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In eine Bank kam ein Mann und wollte einen Hundert-Euro-Schein auf sein Konto einzahlen. Er übergab den Schein der Kassiererin und wartete. Die Kassiererin prüfte den Schein kurz und sagte dann zum Kunden: »Das ist Falschgeld! Wo haben sie das her?« Der Kunde sagte: »Das kann nicht sein! Das ist echtes Geld! Ich stehe dazu! Was unterstehen Sie sich, das in Zweifel zu ziehen!« Die Kassiererin zeigte auf ein großes Plakat im Kundenraum: »Da, da können Sie lesen, was die Echtheitszeichen eines Geldscheines sind! Man muss nur vergleichen und dann erkennt man objektiv, dass dies kein echter Schein ist!« Der Kunde sträubte sich und bestand: »Aber ich stehe zu diesem Schein! Ich bin überzeugt: er ist echt!« – Er war schwer zu überzeugen, aber die Bank nahm den Schein nicht an. Es hatte nichts mit dem Kunden zu tun. Sie wollten ihn behalten, er war immer nett und ehrlich gewesen. Aber der vorliegende Schein war objektiv falsch. Und so wurde er nicht aufs Konto gutgeschrieben.
Was hier als Illustration erfunden wurde, mag sich real immer wieder einmal ereignen. Im übertragenen Sinn passiert es immer wieder in Freikirchen, denen sich »Christen« aus formal-kirchlicher Herkunft anschließen wollen. Sie waren in der Röm.-kath Kirche oder der Evang.-luth. Kirche als Babys »kirchlich getauft« worden (hatten natürlich keine Erinnerung mehr daran) und »stehen nun dazu«. Eine Firmung oder Konfirmation, die erfunden wurde, um den offensichtlichen Mangel des kirchlichen »Tauf«-Aktes nachzubessern, wird als Gültigmachung des Falschgeldes beansprucht. Falschgeld wird aber nie durch nachträgliche »Ich-stehe-dazu«-Beteuerungen oder ähnliche Bekenntnisse gültig. (Hier geht es übrigens nicht darum, jemand den lebendigen Glauben abzusprechen; dieser wird nach der Lehre der Bibel nicht durch den nassen Taufakt vermittelt, sondern ist Gnadengeschenk des Heiligen Geistes.1
Die nackte biblische Tatsache ist: Diese Personen wurden noch nie im biblischen Sinne getauft. Die Konsequenzen daraus: Sie sind offiziell noch keine Nachfolger Jesu, noch keine Jünger des Herrn Jesus Christus, keine »Christen« dem Bekenntnis nach. Das sollte verhindern, dass solche Menschen in einer Gemeinde Jesu Mitglied werden, gar dort Dienste tun, predigen, Gottesdienste leiten oder die Schar der Anbeter anführen. Man muss heute leider ausdrücklich hinzufügen: Zumindest in einer dem Neuen Testament verpflichteten Gemeinde Jesu.
An dieser Stelle soll das Sakraments- und Lehrverständnis der erwähnten Großkirchen nicht detailliert untersucht und diskutiert werden. Es reicht anzugeben, dass sowohl die Röm.-kath Kirche als auch die Evang.-luth. Kirche lehren, dass ein Baby bei seiner »Taufe« sowohl wiedergeboren wird, als auch den Heiligen Geist empfängt und somit als lebendiges Glied auch die wahre, lebendige Gemeinde Jesu integriert wird. Das ist alles nicht tolerierbare Falschlehre, die durch eine »Konfirmation« oder »Firmung« (»Befestigung«) nicht gebessert werden kann. Bibeltreue Christen sind keine »Wiedertäufer«, sondern bitten an Jesus Christus gläubig gewordenen Menschen zu ihrer ersten biblisch, also vor Gott, gültigen Taufe. Diese kann und braucht nie wiederholt werden. (Martin Luther hat dazu in seinem Leben und Lehren eine radikale Kehrtwendung vollzogen vom biblischen Taufverständnis der Taufe von mündigen Erwachsenen zurück zur Volkskirchen-Babytaufe.2)
Nochmals: Es ist eine völlig andere Sache, ob diese Person ohne öffentlichen Übertritt zu Christus vielleicht schon innerlich in Buße und Glauben zu Jesus gekommen und Vergebung der Sünden und das ewige Leben erhalten hat. Aber all diese Voraussetzungen drängen ja geradezu danach, dies auch öffentlich in der Taufe zu bekennen. Der lebendige Glaube ist kein Ersatz für die christliche Taufe, noch kann sie eine biblisch falsche »Taufe« im Nachhinein für gültig erklären.
Der Jüngerschafts-Befehl des Herrn Jesus
Der Herr Jesus hat nach seiner Auferstehung und kurz vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern einen Befehl gegeben, der bis heute gültig ist:
πορευθέντες οὖν μαθητεύσατε πάντα τὰ ἔθνη,
βαπτίζοντες αὐτοὺς εἰς τὸ ὄνομα τοῦ Πατρὸς
καὶ τοῦ Υἱοῦ καὶ τοῦ Ἁγίου Πνεύματος,
διδάσκοντες αὐτοὺς τηρεῖν πάντα ὅσα ἐνετειλάμην ὑμῖν·
καὶ ἰδοὺ ἐγὼ μεθ’ ὑμῶν εἰμι πάσας τὰς ἡμέρας
ἕως τῆς συντελείας τοῦ αἰῶνος.
Matthäus 28,19–20
Die Verben im Einzelnen
Wir wollen diesen Text untersuchen und dabei besonders auf die Verben und ihre grammatische Funktion achthaben. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Hauptverb und den davon abhängigen Partizipien im Text sehr aufschlussreich. Hier ein tabellarischer Überblick:
| Verb | Form | Grundform | Bedeutung/Funktion |
| πορευθέντες | Aorist, Partizip, Nom. Pl. | πορεύομαι | hingehend / wenn ihr geht |
| μαθητεύσατε | Aorist, Imperativ, 2. Pl. | μαθητεύω | macht zu Jüngern |
| βαπτίζοντες | Präsens, Partizip, Nom. Pl. | βαπτίζω | taufend |
| διδάσκοντες | Präsens, Partizip, Nom. Pl. | διδάσκω | lehrend |
| τηρεῖν | Präsens, Infinitiv | τηρέω | halten / bewahren / befolgen |
| ἐνετειλάμην | Aorist, Indikativ, 1. Sg. | ἐντέλλομαι | ich habe geboten |
| εἰμι | Präsens, Indikativ, 1. Sg. | εἰμί | ich bin |
Der entscheidende Punkt: μαθητεύσατε ist Imperativ, der einzige im Satz. Wörtlich etwa: »Macht zu Jüngern alle Völker!«. Daran hängen βαπτίζοντες und διδάσκοντες: »… indem ihr sie tauft … und indem ihr sie lehrt …« ( zwei Partizipien). Das bedeutet sprachlich: Taufen und Lehren beschreiben, wie der Auftrag des Jüngermachens konkret ausgeführt wird. Die Partizipien beschreiben instrumentell, wie der Befehl umgesetzt wird.
»Gehet hin!« – ist das überhaupt ein eigener Befehl?
Das ist interessant : πορευθέντες steht formal als Aorist-Partizip da (»hingehend«), während μαθητεύσατε (»macht zu Jüngern«) als Imperativ den Satz regiert. Verbreitet wird der Satz aber so wiedergegeben: »Gehet hin und machet zu Jüngern …«, man macht also aus dem Aorist-Partizip einen Befehl. Das ist aber in der Aussage stärker, als es der Grundtext verlangt.
Man könnte den Gedanken auch wiedergeben als: »Wenn ihr hingeht / indem ihr hingeht, macht alle Völker zu Jüngern …«. Das bedeutet nicht, dass das »Gehen« unwichtig wäre. Aber der eigentliche Imperativ lautet nicht »Geht!«, sondern: »Macht zu Jüngern!«. Der Missionsauftrag in Matthäus 28 ist also grammatisch nicht primär ein Auftrag, irgendwohin als »Missionar« zu reisen, sondern ein Auftrag zur Jüngerschaftsgewinnung.
Exkurs: Wo steht dann von Mission im NT?
»Mission« kommt vom lateinischen missio = »Sendung, Entsendung«, abgeleitet von mittere = »senden, schicken«. Im christlich-theologischen Sprachgebrauch bezeichnete man damit ursprünglich weniger eine bestimmte Veranstaltung oder Organisation, so wie das heute verbreitet getan wird, sondern den Vorgang, dass jemand von einem Sendenden mit einem Auftrag ausgesandt wird.
Im NT stehen dafür vor allem die griechischen Verben ἀποστέλλω (apostellō) = »aussenden, mit Auftrag senden« (z. B. Lukas 9,2) und πέμπω (pempō) = »senden« (z. B. Johannes 13,20). Mit apostellō hängt auch ἀπόστολος (apostolos) = »Gesandter/Apostel«, zusammen. Die Zwölfe waren die vom Herrn Jesus berufenen ersten »Apostel« (lat. Missionare) und »Lehrer«.
Das NT zeigt eine göttlich veranstaltete Sendungskette auf: Der Vater sendet seinen Sohn, Vater und Sohn senden den Geist und Christus sendet seine Jünger: »Wie der Vater mich ausgesandt hat (apestalken), sende (pempō) auch ich euch.« (Johannes 20,21b; beide genannten Verben in einem Satz).
Was bedeutet »Jünger machen«?
Das zentrale Verb μαθητεύω (mathēteuō) bedeutet nicht lediglich: »Menschen für Jesus interessieren« und auch nicht bloß: »Menschen bekehren«. Ein μαθητής (mathētēs) ist vielmehr ein Jünger, also jemand, der Jesus als seinen Lehrer und Herrn annimmt und ihm folgt.
Interessant ist deshalb der Zusammenhang mit V. 20: »διδάσκοντες αὐτοὺς τηρεῖν πάντα…« = »… indem ihr sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe«.
Jüngerschaft umfasst damit nicht nur eine einmalige Entscheidung, einen einmaligen Taufakt, sondern einen lebenslangen Lern- und Gehorsamsweg. Dass ein Baby noch bewusst und verantwortlich nicht in solch einen Weg einwilligen kann, sollte eigentlich klar sein.
»Taufend« und »lehrend« – zwei Aspekte desselben Auftrags
Die beiden Präsenspartizipien βαπτίζοντες = »taufend« und διδάσκοντες = »lehrend« beziehen sich beide auf das regierende Imperativverb μαθητεύσατε = »macht zu Jüngern«. Daraus ergibt sich die bemerkenswerte Aussage, dass »Jüngermachen« zwei Aspekte hat: das Taufen (einmalig, am Anfang) und das Lehren (fortlaufend, lebensbegleitend).
Dabei ist das »Lehren« ausdrücklich umfassend: »πάντα ὅσα ἐνετειλάμην ὑμῖν« = »alles, was ich euch geboten habe«. Nicht nur einige Lieblingslehren Jesu, sondern alles.
»Taufen« oder »taufen lassen«?
Vielleicht ist es ergänzend hilfreich zu bemerken, dass Jesus in Matthäus 28 keinen Befehl gab, »sich taufen zu lassen«, sondern einen Befehl an seine Nachfolger gab, andere zu Jüngern (Schüler, Nachfolger) des Herrn Jesus zu machen. Warum viele an Christus Glaubende ohne biblische Taufe herumlaufen, kann auch mit einer Verweigerung gegenüber diesem Befehl zu tun haben.
Aber Taufe hat immer zwei Beteiligte: Täufer und Täufling. Der Taufakt setzt immer den freiwilligen Entschluss des zu Taufenden voraus. Aber dieser ist eine Antwort auf einen entsprechenden Befehl Gottes an (erwachsene) Glaubende. Daher lesen wir in der Missionsgeschichte der Urkirche immer wieder von »ein jeder von euch lasse sich taufen« (Apostelgeschichte 2,38; vgl. 22,16). Der Täufling erhält von Gott also einen Imperativ, aber das Verb steht passiv: er soll getauft werden, nicht sich selbst taufen.
Das normale Handlungsmuster der Apostelgeschichte ist, dass Glaubende andere Glaubende taufen (vgl. 8,38; 9,18; 10,47–48; 16,33; 18,8). Denn der Grundgedanke der biblischen Taufe ist: (1) es wird getauft auf jemand, dem man nachfolgt, und (2) der Getaufte wird einer vorher schon existierenden Gemeinschaft durch einen der Gemeinschaft hinzugefügt. Christliche Taufe ist daher im Regelfall eine Handlung im Rahmen der Gemeinschaft der Nachfolger Jesu.
Besonders wichtig: τηρεῖν = »halten«
Das Verb τηρέω kann bedeuten: »bewahren«, »halten«, »beachten« und »befolgen«. Hier geht es deshalb nicht nur um intellektuelles Wissen. Jesus sagt nicht: »Lehrt sie, alles zu wissen, was ich euch geboten habe!«, sondern: »Lehrt sie, alles zu halten/befolgen, was ich euch geboten habe!«.
Die christliche Lehre zielt also auf Glauben und Leben, auf Erkenntnis und Gehorsam.
Der Missionsbefehl beginnt mit Jesu Vollmacht
Man sollte V. 19 nicht isoliert betrachten. Vers 18 sagte: »ἐδόθη μοι πᾶσα ἐξουσία ἐν οὐρανῷ καὶ ἐπὶ γῆς« = »Mir ist alle Vollmacht gegeben worden im Himmel und auf Erden«. Das Verb ἐδόθη (»wurde gegeben«) steht im Aorist Passiv. Und dann: »μαθητεύσατε« = »macht zu Jüngern!«.
Die Mission der Kirche beginnt also nicht mit menschlicher Initiative, sondern mit der Herrschaft und Vollmacht des auferstandenen Christus.
Und sie endet mit: »ἐγὼ μεθ’ ὑμῶν εἰμι« = »Ich bin bei euch«. Das »εἰμι« steht im Präsens: »Ich bin/Ich bin gegenwärtig bei euch«. Der Auftrag steht damit zwischen zwei großen Zusagen: »Christus hat alle Vollmacht«. Darum: »Macht zu Jüngern«. Beachtet: »Christus ist bei seiner Gemeinde«.
Was ergibt sich daraus?
Hier wird es besonders interessant, weil die Analyse der Grammatik hilfreich einige klassische biblische Grundüberzeugungen begründet oder zumindest stützt.
- Mission ist Christus’ Auftrag an seine Gemeinde. Der Ausgangspunkt ist nicht: »Die Gemeinde muss wachsen!«, sondern: Christus ist Herr und sendet seine Gemeindeglieder (Nachfolger). Das entspricht dem biblischen Verständnis der Gemeinde als einer von Christus regierten und seinem Wort untergeordneten Gemeinschaft. Die Gemeinde besitzt also keine eigene Missionsbotschaft. Sie hat zu verkündigen, was Christus, der himmlische Missionsleiter, geboten hat.
- Das Ziel ist Jüngerschaft, nicht bloß Entscheidung. Biblisch betrachtet wäre es problematisch, Mission ausschließlich auf eine einmalige »Entscheidung für Jesus« zu reduzieren. Matthäus 28 beschreibt vielmehr einen Prozess: Menschen werden zu Jüngern gemacht, dann getauft (einmalig), dann (beständig) gelehrt und zum Gehorsam gegenüber Christus geführt. Das passt zur biblischen Betonung der Heiligung: Der Christ wird nicht dadurch zum Jünger, dass er lediglich eine richtige Entscheidung getroffen hat. Jüngerschaft umfasst vielmehr das ganze Leben.
- Taufe gehört wesentlich zum Missionsauftrag. Das Partizip βαπτίζοντες (»taufend«) steht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Jüngermachen. Aus biblischer Perspektive ist dabei wichtig: Die Taufe ist ein öffentliches Symbol menschlicher Entscheidung, das von Christus selbst verordnet wurde.
- Deshalb gehört die Taufe als öffentlicher –und öffentlich von der Gemeinde Jesu bestätigter– Akt wesentlich zur Eingliederung in die sichtbare Gemeinschaft der Gemeinde Jesu.
- Aber: Der Taufakt ist nicht das Ende der Mission. Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte des Textes. Nach »βαπτίζοντες« kommt: »διδάσκοντες«. Die Taufe wird also unmittelbar mit der fortgesetzten Unterweisung verbunden. Mission ist deshalb nicht: Evangelisation → Bekehrung → Taufe → fertig. Sondern: Evangelisation → Bekehrung → Jüngerschaft = Taufe + Lehre + Gehorsam + lebenslange Nachfolge.
Natürlich ist das keine lineare zeitliche Formel. In der biblischen Anweisung gehören Verkündigung, Glaube und Unterweisung eng zusammen.
Besonders wichtig: »alles, was ich euch geboten habe«
Hier liegt ein wichtiger Gegensatz zu einem individualistischen Christentum. Jesus sagt nicht: »Lehrt sie, was ihr persönlich für richtig haltet.« Sondern: »Lehrt sie, alles zu halten, was ICH euch geboten habe.« Der Maßstab der Gemeinde ist deshalb Christi Wort, nicht die wechselnde gesellschaftliche oder großkirchliche Meinung.
Das passt unmittelbar zum reformatorischen Prinzip »sola Scriptura«. Allerdings sollte man »sola Scriptura« nicht verkürzt als »nur die Bibel lesen« verstehen. Es bedeutet vielmehr: Die Gemeinde Jesu steht unter der Autorität des Wortes Gottes und kann nicht aus eigener Vollmacht neue verbindliche Offenbarung schaffen. Sie hat das ganze und nur das Wort Gottes als absolut verbindlich zu lehren.
Der letzte Vers ist für Mission vielleicht der wichtigste
Der Missionsauftrag endet nicht mit: »Achtet darauf, dass ihr erfolgreich seid!«, sondern: »Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende des Zeitalters«. Das ist enorm wichtig: Der Erfolg der Mission liegt letztlich nicht in der Kraft der Jünger, sondern in der Gegenwart Christi. Wir betreiben Sein Werk.
Man könnte den Text so zusammenfassen:
Christus hat alle Vollmacht und Autorität.
Deshalb sendet er die Gemeinde seiner Jünger aus (Mission).
Die Gemeinde macht Menschen zu Jüngern (Jüngerschaft).
Sie tut dies durch Taufe, Verkündigung und Lehre.
Das Ziel ist ein Leben im Gehorsam gegenüber Christus.
Und Christus selbst bleibt bei seinerGemeinde (Rückversicherung).
Gerade die Verbindung von »Jünger machen« und »alles halten lehren« verhindert ein rein quantitatives Verständnis von Mission: Es geht bei Matthäus 28 nicht lediglich darum, mehr Christen zu »erzeugen«, sondern darum, Menschen unter die Herrschaft und Lehre des auferstandenen Christus zu bringen. Das hat etwas mit Qualität zu tun, nicht Quantität. Das hat etwas mit Lehre und Praxis zu tun, mit »Glaubensgehorsam«, wie es der Apostel Paulus dann den Römern schreibt.
Das alles geht nur auf dem vom Meister selbst gewiesenen Weg, nicht über Gottes Majestät lästernde »Ich-stehe-dazu«-Beteuerungen unbiblischer kirchlicher Riten und Sakramente.3
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