 1,15; 6,12). Jesus Christus&nbsp;beginnt und beendet das NT mit dem Ruf zur Bu\u00dfe&nbsp;(Mt 3,2; Offb 3,19). Lukas 5,32:&nbsp;<em>\u00bbIch bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">sondern&nbsp;S\u00fcnder zur Bu\u00dfe<\/span>.\u00ab<\/em>&nbsp;&nbsp;Damit steht der Mensch in voller Verantwortung, Bu\u00dfe zu tun.<br><strong>Bu\u00dfe ist&nbsp;<em>ein einmaliger Akt<\/em><\/strong>, insofern er notwendig zum rettenden Glauben dazu geh\u00f6rt (Apg 20,21; 2Pet 3,9); aber auch im Leben des Gl\u00e4ubigen wird sie&nbsp;<strong><em>immer wieder notwendig&nbsp;<\/em><\/strong>(2Kor 7,9; Off 2,5).<br><strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Bu\u00dfe ist&nbsp;<em>Gottes Gabe<\/em><\/span><\/strong>:&nbsp;an&nbsp;<strong>Israel&nbsp;<\/strong>(Apg 5,31); an die&nbsp;<strong>Nationen&nbsp;<\/strong>(Apg 11,18); an&nbsp;<strong>Widersacher&nbsp;<\/strong>(2Tim 2,25). <em>\u00bbAls sie aber dies geh\u00f6rt hatten, beruhigten sie sich und verherrlichten Gott und sagten:&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Also hat Gott auch den Nationen&nbsp;<strong>die Bu\u00dfe gegeben<\/strong>&nbsp;zum Leben.<\/span>\u00ab<\/em>&nbsp;(Apg 11,18). Viele sehen, verstehen und erkl\u00e4ren diesen Text, als ob hier st\u00fcnde: \u00bbGott hat <strong>die M\u00f6glichkeit zur <\/strong>Bu\u00dfe gegeben zum Leben\u00ab. Gott er\u00f6ffnet aber laut dieser Schriftstelle nicht blo\u00df die&nbsp;<em>M\u00f6glichkeit&nbsp;<\/em>zur Bu\u00dfe, sondern <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">er schenkt die Bu\u00dfe selbst<\/span>!<br>Da Umkehr (Bu\u00dfe) die Kehrseite der Medaille des Heils ist (die andere, mit \u201eund\u201c verbundene Seite ist Glaube; Mk 1,15), gilt analog das oben \u00fcber den Glauben Gesagte: Bu\u00dfe ist&nbsp;<strong>sowohl<\/strong>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">freies Geschenk Gottes<\/span> als auch <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">vom Menschen notwendig Gefordertes<\/span>. Das Evangelium ist ja gerade deswegen eine \u201eGute Botschaft\u201c, weil es neben <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">der g\u00f6ttlichen Forderung<\/span> auch <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">die g\u00f6ttliche Gabe<\/span> zur vollkommenen Befriedigung der Forderung liefert. Wer diesen Sachverhalt der Bibel umkehrt, bringt nicht das Evangelium Gottes, sondern ein anderes. Das kann man gut in der sog. \u201eHeiligungsbewegung\u201c erkennen, die verschiedenste \u201efromme\u201c Lehren und Praktiken der Werksgerechtigkeit pflegen, um dadurch Gottes rettende Gnade und Gunst zu erhalten oder zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer bekehrt den Menschen?<br><\/strong>Unter dem Wirken des Geistes Gottes empfindet ein Mensch, dass er sich nicht selbst aus dem Sumpf ziehen kann, in dem er feststeckt. Daher bittet er seinen Gott (<em>\u00bbdenn Du bist der HERR, mein Gott\u00ab; Jahwe Elohim, der starke B\u00fcndnis-Gott)  <\/em>um Rettung.  Und im Wesen erneuert tut er <strong>dann<\/strong> \u00bbder Umkehr w\u00fcrdige Werke\u00ab (Mt 3,8; Lk 3,8) und beweist damit \u00e4u\u00dferlich die Echtheit seiner Umkehr. Auch die angemessenen Empfindungen&nbsp;<strong>folgen<\/strong> auf diese Umkehr\/Bu\u00dfe (Jer 31,18\u201319):<em>&nbsp;\u00bb<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Bekehre mich<\/mark><\/strong>, damit&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">ich mich bekehre<\/mark><\/strong>, denn du bist der Herr, mein Gott. Denn&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">nach&nbsp;meiner Umkehr<\/mark><\/strong>&nbsp;<strong>empfinde ich Reue<\/strong>,&nbsp;<mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>nachdem<\/strong>&nbsp;<strong>ich zur Erkenntnis gebracht worden bin<\/strong><\/mark>, schlage ich mich auf die H\u00fcften. Ich sch\u00e4me mich und bin auch zuschanden geworden\u00ab.<\/em> Man beachte die Zeitformen und die Verwendung von Aktiv und Passiv. (Martin Luther hat beide Bedeutungen der Bekehrung gut zusammengefasst: \u00bb<em>Der Herr fordert die Bekehrung von uns, nicht als ob wir sie mit unsern eigenen Kr\u00e4ften vollbringen k\u00f6nnten, sondern damit wir unsere Ohnmacht erkennen und um die Hilfe des Geistes flehen, durch dessen Beistand wir bekehrt werden k\u00f6nnen<\/em>.\u00ab (WA 13, S.&nbsp;551) [3].<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wessen Erkenntnis f\u00fchrt zur Rettung?<br><\/strong>Kein Mensch kennt oder erkennt Gott von Geburt an. Auch sp\u00e4ter gelingt ihm dies weder durch Intelligenz, Hingabe oder Religiosit\u00e4t dergestalt, dass er von seinem (durch die S\u00fcnde in ihm) intrinsischen G\u00f6tzendienst befreit w\u00fcrde, obwohl er lange und ernsthaft nach Rettung streben mag. Wie kann dann die Wende zum wahren Heil erfolgen? Geschah es dadurch, dass dieser Mensch letztlich doch den wahren Gott erkannte? Oder nicht vielmehr dadurch, dass der wahre Gott <em>ihn<\/em> erkannte und damit eine Lebensbeziehung ihm fest aufrichtete. Diese Lebensbeziehung, dieses neue Leben, verleiht diesem Menschen sicher und effektiv die F\u00e4higkeit zur Erkenntnis Gottes (Gal 4,9 MENG2000): <em>\u00a0\u00bb<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Da ihr jetzt aber Gott erkannt habt<\/mark><\/strong> oder vielmehr <\/em>[Anm.: d. h. richtiger gesagt]<em> <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>von Gott erkannt worden seid<\/strong><\/mark>&#8230;\u00ab.<\/em> Beides ist wahr, die Relation zueinander und das Primat Gottes werden auch hier deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer wirkt hier das eigene Heil (die prozesshafte Heiligung, nicht die ewige Errettung)?<br><\/strong>Die Glaubenden sollen flei\u00dfig wirken, aber Gott wirkt in den Gl\u00e4ubigen \u00bbdas Wollen und das Wirken nach seinem Wohlgefallen\u00ab (Phil 2,12b\u201313):<em>&nbsp;\u00bb<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Bewirkt<\/mark><\/strong>&nbsp;euer eigenes Heil mit Furcht und Zittern; denn&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gott ist es, der in euch wirkt<\/mark><\/strong>&nbsp;<mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">sowohl das Wollen als auch das Wirken<\/mark>, zu seinem Wohlgefallen.\u00ab<\/em>&nbsp;\u2013 Da \u00bbdas Wollen als auch das Wirken\u00ab ja dem Menschen eigen ist, kommt er so \u2013durch Gottes Wirken motiviert und bef\u00e4higt\u2013 seiner Verantwortung nach. (Modern w\u00fcrde man sagen: Gott liefert die Start- und die Durchhaltemotivation.) Man muss aber genau lesen: Gottes Wirken ist keine Folge des urs\u00e4chlichen Wirkens des Menschen, sondern <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">das Wollen und Wirken des Menschen<\/mark> ist eine Folge des <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">urs\u00e4chlichen Wirkens Gottes<\/mark>. (Da die Angeschriebenen bereits \u00bbHeilige in Christus Jesus\u00ab sind (Php 1,1), geht es bei \u00bbHeil\u00ab (a. \u00fc. \u00bbSeligkeit\u00ab) nicht um ihr <strong>ewiges<\/strong> Heil, sondern um Rettung aus den enormen geistlichen, aber <strong>zeitlich<\/strong> begrenzten Problemen, in denen sie als Gemeinde steckten. Vielleicht kann man verallgemeinern, dass dies f\u00fcr alle Bereiche der <strong><em>praktischen<\/em> Heiligung<\/strong> gilt: Gottes Geist wirkt in uns das Wollen und Wirken dieser Heiligung \u2013 und wir setzen diese Heiligung in jener Kraft Gottes in Tat und Praxis um. G\u00f6ttlich festgelegtes und damit garantiertes Ziel ist nach R\u00f6mer 8,29 die \u00bbGleichf\u00f6rmigkeit [symmorph\u00f3s] mit dem Bild seines Sohnes\u00ab.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher kommen Hingabe, Flei\u00df und Kraft zum christlichen Dienst?<\/strong><br>Paulus ist allen Christen sicher ein Vorbild f\u00fcr hingegebenen, flei\u00dfigen Dienst. Das Geheimnis seiner Hingabe offenbart er u.a. in 1.Korinther 15,10:&nbsp;<em>\u00bbAber&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">durch Gottes Gnade<\/span><\/strong>&nbsp;bin ich, was ich bin; und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle<\/span><\/strong>;&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir war<\/span>.<\/strong>\u00ab<\/em>&nbsp;(1Kor 15,10 ELB03). Es war die Gnade Gottes, also Gottes freies Geschenk und souver\u00e4ne Gabe an Paulus. Aber diese hatte ihn&nbsp;<strong>nicht passiv gelassen<\/strong>, sondern zu einem&nbsp;<strong>hingegebenen, aktiven<\/strong>&nbsp;Arbeiter im Reich Gottes gemacht. Paulus hat (wieder einmal) Jesaja gut verstanden: \u00bbHERR, du wirst uns Frieden geben, <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">denn&nbsp;du hast ja<\/span>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">alle unsere Werke<\/span>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">f\u00fcr uns vollendet<\/span>.\u00ab (Jesaja 26,12 ELB03).<br>So schreibt Paulus auch den Kolossern:&nbsp;<em>\u00bbChristus &#8230; den wir verk\u00fcndigen, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, damit wir jeden Menschen vollkommen in Christus darstellen; wozu&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">ich mich auch bem\u00fche, indem ich k\u00e4mpfend ringe<\/span><\/strong>&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">gem\u00e4\u00df seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft<\/span><\/strong>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Kol 1,27b-29 ELB03). Paulus h\u00e4ngte sich voll in seine Arbeit mit M\u00fche, Kampf und Ringen. Aber alle investierte Kraft kam von Gott, vom Heiligen Geist, der in ihm wohnte. Beides zeigt die Harmonie und Parallelit\u00e4t von pers\u00f6nlicher Verantwortung und Gottes souver\u00e4nem Gnadenwirken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher kommt die Liebe, mit der wir lieben?<br><\/strong>Das erste und bedeutsamste Gebot Gottes ist es, Gott zu lieben und den N\u00e4chsten wie sich selbst:&nbsp;<em>\u00bbUnd&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>du sollst<\/strong><\/span>&nbsp;den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.\u00ab&nbsp;<\/em>(5Mo 6,5 ELB03);&nbsp;<em>\u00bb<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Du sollst<\/span><\/strong>&nbsp;den<strong>&nbsp;Herrn, deinen Gott, lieben<\/strong>&nbsp;aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand, und&nbsp;<strong>deinen N\u00e4chsten wie dich selbst<\/strong>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Lk 10,27). Damit steht jeder Mensch klar in Verantwortung:&nbsp;<strong>Gott und den N\u00e4chsten zu lieben ist keine Sache der Wahl, sondern&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">des Gehorsams<\/span>.&nbsp;<\/strong>Woher soll&nbsp;<em>solche<\/em>&nbsp;Liebe stammen? (Beim sentimentalen \u201eArminianer\u201c kommt sie aus freiem Willen aus seinem Herzen, sonst sei es angeblich keine&nbsp;<em>echte<\/em>&nbsp;Liebe.) Beim Glaubenden stammt sie von Gott selbst:&nbsp;<em>\u00bbDie Liebe Gottes ist&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist<\/span><\/strong>, der uns gegeben worden ist.\u00ab<\/em>. Lieben wir mit<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">&nbsp;<strong>jener gegebenen Liebe<\/strong><\/span>, so lieben wir mit&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">unserer Liebe<\/span><\/strong>!<br>\u00c4hnliches haben wir schon bei den anderen freien (Gnaden-) Gaben Gottes, bei Bu\u00dfe und Glauben, gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher kommen die Werke, die wir tun? Wer tut sie?<\/strong><br>Der Titusbrief ermahnt die Glaubenden, Gute Werke zu tun. Der Jakobusbrief macht uns deutlich, dass ein Glaube, der keine guten Werke zeitigt, kein rettender Glaube ist (sondern eine nicht-rettende Art von \u201eGlauben\u201c, wie der \u201eZeichenglaube\u201c Joh 6; Apg 8,13 oder \u201eD\u00e4monenglaube\u201c Jak 2,19). Der Glaubende steht also <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">eindeutig&nbsp;in der Verantwortung, Gute Werke zu tun<\/span>. Diese Guten Werke sind aber kein Mittel&nbsp;<strong><em>zur<\/em><\/strong>&nbsp;Errettung, denn die ewige Errettung geschieht allein auf dem Grundsatz (vermittelst) des Glaubens:&nbsp;<em>\u00bbDenn&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">durch die Gnade seid ihr errettet<\/span>, mittels [des] Glaubens; und das&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">nicht aus euch, Gottes Gabe ist es<\/span>; <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">nicht aus Werken<\/span>, damit niemand sich r\u00fchme. Denn&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>wir sind sein Werk<\/strong>, geschaffen in Christus Jesus<\/span>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">zu guten Werken<\/span>,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">die Gott zuvor bereitet hat<\/span><\/strong>,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">damit wir in ihnen wandeln sollen<\/span><\/strong>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Eph 2,8-10 ELB03). \u2013 Die Perspektive ist viel weiter, als nur das einzelne Werk, das&nbsp;<strong>wir<\/strong>&nbsp;im Glauben tun:&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">vielmehr sind wir Glaubenden selbst und unser Leben und Arbeiten im Reich Gottes&nbsp;<strong>das Werk Gottes<\/strong><\/span>.&nbsp;Ruft uns dies zur Passivit\u00e4t? Nein, ganz im Gegenteil: wir sind ja&nbsp;<strong><em>\u00bb<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">geschaffen &#8230;&nbsp;<u>zu<\/u>&nbsp;guten Werken<\/span>\u00ab<\/em><\/strong>, dies ist&nbsp;<strong>unsere Lebens- und Zweckbestimmung, unsere Erf\u00fcllung<\/strong>! Diese Werke hat aber&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gott&nbsp;<em>\u00bbzuvor&nbsp;<strong>bereitet<\/strong><\/em><\/span><em>&nbsp;&#8230; damit&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">wir in ihnen wandeln&nbsp;<strong>sollen<\/strong><\/span>\u00bb.<\/em>&nbsp;<br>Vgl. dazu auch Philipper 2,12\u201313 (oben) und Jesaja 26,12:&nbsp;<em>\u00bbHerr, du wirst uns Frieden geben, denn&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">du hast ja<\/span> <\/strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"><strong>alle<\/strong>&nbsp;<strong>unsere Werke<\/strong><\/span>&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">f\u00fcr uns vollendet<\/span><\/strong>.\u00ab&nbsp;<\/em>(Jes 26,12 ELB03).&nbsp;<br><strong>Zu \u201egute Werke\u201c<\/strong>&nbsp;siehe auch: 1.Timotheus 2,10; 5,10.25; 6,18; Titus 1,16 (neg.); 2,7.14; 3,8.14; Hebr\u00e4er 10,24; Jakobus 3,13; 1.Petrus 2,12).<\/p>\n\n\n\n<p>(Diese Liste kann fortgesetzt werden.)<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">B. Altkirchliche (reformierte) Stellungnahmen zu diesen biblischen Lehren<\/h1>\n\n\n\n<p>Die (reformierten) Glaubenden haben vor 400 Jahren dieses \u201eZusammenspiel\u201c im Heil in den&nbsp;<strong>Lehrs\u00e4tzen von Dordrecht (1619)<\/strong>&nbsp;so formuliert (Drittes und viertes Lehrst\u00fcck \u201eVon der Verderbnis des Menschen, seiner Bekehrung zu Gott und der Art und Weise derselben\u201c), was m.E. aller ernsthaften Erw\u00e4gung mit offener Schrift wert ist:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Artikel 11<\/strong><br>Ferner, wenn Gott den Auserw\u00e4hlten sein Wohlgefallen erzeigt und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>die wahre Bekehrung in ihnen wirkt<\/strong>,<\/span> l\u00e4sst er sie nicht nur das Evangelium \u00e4u\u00dferlich predigen und erleuchtet kr\u00e4ftig ihren Verstand durch den Heiligen Geist, damit sie die Dinge, die des Geistes Gottes sind, recht verstehen und unterscheiden, sondern er dringt auch mit der kr\u00e4ftigen Wirkung desselben wiedergeb\u00e4renden Geistes bis ins Innerste des Menschen ein.&nbsp;<strong>Er \u00f6ffnet das Herz<\/strong>, das geschlossen ist;&nbsp;<strong>er erweicht<\/strong>, was verh\u00e4rtet ist;&nbsp;<strong>er beschneidet<\/strong>, was unbeschnitten ist. Dem Willen gibt er eine neue Beschaffenheit und bewirkt, dass dieser Wille, der tot war,&nbsp;<strong>lebendig wird<\/strong>; der b\u00f6se war,&nbsp;<strong>gut wird<\/strong>; der nicht wollte,&nbsp;<strong>jetzt wirklich will<\/strong>; der widerspenstig war,&nbsp;<strong>gehorsam wird<\/strong>. Es setzt den Willen in Bewegung und st\u00e4rkt ihn also, dass er wie eine gute Frucht gute Werke hervorbringen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Artikel 12<\/strong><br>Dies ist nun die Wiedergeburt, die Erneuerung, neue Sch\u00f6pfung, Auferweckung von den Toten und&nbsp;<strong>die Lebendigmachung<\/strong>, wovon so herrlich in den Schriften gesprochen wird,&nbsp;<strong>die Gott ohne uns in uns wirkt<\/strong>. Sie wird nicht allein durch das Mittel der \u00e4u\u00dferen Predigt in uns zustande gebracht, auch nicht durch Anraten oder eine Wirkung von der Art, dass &#8211; wenn Gott sein Werk vollbracht hat \u2013 es dann noch in der Gewalt des Menschen st\u00e4nde, wiedergeboren zu werden oder nicht wiedergeboren zu werden, bekehrt zu werden oder nicht bekehrt zu werden. Es ist im Gegenteil eine v\u00f6llig \u00fcbernat\u00fcrliche, sehr kr\u00e4ftige und zugleich sehr liebliche, wunderbare, verborgene und unaussprechliche Wirkung, nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift (die von dem Urheber dieser Wirkung eingegeben ist) weder kleiner noch geringer an Kraft als die Sch\u00f6pfung oder Auferweckung der Toten, so dass alle diejenigen, in deren Herzen Gott in dieser wunderbaren Weise wirkt, gewiss, unfehlbar und kr\u00e4ftig wiedergeboren werden und&nbsp;<strong>wirklich glauben<\/strong>.&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Und dann wird der nun erneuerte Wille<\/span>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">nicht nur von Gott getrieben und bewegt<\/span>, <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">sondern<\/span> &#8211;&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">von Gott in Bewegung gesetzt<\/span>&nbsp;&#8211; <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">handelt er auch selbst<\/span>. <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Darum kann man auch mit Recht sagen, dass der Mensch&nbsp;<\/span><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">durch die Gnade, die er empfangen hat<\/span>, <span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">[selbst] glaubt und sich bekehrt<\/span><\/strong>.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Artikel 13<br>Die Art und Weise dieser Wirkung k\u00f6nnen die Gl\u00e4ubigen in diesem Leben nicht v\u00f6llig begreifen;<\/strong> unterdes finden sie Ruhe darin, dass sie wissen und f\u00fchlen,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">durch diese Gnade Gottes<\/span>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">von Herzen zu glauben und ihren Heiland zu lieben<\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Artikel 16<br><\/strong>Doch wie der Mensch durch den Fall nicht aufgeh\u00f6rt hat ein Mensch zu sein, mit Verstand und Willen begabt, und wie die S\u00fcnde, die das ganze menschliche Geschlecht durchdrang, die Natur des Menschen nicht aufgehoben, sondern verdorben und geistlich get\u00f6tet hat,&nbsp;<strong>so wirkt auch diese g\u00f6ttliche Gnade der Wiedergeburt in den Menschen nicht wie in St\u00f6cken und Bl\u00f6cken (als ob sie tote Dinge w\u00e4ren), sie vernichtet den Willen und seine Eigenschaften nicht und zwingt sie nicht mit Gewalt gegen ihren Willen, sondern sie macht sie geistlich lebendig, heilt, bessert und beugt sie auf eine zugleich liebliche und kraftvolle Weise, so dass da, wo fr\u00fcher Widersetzlichkeit und der Widerstand ganz und gar \u00fcberwogen, jetzt ein williger und aufrichtiger Gehorsam des Geistes beginnt, die Oberhand zu gewinnen, worin die wahre und geistliche Wiederherstellung und Freiheit unseres Willens liegen.<\/strong>&nbsp;Und wenn der wunderbare Werkmeister alles Guten nicht auf diese Weise mit uns handelt, w\u00fcrde der Mensch keinerlei Hoffnung haben, sich aus dem Fall durch seinen freien Willen, durch den er sich selbst, als er noch stand, ins Verderben st\u00fcrzte, wieder erheben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Diese Liste kann fortgesetzt werden.)<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">C. Gott lenkt die Schritte (den Weg) eines Menschen \u2013&nbsp;<br>weil Er das Herz des Menschen lenken kann<\/h1>\n\n\n\n<p><strong><em>\u00bbWasserb\u00e4chen gleicht das Herz eines K\u00f6nigs in der Hand des Herrn;&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">wohin immer er will, neigt er es<\/span>.&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Jeder Weg eines Mannes ist gerade in seinen Augen<\/span>, aber der Herr w\u00e4gt die Herzen.\u00ab<\/em><\/strong><em>&nbsp;<\/em>(Spr\u00fcche 21,1-2 ELB03)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Individualismus und die Gottlosigkeit der gegenw\u00e4rtigen westlichen Kultur beeinflussen auch das Denken der Glaubenden dahingehend, dass wir als h\u00f6chste Bestimmung des Menschen seine individuelle Freiheit betonen. (Nur in Deutschland gibt man diese gerne an die \u201ef\u00fcrsorgliche Obrigkeit\u201c ab, die den B\u00fcrger mit Heilsversprechen k\u00f6dert.) Jeder, auch Glaubende, wollen alleine entscheiden, alleine lieben, alleine leben. Nur in der Not sucht man dann Trost und Halt bei Gott. Das nennt man aber nicht Christentum, sondern besser \u201e<strong>Moralistic therapeutic deism<\/strong>&nbsp;(<strong>MTD<\/strong>)\u201c. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtglaubende w\u00fcnschen sich, dass kein Gott sei. Der Mensch will sein eigener Gott sein, will autonom sein. Eine pointierte Darstellung lieferte der schwer erkrankte&nbsp;<strong>William Ernest Henley (1849\u20131903), der 1875 das viktorianische Gedicht \u00bbInvictus\u00ab schrieb&nbsp;<\/strong>(Henley bekam mit 12 Jahren Knochentuberkulose, ein Unterschenkel wurde amputiert, der zweite gerettet; das Gedicht wurde 1888 ver\u00f6ffentlicht). In diesem hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">I thank whatever gods may be<br>For my unconquestable soul.<br>&#8230;<br><strong>I am<\/strong>\u00a0the master of my fate:<br><strong>I am<\/strong>\u00a0the captain of my soul.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht so schwer zu erkennen, wer der \u201eI AM\u201c ( \u00bbICH BIN\u00ab) seines Lebens war. Nelson Mandela zitierte dieses Gedicht in der Haft, Obama zitierte es anl\u00e4sslich einer Gedenkfeier f\u00fcr Mandela 2013, ein Film in den USA wurde \u201eInvictus\u201c genannt. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie seltsam, wenn angeblich an Gott glaubende Christen gr\u00f6\u00dften Wert darauf legen, dass sie \u00bbthe captain of their soul\u00ab sind und alles vorlaufende, aus freier Gnade kommende und bestimmende(!) Wirken Gottes in ihrem Leben leugnen wollen.&nbsp;<\/strong>Bei ihnen sitzt Gott auf dem Beifahrersitz, darf die platten Reifen flicken und die Tankrechnung zahlen, aber am Steuer sitzt der Mensch selbst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sagt die Schrift? Wer lenkt die Schritte des Menschen, wer leitet sie auf seinem Pfad?<\/strong>&nbsp;Wen m\u00fcssten wir uns eigentlich mit gr\u00f6\u00dftem Verstand und Sehnen ans Steuer w\u00fcnschen, wenn es darum geht, die Tiefen der Ewigkeit sicher zu durchqueren? <strong>Es ist reine Hybris \u2013und\/oder Dummheit\u2013, dies mit unserem nicht erneuerten Verstand, unserm Wissen, unserer Kraft, unserem Verm\u00f6gen und unserer Weisheit zu versuchen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>\u00bbIch wei\u00df, Herr, dass&nbsp;<strong>nicht beim Menschen sein Weg steht<\/strong>,&nbsp;<br><strong>nicht bei dem Mann, der da wandelt, seinen Gang zu richten.\u00ab<\/strong><\/em>&nbsp;(Jeremia 10,23 ELB03).<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bb<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg<\/span><\/strong>, aber&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">der Herr lenkt seine Schritte<\/span><\/strong><\/em>.\u00ab (Spr 16,9 ELB03).<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bb<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Die Entw\u00fcrfe des Herzens sind des Menschen<\/span><\/strong>,&nbsp;<strong>aber <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">die Antwort der Zunge kommt von dem Herrn<\/span><\/strong>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Spr 16,1 ELB03).<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bb<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Die Schritte des Mannes&nbsp;<\/span><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">h\u00e4ngen ab von dem Herrn<\/span><\/strong>; und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">der Mensch, wie sollte er seinen Weg verstehen?<\/span>\u00ab&nbsp;<\/em>(Spr 20,24 ELB03).<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bbUnd&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">du hast dich \u00fcber den Herrn des Himmels erhoben<\/span><\/strong>; &#8230; aber den <span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gott,&nbsp;<strong>in dessen Hand dein Odem ist und bei dem alle deine Wege sind<\/strong><\/span>, hast du nicht geehrt.\u00ab&nbsp;<\/em>(Daniel 5,23 ELB03).<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bbSiehe,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">das alles tut Gott<\/span><\/strong>&nbsp;zwei-, dreimal mit dem Mann, um seine Seele abzuwenden von der Grube, dass sie erleuchtet werde vom Licht der Lebendigen.\u00ab<\/em>&nbsp;(Hiob 33,29-30 ELB03).<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bbVertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen, und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">st\u00fctze dich nicht auf deinen Verstand.&nbsp;Erkenne<\/span>&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">ihn<\/span><\/strong>&nbsp;auf allen&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">deinen&nbsp;Wegen,<\/span> und&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">er wird gerade machen deine Pfade<\/span><\/strong>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Spr 3,5-6 ELB03)<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bbWohlan nun, ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">wollen wir<\/span>&nbsp;in die und die Stadt gehen und dort ein Jahr zubringen und Handel treiben und Gewinn machen 14 (die ihr nicht wisst, was der morgige Tag bringen wird; denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist es ja, der f\u00fcr eine kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet); statt dass ihr sagt:&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Wenn der Herr will und wir leben,<\/span><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\"> [so] werden wir auch dieses oder jenes tun<\/span>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Jak 4,13-15 ELB03).<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bbWehe,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Assur<\/span>,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Rute meines Zorns<\/span>! Und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">der Stock in seiner Hand<\/span>&nbsp;ist&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">mein Grimm<\/span>. &#8230;&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Er aber meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht so<\/span>; sondern zu vertilgen hat er im Sinn, und nicht wenige Nationen auszurotten. &#8230; Denn er hat gesagt:&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Durch die Kraft meiner Hand und durch meine Weisheit<\/span>&nbsp;habe ich es getan, denn&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">ich bin verst\u00e4ndig<\/span>; und&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">ich verr\u00fcckte&nbsp;die Grenzen der V\u00f6lker und&nbsp;pl\u00fcnderte&nbsp;ihre Sch\u00e4tze und&nbsp;stie\u00df, wie ein Gewaltiger, Thronende hinab.<\/span> &#8230; Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der \u00dcberrest Israels und das Entronnene des Hauses Jakob sich nicht mehr st\u00fctzen auf den, der es schl\u00e4gt; sondern&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">es wird sich st\u00fctzen auf den Herrn, den Heiligen Israels, in Wahrheit.<\/span>\u00ab<\/em>&nbsp;(Jes 10,5ff). Gott gebraucht auch heidnische K\u00f6nige,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">seinen Plan auszuf\u00fchren<\/span><\/strong>, ohne dass diese dies wissen oder so wollen,&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">sondern f\u00e4lschlicher Weise sich und ihren Pl\u00e4nen alles souver\u00e4n zuschreiben<\/span>.&nbsp;Da Assur innerhalb seines Wesens frei gehandelt hat, ist er offenbar f\u00fcr sein Handeln voll verantwortlich: \u00bb<em>zu vertilgen hat er im Sinn\u00ab<\/em>.<\/li>\n\n\n\n<li>Der vielleicht bekannteste Vers daf\u00fcr, dass nicht der momentan gr\u00f6\u00dfte \u201eSouver\u00e4n\u201c der Menschen souver\u00e4n ist, sondern Gott, findet sich im Leitvers:&nbsp;<em>\u00bbWasserb\u00e4chen gleicht&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">das Herz eines K\u00f6nigs<\/span>&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\"><strong>in der Hand des Herrn<\/strong>; wohin immer&nbsp;<strong>er will<\/strong>,&nbsp;<strong>neigt er es<\/strong><\/span>.\u00ab<\/em>&nbsp;(Spr 21,1 ELB03). Es geht also letztlich alles um den Willen Gottes, auch wenn dieser dem menschlichen Herrscher weder bewusst noch von diesem gew\u00fcnscht ist. Das Bild ist ein \u00fcbliches aus der Irrigation eines Gartens oder Feldes; vgl. 5Mo 11,10&nbsp;<em>\u00bbwo du deine Saat s\u00e4test und&nbsp;<strong>mit deinem Fu\u00df w\u00e4ssertest<\/strong>, wie einen Gem\u00fcsegarten\u00ab<\/em>). \u2013&nbsp;<strong>Beispiele<\/strong>&nbsp;daf\u00fcr finden sich mehrfach in der Schrift: siehe Esra 6,22 (K\u00f6nig von Assyrien) oder Jer 39,11\u201312 (Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babylon); auch die Kreuzigung Jesu unter Annas und Pilatus.<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bbVon der St\u00e4tte seiner Wohnung schaut er auf alle Bewohner der Erde,&nbsp;<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">er, der ihrer aller Herz bildet<\/span><\/strong>, der auf alle ihre Werke achtet.\u00ab<\/em>&nbsp;(Ps 33,14-15 ELB03). Gott greift im Inneren, im Zentrum&nbsp;<strong>aller<\/strong> Menschen an, wenn Er es will. Es ist nicht nur \u2013aber dies ebenso!\u2013 ein&nbsp;<em>\u00e4u\u00dferes<\/em>&nbsp;Beobachten der Werke. Weil das der Glaubende wei\u00df, kann er sagen:&nbsp;<em>\u00bb<strong>Unsere Seele wartet auf den Herrn<\/strong>; unsere Hilfe und unser Schild ist er. Denn&nbsp;<strong>in ihm wird unser Herz sich freuen<\/strong>, weil wir&nbsp;<strong>seinem heiligen Namen vertraut haben<\/strong>. Deine G\u00fcte, Herr, sei \u00fcber uns, so wie wir&nbsp;<strong>auf dich geharrt haben.<\/strong>\u00ab<\/em>&nbsp;(Psalm 33,20\u201322 (ELB03).&nbsp;&nbsp;Gottes Allmacht und Vorsehung zu vertrauen ist Grund gr\u00f6\u00dfter Freude. Das Herz des Menschen ist eben nicht eine verriegelte Bastion oder ein von Gott umgangener Bereich, sondern geh\u00f6rt mit zu seinem Herrschafts- und Eingriffsbereich! Das aber setzt den Menschen offenbar nicht au\u00dfer Verantwortung,&nbsp;<strong>weil das Eingreifen Gottes ihn nicht zu einer entseelten Marionette macht<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u00bb<strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Der Herr hat alles zu seinem Zweck gemacht<\/span><\/strong>, und auch den Gottlosen f\u00fcr den Tag des Ungl\u00fccks.&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Jeder Hochm\u00fctige ist dem Herrn ein Gr\u00e4uel. Die Hand darauf:&nbsp;<strong>Er wird nicht f\u00fcr schuldlos gehalten werden<\/strong>.<\/span>\u00ab<\/em>&nbsp;(Spr 16:4-5 ELB03). Der erste Satz (V4) betont die&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes<\/span>: Der Herr hat&nbsp;<strong>alles<\/strong> zu seinem Zweck gemacht. Der zweite Satz (V5) betont die&nbsp;<span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Verantwortung des Menschen<\/span>: jeder Hochm\u00fctige ist Gott ein Gr\u00e4uel, er steht in Schuld.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>(Diese Liste kann fortgesetzt werden.)<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">D. Zusammenfassende Gedanken&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Gott lenkt alles so,\u00a0<strong>wie Er es will<\/strong>.\u00a0<strong>Sein Wille<\/strong>\u00a0regiert souver\u00e4n alles. Er ist\u00a0<strong>absolut souver\u00e4n<\/strong><\/mark>.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Aber der Mensch hat vom Sch\u00f6pfer\u00a0<strong>eine relative Freiheit<\/strong>\u00a0erhalten, zu tun, \u201ewas er will\u201c<\/mark>. \u201eRelativ\u201c deshalb, weil er:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Erstens<\/strong> als Gesch\u00f6pf immer vom Sch\u00f6pfer abh\u00e4ngig bleibt, denn Gott ist es, der \u00bballen Leben und Odem und alles gibt\u00ab (Apg 17,25), und deswegen \u00bbleben und bewegen und sind wir\u00ab nur in Gott (Apg 17,28). Kein Gesch\u00f6pf lebt aus sich selbst, <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">kein Gesch\u00f6pf ist autonom<\/mark><\/strong>. Nur Gott ist aus sich selbst (Aseit\u00e4t). Nur Gott setzt allem und allen die Norm.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zweitens<\/strong>, weil er als Gesch\u00f6pf unter dem Willen und der Autorit\u00e4t seines Sch\u00f6pfers steht und stehen muss.&nbsp;Alles andere w\u00e4re der vergebliche und fluchbringende Griff zur <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Selbstvergottung<\/mark><\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Drittens<\/strong>, weil er sich im S\u00fcndenfall zum Sklaven der S\u00fcnde gemacht hat, mithin nicht v\u00f6llig frei ist, wie Gott frei ist. Das (auch nach dem S\u00fcndenfall) verbliebene Ma\u00df an Freiheit macht den Menschen&nbsp;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">voll verantwortlich<\/mark><\/strong>&nbsp;vor Gott.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Gott lenkt sogar Ungl\u00e4ubige und Gottesrebellen so, wie er es (im Gericht, in der Vorsehung usw.) will. Umso mehr leitet er jene, die Er errettet und zum Heil erkauft hat, und in denen Sein Heiliger Geist als Besitzgarantie (\u00bbSiegel\u00ab, \u00bbAngeld\u00ab) wohnt.<\/li>\n\n\n\n<li>Das biblische Ph\u00e4nomen der <strong>Parallelit\u00e4t<\/strong> (<strong>Concursus Dei<\/strong>) hilft uns zu erkl\u00e4ren, wie&nbsp;<strong>Gott auch B\u00f6ses&nbsp;<em>verordnen<\/em>&nbsp;kann, ohne der S\u00fcnde schuldig zu werden<\/strong>. Gott hat stets nicht hinterfragbar <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">gute und heilige Absichten<\/mark><\/strong> in allem, was Er verordnet. B\u00f6ses bleibt immer B\u00f6ses, aber Gott hat niemals b\u00f6se Absichten in dem, was Er tut. Er kann niemals B\u00f6ses tun (dies ist stets analytisch wahr). Gott ist so genial, dass Er sogar&nbsp;<strong>durch<\/strong>&nbsp;die (also&nbsp;<strong><em>mittels<\/em><\/strong><em>&nbsp;der<\/em>, nicht nur:&nbsp;<strong><em>trotz<\/em><\/strong><em>&nbsp;der<\/em>) b\u00f6sen Absichten seiner Gesch\u00f6pfe Seine guten Absichten zur Erf\u00fcllung bringen kann. Vom S\u00fcndenfall Satans, \u00fcber den S\u00fcndenfall des Menschen, dem Leiden eines Hiob, eines Josephs (usw.) und \u2013 auf die Spitze getrieben \u2013 im Leiden und Sterben Jesu spannt sich eine lange, biblische Kette an Beweisen f\u00fcr diese Auffassung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Dies alles ist Gott ein Leichtes und ist Gottes w\u00fcrdig.<\/strong>&nbsp;Immerhin hat Er den Menschen&nbsp;<strong>ausgedacht<\/strong> (\u201ekonstruiert\u201c) und&nbsp;<strong>gemacht<\/strong>&nbsp;und Er&nbsp;<strong>erh\u00e4lt<\/strong>&nbsp;ihn jede Sekunde am Leben, Freunde wie Feinde, Nachfolger wie Rebellen, Christen wie G\u00f6tzendiener, Bekenner wie Leugner.&nbsp;<strong>Und zwar einzig und allein deswegen, und nur insofern, als dies zu Seiner Verherrlichung ausschl\u00e4gt.<\/strong><sup>[2]<\/sup><strong> <\/strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>Es geht kein Weg daran vorbei: Soli Deo Gloria!&nbsp;<\/strong>(R\u00f6m 11,36).<\/mark><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anmerkungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[1]&nbsp;&nbsp;<strong>Moralistic Therapeutic Deism (MTD)<\/strong>&nbsp;is a term that was first introduced in the book So<em>ul Searching: The Religious and Spiritual Lives of American Teenagers<\/em>&nbsp;(2005) by sociologists Christian Smith and Melinda Lundquist Denton. The term is used to describe what they consider to be the common beliefs among American youth. The book is the result of the research project the &#8222;National Study of Youth and Religion&#8220;.<br>The author&#8217;s study found that many young people believe in several moral statutes not exclusive to any of the major world religions. It is not a new religion or theology as such, but identified as a set of commonly-held spiritual beliefs. It is this combination of beliefs that they label Moralistic Therapeutic Deism:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"has-small-font-size wp-block-list\">\n<li><strong>A god exists<\/strong>&nbsp;who created and ordered the world and watches over human life on earth.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>God wants people to be good, nice, and fair<\/strong>&nbsp;to each other, as taught in the Bible and by most world religions.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>The central goal of life is to be happy and to feel good about oneself<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>God does not need to be particularly involved in one\u2019s life&nbsp;<strong>except when God is needed to resolve a problem<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Good people go to heaven<\/strong>&nbsp;when they die.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">These points of belief were compiled from interviews with approximately 3,000 teenagers. (<span>Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Moralistic_therapeutic_deism\" target=\"_blank\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Moralistic_therapeutic_deism<\/a><\/span>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[2] Vgl.: \u00bbWelche Analogie wir auch immer [zur Erkl\u00e4rung des <em>Concursus Dei<\/em>] verwenden, sie l\u00f6st das Geheimnis nicht auf. Gott ist Gott, und seine Beziehung zu seiner Sch\u00f6pfung ist einzigartig. Wir k\u00f6nnen ihn nicht vollst\u00e4ndig [in aller Tiefe] verstehen, ohne selbst Gott zu sein [vgl. Psalm 139:6]. Wir m\u00fcssen uns damit begn\u00fcgen, <em>v\u00f6llig zu glauben<\/em>, was die Schrift lehrt, auch wenn wir Gott oder seine Lehre nicht <em>umfassend beherrschen<\/em>. <strong>Wir glauben, dass Gott alle Ereignisse souver\u00e4n steuert. Wir glauben auch, dass Gott den Menschen echte Wahl- und Entscheidungsm\u00f6glichkeiten gibt und dass er sie f\u00fcr diese ihre Entscheidungen verantwortlich macht. <\/strong>Wir glauben an diese beiden klaren Lehren der Heiligen Schrift, ohne dass wir selbst v\u00f6llig erkennen [und erkl\u00e4ren] k\u00f6nnen, wie seine souver\u00e4ne Steuerung aller Dinge mit der menschlichen Verantwortung und seinen frei getroffenen Entscheidungen in \u00dcbereinstimmung ist (Kompatibilit\u00e4t). <strong>Dieses Geheimnis sollte uns zum Lobpreis veranlassen. <\/strong>Wir loben Gott und ehren ihn, indem wir bekennen, wie gro\u00df er ist und dass \u203aseine Gr\u00f6\u00dfe unermesslich ist\u2039 (Psalm 145:3).\u00ab (&nbsp;Poythress, Vern S.: <em>Chance and the Sovereignty of God: A God-Centered Approach to Probability and Random Events<\/em>. Wheaton, IL: Crossway, 2014. Eigene \u00dcbersetzung; Fettdruck hinzugef\u00fcgt.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[3] Luther schreibt (im Zusammenhang): \u00bbAtque ita puer etiam alphabetarius ineptiam istam ridere potest, quod si hoc dandum fuerat adsertoribus liberi arbitrii, haberent certe omnes totius scripturae leges pro se, quibus Omnibus vires arbitrii possent confirmare. Duplex omnino est hie conversio. Una est nostra ad deum, altera est dei ad nos. Aliud est omnino, quando deus ad nos se convertit et quando nos ad deum. <strong>Exigit autem dominus conversionem a nobis non quod nos nostris viribus ea praestate possimus sed ut agnita imbecillitate nostra imploremus Spiritus opem, quo auctore possimus converti.<\/strong> Atque illa tum est conversio euangelii. Nam duplex est conversio: legis et euangelii. Lex tantum praecipit sed nihil praestatur, praestatur autem per euangelium, cum additur Spiritus, qui corda innovet et tum convertitiur ad nos deus, quae est conversio pacis, hoc est, ut non solum iusti simus sed et pleni gaudio et delectemus nos in bonitate dei. Hoc est quod Paulus ubique optat Christianis: Gratiam et pacem.\u00ab (WA 13, S. 551).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Heilige Schrift redet an vielen Stellen deutlich von der&nbsp;Verantwortung des Menschen&nbsp;f\u00fcr all sein Denken, Trachten und Tun. 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