{"id":1280,"date":"2020-12-30T17:11:49","date_gmt":"2020-12-30T16:11:49","guid":{"rendered":"https:\/\/logikos.club\/?p=1280"},"modified":"2024-04-16T14:20:00","modified_gmt":"2024-04-16T12:20:00","slug":"tulip-wer-hats-erfunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/logikos.club\/?p=1280","title":{"rendered":"TULIP \u2013 Wer hat&#8217;s erfunden?"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist \u00fcblich geworden, \u201eden Calvinismus\u201d anhand des Akronyms \u201eTULIP\u201d zu beschreiben und zu beurteilen. Von \u201eTULIP\u201d wussten jedoch weder der angebliche Urheber des \u201eCalvinismus\u201c, Johannes Calvin (1509\u20131564), etwas, noch die reformierten Verfasser der \u201e<em>Lehrregel von Dordrecht<\/em>\u201c (1619) in den Niederlanden, noch die reformierten Verfasser der ber\u00fchmten \u201e<em>Westminster Confession of Faith<\/em>\u201c (1647\/1648), noch andere dem reformatorischen Glaubensgut folgende Bekenntnisse, wie z. B. die \u201e<em>London Baptist Confession<\/em>\u201d&nbsp;(1677). Kein Reformator hat \u201eTULIP\u201c je verwendet. Woher stammt also diese (anachronistische) Idee, \u201eTULIP\u201c zur Beschreibung des \u201ecalvinistischen\u201c (reformierten) Glaubens heranzuziehen? <\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Beitrag von William H. Vail im New Yorker Wochenmagazin <em>The Outlook<\/em> aus dem Jahr 1913 gebrauchte ein gewisser <strong>Dr. McAfee aus Brooklyn<\/strong> das Akronym \u201eTULIP\u201c <strong>1905 <\/strong>als erster, um \u201eDie f\u00fcnf Punkte des Calvinismus\u201d in einem \u00f6ffentlichen Vortrag in der <em>Presbyterian Union of Newark<\/em> darzustellen (William H. Vail, <em>The Five Points of Calvinism Historically Considered<\/em>,  in: <em>The Outlook<\/em>, Vol. CIV (May-August 1913), (New York: The Outlook Company), S. 394\u2013395 (21.06.1913)). \u2013 Bei diesem \u201eDr. McAfee\u201c handelt es sich wohl um <strong>Cleland Boyd McAfee<\/strong>, einem Pastor der <em>Lafayette Avenue Presbyterian Church<\/em> und sp\u00e4teren Professor f\u00fcr didaktische und polemische Theologie am <em>McCormick Theological Seminary<\/em> in Chicago. Er war auch Direktor des <em>Presbyterian Board of Foreign Missions<\/em>. Soweit wir wissen, war dies (1905) der erste Gebrauch des Akronyms \u201eTULIP\u201d als mnemotechnische Hilfe f\u00fcr die Darstellung der reformierten Heilslehre, wie sie in der \u201eDordrechter Lehrregel\u201d 1619 als Antwort auf <strong>f\u00fcnf Infragestellungen der Heilslehre durch die arminianischen \u201eRemonstranten\u201c<\/strong> aus dem Jahr 1610 formuliert wurde. <strong>McAfee<\/strong> erfand und verwendete das Akronym \u201eTULIP\u201c <strong>1905<\/strong> wie folgt (nach W.H. Vail, a. a. O., S. 394): <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>T<\/strong> \u2013 <strong>T<\/strong>otal Depravity<\/li>\n\n\n\n<li><strong> U<\/strong> \u2013 <strong>U<\/strong>niversal Sovereignty<\/li>\n\n\n\n<li><strong>L<\/strong> \u2013 <strong>L<\/strong>imited Atonement<\/li>\n\n\n\n<li><strong> I<\/strong> \u2013 <strong>I<\/strong>rresistible Grace<\/li>\n\n\n\n<li><strong>P<\/strong> \u2013 <strong>P<\/strong>erseverance of the Saints. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>William H. Vail liefert im o. g. Artikel von <strong>1913<\/strong> eine \u00dcbersicht \u00fcber f\u00fcnf damalige Vertreter der reformierten Heilslehre (A bis E, s. Tabelle unten), die er befragt hatte, welches denn ihrer Meinung nach die \u201eF\u00fcnf Punkte\u201d seien  (1 bis 5, s. Tabelle unten). Bis auf den 5. Punkt (P) ergaben sich bemerkenswerter Weise recht unterschiedliche Bezeichnungen und Reihenfolgen, <span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">die <strong>in keinem Fall<\/strong> das Akronym \u201eTULIP\u201d ergeben<\/span>. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"310\" src=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/TULIP_A-E_inv-1024x310.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1335\" srcset=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/TULIP_A-E_inv-1024x310.png 1024w, https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/TULIP_A-E_inv-300x91.png 300w, https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/TULIP_A-E_inv-768x232.png 768w, https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/TULIP_A-E_inv-1536x465.png 1536w, https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/TULIP_A-E_inv-2048x620.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-white-color\">Autoren: A = Abbott&#8217;s &#8222;Dictionary of Religious Knowledge&#8220; | B = Dr. Francis L. Patton, Pr\u00e4sident des Princeton Theological Seminary | C = Dr. Hugh Black, Union Theological Seminary | D = Rev. George B. Stewart, D.D., Pr\u00e4sident des Auburn Theological Seminary | E = Rev. Isaac N. Rendall, D.D., Pr\u00e4sident em. der Lincoln University in Pennsylvania.<\/mark><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der amerikanische reformierte Theologe <strong>Loraine Boettner<\/strong> (1901\u20131990) wird als n\u00e4chster angesehen, der das Akronym \u201eTULIP\u201d <strong>1932<\/strong> f\u00fcr die Darstellung der \u201eDordrechter Lehrregel\u201d im Speziellen \u2013und der reformatorischen Heilslehre im Allgemeinen\u2013 verwendete: \u00bb<strong>The Five Points may be more easily remembered if they are associated with the word T-U-L-I-P<\/strong>; T, Total Inability; U, Unconditional Election; L, Limited Atonement; I, Irresistible (Efficacious) Grace; and P, Perseverance of the Saints.\u00ab (Loraine Boettner: <a href=\"https:\/\/www.monergism.com\/thethreshold\/sdg\/boettner\/predestination_p.pdf\">The Reformed Doctrine of Predestination<\/a>, 1. Auflage, Januar 1932). <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man sich mit der Lehrentwicklung der 500 Jahre seit der Reformation besch\u00e4ftigt, f\u00e4llt auf, dass die Darstellung der reformierten Heilslehre mithilfe von \u201eTULIP\u201d weder die <strong>Bezeichnungen<\/strong> der f\u00fcnf \u201eLehrst\u00fccke\u201d in der \u201eDordrechter Lehrregel\u201d (1619) \u00fcbernimmt, noch ihrer <strong>Aufbaureihenfolge<\/strong> folgt. (Das 5. und letzte St\u00fcck macht dabei eine gewisse Ausnahme.) <strong>William H. Vail<\/strong> schreibt dazu: <strong>\u00bbSelbstverst\u00e4ndlich zwingt die \u00dcbernahme des Kunstwortes [\u201eTULIP\u201d] die f\u00fcnf Punkte in eine gewisse Reihenfolge und <span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">wirft sie damit m\u00f6glicherweise aus ihrer angemessenen Ordnung und ihrer logischen Reihenfolge<\/span>.\u00ab<\/strong> (\u00bbOf course the adoption of this word [\u201eTULIP\u201d] restricts the order of the five points, and perhaps throws them out of their proper order and logical sequence.\u00ab; a.a.O.). <\/p>\n\n\n\n<p>Auch <strong>inhaltlich<\/strong> sind die \u201eF\u00fcnf Punkte\u201d nicht mit dem reformierten Glauben oder dem sog. \u201eCalvinismus\u201d gleichzusetzen. Der reformierte Theologe <strong>Dr. Hugh Black<\/strong> schrieb Anfang des 20. Jahrhunderts: \u00bb<span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\"><strong>Ich glaube nicht, dass Calvin sein System in diesen<\/strong> <strong>[f\u00fcnf] Punkten zusammengefasst h\u00e4tte.<\/strong><\/span>\u00ab (a.a.O., S. 395). <strong>Loraine Boettner<\/strong> schrieb 1932: \u00bb<strong><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">M\u00f6ge der Leser sich gegen eine zu enge Gleichsetzung der F\u00fcnf Punkte mit dem calvinistischen Lehrsystem wappnen. W\u00e4hrend diese [F\u00fcnf Punkte] wesentliche Bestandteile sind, schlie\u00dft das System doch viel mehr ein.<\/span><\/strong> &#8230; das Westminster Bekenntnis ist eine recht ausgewogene Darstellung des reformierten Glaubens (oder des Calvinismus) und es gibt auch den anderen christlichen Lehren den ihnen angemessenen Raum.\u00ab (a.a.O.). <strong>Leonard J. Coppes<\/strong> schrieb 1980 eine Zusammenfassung des reformierten Glaubens mit dem Titel: \u00bb<strong><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Are five points enough? The ten points of Calvinism<\/span><\/strong>\u00ab. <strong>Joel R. Beeke<\/strong> schrieb 2008: \u00bb<strong>Seine <\/strong>[Calvins] <strong>Absicht war es, jeden Bereich der Existenz unter die Herrschaft Christi zu bringen, so dass das gesamte Leben zur Verherrlichung Gottes gelebt werden k\u00f6nne. <span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Darum kann der Calvinismus nicht einfach durch <em>eine<\/em> Hauptlehre oder mit <em>f\u00fcnf<\/em> Punkten oder \u2013wenn wir sie denn h\u00e4tten!\u2013 mit <em>zehn<\/em> Punkten erkl\u00e4rt werden. Calvinismus ist so komplex wie das Leben selbst.<\/span><\/strong>\u00ab (<em>Living for God&#8217;s Glory: An Introduction to Calvinism<\/em>, S. XII). <strong>Sinclair Ferguson<\/strong> schreibt 2008 in einem Beitrag \u00fcber das Gotteslob (<em>Doxology<\/em>): \u00bb&#8230;<strong>die sogenannten f\u00fcnf Punkte des Calvinismus  <\/strong>&#8230; [sind]<strong> mit Blick auf ihre Entstehung zutreffender als \u201e<span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Die f\u00fcnf Korrekturen f\u00fcr den Arminianismus<\/span>\u201d zu bezeichnen<\/strong>\u00ab (in: <em>Living for God&#8217;s Glory: An Introduction to Calvinism<\/em>, S. 388). <\/p>\n\n\n\n<p>Auch in unserer Zeit verwenden reformierte Theologen f\u00fcr die Darstellung der reformierten Heilslehre andere Punkte und Bezeichnungen als das verk\u00fcrzte McAfeesche \u201eTULIP\u201d. <strong>Bei Kritikern des sog. \u201eCalvinismus\u201d ist diese anachronistische und verf\u00e4lschend verk\u00fcrzte Darstellung allerdings recht beliebt und liefert Material f\u00fcr manchen \u201eStrohmann\u201d. <\/strong>Gehen wir daher besser zur\u00fcck zum Ursprung der theologischen Auseinandersetzung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lehrregel statt TULIP<\/h2>\n\n\n\n<p>Weder die Synode in Dordrecht 1619 noch die reformierten Theologen der folgenden Jahrhunderte haben einstimmig \u201eTULIP\u201d gelehrt. <strong>\u201eTULIP\u201d ist erstens eine klare <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Fehl\u00fcbersetzung<\/mark>, zweitens inhaltlich eine starke <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Verk\u00fcrzung<\/mark> und drittens \u2013historisch und dogmengechichtlich gesehen\u2013 ein <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Anachronismus<\/mark>, wenn jemand damit die \u201eDordrechter Lehrregel\u201d von 1619 oder die calvinistische (Heils-)Lehre beschreibt.<\/strong> Hier eine tabellarische Gegen\u00fcberstellung der Lehrst\u00fccke von 1619 und der TULIP-Verk\u00fcrzung durch McAfee 1905:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-regular\"><table><tbody><tr><td><strong>Die \u201eDordrechter Lehrregel\u201d<\/strong> <strong>(1619)<\/strong><\/td><td><strong>TULIP (nach McAfee, 1905)  <\/strong>              <\/td><\/tr><tr><td>Erstes Lehrst\u00fcck:<br>Von der g\u00f6ttlichen Vorherbestimmung<\/td><td>1. <strong>T<\/strong>otal Depravity<br>(V\u00f6llige Verderbtheit)<\/td><\/tr><tr><td>Zweites Lehrst\u00fcck:<br>Vom Tode Christi und der Erl\u00f6sung <br>der Menschen durch denselben<\/td><td>2. <strong>U<\/strong>niversal Sovereignty<br>(Allumfassende Souver\u00e4nit\u00e4t)<br>Heute auch:<br><strong>U<\/strong>nconditional Election<br>(Unbedingte Erw\u00e4hlung)<\/td><\/tr><tr><td>Drittes und viertes Lehrst\u00fcck:<br>Von der Verderbnis des Menschen und <br>seiner Bekehrung zu Gott und <br>der Art und Weise derselben<\/td><td>3. <strong>L<\/strong>imited Atonement<br>(Begrenzte S\u00fchnung)<br><br>4. <strong>I<\/strong>rresistible Grace<br>(Unwiderstehliche Gnade)<\/td><\/tr><tr><td>F\u00fcnftes Lehrst\u00fcck:<br>Vom Beharren der Heiligen<\/td><td>5. <strong>P<\/strong>erseverance of the Saints<br>(Ausharren der Heiligen)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>Es w\u00e4re der Sache angemessener und einer fruchtbaren Diskussion dienlicher, wenn man sich direkt mit dem offiziellen Lehrdokument der Synode in Dordrecht besch\u00e4ftigen w\u00fcrde, anstatt irgendwelchen \u201eF\u00fcnf Punkten\u201d \u2013Jahrhunderte nach Calvin entstanden!\u2013 zu folgen, insbesondere, wenn diese aus Darstellungen von Anti-Calvinisten stammen.<\/strong> Was gewinnt man dabei?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Student der \u201eDordrechter Lehrregel\u201d hat in Lehrst\u00fcck 2, Artikel 1 bereits vom Wesen und Charakter Gottes, von der Allgenugsamkeit Christi, von der weltweiten Verk\u00fcndigung des Evangeliums (Mission) und der Notwendigkeit des Glaubens gelesen, bevor er in Artikel 2 zur Frage der Zielsetzung und beabsichtigten Reichweite der S\u00fchnung gelangt. Didaktisch richtig wird ihm in der \u201eDordrechter Lehrregel\u201d zuerst das <em>Wesen<\/em> der S\u00fchnung erkl\u00e4rt, bevor die <em>Reichweite<\/em> der S\u00fchnung besprochen wird. Die Zielgerichtetheit und Bestimmtheit der S\u00fchnung wird direkt aus der Gerechtigkeit Gottes und dem v\u00f6llig gen\u00fcgsamen, zielgerichteten Opfer Christi (Artikel 3-4) abgeleitet. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit, <em>allen Menschen ohne Unterschied<\/em> das Evangelium zu predigen, betont (Artikel 5). Artikel 6 best\u00e4tigt, dass Gott gerecht ist, wenn er den Ungl\u00e4ubigen verdammt, und Artikel 7 lehrt, dass die Quelle des rettenden Glaubens die Gnade Gottes ist, \u00bbdie uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben\u00ab worden ist (2. Timotheus 1,9). \u2013 <strong>Dieser biblisch richtige und didaktisch kluge Aufbau sollte genutzt und nicht ohne guten Grund aufgegeben werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was macht das \u201eL\u201d in \u201eTULIP\u201d?<\/h2>\n\n\n\n<p>Viele evangelikale (fr\u00fcher: dem <em>sola scriptura<\/em> verpflichtete) Glaubende streiten sich heute anhand von \u201eTULIP\u201d-Darstellungen um die rechte <strong>Heilslehre<\/strong>. Etliche Lager haben sich in den letzten Jahrhunderten gebildet, geradezu einander bek\u00e4mpfende Sekten innerhalb des christlichen Zeugnisses geformt. Ein besonders umstrittener Aspekt von \u201eTULIP\u201d ist das \u201eL\u201d, das f\u00fcr<em> limited atonemen<\/em>t, also <em><strong>begrenzte S\u00fchne\/S\u00fchnung<\/strong><\/em>, stehen soll. Allein dieser Begriff ist ein bitteres, missverst\u00e4ndliches Etikett, welches keiner der Reformatoren ohne weiteres so verwendet h\u00e4tte. Zudem ist weder der (engl.) Begriff \u201elimited\u201d noch der Begriff \u201eatonement\u201d klar und definitiv genug, um die Lehre der Heiligen Schrift eindeutig und klar darzustellen. William D. Barrick urteilt, dass <span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u201ebegrenzt\u201d bzw. \u201eunbegrenzt\u201d vielleicht jene Begriffe sind, welche in der Heilslehre am h\u00e4ufigsten <strong>missbraucht<\/strong> werden<\/span> (\u201e<em>The Extent&#8230;<\/em>\u201c, S. 4\u20135). Und der biblische Begriff \u201eS\u00fchnung\u201d (engl. <em>atonement<\/em>) wird ebenfalls nicht klar und biblisch verwendet (oft mit der falschen Deutung eines \u201eat-one-ment\u201d, einer Einsmachung oder Zusammenf\u00fchrung), zudem oft als Sammelbezeichnung f\u00fcr <em>alles<\/em>, was Jesus Christus am Kreuz bewirkt hat. Man muss fragen: Gibt es denn \u00fcberhaupt eine Begrenzung der S\u00fchnung Jesu Christi? Und wenn ja: Wo wird diese in der Schrift gezogen? Beim Wert oder bei der Reichweite der \u201eS\u00fchnung\u201d (wenn \u00fcberhaupt die biblische S\u00fchnung gemeint ist)? Die Zentralit\u00e4t und Wichtigkeit des Werkes Christi verlangt nach biblischen, klaren Antworten. Das kann hier nur angerissen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bibelstudenten aller Zeiten sollte klar sein, dass das S\u00fchnopfer des menschgewordenen Gottessohnes <strong>entscheidender Mittelpunkt eines ewigen Planes<\/strong> der Gottheit ist, und dass Gott im Opfer Jesu <strong>ein klares Ziel<\/strong> verfolgte (s.z.B. 1Petrus 1,18\u201321: \u00bbzuvorerkannt [progin\u014dsk\u014d] ist <strong>vor<\/strong> Grundlegung der Welt\u00ab). Das Ziel war weder, dass <em>alle<\/em> S\u00fcnder im Feuersee f\u00fcr ihre Schuld ewig von Gott getrennt und gestraft werden (was absolut gerecht w\u00e4re), noch dass <em>alle<\/em> S\u00fcnder letztlich errettet und in Gottes herrlicher Ewigkeit leben werden (sog. <em>Universalismus<\/em>). Das Heilswerk Gottes (im Zusammenwirken des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes) richtet sich vielmehr <strong><span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">in ewiger, erw\u00e4hlender Liebe<\/span><\/strong> auf \u00bb<strong>die Seinen<\/strong>\u00ab (s. Johannes 17,2.6.9.24.26).<\/p>\n\n\n\n<p>Die gesamte Schrift gibt vom planm\u00e4\u00dfigen und zielorientierten Handeln Gottes in der Menschheits- und Heilsgeschichte beredt Zeugnis. Also sollte man sich tiefgehende Fragen stellen: (1) <em>Welches <strong>Ziel<\/strong> verfolgt Gott mit dem Opfer Jesu?<\/em> (2) <em>Was bezeichnete Jesus Christus mit dem \u00bbEs\u00ab, als Er am Kreuz ausrief:<\/em> \u00bb<strong>Es<\/strong> ist vollbracht!\u00ab (Johannes 19,30)? (3) <em>Wie erg\u00e4nzen sich das Werk des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes im <strong>trinitarischen<\/strong> <strong>Heilswerk<\/strong><\/em> (sog. <em>opera ad extra<\/em>)? (4) <em>Haben die drei Personen der Gottheit <strong>eine identische Zielsetzung<\/strong> im Heilswerk?<\/em> (5) <em>Haben <em>die drei Personen der Gottheit<\/em> <em>im Erl\u00f6sungswerk<\/em><\/em> <em><strong>den selben Personenkreis<\/strong>  im Blick?<\/em>  (usw.)<\/p>\n\n\n\n<p>Wer diese Fragen anhand der Heiligen Schrift beantwortet, <strong>muss<\/strong> von einer Begrenzung der S\u00fchnung ausgehen, da der <em>Universalismus<\/em> keine Lehre der Schrift ist, das <strong>Heil aller Glaubenden<\/strong> jedoch fest bezeugt ist. Nachdem der Glaube <strong><em>faktisch<\/em><\/strong> <strong><em>und biblisch <\/em><\/strong>nicht <strong>aller<\/strong> Teil ist (2. Thessalonicher 3,2b), ist die Menge der durch Jesu Opfer Erretteten <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">jedenfalls begrenzt<\/mark><\/strong>. Das S\u00fchnungswerk Jesu Christi sah auch nicht vor, dass Er <strong><em>hypothetisch<\/em><\/strong> f\u00fcr <em>alle<\/em> Menschen <em>aller Zeiten<\/em> <strong><em>stellvertretend<\/em><\/strong> im Gericht Gottes war, also <strong><em>effektiv<\/em><\/strong> deren pers\u00f6nliche Schuld bezahlt und Gottes Zorn f\u00fcr sie getragen habe, und es nun alleine am jeweiligen Menschen l\u00e4ge, diesen unterschiedslos allen Menschen im Evangelium ausgeh\u00e4ndigten \u201eBlankoscheck\u201d (=Scheck ohne Namen des Empf\u00e4ngers) auch pers\u00f6nlich einzul\u00f6sen. \u2013 Gott verwendet in der Heiligen Schrift Alten wie Neuen Testaments vielmehr ein anderes Bild, um sein Rettungswerk als <strong>Liebeswerk<\/strong> darzustellen: das von Br\u00e4utigam und Braut (z. B. Jesaja 61,10; 62,1\u20135; Jeremia 31; Epheser 5,23\u201332; Offenbarung 21,2.9; 22,17). <strong>Wie die <em>erw\u00e4hlende<\/em> Liebe eines Br\u00e4utigams <em>selektiv und exklusiv<\/em> ist \u2013und sein muss\u2013 ist Gottes ewige Retterliebe selektiv und exklusiv.<\/strong> Dies bedeutet keine Ungerechtigkeit oder einen Mangel an \u201eFairness\u201c. (Von \u201eFairness\u201c zu reden ist begrifflich ein Fehlgriff, der einen Mangel an biblisch gepr\u00e4gtem Denken offenbart. Wir d\u00fcrfen sicher sein, dass <strong>alles<\/strong>, was Gott tut, absolute \u2013ja, normative\u2013 Gerechtigkeit ist.)<\/p>\n\n\n\n<p>Die o. g. Fragen k\u00f6nnen also <strong>anhand der Heiligen Schrift<\/strong> noch tiefer ins Verst\u00e4ndnis des Heilswerks Gottes f\u00fchren. Dabei wird man die biblischen Lehren des ewigen Vorsatzes Gottes, der pers\u00f6nlichen (namentlichen) Erw\u00e4hlung und Berufung durch Gott, der pers\u00f6nlichen(!) Stellvertretung im Gericht, der Sohnschaft, der Adoption, der monergistischen Wiedergeburt, des Einsgemachtseins mit Christus, der Innewohnung und der Versiegelung mit dem Heiligen Geist (usw.) kennenlernen. Sie bezeugen harmonisch und vielf\u00e4ltig, dass der dreieinige Gott von Ewigkeit her das ewige Heil \u201e<strong><em>der Seinen<\/em><\/strong>\u201d zu Seiner Verherrlichung gewollt und geplant hat und in der Zeit mit exakt festgelegtem Ziel ausf\u00fchrt. Auch kann wohltuende Klarheit entstehen, wenn man den biblisch gelehrten Unterschied zwischen <em>S\u00fchnung<\/em> und <em>pers\u00f6nlicher Stellvertretung<\/em> zu beachten lernt. <strong>Weil das Heilswerk Gottes ein g\u00f6ttlich gro\u00dfes Werk ist, wundert es uns nicht, dass wir es nicht <em>g\u00e4nzlich<\/em> umfassen k\u00f6nnen. <\/strong>Aber wir k\u00f6nnen und m\u00fcssen es auf der Grundlage der Heiligen Schrift erforschen und glauben und bezeugen. Die Heilige Schrift, die Wahrheit (Johannes 17,17), liefert auch die Wahrheit \u00fcber das Heil.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Buchstaben \u201e<strong>L<\/strong>\u201d kann man u. E. gut beobachten, wie mangelhaft \u00fcberm\u00e4\u00dfig vereinfachte Darstellungen der biblischen Lehre (hier: \u00e0 la \u201eTULIP\u201d) sind, und wie mangels Klarheit und Pr\u00e4zision mancher Anlass zu Streitigkeiten und Aneinandervorbeireden fast zwangsweise geliefert wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit diesen kurzen \u00dcberlegungen und Hinweisen soll zweierlei nachdr\u00fccklich gesagt sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>fundamental: <\/em>Die Frage nach der Reichweite und Zielsetzung des (S\u00fchnungs-) Werkes Jesu Christi sollte eben NICHT anhand von \u201eTULIP\u201d-Darstellungen beantwortet werden, sondern anhand der Heiligen Schrift selbst, welche alleine die Wahrheit ist (Johannes 17,17b). <strong>Unbiblische<\/strong> Darstellungen gibt es leider schon genug.<\/li>\n\n\n\n<li><em>sachlich: <\/em>Wir sollten auch \u00fcber \u201eDordrecht\u201d und \u201eDie 5 Punkte des Calvinismus\u201d nicht schreiben und reden, ohne die Ergebnisse jener Synode studiert zu haben und sie in der jeweiligen Darstellung <em>wahrheitsgetreu<\/em> zu verwenden. Anders gesagt: <em>Prim\u00e4rquellen <\/em>vor<em> Sekund\u00e4r- und Terti\u00e4rquellen!<\/em> <strong>Unsachliche<\/strong>, <strong>verf\u00e4lschte<\/strong> und <strong>falsche<\/strong> Darstellungen gibt es leider schon genug.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Synode in Dordrecht hat einen <em>biblisch ges\u00e4ttigten <\/em>und <em>seelsorgerlich hilfreichen<\/em> Text geliefert, der \u00fcber vielem steht, das in den vergangenen vier Jahrhunderten \u00fcber die angesprochenen Fragen des Heils geschrieben wurde. Und anstelle zu betonen, was Christus am Kreuz <em>nicht<\/em> zustande gebracht habe, lehrt das zweite Lehrst\u00fcck von Dordrecht, <strong>was Vater, Sohn und Heiliger Geist miteinander vollbracht haben<\/strong>, um sich ein \u201eVolk des Eigentums\/zum Besitztum\u201d zu erw\u00e4hlen, es in Jesu Opfer zu erl\u00f6sen und es ewig zu erwerben (s. 5. Mose 7,6 mit 1. Petrus 2,9). <strong>Mit solcher Theologie wird Gottes Volk eher auferbaut, als mit <span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Streitigkeiten<\/span> \u00fcber den \u201efreien Willen\u201c des Menschen und der Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes im Heil. Denn im einzigartigen Heilswerk Gottes geht es um <span style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">eine gro\u00dfartige Liebesbeziehung<\/span>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>\u00bb<\/strong><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Dieser Entschluss, der aus der ewigen Liebe zu den Erw\u00e4hlten hervorgegangen ist<\/span>, ist von Anfang der Welt bis auf die gegenw\u00e4rtige Zeit, indem die Pforten der H\u00f6lle sich vergeblich widersetzten, m\u00e4chtig erf\u00fcllt und wird auch noch fortlaufend erf\u00fcllt, und zwar so, dass die Erw\u00e4hlten zu seiner Zeit zu einer Vereinigung versammelt werden sollen und dass immer eine Kirche der Gl\u00e4ubigen auf das Blut Christi gegr\u00fcndet ist, welche jenen ihren Heiland, der f\u00fcr sie, gleich <span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">wie ein Br\u00e4utigam f\u00fcr die Braut<\/span>, sein Leben am Kreuz hingab, <span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">best\u00e4ndig liebt, fortw\u00e4hrend verehrt und hier und in alle Ewigkeit preist<\/span>.\u00ab<\/p>\n<cite>\u201eDordrechter Lehrregel\u201d (1619), Erstes Lehrst\u00fcck, Artikel 9. Zitiert nach der \u00fcbersetzten Ausgabe der Selbst\u00e4ndigen Evangelisch-Reformierten Kirche: <em>Bekenntnisbuch<\/em> (Heidelberg, 2010), S. 229. Farbmarkierung hinzugef\u00fcgt.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Apostel Paulus liefert am Ende seiner sorgf\u00e4ltigen Darlegung des Evangeliums Gottes im R\u00f6merbrief einen wunderbaren Lobpreis (Doxologie) Gottes. Wir sehen daran, dass wahre Anbetung auf wahrer Heilslehre basiert. Hier w\u00e4ren also gr\u00f6\u00dfte bibelgebundene Anstrengungen im Ergreifen, Verstehen und Verk\u00fcndigen des Heils Vorbedingung und Basis wahrer Anbetung. Das sollte alle Erl\u00f6sten des Herrn best\u00e4ndig motivieren, wahre  \u201eTheologie\u201c zu betreiben, die nicht Traditionen repliziert und verteidigt, sondern die Wahrheit des Wortes reden l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unergr\u00fcndlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm zuvor gegeben, und es wird ihm vergolten werden? <strong>Denn von ihm und durch ihn und f\u00fcr ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.<\/strong><\/p>\n<cite>R\u00f6mer 11,33-36<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturhinweise<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">William H. Vail, <em>The Five Points of Calvinism Historically Considered<\/em>, (21. Juni 1913). In: <em>The Outlook<\/em>, Vol. CIV (May-August 1913), (New York: The Outlook Company), S. 394\u2013395. [Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/babel.hathitrust.org\/cgi\/pt?id=mdp.39015021130813&amp;view=1up&amp;seq=400\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/babel.hathitrust.org\/cgi\/pt?id=mdp.39015021130813&amp;view=1up&amp;seq=400\" target=\"_blank\">babel.hathitrust.org<\/a>; <a href=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/New_Outlook_Vol104_1913_pg394-395_scan.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/logikos.club\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/New_Outlook_Vol104_1913_pg394-395_scan.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Backup<\/a>]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Daniel Montgomery und Timothy Paul Jones: <em>PROOF<\/em>, (Zondervan, 2014, Kindle-Version), S. 210, Fn 22.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">David Schrock: <em>Definite Atonement at Dort and the Unity of the Trinity \u2013 Put Down TULIP and Pick Up the Canons of Dort<\/em>, in: CREDO Magazine Vol. 9 (Sept. 2019), Issue 3 [<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/credomag.com\/article\/definite-atonement-at-dort-and-the-unity-of-the-trinity\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/credomag.com\/article\/definite-atonement-at-dort-and-the-unity-of-the-trinity\/\" target=\"_blank\">https:\/\/credomag.com\/article\/definite-atonement-at-dort-and-the-unity-of-the-trinity\/<\/a>].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ed Sanders: <em>The Origin Of The Acronym TULIP \u2013 The Five Points Of Calvinism<\/em> [<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/theologue.files.wordpress.com\/2014\/08\/originoftheacronym-tulip.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/theologue.files.wordpress.com\/2014\/08\/originoftheacronym-tulip.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/theologue.files.wordpress.com\/2014\/08\/originoftheacronym-tulip.pdf<\/a>].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Peter Benyola: <em>400 years after Dort: Why does the human-centric view of salvation persist?<\/em> \u2013 <em>Segment 3 | The Canons of Dort <\/em>(08.09.2018) Copyright 2018, Benyola.net. All rights reserved. Used by permission [<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/benyola.net\/400-years-after-dort\/4\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/benyola.net\/400-years-after-dort\/4\/\" target=\"_blank\">http:\/\/benyola.net\/400-years-after-dort\/4\/<\/a>].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><em>Bekenntnisbuch \u2013 bestehend aus dem Heidelberger Katechismus, dem Niederl\u00e4ndischen Glaubensbekenntnis sowie der Lehrregel von Dordrecht<\/em>, \u00dcbersetzte Ausgabe der Selbst\u00e4ndigen Evangelisch-Reformierten Kirche (Heidelberg, 2010) [<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.serk-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Bekenntnisbuch.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/www.serk-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Bekenntnisbuch.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.serk-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Bekenntnisbuch.pdf<\/a>].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Loraine Boettner: <em>The Five Points of Calvinism<\/em>, in: <em>The Reformed Doctrine of Predestination<\/em> (1932, 13th Printing, Phillipsburg, NJ: Presbyterian and Reformed Publishing Company, 1989), S. 59\u2013201. (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ccel.org\/ccel\/b\/boettner\/predest\/cache\/predest.pdf\" target=\"_blank\">eBook: Grand Rapids, MI: Christian Classics Ethereal Library<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">James Montgomery Boice und Philip Graham Ryken,&nbsp;<em>The Doctrines of Grace<\/em>. Wheaton, IL: Crossway, 2002. Deutsch: James Montgomery Boice und Philip Graham Ryken,&nbsp;<em>Die Lehren der Gnade<\/em>. Oerlinghausen: Betanien, 2009. \u2013 Die Autoren beschreiben kurz \u201eDie f\u00fcnf Punkte des Arminianismus\u201d (a.a.O., 2009, S. 24ff) sowie ebenso kurz (a.a.O., 2009, S. 30ff) und dann ausf\u00fchrlich \u201eDie f\u00fcnf Punkte des Calvinismus\u201d (a.a.O., 2002, S.67\u2013176 ; a.a.O., 2009, S. 71\u2013197).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">William D. Barrick, <em>The Extent of the Perfect Sacrifice of Christ.<\/em> Sun Valley, CA: GBI Publishing, 2002.<br><br>Joel R. Beeke: <em>Living for God&#8217;s Glory: An Introduction to Calvinism<\/em>. Lake Mary, FL: Ligonier Ministries (Reformation Trust), 2008. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist \u00fcblich geworden, \u201eden Calvinismus\u201d anhand des Akronyms \u201eTULIP\u201d zu beschreiben und zu beurteilen. Von \u201eTULIP\u201d wussten jedoch weder der angebliche Urheber des \u201eCalvinismus\u201c, Johannes Calvin (1509\u20131564), etwas, noch die reformierten Verfasser der \u201eLehrregel von Dordrecht\u201c (1619) in den Niederlanden, noch die reformierten Verfasser der ber\u00fchmten \u201eWestminster Confession of Faith\u201c (1647\/1648), noch andere dem &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/logikos.club\/?p=1280\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eTULIP \u2013 Wer hat&#8217;s erfunden?\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1362,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[3,7],"tags":[37,127,55,44,56],"class_list":["post-1280","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-heilslehre","category-polemics","tag-calvinismus","tag-lehren-der-gnade","tag-lehrregel","tag-suehnung","tag-tulip"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1280"}],"version-history":[{"count":89,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3444,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1280\/revisions\/3444"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logikos.club\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}