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Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist. (Johannesevangelium 1,1–3)
Der Tor [nâḇâl] spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!
(David in Psalm 14,1)
Wie kann man nicht an Gott glauben, wenn Kraken träumen und Otter einen Lieblingsstein haben, den sie in einer kleinen Hauttasche mit sich herumtragen, und Kühe beste Freunde haben und Bienen da draußen die Koordinaten von Blumen durch Ausdruckstanz (sog. Schwänzeltanz) kommunizieren und regionale Dialekte haben?
Katzen schnurren bei Frequenzen, die mit Knochenheilung in Verbindung gebracht werden. Wälder brennen komplett nieder und antworten danach spontan mit dem Wachsen von Blumen. Delfine erfinden buchstäblich Namen für sich selbst (Signaturpfiffe) und rufen sie über den Ozean. Pinguine watscheln durch die Antarktis und suchen den perfekten kleinen Stein, um ihn ihrer Liebsten zu schenken.
Krähen merken sich dein Gesicht. Sie erzählen anderen Krähen von dir. Sie erzählen ihren Kindern von dir. Du kannst generationsübergreifenden Zoff mit einem Vogel haben.
Sterne singen und trommeln ihre mehrstimmigen Lieder und Rhythmen durch das Weltall.
Ziegen haben Akzente. Ratten kichern, wenn man sie kitzelt. Elefanten trauern um ihre Toten. Wale machen Lieder und dann lernen andere Wale das Lied und plötzlich singt jeder auf der anderen Seite des Ozeans den neuen Nummer-eins-Hit.
Monarchfalter werden mit dem Wissen geboren, wie man tausende Kilometer an einen Ort fliegt, an dem sie noch nie waren. Meeresschildkröten schlüpfen aus einem Ei, sprinten sofort in Richtung eines Ozeans, den sie noch nie gesehen haben, verschwinden für etwa dreißig Jahre darin und kommen dann irgendwie an den gleichen Strand zurück. Ein Jungvogel der Pazifischen Goldregenpfeifer kann seine erste Wanderung über Tausende Kilometer offenen Ozean antreten, obwohl er die Route und das Ziel zuvor nie kennengelernt hat.
Vögel können Farben sehen, die wir nicht sehen können. Es gibt Farben, von denen wir Menschen nicht einmal etwas mitbekommen. Honigbienen können sogar die Polarisationsebene des Lichts erkennen. Dadurch können sie die Position der Sonne auch dann bestimmen, wenn die Sonne durch Wolken verdeckt ist.
Es gibt Meeresschnecken, die Algen fressen und ihre Chloroplasten stehlen und dann einfach sagen: Super, danke, ich werde jetzt Fotosynthese betreiben. Es gibt Pilze, die kilometerweit unter der Erde kommunizieren. Es gibt Samen, die jahrzehntelang in der Erde liegen und sagen: Nein, eigentlich warte ich noch.
Eichhörnchen pflanzen Millionen von Bäumen, weil sie sich einfach nicht merken können, wo sie ihre Winter-Snacks versteckt haben.
Eine Raupe geht in einen kleinen Sack, löst den größten Teil ihres Körpers in organische Suppe auf, ordnet sich neu an, lässt Flügel wachsen und fliegt davon.
Du willst mir erzählen, dass eine winzige Eichel weiß, wie man eine 20 Meter hohe Eiche wird? Und niemand sagt ihr, was sie tun soll? Sie hat einfach die komplexen Bauanweisungen dafür in sich (das Genom einer Eiche enthält Zehntausende Gene sowie komplexe regulatorische Netzwerke).
Dein Körper begann als eine Zelle. Eine. Und diese Zelle teilte sich in ein Gehirn, das über seine eigene Existenz nachdenken kann, und Augen, die in die Sterne schauen können, und Hände, die die Hände von jemand anderem halten können, und ein Herz, das mit Elektrizität läuft, ohne dass du es überhaupt darum gebeten hast?
Wir laufen auf einem nassen Felsen herum, der mit biolumineszierenden Ozeanen, singenden Walen, lachenden Ratten, Vögeln, die lebenslange Groll hegen, und Blumen, die nach dem Feuersturm explodieren, bedeckt ist.
Und irgendwie sollen wir so tun, als sei das ein normaler Ort zum Leben, der von steindummer Materie »ausgedacht« wurde und weder Ziel noch Sinn habe?
Dass niemand unser Werden geplant habe – und niemand unser Vergehen interessiere, aber irgendwie das Dazwischen doch einen Sinn habe? Dass es erstrebenswert wäre, sich selbst zu verwirklichen? Wen interessiert das?
Hörst Du es nicht auf allen Frequenzen der Schöpfung klingen? Du bist ein Tor!
Disclaimer & Diskussion
Diese Zusammenstellung an Schöpfungswundern habe ich irgendwo im Internet gesehen. Ich habe sie auf Deutsch übersetzt und adaptiert, bin aber nicht ihr Urheber.
Diese Zusammenstellung entstammt keinem naturwissenschaftlichen Buch. Der Verfasser redet vielmehr poetisch und formuliert anthropomorph. Das macht den Reiz aus.
Das »Lachen/Kichern« der Ratten findet zum Beispiel im Ultraschallbereich um 50 kHz statt. Wir hören das nicht mit unseren Ohren. Ähnliches gilt für den elektromagnetischen Bereich des Lichtes. Manche der geschilderten Wahrnehmungen bedürfen daher der Technik. Aber genau dies ist die Meta-Aussage des Beitrags, die unser Staunen erregt: Die Schöpfung ist noch viel ausdrucksstärker und genialer, als wir Menschen es allein mit unseren angeborenen Sinnen wahrnehmen können. Gott sei Dank für die Wissenschaft!
Darüber hinaus gibt es weitere Wunder und Herrlichkeiten und tiefgehende Erkenntnisse über den Schöpfer, die nur der lebendige Glaube aufgrund der Offenbarungen Gottes in Seinem Wort erfassen kann. König David hat das schön (und ebenfalls lyrisch) zusammengehalten:
Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk. Ein Tag berichtet es dem anderen, und eine Nacht meldet der anderen die Kunde. Keine Rede und keine Worte, doch gehört wird ihre Stimme. (David, Psalm 19,2–4)
Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht weise den Einfältigen. Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen.
(David, Psalm 19,8–9)